Justiz – HKÜ – Haager Kindesentführungsübereinkommen funktioniert nicht!

Video:

Entführte Kinder, entrechtete Väter – Warum internationale Abkommen über Kindesentzug nicht funktionieren

Abgesehen von ein paar Fotos ist Uwe Mertens von seiner Tochter Sabina kaum etwas geblieben. Als er 2013 von einer Dienstreise nach zurück kehrt  sind Mutter und Kind verschwunden. Seine Lebensgefährtin hat das Kind in Ihre alte Heimat die Ukraine entführt. Seit einigen Monaten ist der Kontakt zu seinem Kind ganz abgebrochen. Er weiß nicht mehr, wo seine Tochter lebt, wie es dem Mädchen geht und das obwohl er weiterhin das Sorgerecht hat und Sabina noch immer in München gemeldet ist. Uwe Mertens reist immer wieder nach Kiew, versucht  Sabina zu finden. Trotz eines Gerichtsbeschlusses, der besagt, dass sie widerrechtlich entführt wurde, wird keine Rückführung angeordnet. Kein Einzelfall: Bisher wurde noch kein Kind aus der Ukraine zurückgeführt. Offensichtlich hält sich die Ukraine nicht an das Hager Kindesentführungsübereinkommen.

HKÜ - Haager Kindesentführungsübereinkommen
HKÜ – Haager Kindesentführungsübereinkommen

8-5-2017, Report Mainz
Tags: Kindesentführung – Brüssel IIa – HKÜ – Haager Kindesentführungsübereinkommen Rückführungsverordnung – Polizei – Familienrecht Familie – Kindesentführung – Anatol Jung – Aufenthaltbestimmungsrecht ABR – Familie Familienrecht – Gehirnwäsche – Gericht – Gewalt weibliche Frauen – Justizopfer – Lara Sophie Karzelek – PAS Eltern-Kind-Entfremdung – psychische Gewalt- Rechtsanwalt Harald Weisker

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Polen übergibt entführtes Kind von Deutschland der verurteilten Täterin – HKÜ Brüssel IIa wird ignoriert?

Entführtes Mädchen aus dem StrohgäuGericht übergibt Lara wieder an die Mutter

Thomas Karzelek vor wenigen Tagen mit seiner Tochter im Kinderhaus in Legnica. Den aktuellen Aufenthaltsort von Lara kennt der Vater nicht. Foto: privat
Thomas Karzelek vor wenigen Tagen mit seiner Tochter im Kinderhaus in Legnica. Den aktuellen Aufenthaltsort von Lara kennt der Vater nicht.Foto: privat

Ein polnisches Gericht hat überraschend entschieden, dass die siebenjährige Lara vorläufig bei ihrer polnischen Mutter untergebracht wird – und damit bei jener Frau, die das Mädchen vor zweieinhalb Jahren gewaltsam in Ditzingen entführt hat.
Der Vater ist verzweifelt.

 Ditzingen/Legnica – Überraschende Wende in der Familientragödie um die siebenjährige Lara aus dem Strohgäu: Ein Amtsgericht im niederschlesischen Legnica (Liegnitz) hat am Freitag entschieden, dass das Mädchen vorläufig bei der polnischen Mutter untergebracht wird – und damit bei jener Frau, die Lara vor zweieinhalb Jahren gewaltsam in Ditzingen entführt und nach Polen verschleppt hat. Für Thomas Karzelek, Laras deutschen Vater, ist die Entscheidung ein unerwarteter Rückschlag bei seinem verzweifelten Versuch, seine Tochter zurück in ihr Heimatland zu bringen. „Das ist ein klarer Affront, und die Richter haben mich dabei nicht einmal angehört“, klagt der 46-Jährige.

Das Gericht in Legnica hebelt mit seiner Entscheidung einen Beschluss des Ludwigsburger Amtsgerichts aus, das dem Vater schon vor Jahren das alleinige Sorgerecht für Lara übertragen hat. Was für Joanna S., Laras Mutter, vor zweieinhalb Jahren ein Grund war, Lara gewaltsam nach Polen zu verschleppen. Als die Polizei vor zwei Wochen das Versteck in Legnica ausfindig machte, kam die Siebenjährige zunächst in ein Kinderhaus, wo der Vater sie immerhin täglich besuchen durfte.

Im Moment darf der Vater seine Tochter nicht sehen

Ob Thomas Karzelek auch in Zukunft ein Umgangsrecht erhält, ist unklar. Er wisse derzeit nicht, wo Lara sei, sagt er. Mehrfach habe er in den vergangenen Tagen versucht, Kontakt zu Joanna S. aufzunehmen, doch diese nehme das Telefon nicht ab. Das Gericht hat angeordnet, dass Joanna S. mit ihrer Tochter Legnica nicht verlassen darf. Außerdem wurde ein Verfahrenspfleger bestellt, der die Mutter beaufsichtigen soll.

Das polnische Amtsgericht begründet die umstrittene Entscheidung, das Kind in die Obhut der Mutter – und damit in die Hände einer verurteilten Entführerin – zu geben, mit einem neuen psychologischen Gutachten. Dieses belege, dass Lara Angst vor ihrem Vater und die Bindung zu ihm verloren habe. Der 46-Jährige hat vor einigen Tagen selbst eingeräumt, dass die erste Begegnung mit seiner Tochter in dem Kinderhaus schwierig gewesen sei. Nach der langen Phase der Trennung sei Lara anfangs vor ihm weggelaufen, habe ihn nicht sehen wollen. Doch schon nach wenigen Tagen, erzählt Karzelek, habe sich die Beziehung normalisiert. Lara habe sich an frühere Zeiten in Deutschland erinnert, habe ihn umarmt, gelacht und sich auf die Treffen mit ihm gefreut.

Ein weiteres, noch aktuelleres Gutachten einer anderen polnischen Psychologin bestätigt dies. Lara habe sich bei den Besuchen ihres Vaters ungezwungen verhalten, gerne mit ihm gespielt und körperlichen Kontakt gesucht, heißt es in der Beurteilung, die dieser Zeitung in Form einer beglaubigten Übersetzung vorliegt. „Die gesammelten Beobachtungen weisen eindeutig darauf hin, dass eine konstruktive Beziehung zwischen Vater und Kind wieder aufgebaut werden kann. Dieser Prozess hat grundsätzlich bereits begonnen.“

Das polnische Justizministerium hofft, dass die Mediation gelingt

Doch diese Entwicklung ist nun wieder gestoppt, weil Lara erneut von ihrem Vater getrennt wurde. Das polnische Justizministerium, das sich intensiv mit dem Fall beschäftigt, betont, dass es sich um einen vorläufigen Beschluss handle. Endgültig entschieden werde über Laras Zukunft nach einem Mediationsprozess, der in dieser Woche beginnen soll und sich voraussichtlich über mehrere Tage erstrecken wird.

Im Verlauf dieses Verfahrens sollen Thomas Karzelek und Joanna S. erstmals seit der Entführung direkt miteinander sprechen, unterstützt von zwei professionellen Mediatoren. Das Ziel ist, dass beide Seiten eine Übereinkunft finden, die im Anschluss schriftlich fixiert wird und möglichst bindend sein soll. „Ich bin nach wie vor optimistisch, dass dies gelingt“, sagt Kamila Zagórska, die für den Fall zuständige Abteilungsleiterin des Justizministeriums. Thomas Karzelek indes ist skeptisch. „Die Mutter ist offensichtlich nur auf Eskalation aus, was ist das für eine Grundlage für eine Mediation“, fragt er.

Von Tim Höhn 08. Mai 2017 – 17:27 Uhr
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.entfuehrtes-maedchen-aus-dem-strohgaeu-gericht-uebergibt-lara-wieder-an-die-mutter.3c6428d6-cb72-4f5e-9498-c24604d4a44d.html
Tags: Aufenthaltbestimmungsrecht ABR – HKÜ Brüssel IIa – Haager Kindesentführungsübereinkommen – Missbrauch mit dem Missbrauch – Familienrecht – Feminismus – feministische – Feministin – Kindesmissbrauch – Menschenrechte EGMR – Art. 8 EMRK – Menschenrechtsverletzung – Polizei – Entfremdung –  Radikalisierung – Gehirnwäsche – Terror – SOS Kindesentführung

Zweite Kindesentführung „Lara Karzelek“

Kritik an den polnischen Behörden – Die polnische Polizei u. Justiz schützt die narzisstische Täterin . . .

Video:

Vater Thomas Karzelek u. seine Familie sind erschüttert.

Das Haager Kindesentführungs-übereinkommen (HKÜ) wurde von Polen am 1. Februar 1993, BGBl. 1994 II 1432 ratifiziert.
Polen hat das Europäisches Sorgerechts übereinkommen
(ESÜ) am 1. März 1996 im BGBl. 1996 II 541 verankert.

Tags: Hallo Deutschland 4-5-2017 Familienrecht Familie Thomas Karzelek -HKÜ-  Brüssel IIa – Internationaler Haftbefehl – SOS Kindesentführung – Vater – Väter – Narzissmus – Haager Kindesentführungsübereinkommen – binationale Ehe Paare – GEWALT – Kindesmissbrauch – Selbstjustiz – Kindeswohlgefährdung – PAS Eltern-Kind-Entfremdung – SOS Kindesentführung

Video Marinella Colombo !

Dieses Video spricht fuer sich selbst.

(Fortsetzung folgt…)

TheStudebaker1955

Tags: Italien – Deutschland – Sorgerecht – Scheidung – Aufenthaltbestimmungsrecht ABR –  binationale Ehe Paare –  Familienrecht – Gerichte – Milano – HKÜ – Haager Kindesentführungsübereinkommen – Justiz – Jugendgericht – Kindeswohl – 

Parental Child Abduction – Complaint – President European Parliament

EuropeanParliament_26022016

 

 

Dear President Schultz,

 

Thank you for your answer to our complaint about the Mediator of the European Parliament for cases of international child abductions. We take knowledge of your position. Nevertheless, We are concerned to clarify the following:

· We noticed that you addressed your letter only to Mr Marco Di Marco, while the letter was addressed to you by multiple parents, all signatories of the letter thereof.

· We never considered the Office of the Mediator as “our personal legal advisor”, WE never even thought at a public service in these terms, as you inexplicably suggest in your letter. Precisely, the Mediator’s Office is, it should be, and it has always been, before Ms McGuinness arrival, a public service helping children in the dramatic situation of a parental child abduction trough the assistance of legally qualified civil servants, according to what it is stated by your own web site.

· Of course, We don’t pretend to choose a specific “staff member”as legal advisor, as you suggest, but we claim, the least, that the European Parliament should guarantee the continuity of such a sensitive service, in the superior interest of our children and to defend such major interests against the arbitrarious and unwarrented decision of the same Mediator, that caused serious prejudice to the stage of development of our procedures, removing Ms Mangiante, without notice and nor ensuring a valuable alternative. The question we ask you is : based on which service’s interest this decision has been taken? Because who payed the consequences of that are our children!

· We trust you understand that the nature of our complaint is not “personal”.We were equally happy with Mr Pasquale Ciuffreda and other servants that preceded him, as well as with Ms Angelilli, but we are definetly not happy with Ms McGuinness “management” of the Office and absolutely not happy with Ms Irene Hennigan, clearly uncapable to take care of our legal cases whatsoever ( as proved by her poor assistance). You might be interested to know that WE didn’t receive any assistance since Ms Mangiante left the Office and this is scandalous!How do you explain that?

· You “assure” ,in your letter, that the Mediator’s Office will continue to “supply it with competent staff”. Therefore, why a competent staff member has been removed?The EP removes the good official under MEP’s whims?How do you guarantee, on this basis, the quality of a service dealing with children?By reason of trasparency We would like to ask you the qualifications and legitimation to work in such service of Irene Hennighan(currently managing the Office), (as we know for Mr Ciuffreda, Ms Kleim and Ms Mangiante), because we have reasons to suspect that Ms Hennigan doesn‘ t have any!

· If you want to place your “friends” at the EP, please don’t do that in a service that deals with CHILDREN! Are you aware of the sensitiveness of the interests involved? Is that too much to ask for the most basic guarantees?

· For many citizens involved with such dramatic situations, the Mediator’s Office is a fundamental service, as , basically, offered legal advises and guidance for free, being a public service. Not everyone can afford to pay private lawyers. With Ms Mcguinness it is not the case anymore and apparently You, President of the European Parliament, are fine with that. The applicants themselves address to you to witness a scandalous situation concerning an EP service, and you, President of the European Parliament, defend your colleague and not the INSTITUTION you represent, nor the rights of our children.

· Who better then US know either or not Ms McGuinness is a “committed, councious and helpful “Mediator? Which is our interest in making a complaint against her if she were “conciuous” as you say in your letter, and committed? Why do you ignore our witness?

· The European Parliament is by definition the physical place where the “elected representatives” are called to act in the common interest of the citizens they have been invested to represent trough our votes!. Nevertheless, by your reply , it appears that you are more concerned by defending your colleague reputation, despite her objective scandalous behaviour, instead then taking awarness and action in the interest of an EP service that involves CHILDREN, our children, EUROPEAN children.

 

At the light of the above, We guess: is the Parliament at the service of its politicians or at the service of the citizens? We are afraid your reply to our compliants clearly answer this question.

 

Best regards,

Marco Di Marco, 2-3-2016

 

 

Tags:  Brussels II Regulation (EC) No 2201/2003 – binationale Ehe Paare – Europaparlament – HKÜ – Haager – Richter –  Kindesentführung – Beschwerde – Italia – Brief – Eltern – Rechtsberater – Mediator – Beamten – Skandal – Mcguinness – Europa – EU Regulation 2201/2003 – Rückführungsverordnung

Complaint to President of the European Parliament about office of international child abductions

Europäisches Parlament

From: Marco Di Marco

Sent: Tuesday, February 09, 2016 1:40 PM

To: Martin Schulz ; Martin Schulz ; Martin Schulz ; Gianni Pittella ; Gianni Pittella ; Manfred Weber

Cc: Jean-Claude.JUNCKER@ec.europa.eu ; Federica.MOGHERINI@ec.europa.eu ; cecilia.wikstrom@europarl.europa.eu ; Richard M Holmes ; Roberto Nocciolini ; a.tonello@libero.it ; Andrea Tonello ; Roberto Nocciolini ; Alessandro Avenati ; Mimmo Zardo ; SALVATORE BASILE ; LIBERATO VOLPE ; CAVALCANTI ANDREA ; Leonardo Rassu ; Hartmut Buchholz ; Thomas Karzelek ; Thomas Karzelek ; Uwe Mertens ; Anatol Jung ; Anatol Jung ; Anatol Jung

 

Subject: Parents complaint obout the mediator’s office for cases of international child abductions

Dear President Martin Schulz,

Dear President Pittella,

Dear President Weber,

Dear Vice-Presidents,

I am a European citizen and a parent, among the many others signatories of this letter, whom requested assistance to the Office of the Mediator for cases of international child abductions.

I appeal to your political consciousness and I rely on your authority in order to take adequate action toward the scandalous conduct of the current Mediator for cases of International Child Abduction, Mairead Mc Guinness, who is abusing the delicate Role she has been delegated to, for the sole purpose of her personal political propaganda but who has proven not to have any interest in our children and not and not up to perform conscientiously and with competences her role.

In particular, as EU citizens and parents whom dealt directly with the Office, We would like to point out that the only person who showed competence and dedication to the cause and who served with the utmost professionalism and humanity all our cases, is Simona Mangiante, who assisted us egregiously. She proved to be very competent in the field, being beyond an official of the European Palriament a qualified international lawyer and lastly legal Advisor of ‚Ombudsman’s office.

 

Ms Simona Mangiante, who was dedicated to our cases for a long time (she is aware of all of the intricate details of international legal cases that affect us), has recently informed us that she can no longer take care of our cases because MsGuinness removed her from the function !!!

Let me say that it is outrageous !!! The only person working with competence and dedication is removed from the function? How is it explained?

As parents we are lost now, as we keep receiving “formal” and empty” answers from the same Office and we lost our reference, Simona Mangiante, because of an arbitrarious decision of Ms McGuinness?

Are you aware of the impact of depriving us of the assistance of the person who is following us with great competence and dedication since years? Which is the contribute of Ms McGuinness, other then using this role as an “honor” to exhibit?

Ms McGuinness evidently has no substantial interest in the office, otherwise she would be aware of the essentiality of Ms Mangiante for all of us and that without Ms Mangiante the service apparently does not exist at all!!

At the light of the above, we would like to stress the following:

Why the European Parliament advertise on the internet a service as sensitive as the one offered by the Office of the Mediator for cases of international child abductions, without then being capable of ensuring the continuity in this service? This is criminal Why the European Parliament leaves to the discretionally of the political representative the power to remove essential qualified people of the administration, as Simona Mangiante, to replace them with unqualified people, such as the woman who is now replacing Ms Mangiante? Why you would remove a qualified professional already working on our cases since years? Therefore We urgently ask: – to reintegrate Simona Mangiante in this service to remove Ms McGuinness from the role of Mediator. We are sure there are many better politicians, among you to represent the Office of the Mediator.

 

Best regards,

Marco Di Marco

Richard M.Holmes

Roberto Nocciolini

Andrea Tonello

Alessandro Avenati

Luigi Renato Zardo

Salvatore Basile

Volpe Liberato

Andrea Cavalcanti

Leonardo Rassu

Hartmut Buchholz

Thomas Karzelek

Anatol Jung

Uwe Mertens

Tags: Eltern Präsident des Europäischen Parlaments obout das Büro des Vermittlers für Fälle internationaler Kindesentführungen – leaks fathers – Vaterlose Gesellschaft –  Vatertag Väter Artikel  Brussels II Regulation (EC) No 2201/2003

 

Europarat unterzeichnet Resolution zur Doppelresidenz als Standardmodell

Europarat Resolution 2079


Europarat unterzeichnet Resolution zur Doppelresidenz als Standardmodell

 Am 02.10.2015 fand eine Sitzung der parlamentarischen Versammlung des Europarates in Straßburg statt. Alle Mitgliedsstaaten wurden aufgefordert, die Doppelresidenz/Wechselmodell, also die Betreuung von Trennungskindern durch beide Elternteile, als bevorzugtes anzunehmendes Modell im Gesetz zu verankern. Die Resolution wurde mit 46 Stimmen dafür:, 0 Gegenstimmen und 2 Abwesenden einstimmig verabschiedet und soll von den Mitgliedsstaaten ratifiziert werden.

Abstimmungsergebis im Detail, mit Namen, Fraktionszugehörigkeit und Nationalität

Eine erste Übersetzung liegt uns bereits im Wortlaut vor:

Gleichheit und gemeinsame elterliche Verantwortung: die Rolle der Väter

Parlamentarische Versammlung

1. Die Parlamentarische Versammlung fördert konsequent die Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsplatz und im Privatbereich. Wesentliche Verbesserungen in diesem Bereich, auch wenn sie immer noch nicht ausreichend sind, können in den meisten Mitgliedsstaaten des Europarates beobachtet werden. Innerhalb der Familie muss die Gleichstellung von Eltern gewährleistet und gefördert werden, von dem Moment an, wo das Kind auf die Welt kommt. Die Beteiligung beider Eltern in ihrer Erziehung des Kindes ist von Vorteil für dessen Entwicklung. Die Rolle der Väter gegenüber ihren Kindern, ebenso kleinen Kindern, muss besser anerkannt und angemessener bewertet werden.

2. Gemeinsame elterliche Verantwortung bedeutet, dass die Eltern bestimmte Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten gegenüber ihren Kindern haben. Tatsache ist jedoch, dass Väter manchmal mit Gesetzen, Praktiken und Vorurteilen konfrontiert werden, die dazu führen können, ihnen die dauerhafte Beziehung zu ihren Kindern vorenthalten. In seiner Resolution 1921 (2013) “Die Gleichstellung der Geschlechter, der Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben und gemeinsame Verantwortung”, fordert die Versammlung die Behörden der Mitgliedstaaten auf, das Recht der Väter zu respektieren, um die gemeinsame Verantwortung sicherzustellen, dass das Familienrecht im Falle einer Trennung oder Scheidung die Möglichkeit der gemeinsamen Obsorge im besten Interesse für die Kinder, auf der Grundlage gegenseitiger Vereinbarung zwischen den Eltern, sicherstellt.

3. Die Versammlung möchte hierbei hervorheben, dass die Achtung des Familienlebens sowohl durch das Grundrecht der in Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (ETS No. 5), sowie durch zahlreiche internationale Rechtsinstrumente, zu bewahren ist. Für jeden Elternteil und sein Kind ist die Möglichkeit, zusammen zu sein, ein wesentlicher Bestandteil des Familienlebens. Eltern-Kind-Trennung hat unheilbare Auswirkungen auf ihre Beziehung. Eine solche Trennung sollte nur von einem Gericht und nur unter außergewöhnlichen Umständen mit ernsten Risiken für das Wohl des Kindes angeordnet werden.

4. Darüber hinaus ist die Versammlung überzeugt, dass die Entwicklung gemeinsamer Obsorge hilft, Geschlechterstereotypen in Bezug auf die Rolle von Frauen und Männern in der Familie zu überwinden, welche lediglich ein Spiegelbild der soziologischen Veränderungen darstellt, wie sie sich in den letzten fünfzig Jahren in Hinblick auf die Privat- und Familien-Sphäre entwickelt hat.

5. Angesichts dieser Überlegungen fordert die Versammlung die Mitgliedstaaten auf:

5.1. das Europäische Übereinkommen über die Ausübung von Kinderrechten (ETS Nr 160) und das Übereinkommen über den Umgang mit Kindern (ETS Nr 192) zu unterzeichnen und / oder zu ratifizieren, wenn sie es nicht bereits getan haben,

5.2. das Haager Übereinkommen von 1980 über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung, sofern sie es noch nicht gemacht haben, zu unterzeichnen und/ oder zu ratifizieren und diese in einer Form umzusetzen und zu implementieren, dass sichergestellt ist, dass jene Behörden, welche für die Durchsetzung zuständig sind, diesen umgehend nachkommen und sie befolgen.

5.3. sicherzustellen, dass die Eltern die gleichen Rechte gegenüber ihren Kindern nach dessen Rechtsvorschriften und Verwaltungspraxis haben, und jedem Elternteil das Recht garantieren, informiert zu werden, und ein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen, die das Leben und die Entwicklung ihres Kindes beeinflussen, im besten Interesse des Kindes zu erhalten.

5.4. von ihren Gesetzen jede Benachteiligung zu entfernen, die auf dem Familienstand der Eltern basiert, die ihr Kind anerkannt haben;

5.5. in ihre Gesetze den Grundsatz der Doppelresidenz (Wechselmodell) nach einer Trennung einzuführen, und Ausnahmen ausschließlich auf Fälle von Kindesmisshandlung, Vernachlässigung, oder häuslicher Gewalt einzuschränken, mit jener Zeitaufteilung, in der das Kind mit jedem Elternteil lebt, die entsprechend den Bedürfnissen und Interessen des Kindes angepasst sind;

5.6. respektieren das Recht der Kinder in allen Angelegenheiten angehört zu werden, die sie betreffen, wenn sie ein ausreichendes Verständnis für die betreffenden Fragen besitzen;

5.7. berücksichtigen die geteilte Betreuung bei der Vergabe von Sozialleistungen;

5.8. setzen alle erforderlichen Schritte um, damit Entscheidungen in Bezug auf den Wohnsitz der Kinder und deren Zugang zu diesen Rechten voll durchgesetzt werden, inklusive dem Nachgehen von Beschwerden bezüglich Behinderung der Kindesübergaben;

5.9. Mediation im Rahmen der juristischen Familienverfahren, die Kinder involvieren, zu fördern, insbesondere durch die Einführung einer gerichtlich angeordneten Pflicht der Informationsberatung, um die Eltern aufzuklären, dass die Doppelresidenz (Wechselmodell) eine sinnvolle Option im besten Interesse des Kindes darstellt, und eine solche Lösung zu erarbeiten, indem sichergestellt wird, dass die Mediatoren eine angemessene Schulung erhalten und durch die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit auf der Grundlage des “Cochemer Modells ” trainiert sind;

5.10. stellen sicher, dass alle Fachkräfte, die während des Familien-Gerichtsverfahrens in Kontakt mit Kindern kommen, die notwendige interdisziplinäre Ausbildung auf die spezifischen Rechte und Bedürfnisse von Kindern der verschiedenen Altersgruppen besitzen, wie auch sonst bei allen Verfahren, in die Kinder involviert sind, den Leitlinien des Rates für eine kinderfreundliche Justiz entsprechen;

5.11. Elternschaftspläne zu fördern, die Eltern ermöglichen, die wichtigsten Aspekte, die das Leben der Kinder betreffen, selbst zu bestimmen und die Einführung der Möglichkeit für Kinder, eine Überprüfung der Vereinbarungen, die sie selbst betreffen, zu überprüfen bzw. zu bewerten, insbesondere ihrem Wohnort;

5.12. bezahlten Elternurlaub für Väter einzuführen, wobei ein Modell der nicht übertragbaren Karenzzeiten zu bevorzugen ist.

Hier das Dokument im engl. Original und zum Download:

Europarat-Resolution-2079-equality-and-shared-parental-responsibility-the-role-of-fathers.pdf

 

05.10.2015 20:34

http://www.kindergefuehle.at/news0/news/article/europarat-unterzeichnet-resolution-zur-doppelresidenz-als-standardmodell/browse/2/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=34&cHash=5bfe24d02f23b40f3ad08f5a5b6ba4d9

Tags:  Doppelresidenz – Wechselmodell – alternierenden Obhut –  Familienrecht – Europarat Resolution 2079