??? Justizminister Reform d. Abstammungs- Familienrechts

Justizminister plant grundlegende Reform des Abstammungs- und Familienrechts

Jetzt klären wir erstmal Abstammung und rechtliche Eltern-Kind-Zuordnung
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

 

 

Die soziale Wirklichkeit hat sich geändert, das Familienrecht muss folgen. So sieht es der Bundesjustizminister in Anbetracht der Gerichtsfälle um Reproduktionsmedizin und vielfältigere Familienkonstellationen. Nun liegen die von ihm in Auftrag gegebenen Reformgrundsätze vor und planen u.a. Mit-Mütter und eine rechtliche Eltern-Kind-Zuordnung an Stelle der Abstammung.

Ein interdisziplinärer Arbeitskreis zur Planung eines neuen Abstammungs- und Familienrechts wurde 2015 eingesetzt. Nun legten die Sachverständigen der Bereiche Familienrecht, Verfassungsrecht, Ethik und Medizin bzw. Psychologie am 04.07.2017 Heiko Maas ihren Planungsbericht für die Gesetzgebung vor.

Reform des Abstammungsrechts: Vorschläge des Expertenkreis

Im Zentrum der Neuorientierung steht die sich immer differenzierter darstellende Mutterschaft, deren Rolle und Rechte immer wieder die Gerichte beschäftigt.

( -> Leihmuttervertrag ist sittenwidrig ,

Kein Umgangsrecht für die leibliche Mutter)

Gebärende Mutter soll weiter rechtliche Mutter bleiben

Folgende Kernthesen wurden von der Expertenrunde aufgestellt:

  • Als rechtliche Mutter soll weiterhin die gebärende Frau gelten.
  • Als zweiter Elternteil soll sowohl ein Mann („Vater“) als auch eine Frau („Mit-Mutter“) in Betracht kommen.
  • Mit der neu eingeführten „Mit-Mutterschaft“ soll es lesbischen, in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft bzw. künftig verheirateten, Frauen ermöglicht werden, dass diese automatisch bei der Geburt des Kindes rechtlich die gemeinsamen Mütter werden.
  • Bei der ärztlich assistierten Fortpflanzung mit Spendersamen soll nach einem Einwilligungskonzept die Person die zweite Elternstelle besetzen, welche in die ärztlich assistierte Fortpflanzung eingewilligt hat (bei Verzicht des Samenspenders auf die Elternschaft).
  • Das aus dem Allgemeinen Persönlichkeitsrecht abgeleitete und neu geregelte  Recht jedes Menschen auf Kenntnis der Abstammung durch einen Anspruch auf „statusunabhängige“ gerichtliche Klärung der genetischen Abstammung soll gestärkt werden.

Kind soll auch zukünftig nicht mehr als zwei Elternteile haben

Darüber hinaus empfiehlt der Arbeitskreis

  • anstelle des Begriffs der Abstammung der Begriff „rechtliche Eltern-Kind-Zuordnung“ zu verwenden.
  • Zwar sei die genetische Abstammung der wichtigste, jedoch auch nach bereits geltendem Recht nicht der einzige Anknüpfungspunkt für die rechtliche Zuordnung der Elternschaft.
  • Zudem haben sich die Experten dafür ausgesprochen, dass ein Kind auch weiterhin nicht mehr als zwei Elternteile haben soll.

Keine Regelungen zur verbotenen Eizellenspende und Leihmutterschaft

Des Weiteren soll die Position des genetischen Vaters, der von Beginn an die Elternverantwortung für das Kind übernehmen will, gestärkt werden.
Zum Arbeitsauftrag der Experten gehörten jedoch nicht die Leihmutterschaft und die Eizellenspende, da diese in Deutschland verboten sind.

Dennoch ist bei der Eizellenspende die Geburtsmutter, also die Empfängerin der Spende, auf Grundlage des geltenden Rechts (§ 1591 BGB) als rechtliche Mutter zuzuordnen. Eine Anfechtung der Mutterschaft soll, anders als die rechtliche Vaterschaft, weiterhin nicht möglich sein, beispielsweise in den Fällen, in welchen der Mutter nicht die eigenen, sondern irrtümlich die befruchtete Eizelle einer anderen Frau übertragen wird.

Hinsichtlich einer im Ausland nach dem dortigen Recht legal durchgeführten Leihmutterschaft und einem genetischen Elternteil, vertrat der Arbeitskreis mehrheitlich die Auffassung, dass dem Kind der ihm nach ausländischem Recht zugeordnete Elternteil erhalten bleiben soll.

Besetzung der Expertenkommission

Zu den elf Sachverständigen gehörten neben der ehemaligen Vorsitzenden Richterin des für das Familienrecht zuständigen BGH-Senats Dr. Meo-Micaela Hahne weitere acht Fachjuristen aus den Bereichen Verfassungs- und Familienrecht sowie die ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Prof. Dr. Christiane Woopen und der Diplom-Psychologe am Deutschen Jugendinstitut e.V..

News zum Thema:

Ehe für alle

Stiefkinderadoption bleibt verheirateten bzw. verpartnerten Personen vorbehalten

Elternrecht im Wandel – 2 Mütter für ein Kind

Die begrenzten Rechte biologischer Väter

Hintergrund

  • Leibliche oder biologischer Vater: Wer ein Kind zeugt, ist der leibliche Vater. Die biologische Vaterschaft ist aber nicht notwendig, um als rechtlicher Vater zu gelten.
  • Rechtlicher Vater: Nach dem BGB ist der Mann Vater eines Kindes, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist, die Vaterschaft anerkannt hat oder dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt ist.
  • Stiefvater oder sozialer Vater: Ein neuer Partner der Mutter übernimmt für deren Kind u.U. eine soziale Vaterrolle, bleibt aber ohne rechtliche Beziehung zum Nachwuchs. Diese erreicht er ggfs. durch eine Stiefkindadoption.
  • Adoptivvater: Er ist juristisch dem rechtlichen Vater gleichgestellt, das Kind hat in der Adoptivfamilie die gleichen Rechte wie ein eheliches Kind. Die rechtlichen Verbindungen zwischen Adoptivkind und seinen leiblichen Eltern werden dagegen vollständig gekappt.
  • Pflegevater: Sie sind «Väter auf Zeit». Ein Pflegekind bleibt immer ein Mitglied seiner Herkunftsfamilie und behält deren Namen. Der Gesetzgeber versteht die Pflegschaft als vorübergehende Maßnahme, um das Kind zu versorgen und womöglich wieder zu seinen leiblichen Eltern zurückzubringen.
  • Scheinvater: Ihm wird in einer Ehe oder Partnerschaft ein Kind untergeschoben, etwa wenn er mangels Verdacht oder wider besseres Wissen die Vaterschaft anerkennt oder nicht anficht, aber nicht der biologische Vater ist.

 

14.07.2017 | Familienmodell mit Mit-Mutter

https://www.haufe.de/recht/familien-erbrecht/grundlegende-reform-des-abstammungs-und-familienrechts_220_418820.html

Schlagworte zum Thema:  Adoption, Umgangsrecht, Familienrecht, Eltern, Künstliche Befruchtung, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Menschenrecht, Stiefkind – Homoadoption – Kinderhandel – Homosexuelle – Kinderrechte – Kinderschutz – Menschenhandel – Spenderkinder – Transgender Kinder

 

 

 

 

Hoffnungen der Väter sind berechtigt

«Die Hoffnungen der Väter sind berechtigt»

Bundesrichter Nicolas von Werdt weiss, wie die alternierende Obhut von Kindern bei getrennten Eltern klappen soll.

«Der Wunsch des Kindes muss berücksichtigt werden», sagt Bundesrichter Nicolas von Werdt. Foto: Franziska Rothenbühler

«Der Wunsch des Kindes muss berücksichtigt werden», sagt Bundesrichter Nicolas von Werdt. Foto: Franziska Rothenbühler

Seit Anfang 2017 gilt das neue Unterhaltsrecht. Damit wird eine Alimentenpflicht auch für ledige Betreuungspersonen eingeführt (Betreuungsunterhalt) sowie die alternierende Obhut, die geteilte Kinderbetreuung bei getrennt lebenden Eltern. Die Gerichte müssen diese prüfen, wenn ein Elternteil oder das Kind dies verlangt. Das Parlament betonte damit das Recht des Kindes auf eine Beziehung zu Vater und Mutter.

Einen Anspruch auf alternierende Obhut gebe es aber nicht, schrieben die Zürcher Gerichte in ihrem Leitfaden zum neuen Unterhaltsrecht.

Anders äussert sich nun Nicolas von Werdt, Präsident der zuständigen Abteilung am Bundesgericht. Seiner Ansicht nach muss die alternierende Obhut ermöglicht werden, wenn sie gewünscht wird und die vom Bundesgericht definierten Kriterien erfüllt sind.

Die Zürcher Gerichte haben einen Leitfaden für das neue Unterhaltsrecht verfasst. Was halten Sie davon?
Es ist gut, dass sich die Gerichte vor Inkrafttreten eines Gesetzes Gedanken machen, nach welchem Muster die Fälle behandelt werden sollen. Es muss aber jeder Fall einzeln geprüft werden. Problematisch wäre es, wenn sich ein Gericht im Urteil auf den Leitfaden berufen würde. Es geht ja darin vor allem um technische Details wie die Berechnung des Betreuungsunterhalts.

Manche Juristen kritisieren das neue Unterhaltsrecht als zu offen formuliert. Wie sehen Sie das?
Als Richter hätte ich mir präzisere Vorgaben gewünscht. Es gibt jährlich 16’000 Scheidungen, viele davon mit Kindern. Rund 500 Fälle landen am Bundesgericht, das sind vergleichsweise wenig. Und zwar deshalb, weil sich die Parteien an der klaren Rechtsprechung orientieren können. Die Gesellschaft hat insgesamt ein Interesse an klaren Regeln, weil nicht jeder Disput vor Gericht ausgetragen werden soll. Nur die hochstrittigen Fälle kommen ans Bundesgericht. Wir fällen die Leiturteile anhand von ausserordentlichen Konstellationen. Deshalb wird es nun eine Weile dauern, bis wieder Klarheit herrscht.

Die Zürcher Gerichte wollen gemäss dem Leitfaden jedenfalls bei getrennten Ehegatten an der 10/16-Regel festhalten. Der Bundesrat will, dass diese Regel überdacht wird. Was sagen Sie?
Die 10/16-Regel besagt, dass der bisher hauptbetreuende Ehegatte erst dann eine Erwerbstätigkeit aufnehmen muss, wenn das jüngste Kind 10-jährig ist; zunächst teilzeitlich und ab dem 16. Altersjahr voll. Diese Regel wurde im Interesse desjenigen Ehegatten entwickelt, der auf eine Erwerbstätigkeit verzichtet hat, um die Kinder persönlich zu betreuen. Es ging um den Schutz des Vertrauens, das ein Ehegatte auf die Fortsetzung der während des Zusammenlebens gemeinsam vereinbarten Arbeitsteilung haben soll; Gedanken an das Kindeswohl standen nicht im Vordergrund. Ich stelle fest, dass das Bundesgericht in den letzten Jahren keinen Entscheid aufgehoben hat nur, weil von dieser Regel abgewichen wurde. Die Gesellschaft hat sich entwickelt. Meine persönliche Prognose ist, dass diese Regel fallen wird.

Der Bundesrat verlangt dies quasi in seiner Botschaft. Wie stark sind die Gerichte daran gebunden?
Ich nehme die Botschaft ernst. Wir haben am Bundesgericht die Aufgabe, neue Grundsätze zu prüfen, die sich für eine Regel eignen. Etwa die deutsche, wonach die persönliche Betreuung nur in den ersten drei Lebensjahren des Kindes im Vordergrund steht, nachher die Kita. Die schweizerische Sozialhilfekonferenz hat diese Grenze per Anfang 2017 sogar auf ein Jahr heruntergesetzt. Wenn das Kind einjährig ist, gilt eine Erwerbsarbeit grundsätzlich wieder als zumutbar. Es ist nun an der Rechtsprechung, ein neues Modell zu entwickeln.

Wird mit dem neuen Gesetz die Berufstätigkeit beider Elternteile gefördert?
Dies darf keine primäre Rolle spielen, die Maxime ist das Kindeswohl. Das Unterhaltsrecht besagt aber, dass die persönliche Betreuung gegenüber der Fremdbetreuung nicht vorzuziehen sei. Damit fördert das Gesetz im weiteren Sinn die Berufstätigkeit der Frauen. Die Mütter sollen demnach arbeiten, wenn sie können. Das ist aber ein Widerspruch zum Betreuungsunterhalt, der gleichzeitig eingeführt worden ist. Denn wenn die Mutter arbeitet und für ihren eigenen Unterhalt aufkommt, hat sie keinen Anspruch auf Betreuungsunterhalt. Dann müssen nur die Kosten für das Kind und dessen Fremdbetreuung aufgeteilt werden. Zentral wird deshalb die Frage sein, wann es der hauptbetreuenden Person unter dem Aspekt des Kindeswohls zuzumuten ist, dass sie wieder arbeiten geht, und ob es quasi ein Wahlrecht gibt, ob sie das Kind selber betreuen will oder nicht. Die Gerichte müssen definieren, ob es dieses Wahlrecht gibt, und wenn ja, bis zu welchem Alter des Kindes.

«Der Wunsch des Kindes muss mitberücksichtigt werden.»

Den Begriff «Kindeswohl» hört man oft. Wissen die Gerichte, was dem Wohl des Kindes dient?
Es gibt Extremsituationen, in denen man es klar sagen kann. Etwa, wenn Gewalt im Spiel ist. Oder bei einem behinderten Kind, das eine gute persönliche Betreuung braucht. Aber sonst ist es schwierig. Kinderpsychologische Studien besagen Sachen, die Sie nicht gern hören würden. Etwa, dass bei Kindern mit Migrationshintergrund Fremdbetreuung von Vorteil ist. Weil sie dann integriert werden und nicht in ihrer Kultur haften bleiben. Oder dass man Kinder von weniger intelligenten Eltern besser von Dritten betreuen lässt als von den eigenen Eltern. Solche Kriterien werden höchstens in Extremsituationen in unsere Rechtsprechung fliessen.

Die Väter machen sich Hoffnungen, weil die alternierende Obhut neu gefördert werden soll. Wie berechtigt sind diese Hoffnungen?
Sie sind sehr berechtigt. Das Bundesgericht hat im letzten Herbst in zwei Leiturteilen die Kriterien dargelegt, anhand deren gemessen werden soll, ob die alternierende Obhut angezeigt ist: Erziehungsfähigkeit, geografische Distanz, bei kleinen Kindern die Möglichkeit der persönlichen Betreuung, Kooperationsfähigkeit und der Wille des Kindes.

Wird das Kind befragt?
Ja, das haben wir im Leiturteil so festgelegt. Der Wunsch des Kindes muss mitberücksichtigt werden. Man muss aber prüfen, ob dieser Wunsch echt ist oder beeinflusst. Denn jedes Kind in einer Trennungssituation ist in einem Interessenkonflikt. Es hat vermutlich beide Eltern gleich gern und will keinen enttäuschen. Der Wille des Kindes kann nur mittels Befragung durch eine Fachperson eruiert werden. Das neue Familienrecht wird vermehrt dazu führen, dass man den Kindeswillen abklärt.

Ein heikler Punkt ist wohl die Kooperationsfähigkeit. Wenn sich ein Elternteil querstellt, kann er die alternierende Obhut verhindern?
Der Umstand, dass sich ein Elternteil gegen eine geteilte Obhut wehrt, reicht nicht aus, um auf die Anordnung der geteilten Obhut zu verzichten. Sonst hätten wir ein Vetorecht, das wollen wir nicht. Doch wenn sich Eltern grundsätzlich und in anderen Kinderbelangen systematisch bekämpfen, ist die alternierende Obhut unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohls fragwürdig.

Wenn ein Elternteil die alternierende Obhut nicht will, muss er also Obstruktion betreiben?
Das würde man merken, und solches Verhalten würde nicht geschützt. Wenn sich ein Elternteil nicht dem Kindeswohl entsprechend verhält, ist seine Erziehungsfähigkeit infrage gestellt. Diese wiederum ist Voraussetzung für die Zuteilung auch der alleinigen Obhut.

Wurde die Erziehungsfähigkeit schon einmal abgesprochen wegen Nichtkooperation?
Ja. Aber es braucht viel dafür. Wir hatten einen Fall, bei dem eine Frau verwarnt wurde, weil sie ihr Kind vom Vater abzuschotten versuchte. Die Bindungstoleranz, also die Bereitschaft eines Elternteils, die Beziehung des Kindes zum anderen Elternteil zu fördern, ist Bestandteil der Erziehungsfähigkeit.

Bei der Frage, wer die Kinder wie häufig sehen darf, ist Stabilität oft ein wichtiger Faktor. Da haben doch die Väter schon verloren – es gibt ja keinen Vaterschaftsurlaub.
Der Mutterschaftsurlaub allein begründet noch keine stabilen Verhältnisse. Die Frage ist, wie die Rechtsprechung mit Fällen umgehen soll, in denen die Väter während der Beziehung die Kinder nicht betreut haben, dies jedoch nach der Trennung tun wollen. In diesen Fällen kommt es darauf an, was die Beweggründe des Vaters waren. Warum hat er davor keine Betreuungsarbeit geleistet, warum will er jetzt? Wenn er beispielsweise voll erwerbstätig war, damit es der Familie finanziell gut geht, obwohl er die Kinder vielleicht gern mitbetreut hätte, dann fällt mit der Trennung seine Hauptmotivation für die Erwerbstätigkeit weg: die Familie. So scheint es legitim, wenn er sein Erwerbspensum reduziert und dafür sorgen will, weiterhin Kontakt zu den Kindern zu haben. Anders sähe es aus, wenn seine Erwerbstätigkeit ausschliesslich karrieristisch motiviert war oder wenn der Vater nur deshalb selber betreuen will, um weniger Unterhalt bezahlen zu müssen.

«Weil wir keine Studie als die richtige anschauen können, müssen wir jeden Einzelfall beurteilen.»

Das Gesetz besagt lediglich, dass die alternierende Obhut auf Wunsch geprüft wird. Laut den Voten im Parlament soll sie aber gefördert werden. Müssen die Gerichte die Materialien berücksichtigen?
Sie müssen sie berücksichtigen. Doch bei der alternierenden Obhut sollten sie nun auf unsere Rechtsprechung abstellen. Das Bundesgericht hat deutlich gesagt, worauf es ankommt.

Muss die alternierende Obhut auf Wunsch verordnet werden, wenn die Kriterien erfüllt sind? Oder können die Gerichte auch sagen: Es läuft doch ganz gut so, also lassen wir das Kind bei der Mutter?
Meine Prognose ist, dass man die alternierende Obhut ermöglichen muss, wenn sie gewünscht wird und die Voraussetzungen gegeben sind. Die Stabilität ist dabei lediglich ein Hilfskriterium.

Kann die alternierende Obhut in strittigen Fällen deeskalierend wirken?
Es gibt Studien, die das sagen. Doch weil wir keine Studie als die richtige anschauen können, müssen wir jeden Einzelfall beurteilen. Wo es keine Geldsorgen gibt, funktioniert die alternierende Obhut grundsätzlich besser. Manche sagen, mit höherem Bildungsniveau funktioniere sie besser und dauerhafter. Zu verstehen, dass man den Kontakt des Kindes zum anderen Elternteil fördern muss, braucht eine minimale Intelligenz.

Fehlt den Eltern diese Intelligenz?
Sie ist nicht selbstverständlich, wenn ich unsere Fälle anschaue. Es gibt Personen, die man als intelligent einstufen würde, die aber kein Verständnis dafür haben, dass der Kontakt des Kindes zum anderen Elternteil wichtig ist. Sie haben ein gestörtes Verhältnis zum Ex-Partner, von dem sie sehr enttäuscht sind, und können das nicht vom Kindeswohl abstrahieren. Wenn die alternierende Obhut wegen fehlender Kooperation nicht möglich ist und einer der beiden Elternteile diese Bindungstoleranz nicht hat, ist es denkbar, dass derjenige die alleinige Obhut bekommt, der den Kontakt zum anderen Elternteil fördert.

Wie wichtig ist es für das Kind, bei Vater und Mutter richtig zu wohnen, sie nicht nur zu besuchen?
Grundsätzlich ist es im Interesse des Kindes – unter der Voraussetzung, dass beide sich Zeit nehmen, sich um das Kind kümmern, sich um eine Beziehung bemühen. Wenn jemand das Kind vor den Fernseher setzt und Bier trinken geht, ist das wohl nicht die Idee.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.03.2017, 21:03 Uhr
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-Hoffnungen-der-Vaeter-sind-berechtigt/story/24428591
Tags: Familienrecht – Schweiz  – Kindeswohl – Doppelresidenz – Wechselmodell

Elterliche Entfremdung – APA bestätigt „Psychologischer Kindesmissbrauch“

Familienleben –Parental Alienation [Neueste Nachrichten Updates]: Hat Parental Alienation wirklich?

APA bestätigt es ist „Psychologischer Kindesmissbrauch“

(Foto: Stephen Morton / Getty Images)
Die American Psychological Association (APA) hat endlich erkannt und bestätigt die Existenz der elterlichen Entfremdung als eine Form der psychologischen oder emotionalen Kindesmissbrauch.

In Hoch widersprüchliche und „Winner-takes-all“ Sorgerechtsstreit, ist die Existenz der elterlichen Entfremdung oft unvermeidbar.
Wie in der Tat hat die American Psychological Association (APA) schließlich anerkannt und bestätigt seine Prävalenz als eine Form der psychologischen oder emotionalen Kindesmissbrauch.

Auf der Grundlage der Pressemitteilung APA Übergeordnetes Herald gesendet hat die Organisation „keine offizielle Position“ auf die Existenz der elterlichen Entfremdung auf seiner offiziellen APA Politik wie erwähnt im Jahr 2008. Aber APA änderte seine Sicht auf die Frage nach einer 2016 Petition dem Titel “ Position Statement New APA: Manche Kinder werden manipuliert in ein Elternteil die Ablehnung “ gezündet, um eine Überprüfung der 2008 Politik der Organisation.

Mit dieser sagte, betonte APA-Geschäftsführer Dr. Cynthia D. Belar, dass die Organisation mehrere Meldungen über die elterliche Entfremdung im Oktober dieses Jahres erhalten hat. Belar gelobte auch die besten Lösungen zu suchen, um die zunehmende Besorgnis über dieses psychologische Phänomen zu begegnen, die eine Eltern-Kind-Beziehung beschädigen könnten.

„Diese Ereignisse gebunden, welche Richtung die APA mit ihrer Politik über die elterliche Entfremdung nehmen kann“, APA-Analyst Pamela Roche sagte. „Future APA Politik kann weder die Existenz der elterlichen Entfremdung leugnen noch leugnen, dass es Kindesmissbrauch ist, ohne veröffentlichte APA Material zu widersprechen.“

Also, was genau ist die elterliche Entfremdung?
In einem früheren Mutter Herald Bericht wurde die elterliche Entfremdung als eine Form der emotionalen und mentalen Missbrauch definiert , in denen ein Elternteil ein Kind oder Kinder gegen den anderen Elternteil Gehirnwäsche. Laut Huffington Post Bewerters und Parental Alienation Awareness Organisation Anwalt Berni Xiong, ist die elterliche Entfremdung eine Art von Missbrauch , die allein nicht „sichtbare Narben und blaue Flecken“ verursachen , aber die Folter , die mit ihm kommt , ist sicherlich schwer zu ertragen.

Aufgrund der negativen Zuschreibungen, Feindseligkeit und die unberechtigte Gefühle der Entfremdung, ist die elterliche Entfremdung als „klinische Phänomen“ erachtet, die ernsthaft das Wohlergehen eines Kindes auswirkt. Aber es ist nicht nur Belar, die die Existenz der elterlichen Entfremdung anerkannt. In der Tat gab ehemaligen APA-Präsident Dr. Paul Fink, dass die elterliche Entfremdung noch nicht gab und viele Menschen werden wegen dieses Phänomen verletzt.

Aufgrund der starken Argumente, die offenbar die Prävalenz der elterlichen Entfremdung als eine Form von psychischer Gewalt vorgeschlagen, Brasilien und Mexiko hat es eine als „kriminelle Handlung.“ In den Vereinigten Staaten, das Department of Justice hat zuvor auf ihrer Website darauf hingewiesen , dass die elterliche Entfremdung in der Tat ist eine Form von häuslicher Gewalt , weil es die Beziehung schädlich ein mit den Kindern.

Inzwischen Die Law Society Gazette ergab , dass mehrere Juristen die Existenz der elterlichen Entfremdung honorieren. Er betonte jedoch, die Veröffentlichung auch die Tatsache, dass die aktuellen Kampagnen und gemeinsame Elternschaft Gesetze sind nicht genug, um dieses Problem zu beheben.

Also, was sind Ihre Gedanken über die elterliche Entfremdung? Wenden Sie sich bitte unter Kommentar und Parent Herald Weitere Neuigkeiten und Updates folgen.

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Kinder brauchen Kontakt – Studien zum Thema

Nach der Scheidung

trauriges Kind
BeitragBeitrag
Viele Kinder leiden, weil sie einen Elternteil nicht sehen können.
Kinder brauchen Kontakt
Gefahr für Depressionen ist bei Scheidungskindern groß
„Kontaktabbruch zu Eltern macht Scheidungskinder krank“, sagt Ursula Gresser. Die Medizinerin hat die sechs neuesten internationalen Studien zu dem Thema ausgewertet.
Der Kontaktabbruch zu lebenden Eltern schädigt die Kinder etwa doppelt so lang und dreimal so intensiv wie der Kontaktabbruch aufgrund von Tod eines Elternteils„, so Gresser. Am häufigsten trete laut den Studien die Depression auf, am zweithäufigsten die Suchterkrankung.
„Juristen können sich nicht mehr darauf berufen, dass sie mit Kontaktabbruch zum Wohl eines Kindes handeln. Wer jetzt noch Kontaktabbruch veranlasst, handelt im Wissen der Schädigung.“
Mindestens zwölf Prozent der Kinder haben geschiedene Eltern

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 166.199 Ehen geschieden. Betroffen davon waren 134.803 minderjährige Scheidungskinder, die ihr Zuhause so, wie sie es kannten, verloren. Offizielle Zahlen über Trennungskinder von unverheirateten Eltern gibt es nicht.

Und immer mehr Auseinandersetzungen zwischen Ex-Partnern über den Umgang mit den gemeinsamen Kindern landen vor Gericht. 2014 gab es 56.400 Verfahren um Umgangsstreitigkeiten an deutschen Gerichten, zehn Jahre zuvor waren es nur 35.156 gewesen.
Jede sechste Familie mit minderjährigen Kindern in Deutschland hat nach Einschätzung des „Deutschen Jugend Instituts“ (DJI) eine Trennungsgeschichte hinter sich. Das Institut geht davon aus, dass mindestens 12,5 Prozent der Minderjährigen getrennt lebende Eltern haben. Andere Studien kommen sogar zu Ergebnissen von mehr als 20 Prozent.
Unqualifizierte „Fachleute“

Familienpsychologische Gutachten: mangelhaft
Der Deutsche Richterbund (DRB) hat eine aus seiner Sicht mangelhafte Ausbildung mancher Gutachter beim Familienrecht beklagt.

Links

Familienpolitisches Mittelalter in Österreich und Deutschland . . .

Doppelresidenz Wechselmodell
Familienpolitische Zukunft – Doppelresidenz Wechselmodell – für jeden Vater und Mutter

 

Die Zukunft für jeden Vater und Mutter ist die Doppelresidenz bzw. das Wechselmodell.

Artikel:

Scheidung  Kinder brauchen beide Eltern – zu gleichen Teilen

Wechselmodell oder Residenzmodell?
SZ-Leser treten unisono für „shared parenting“ ein. Studien in Skandinavien und Australien hätten durchweg positive Ergebnisse gezeitigt.

Familienpolitisches Mittelalter

„Zuhause im Plural“ vom 12./13. März: Warum muss sich ein Elternteil bei einer Trennung auch von seinem(n) Kind(ern) verabschieden? Die Reduktion auf ein Besuchs- beziehungsweise Umgangsrecht und die mit dem Residenzmodell zusammenhängenden ökonomischen Umstände bieten viel mehr Konfliktpotenzial als das Wechselmodell. Kinder aber brauchen vor allem Frieden zwischen den Eltern. Und sie haben das Recht auf den paritätischen Einfluss beider Eltern. Die derzeitige Rechtsprechung verletzt sowohl die Gleichstellung von Mann und Frau als auch die Gleichbehandlung ehelicher und nicht ehelicher Kinder. Sie ist wirklichkeitsfremd, uneinheitlich und willkürlich. Es bedarf einer Reform, die der Europarat zu Recht angemahnt hat. Die Lebenswirklichkeit muss endlich auch in der Familienpolitik ihren Niederschlag finden. Wenn wir eine Frauenquote in den Chefetagen durchsetzen wollen, können wir nicht familienpolitisch im Mittelalter leben. Emanzipation ist keine Einbahnstraße.

Dr. Mathias Jancke, Pinneberg

 

Familie als System sehen

Heribert Prantl formuliert bereits in der Überschrift „Familie nach Trennung“, was die momentan in Deutschland herrschende Familienpolitik nicht würdigt: Das System Familie und die daraus resultierenden Beziehungen gelten lebenslang, also auch über die Trennung hinaus. Wenn wir Familie systemisch verstehen, können wir die in Deutschland propagierten Vorbehalte gegenüber „shared parenting“ – der gleichberechtigten Betreuung der Kinder durch beide Eltern nach einer Trennung – nicht nachvollziehen. In Skandinavien, Belgien, Australien und vielen anderen westlichen Ländern wurde nachgewiesen, dass es Kindern durch shared parenting wesentlich besser geht als Kindern im Residenzmodell. So viel zum Thema Kindeswohl. Bei annähernd paritätischer Betreuung der Kinder muss das Kind in geringerem Umfang den Wohnort wechseln als bei einem gelebten Residenzmodell. Ein weiterer gravierender Nachteil des Residenzmodells besteht darin, dass das Kind die Zeit beim zeitlich weniger betreuenden Elternteil als Ausnahme erlebt – und eben nicht als Alltag und Selbstverständlichkeit. Und zum Massenphänomen erlittener Kontaktabbruch nach Trennungen: shared parenting ist die beste Prophylaxe gegen das Phänomen „Eltern-Kind-Entfremdung“. Auch bei Familiengerichtstagen existieren Lobby-Verstrickungen. Nicht das Kindeswohl steht dabei Pate, es ist das Mütterwohl – häufig ein finanzielles Wohl . . .

Gerd Riedmeier, Wasserburg

 

Durchweg positive Erfahrungen

Es ist unbestreitbar, dass der wöchentliche Wechsel vom Haushalt des Vaters zum Haushalt der Mutter nicht in jedem Fall die geeignete Lösung sein kann. Neben dem genannten finanziellen Aspekt spielt es auch eine wesentliche Rolle, inwieweit das Arbeitsleben der Elternteile flexibel gestaltet werden kann. Bei diesem Modell aber den „Kaukasischen Kreidekreis“ zu bemühen, geht völlig an der Intention und an der Realität dieses Modells vorbei. Es geht ja gerade darum, ein „Zerreißen“ des Kindes zu verhindern, indem ihm die Möglichkeit gegeben wird, die Beziehung zu beiden Elternteilen zu bewahren. Und wenn es am Ende des Artikels ironisch heißt, bei diesem Modell sei so viel Einvernehmen zwischen den Eltern notwendig, dass man sich wundern könne, dass sie sich haben scheiden lassen, lässt dies nur auf Unkenntnis dieses Modells schließen. Gerade weil eine gleichberechtigte Aufteilung von Pflichten und Rechten zeitlich und inhaltlich erfolgt ist, kommt es in der alltäglichen Praxis kaum noch zu Konfliktsituationen, in denen ein besonders gutes Verhältnis zwischen den Eltern Voraussetzung für ein Gelingen wäre. Aufgrund meiner eigenen, durchgängig positiven Erfahrungen mit dem Wechselmodell kann ich nur jedem empfehlen, bei einer Trennung die Realisierbarkeit dieses Modells für das eigene Familiensystem zu überprüfen.
Robert van der Heusen, Kleve

 

Der Staat könnte mitfinanzieren

Kinder haben die intensivste Beziehung zu Mutter und Vater, selbst dann, wenn diese ihrer Rolle und der unter anderem damit verbundenen Erziehungsverantwortung nicht oder nur sehr eingeschränkt gerecht werden. Diese Beziehung gilt es zu erhalten. In erster Linie für die Kinder. Nicht für den Vater. Oder die Mutter. In einem paritätischen Wechselmodell hat ein Kind eine Chance darauf, da die mit dem Elternteil erlebten Zeitanteile gleich sind. Und Zeit, welche mit Aufmerksamkeit einhergeht, ist eine wichtige Ressource für die Gestaltung jeder Art von Beziehung. Andernfalls kommen die Väter – oder seltener die Mütter – zu kurz. Doch vor allem kommt das Kind zu kurz. Es gibt genug Konstellationen, in denen ein paritätisches Wechselmodell tatsächlich enorm schwierig oder nicht umsetzbar ist: große Entfernungen der Wohnorte, ungünstige Arbeitszeiten der Eltern und, ja, auch das geringe verfügbare Einkommen kann ein Hinderungsgrund sein. Wobei Letzteres sicherlich lösbar wäre: Wenn dem Staat die Kinder so wichtig sind, könnten hier vielleicht finanzielle Unterstützungen möglich sein. Sicherlich eine kühne Vision. Nicht damit sich noch mehr Familien auflösen, sondern damit Kinder trotz einer enorm belastenden Situation die Chance auf eine bestmögliche Entwicklung haben. Zu der grundsätzlich der Kontakt zu beiden Eltern gehört. Denn nicht nur meiner Meinung nach ist das Zuhause für Kinder da, wo die Eltern sind. Oder zumindest zeitweise und im Wechsel wenigstens ein Elternteil.
Stefan Breternitz, Erfurt

 

Die Wechsel würden reduziert

Bei einem „normalen“ Umgang im Residenzmodell (alle 14 Tage Samstag bis Sonntag mit Übernachtung und ein Wochentag unter der Woche ohne Übernachtung) finden im zweiwöchigem Rhythmus sechs Wechsel statt. Im „Wechselmodell“ hingegen, wenn das Kind zum Beispiel jeweils eine Woche bei einem Elternteil verbringt, gibt es nur zwei Wechsel in zwei Wochen. Selbst wenn das Kind im Wechselmodell jeden Mittwoch und Donnerstag beim Vater, jeden Montag und Dienstag bei der Mutter und Freitag bis Montag Früh abwechselnd bei beiden verbringt, liegt die Anzahl der Wechsel nur bei vier. Ihre Darstellung des „Dauerpendlers“ ist schlichtweg falsch. Gerade das Wechselmodell versucht die Anzahl der Wechsel zu reduzieren und die gemeinsame Zeit mit beiden Eltern zu erhöhen. Hans Engelmayer, Rosenheim

Modell der 50er-Jahre

Der gesellschaftliche Wandel hat in zunehmender Zahl zu einer neuen Rollenverteilung bei Müttern und Vätern geführt. Allein das Familienrecht bleibt bei seinem Schwarz-Weiß-Konstrukt „einer betreut – der andere zahlt“. Es ist das Familienmodell der 1950er-Jahre. Da muss es bedrohlich wirken, wenn rundum in Europa, in vielen US-Staaten und bis ans andere Ende der Welt in Australien gesetzlich bereits geregelt ist, dass Gleichstellung auch in Trennungsfamilien gilt: „Gemeinsame Elternverantwortung“, shared parenting, résidence alternée. Der Dampfzug wurde einst auch als gesundheitsgefährlich eingestuft, und es war ein deutscher Kaiser, der nach der Erfindung eines Automobils verkündet hat, dem Pferd werde die Zukunft gehören. Johannes Zink, Norderstedt Elterninitiative Gemeinsam Erziehende Mütter und Väter

Streit und Geld

ele Juristen hierzulande sind gegen das Wechselmodell. Schließlich verdienen sie am momentanen Recht sehr viel, weil man um vieles streiten kann (Aufenthaltsbestimmungsrecht, Dauer, Häufigkeit und Termine des Umgangs). Dass diese Streitpunkte beim obligatorischen Wechselmodell alle wegfallen, kommt nicht nur der Aussöhnung der Eltern zugute, sondern in Folge davon auch den Kindern.

Dr. Volkmar Pleßer, Nürnberg


28. März 2016, 18:59 Uhr 

http://www.sueddeutsche.de/kolumne/scheidung-kinder-brauchen-beide-eltern-zu-gleichen-teilen-1.2920327#1
Tags: Scheidung Trennung – Menschenrechte Art. 8 EMRK

„Die Missgeburt im österreichischen Familienrecht“

Sehr viele Experten,  Juristen und Rechtsanwälte im Familienrecht sagen, dass es sich bei dem 1995 beschlossenen “GESETZ des Betretungsverbot und der Wegweisung”, welches einige feministische SPÖ Frauen wie Barbara Prammer, Gabi Burgstaller, Doris Bures u.a. gemeinsam mit Franz Vranitzky forciert haben, um eine “Missgeburt im Familienrecht handelt!

1.) Diese Gesetze hätte eigentlich so niemals beschlossen werden dürfen, da sie in bestehende Eigentumsrechte eingreifen und diese sogar aushebeln. Eigentumsrechte und Pflichten können in der Praxis nicht umgesetzt werden.

2.) Ebenso wird in der PRAXIS gleichzeitig mit diesen Gesetz bei Vätern eine schwere Menschenrechtsverletzung bewusst in Kauf genommen.

Begründung:

Das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht nicht nur lt. “EuGH Entscheidung für Asylwerber” sondern für jeden Menschen, auch für Väter, welche von ihren Eigentum weggewiesen wurden.
Da nicht in jedem Bundesland eine Unterkunft zur Verfügung gestellt wird, für solche männlichen Notfälle, werden hier schwere Menschenrechtsverletzungen von Österreich  begangen und das Recht auf Wohnen bewusst gebrochen.

Die Frauenministerin Gabrielle Heinisch-Hosek und ihre Genossinnen haben 38 Frauenhäuser geschaffen, wo das “Menschenrecht auf Wohnen” eingehalten werden kann, aber es gibt kein einziges Männerhaus ! 

Selbst bei Verdacht (Drohung ohne Zeugen) wird das SPG §38 durch die Polizei angewendet und von der Justiz durch die Familienrichter mit EV §382 fortgesetzt.
Die beschuldigten Personen, bekommen weder eine Gerichtsverhandlung auch gilt der juristische Grundsatz “In dubio pro reo” hier nicht ?
Die beschuldigten Personen werden menschenverachtend einfach von ihrem Eigentum der Wohnung auf die Straße gesetzt, ohne dass ihnen eine Ersatzwohnmöglichkeit angeboten wird.

Gehen diese Justizopfer dann zu einem Rechtsanwalt, hört man Sätze, wie
„Sie wurden hereingelegt . . .“
und welche Richterin haben Sie, . . .
„Sie können sich ja wirklich nur mehr den Strick nehmen, . . .“

Betretungsverbot SPG § 38

Durch die vaterlose Gesellschaft und diese menschenverachtenden Gesetze ist Österreich spitzenreiter bei SUIZIDE, Väter und Männer sind davon ca. 3 mal mehr betroffen als Frauen und Mütter.
Da dies in Österreich ein gesellschaftliches Problem ist und diese Suizide durch PAS Eltern-Kind-Entfremdung, psychische Gewalt, Verlustängste z.B. vor Sorgerechtsverlust, . . .  keine Einzelfälle sind sondern jedes Jahr tausende Personen betroffen sind, macht es wenig Sinn den Fehler bei sich selbst zu suchen. Es handelt sich um einen Fehler im SYSTEM und einer unfähigen Regierung, welche die Ursache behebt oder versucht dem entgegen zu wirken.
Bei diversen Vereinen und Hilfsorganisationen wird Hilfe bzw. Unterstützung angeboten.
–>
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Korrupter Richter – verkaufte Prüfungslösungen an schlechte angehende Juristen – 5 Jahre Haft

Richter kommt hinter Gitter

Fünf Jahre Haft, das Aus für die Karriere als Jurist und der Verlust der Pensionsansprüche. Für den ehemaligen Richter, der am Freitag 49 Jahre alt wird, hat das Urteil weitreichende Konsequenzen. Foto Schulze/dpa

Lüneburg. Weil er Prüfungslösungen für Jura-Staatsexamen verkauft hat, ist ein Richter in Lüneburg zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Fall ist beispiellos in Deutschland. Die berufliche Karriere des Juristen ist damit vorbei. Für viele seiner Kunden ist das Verfahren noch nicht ausgestanden.

Vollkommen regungslos sitzt der Richter auf der Anklagebank, als er die Urteilsbegründung entgegennimmt. Grauer Anzug, blaues Hemd, die Hände gefaltet. Emotionen hat er während des Verfahrens kaum gezeigt, nur am Tag des Geständnisses war das anders.
Zu fünf Jahren Haft hat das Landgericht Lüneburg ihn gerade verurteilt – das dürfte auch das berufliche Aus für den Familienvater bedeuten, inklusive Verlust der Pension. Eine Zukunft als Rechtsanwalt ist ihm damit ebenfalls verbaut.

Die Vorfälle waren beispiellos:
Der ehemalige Referatsleiter im niedersächsischen Landesjustizprüfungsamt in Celle gestand, dass er angehenden Juristen Prüfungslösungen für das entscheidende Zweite Staatsexamen verkaufte, teilweise bot er sie auch nur für hohe Summen an.
Er habe den Referendaren helfen wollen, sagte der 48-Jährige. Die meisten Betroffenen hatten einen Migrationshintergrund, für sie seien die Prüfungen besonders schwer gewesen.

Vor dem beruflichen Nichts

Die Vorsitzende Richterin Sabine Philipp findet das verwerflich, wie sie am Donnerstag betont: „Er hat sich auch noch die Schwachen und Schlechten herausgesucht“, sagt sie. „Respekt gebührt denen, die das Angebot abgelehnt haben.“ Viel Mitleid mit den übrigen Referendaren hat sie nicht: „Es gehören zu solchen Unternehmungen ja immer zwei.“

Mindestens 15 Nachwuchsjuristen soll nun das Zweite Staatsexamen nachträglich aberkannt werden, gegen die Betroffenen wird gesondert verhandelt. Nach jahrelangem Studium stehen die einstigen Referendare damit vor dem beruflichen Nichts. Nach Zeitungsberichten sollen zwei Betroffene kurzzeitig als Proberichter im Justizdienst tätig gewesen sein, einer als Staatsanwalt und eine als Verwaltungsrichterin.

Richterin Philipp betont, der Jurist habe nicht als Samariter gehandelt. „Außerdem hatte der Angeklagte durchaus seinen eigenen Vorteil im Blick, nämlich Geld und die Anbahnung sexueller Kontakte“, sagte sie. In seinem Geständnis räumte der Ex-Richter eine intime Beziehung zu einer der Referendarinnen ein.

„Mit den Taten hat der Angeklagte das niedersächsische Prüfungswesen verraten und verkauft“, sagte Oberstaatsanwalt Marcus Röske. „Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas in Deutschland möglich ist“, sagte eine Zeugin.

Die Justiz hasse ihren Mandanten, behaupteten dagegen die Verteidiger, ein Exempel solle statuiert werden. Das wies die Vorsitzende zurück. Und tatsächlich war während des Verfahrens bei den Juristen eher ein ungläubiges Staunen zu beobachten – einer von ihnen soll es gewesen sein.

26.02.2015 – 17:06 Uhr Von Peer Körner

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