Richterin Claudia Bandion-Ortner -> Kinder im Gerichtssaal? Auch hilfreich bei Urteil


Kinder lieben Mama UND Papa auch nach der Trennung,

ist Richterin C. BandionOrtner überzeugt.

Richterin Bandion-Ortner
Richterin Bandion-Ortner

Kinder im Gerichtssaal? Auch hilfreich bei Urteil

Es war eine ausgesprochen gute Idee, dass Klein Laura ihre Mama in Wien zum Gericht begleitet hat – obwohl Kinder im Gerichtssaal ja unerwünscht sind und dort auch nichts verloren haben. Es war, wie gesagt, eine gute Idee – wenn auch für den angeklagten Papa. Dem die Mama „ Kindesentziehung“vorgeworfen hatte . . .

Im Sommer soll es, so die Anklage, „ den Versuch gegeben zu haben, das Kind der Mutter im Park zu entreißen und wegzulaufen“.

„ Geeeehhhhhh bitte“, ist die fast entnervte Reaktion von Papa Sascha. „ Ich bin mit einem Freund wirklich zufällig an dem Park vorbeigefah- ren, bin ausgestiegen und hab erst dann gesehen, dass ihr Neuer dabei war. Ich hab meine Tochter auf den Arm genommen und wollt nur zwei Schritte weg von dem Trottel. Da zetert sie schon los!“

Man ahnt es also: Geschichte einer On- off- Beziehung mit neuem Partner der Kindesmutter. Die dann fast zerknirscht mit dem Töchterlein vor Richterin Claudia Bandion- Ortner erscheint und von einem „ Missverständnis“murmelt.

Und Klein Laura? Die sieht den Papa, will gleich hin zu ihm, schlingt ihre Ärmchen um seinen Hals, legt das Köpfchen mit dem Pferdeschwanz auf seine Schulter. Kindesentziehung? Ja, möglicherweise. Von der Mutter Richtung Vater, aber sicher nicht umgekehrt. – Der Freispruch für ihn war reine Formsache . . .

20 Jun 2017, Kronen Zeitung, Gabriela Gödel
Tags: Prozess – Familienrecht – ehemmalige Justizministerin – gemeinsame – elterliche Sorge

Facebook Eltern-Kind-Entfremdung (Parential Alienation)

Interesssante Facebookseite über Eltern-Kind-Entfremdung (Parential Alienation)

Facebook Eltern-Kind-Entfremdung
Facebook Eltern-Kind-Entfremdung

Link: Entfremdung Eltern Kind – PAS = Psychische Gewalt

Das Video von der Richterin Lisa Gorcyca zu PAS die vorsätzliche Entfremdung des Kindes zu seinen Bezugspersonen ist auch bemerkenswert
–>
https://www.facebook.com/891499190891126/videos/vl.1768101763480094/991803240860720/?type=1&theater

 

Tags: Eltern entfremden – Familie – Familienrecht – Gericht – Familiengericht – Trennungskinder – Justiz – Gleichberechtigung – Kinderschutz vor Entfremdung – Menschenrechte Art. 8 EMRK – Urteile – Parental Alienation Syndrome (PAS) – Suizid

12 Jährige bauen Bomben für den IS #Radikalisierung #Islam #Terrorprävention

Was macht die Politik – Justiz und Verfassungsschutz um die Bevölkerung zu Schützen?
Video:
https://www.facebook.com/178075742267435/videos/1340337699374561/

„Väter wurden als Terroristen verfolgt“ – 10 Jahre VoR

Lied von Martin Stiglmayr: “ Ich bin kein Terrorist“

Die Väterbewegung in Österreich wurde vom Staat Österreich verfolgt und man hat gesagt, ihr seit Terroristen . . .

Großes DANKE an Norbert Hofer, Bundespräsidentenanwärter, der Aufgrund einer Pressekonferenz uns Väter  . . .

Obmann Stellvertreter Gründer des Vereines Väter ohne Rechte in Österreich am Jubiläumsfest 10 Jahre Väter ohne Rechte
in Wien am Columbusplatz.

siehe auch § 278 StGB (Strafgesetzbuch), Kriminelle Vereinigung

2.Juni 2017

Tags: Familienrecht Familie – Selbstanzeige – Norbert Hofer – FPÖ – Mafiaparagraf – Video – Verfassungsschutz – Behörden – Pressekonferenz – Selbstanzeige – Justiz – Polizei – Partei  unpolitisch – Justizopfer – Falschbeschuldigungen – Missbrauch mit dem Missbrauch – Verleumdung – Gesetze Österreich – Gleichberechtigung – Justizministerium – Strafverfahren – Menschenrechtsverletzung – Mobbing – Umgangsrecht Kontaktrecht Besuchsrecht – Vaterlose Gesellschaft

Vater in Österreich und die feministische Justiz im Familienrecht

Vater in Österreich 5-6-2017
Vater in Österreich 5-6-2017 – Väter ohne Rechte

Pete*     11 Std.

Meine Erfahrungen mit dem Österreichischen „Justiz“:

1. KM ist Österreicherin(Wienerin). Ich wohne in Wien. Neuen Partner von KM wohnt in München. Beim ObsorgeAntrag habe ich gesagt ich habe Angst dass die KM meine Töchter mit nach München nimmt.

Richterin: ist wirklich kein ein Problem wenn die KM das machen würde. Wenn es Nigeria oder ähnliches wäre dann vielleicht schon. Ich: aber dass sind meine Töchter? Richterin: ist mal so.

2. Richterin: Sie brauchen doppelresidenz bei mir nicht beantragen (Mai 2015). Das stimme ich nie zu. Befangenheit? Ja bringt sicher was. Beschwer dich wegen ein Richter beim nächsten Richter…. viel Glück!

3. Richterin habe meine Schriftsätze nicht gelesen. Sie waren zu umfassend. Eigentlich habe ich nur detailliert beschreiben wollen was die KM alles getan hat um eine schlechte Stimmung zu machen. Schlechte Stimmung, schlechte Kommunikation = keine gemeinsame obsorge. Rein Strategie seitens des KMs. Entweder hat die Richterin keine Ahnung von was sie tun oder es interessiert ihr ein scheiß! Hätte die Richterin meine Schriftsätze gelesen, und der Empfehlung seitens des familiengerichtshilfe (gemeinsame obsorge) ernst gekommen sowohl als auch dieser Feststellung seitens des familiengerichtshilfe anerkannt „KM ist der KV gegenüber sehr ablehnend“ wäre vielleicht ein anderes Ergebnis rausgekommen. Aber nein, bis zu OGH meinen alle dass alles so passt.

Und die KM? Genießt es dass ihr Strategie funktioniert hat. Weil mit dieser beschießendes System werden Friedlichkeit bestraft aber strittigkeit belohnt. Wenn man eine Mutter ist!

4. Richterin: wenn Sie diesen Besuchsrecht nicht zustimmen sehe ich sehr schwarzen Wolken über der gemeinsamen obsorge. Ich: ok, ich stimme zu. Beschluss: keine gemeinsame obsorge. Ich: toll, Danke!

5. übrigens sehr toll wenn irgendein wanna-be superhero Polizist dich anruft während der Arbeitszeit und dir mit tiefen Stimme sagt: sie wissen ja genau um was es geht Herr. Die KM hat alles erzählt. Sie sind ja gewalttätig! Kommen Sie deswegen zu einem gewaltpräventiven Gespräch bei uns. Ich: vielen Dank für den netten halb drohenden Ton Herr Polizist, aber gratuliere, Sie sind gerade Instrumentalisiert von seitens des KM. Vielleicht sollten Sie mal das überlegen bevor Sie Leute während der Arbeitszeit störe. Vielen Dank dass sie unkritisch dazu beigetragen haben dass mein Stresslevel noch schlimmer worden ist!

6. wieso hat der familiengerichtshilfe nur mich in meinem Wohnung besucht (kindesgerecht eingerichtet) aber nicht die KM? Diskrimination? Was hätte der Familiengerichtshilfe doch gesagt wenn meine Töchter bei mir nur auf eine Matratze aufs Boden schlafen würden (so wie seit 1,5 Jahren der Fall bei dem KM ist?).

7. habe ein Antrag gestellt dass ich, an diejenigen Tagen wo ich meine Töchter betreue, selber eventuellen frühere Abholzeiten direkt mit KiGa/Schule kläre. Abgelehnt. KM ist flexibel und friedlich. Ich: ok, wieso dürfen die Kinder dann NICHT früher abgeholt werden jedesmal wenn meine Vater mit 81(!) Jahren aus Dänemark hierher gereist ist um seinen Enkelkindern zu sehen ??? Er sieht die Kinder vielleicht zweimal im Jahr (wie lange noch) und dann kann die KM es nicht erlauben dass Opa/Enkelkinder 3-4 Stunden mehr haben am einen Tag. Und das sogenannte „Justiz“ in Österreich unterstützt diesem schweineri!

8. und wenn man sich aufregt wegen diesem „Zustände“. Richterin: „alleiniges obsorge beim KM war wirklich die richtige Entscheidung“……. Leute, wir reden 2017…. was zum teufel ist los hier in Österreich?? Ganz normale Väter werden demütigt, es zermürbt, man(n) gibt auf, hochstrittige Mütter werden belohnt… was hat dass je mit Kindeswohl zu tun gehabt???…. es zerstört viel mehr als es unterstützt…. Loyalitätskonflikt unvermeidbar!!

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>Väter ohne Rechte Öffentliche Gruppe
Tags: Vaterlose Gesellschaft – Justizopfer – Doppelresidenz – feministische Justiz – Scheidung – Trennung – Obsorge – Familienrecht

Einladung: 10 Jahre Väter ohne Rechte – 2. Juni 2017

Datum: 2.6.2017, Zeit: 10:00 – 17:00 Uhr
Ort: 1100 Wien Columbusplatz

 

10 Jahre Einsatz für unsere Kinder – Zeit um zu Feiern! VoR Jubiläumsfest! Einladung zum Fest!

10 Jahre setzt sich die gemeinnützige NGO und Kinderschutzorganisation Väter ohne Rechte für die Interessen von Trennungskindern und eine gleichberechtigte Elternschaft ein. 10 aufregende Jahre in denen die NPO sukzessive zur größten Väterbewegung Österreichs wurde und auch international Beachtung findet. Die Gesichte von VoR kennt viele Hochs- und Tiefs, ist gespickt von Anfeindungen bis zum Verleih von Kinderrechtspreisen, hunderte Schmankerl und Skandale sind zu erzählen. 10 Jahre lang haben sich engagierte Frauen, Männer und Kinder ehrenamtlich für die gemeinsame Sache eingesetzt – oft erfolgreich.

Jetzt ist es Zeit diese 10 Jahre Revue passieren zu lassen, sich bei allen Wegbegleitern zu bedanken und anlässlich des runden Jubiläums gemeinsam ein Familienfest zu feiern. VoR wird dazu einiges aufbieten, dabei war die Organisation mit 6 Magistraten, der Polizei, der Bezirksvertretung usw. überaus – nennen wir es – komplex, aber man kennt ja das Motto von VoR: Never, never, never give up!

Was wird geboten:

Hans Grüssinger VoiceDas Musik-Multitalent Hans Grüssinger wird mit Band und gewohnt professionellem Equipment während seiner Tour 2017 einen für Sie kostenlosen mehrstündigen Gig einlegen und den Bezirk Favoriten zum Rocken bringen. Hier der Link zu seinem YouTube-Channel.

 

 

 

 

Michael PfennigDas wird aber nicht das einzige musikalische Highlight sein. Der im deutschsprachigen Raum bekannte Musiker Michael Pfennig, selbst ehemals betroffener Vater und Aktivist hat eine ganze Reihe von sozialkritischen, unserem Thema gewidmeten Songs veröffentlicht. Er ist ein fester Bestandteil seit vielen Jahren in der Bewegung, scheut in seinen Texten keine Kritik am Familien(un)recht, findet aber auch lobende Worte für Pionierleistungen. VoR ist seit Jahren mit ihm in Kontakt und einzelne seiner berührenden Lieder fanden auch Einzug in Videos von VoR. Auch er lässt sich dieses Fest nicht entgehen und wird extra aus Deutschland anreisen und seine Lieder präsentieren. Hier der Link zu seinem Youtube-Channel.

 

 

Columbusbräu logo klein
Das bekannte Lokal Columbusbräu, dass sich in jedem Restaurantführer befindet wird mit kleinen ausgewählten Schmankerl für den kulinarischen Genuss sorgen – selbstverständlich kann aber auch im Gastgarten oder im Lokal a la carte gegessen und getrunken werden – besonders bekannt ist das Lokal für seine Hausbrote.

 

 

 

Warum man seine Kinder mitnehmen soll:

Luftburg großUnsere Kleinsten werden auch reichlich Spaß haben. So wird es eine Hüpfburg geben, die selbstverständlich auch von geschultem Personal betreut wird, sodass Mama und Papa sich angeregt und ungestört mit uns unterhalten können.

kinderschminken-kunst
Ebenso sollten unsere Kinder auch nicht das Kinderschminken verpassen, bei dem es reichlich Motive geben wird, es wird für jeden was dabei sein. Auch ein betreutes Kinderzelt wird es geben.

Sehr herzlich bedanken wir uns bei einem unserer größten Sponsoren, der mit Equipment und Personal dieses Familienfest mit seinem Herz für Kinder unterstützen wird – die Excalibur City, die sich zusätzlich auch noch bereit erklärt hat diverse Gutscheine der Merlins Kinderwelt zur Verfügung zu stellen. Ein Ausflug dorthin lohnt immer – Spaß und Abenteuer ist garantiert.

excalibur-city-logo

Neben all dem Spaß den wir haben werden vergessen wir aber selbstverständlich nicht auf die noch immer triste gesetzliche Lage, die Mütter und Väter nicht als gleichberechtigte Elternteile nach einer Trennung betrachtet, hinzuweisen. Hier ist der Gesetzgeber in die Pflicht zu nehmen – VoR wird alle Familiensprecher der im Parlament vertretenen Parteien einladen, daneben auch noch andere Politiker.

Gesetzesänderung

Justiz-logoDoch auch in der Justiz besteht großer Handlungsbedarf, hier wird regelmäßig Europäisches Recht, Menschenrechte uvm. mehr gebrochen. Eine viel zu lange Verfahrensdauer, nicht durchsetzbare Beschlüsse und ideologische Prägungen und Gesellschaftsbilder aus längst vergangener Zeit, die der Realität  hinterherhinken, sind nur einige wenige Kritikpunkte. Auch dazu wird VoR verschiedene Vertreter einladen. Mal sehen wer den Mut hat sich unseren Fragen zu stellen

Die Helferindustrie wird auch ihr Schäuferl abbekommen, auch dort passiert genug Verwunderliches, wie wir aus hunderten Verfahren wissen. VoR, als einziger tatsächlich unabhängiger Verein muss sich hier keinen Maulkorb umhängen, da keine Abhängigkeit von Fördergeldern besteht. Deshalb haben wir auch namhafte Vertreter verschiedener Organisationen eingeladen.

Selbstverständlich wird auch unsere Petition “PAS ins Strafrecht” zur Unterschrift bereitliegen, damit dann bald passend zum Wahlkampf unsere Petition zur Onlineunterschrift auf der Seite des Parlaments aufscheinen wird.

VoR freut sich auf gemeinsame gesellige Stunden!

Im Auftrag unserer Kinder!
http://www.vaeter-ohne-rechte.at/10-jahre-einsatz-fuer-unsere-kinder-zeit-um-zu-feiern-vor-jubilaeumsfest/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=10-jahre-einsatz-fuer-unsere-kinder-zeit-um-zu-feiern-vor-jubilaeumsfest

Tags: Familienrecht – Veranstaltungen – Termin – Vaterlose Gesellschaft- Gleichberechtigung

300 Euro Pension für Heimkinder-Opfer | Opfer droht Zwangsvollstreckung

Heimopfern droht Zwangsvollstreckung

1977 hat die Stadt Wien das Erziehungsheim am Wilhelminenberg in einer Nacht-und-Nebel-Aktion geschlossen. Die Ansprüche der „Heimkinder“ sind verjährt.

Früheren „Heimkindern“, die die Stadt Wien geklagt und verloren haben, droht die Zwangsexekution. Eine Klägerin wehrt sich, eine andere zahlt in Raten zurück

Wien – Die Mahnung vom 11. April 2017 ist kurz und bündig. Die Adressatin – zwischen ihrem achten und 15. Lebensjahr im städtischen Kinderheim am Wiener Wilhelminenberg untergebracht und misshandelt – wird von der Justiz ersucht, die „bisher nicht bezahlten Gerichtsgebühren und Kosten von 370 Euro“ zu bezahlen. Andernfalls drohe die gerichtliche Zwangsvollstreckung. Die Frau ist eines der „ehemaligen Heimkinder“ und Gewaltopfer der 1950er- bis 1970er-Jahre, bei denen sich die Republik im November in einem Festakt offiziell entschuldigt hat.

Ihr stehen nun weitere Zahlungen ins Haus. Mehr als 21.000 Euro haben ihr die Gerichte vorgeschrieben: Sie stehen der Gemeinde Wien als Prozesskostenersatz zu. Gegen sie hatte die Frau- nach Aufkommen des Heimskandals durch Berichte im Kurier 2011 und dem dadurch erfolgten quasi Aufwachen ihrer Erinnerungen – auf Schadenersatz und Schmerzensgeld geklagt.

Stadt kann Exekution führen

Das Verfahren hat sie (und andere) in drei Instanzen verloren: Die Ansprüche waren verjährt. Die Folge: Die Stadt bekam mit den Urteilen ihre Prozesskosten zugesprochen und hat somit einen gültigen Exekutionstitel über die rund 21.000 Euro in der Hand. Sie kann der Frau, auf die sie einst hätte achten müssen und der sie eine „symbolhafte“ Entschädigung von 35.000 Euro gezahlt hat, jederzeit den Exekutor ins Haus schicken. Zu holen wäre für die Stadt nicht viel: Die Frau ist Mindestsicherungsbezieherin, für ihre Prozesse hatte sie Verfahrenshilfe bekommen.

Und, so ihr (ohne Bezahlung arbeitender) Anwalt Johannes Öhlböck im Schreiben an die Justiz: „Die Einbringung stellt eine unbillige Härte gegen ein Verbrechensopfer dar. Meiner Mandantin ist es bis dato aufgrund der Vorkommnisse während ihres Heimaufenthaltes nicht möglich, einem geregelten Leben nachzugehen. … Ich bitte Sie daher, von der Einhebung der Gerichtsgebühren und Kosten von 370 Euro abzusehen.“ Die Antwort der „Einbringungsstelle der Justiz“ steht aus.

Klägerin brachte Sache ins Rollen

Dabei hatten die Erzählungen der erfolglosen Klägerin über die Gewalt im städtischen Heim, so wie später die Schilderungen ihrer zahlreichen Schicksalsgenossen, das Offenbarwerden des Heimskandals erst so richtig ins Rollen gebracht. Die Wilhelminenbergkommission wurde eingesetzt, ein fassungslos machender Bericht über systematische Misshandlung erstellt – und vor einem halben Jahr hat sich die Republik bei den Opfern von Gewalt in Kinderheimen entschuldigt. Beim Festakt im historischen Sitzungssaal des Parlaments erklärte Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), das „offizielle Österreich übernimmt Verantwortung“.

In der Folge beschloss der Nationalrat das Heimopferrentengesetz, auf dessen Basis (geschätzten) 7000 Menschen – die in Einrichtungen des Bundes, der Länder, der Kirche und in Pflegefamilien malträtiert worden sind – eine Rente von monatlich 300 Euro zusteht. Das Gesetz tritt am 1. Juli in Kraft.

Keine Antwort von Häupl

Ob sich die Gemeinde Wien die mehr als 21.000 Euro von ihrem einstigen Schützling holen wird, lässt sich derzeit nicht sagen. Auf Anfrage des STANDARD verweist eine Sprecherin von Jugendstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) nur darauf, dass die Stadt in Summe bereits 52 Millionen Euro für die Heimkinder zur Verfügung gestellt habe. Anwalt Öhlböck meint, dass die Eintreibung unverständlich sei, „wurden die Betroffenen doch durch von der Gemeinde Beschäftigte in diese Situation gebracht. Diese Leute haben ihnen in ihrer Kindheit unbeschreibliches Unrecht angetan.“

Die Prozessverliererin selbst hat sich Ende November in einem Brief an Bürgermeister Michael Häupl gewendet. Dass sie nun Schulden von mehr als 21.000 Euro bei der Stadt Wien habe, beschäme sie „auf tiefste Weise – obwohl mir das Schlimmste passiert ist, was man einer Kinderseele antun kann“. Die Frau schrieb, es sei „nun an Ihnen, die ganze Angelegenheit auf respektvolle Weise zu beenden“, und bat Häupl um einen Termin. Antwort bekam sie nicht.

Stadt lässt sich Raten bezahlen

In einem anderen von einem „Heimkind“ verlorenen Prozess gegen die Stadt Wien ist man schon weiter. Dieser Klägerin wurden Prozesskosten von 10.605,18 Euro vorgeschrieben. Sie hat sich mit Wien, um die Ungewissheit einer Eintreibung abzuwenden, auf eine Ratenzahlung geeinigt. Von ihr nimmt die Stadt nun 200 Euro pro Monat.

Abgeblitzt beim Menschrechtsgerichtshof

Abgeblitzt sind Gewaltopfer städtischer Heime übrigens auch beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte – etwa der 61-jährige Wiener Theaterregisseur und Künstler Karl Welunschek. Er hat, wie berichtet, Beschwerde in Straßburg eingebracht, unter anderem mit der Argumentation, so wie die österreichischen Gerichte die Verjährungsregeln auslegten, verletzten sie das Menschenrecht auf Freiheit und Sicherheit. Der Gerichtshof hat die Beschwerde nun für unzulässig erklärt.

Renate Graber6. Mai 2017, 11:00

http://derstandard.at/2000057082264/Stadt-Wien-Heimopfern-droht-Zwangsvollstreckung

Tags: Kinderheim – Heimkinder – Kindesmissbrauch  – Gewalt – Kindeswohlgefährdung – Internat – Zögling – Missbrauch – Opfer