Mama betreut, Papa zahlt – ist das noch zeitgemäß?

Mama betreut, Papa zahlt und unternimmt jedes zweite Wochenende etwas mit den Kindern – das war in Deutschland jahrzehntelang das gängige Modell nach einer Scheidung.
Doch immer mehr Väter protestieren dagegen. Sie wollen ihre Kinder gleichberechtigt betreuen und am Alltag ihrer Kleinen teilhaben – auch nach einer Trennung.

Das neue Modell nennt sich „Wechselmodell„, bei dem sich die Eltern die Betreuungszeit aufteilen. Unterstützung bekommen die sogenannten „neuen Väter“ nun auch vom Europarat, der Deutschland für den Umgang mit Trennungseltern und – Kindern kritisiert. In einer einstimmig verabschiedeten Resolution fordert das Gremium, die Rechte der Väter zu stärken. Doch an den deutschen Familiengerichten passiert nichts: In 95 Prozent der verhandelten Fälle wird das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Mutter zugesprochen.

Moderation: Rainer Maria Jilg
Regie: Heidi Reutter, Thomas Hauswald
Redaktion: Anja Schäfer

22.02.2016, Bayerisches Fernsehen
Tags: Doppelresidenz – Familienrecht Familie – Erziehung –  Gleichberechtigung Gleichstellung – Kinderrechte –  Kindeswohl – Scheidung – Trennung –  – Väter Videos Gesellschaft – leaks family law austria germany court – Scheidungs Videos – Vaterlose

2 Gedanken zu “Mama betreut, Papa zahlt – ist das noch zeitgemäß?

  1. die Sendung war gut – Wechselmodel kann nur gelten, wenn die ehemaligen Partner sich in unmittelbarer
    Nähe zu einander aufhalten. Die Kommentare der 2 Mütter waren so klischeehaft,(für alles wird ja ein Verein gegründet) dass einem bald übel wurde. Die Frauen denken, nur sie haben Rechte und machen die Väter kaputt mit dem Gewäsch. Alles nur zum Wohle des Kindes, von wegen, Diese Frauen machen die Kinder kaputt nicht die Väter. Diese wollen in den meisten Fällen doch nur einen ungestörten Kontakt zu ihren Kinder haben.Ich als Grossmutter bin neben meinem Sohn allen Schikanen seiner Ex ausgeliefert und niemand bremst diese. Also Männer ihr könnt euch nur selbst helfen. Kein Jugendamt, Familiengericht hilft auch, da diese Posten meistens von Frauen besetzt sind, Nehmt euch einen billigen Internet-Anwalt mit dem niedrigsten Satz, ihr habt bei unserem Rechtssystem sowie so die A…-Karte. Behaltet euer Geld und macht euch ein schönes Leben ohne dieses in den Rachen der Anwälte zu stecken, da überall Anwaltspflicht besteht.

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  2. Vielleicht hilf das weiter?

    Weichenstellungen für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf
    Untersuchungsbericht zu einer repräsentativen Befragung von Elternpaaren im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

    Veröffentlichungsjahr: 2015

    Wie teilen sich Paare nach der Geburt ihrer Kinder die Aufgaben in Familie und Beruf auf? Was war für diese Entscheidung wichtig? Konnten sie die gewünschte Aufteilung verwirklichen? Und was erwarten sie von der Politik? Hierzu wurden mehr als 3.000 Mütter und Väter, die als Paare mit ihren Kindern unter 6 Jahren zusammenleben, repräsentativ befragt. Erkennbar wird, dass die meisten Mütter beruflich zurückstecken, oft für lange Zeit. Viele Eltern wünschen sich eine gleichgewichtigere Teilung der Aufgaben.

    Ja sie wünschen es sich. Die Realität sieht aber nach der Geburt der Kinder anders aus. Die meisten Väter bleiben nicht zu Hause bei den Kindern, sondern bleiben wie gewohnt in ihren Vollzeitjobs. Es sind die Mütter die sich beruflich und damit auch finanziell schlechter stellen um die Kinder zu betreuen. Gleichberechtigtes betreuen der Kinder, ist offensichtlich erst ein Thema wenn sich die Eltern trennen.

    Das hat einen bitteren Beigeschmack, dass es einigen Vätern dabei schlichtweg um Geld gehen könnte. Viele Väter haben sich finanziell gut absicherten während der Partnerschaft auf Kosten der Mütter die auf Einkommen verzichtet haben durch die Kinderbeutreuung. Die Väter haben keine Erwerbsbiografielücken, zahlen immer schön in ihre Renten und die Mütter die betreuen und die Haushaltsführung übernehmen wird dafür ja nicht bezahlt. Ihr fehlt also in dieser Zeit nicht nur das Arbeitseinkommen, welches sie erwirtschaften könnte durch Erwerbstätigkeit, sondern das fehlt ihr später auch in der Rente.

    Ich lese immer wieder wenn Eltern sich getrennt haben vom gleichberechtigten betreuen, vom Wechselmodell und natürlich das Väter keine „Zahlväter“ sein wollen.

    Wer ist den wirklich der Elternteil der zahlt? Derjenige der nach der Trennung nach seinem Einkommen und nach Alter des Kindes 200-300 Euro im Monat zahlt, weil er eben nicht betreute sondern in der vollen Erwerbstätigkeit blieb, oder derjenige der durch die Kinderbetreuung auf ein bisheriges Erwerbseinkommen verzichten musste. Das was die Väter an ihre Kinder leisten müssen, bekommen sie später u.a auch wieder an Rente, im Gegensatz zum betreuenden Elternteil der sein Einkommen senkte und damit auch seine Rente, zu dem das dieser einen „Karriereknick“ hat welchen er wohl nicht mehr aufholen kann. Und dann noch obendrein das Problem das Frauen im Durchschnitt weniger verdienen als Männer.

    Ein Beispiel. Eine Frau verdiente 1800 Euro Netto und blieb nach der Geburt des Kindes als Hausfrau zu Hause. Richtig, das worauf sie im Monat verzichtet hat und ihr auch in der Rente fehlen wird, um ihr Kind selbst zu betreuen, entspricht ca. dem was ein „Zahlvater“ nach der Trennung für sein Kind in 6-9 Monaten an Unterhalt zahlen muss. Ich höre jedoch nicht die Mütter die sich ihre Berufstätigkeit und Renten kaputt machten durch die Kinderbetreuung und Haushaltsführung jammern, nein ich höre immer nur die Väter jammern wenn sie Geld nach der Trennung an ihre Kinder abgeben sollen. Also das was sie nur erwirtschaften konnten weil die Mütter ihnen den Rücken frei hielten mit der Kinderbetreuung.

    Die Zahlelternteile sind nicht jene die voll in ihrer Berufstätigkeit blieben und in der Rente sicher nicht am Hungertuch nagen, weil sie wie „kinderlose“ eine lückenlose Erwerbsbiografie aufweisen, sondern jene die monatlich schon auf enormes Einkommen für die Kinder verzichteten und das später in der Rente merken werden.

    Und ja mir sind Väter zuwider die sich auf Kosten der betreuenden Mütter, finanziell saniert haben und nach der Trennung auf höchstem Niveau jammern, wenn sie ihren Kindern Geld abgeben sollen das sie nur erwirtschaften konnten weil sie die kostenlose Ressource Expartnerin genutzt haben um Beruflich selbst keine Einbußen zu erleiden. Dann plötzlich wird das gleichberechtigten betreuen durch ein Wechselmodell Thema. Also eben der Versuch das was diese sich schon auf Kosten der Partnerin finanziell besser gestellt haben, auch noch auf sie abzuwälzen.

    Wer in der Partnerschaft nicht gleichberechtigt betreut, sondern meint sich selbst auf die „Ernährerrolle“ zu reduzieren, weil haushalt und Kind eben Frauensache ist, muss sich nicht wunder wenn dieses Modell auch nach der Trennung so fortgeführt wird.

    http://www.ifd-allensbach.de/uploads/tx_studies/Weichenstellungen.pdf

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