Mo.24. Juli 2017, 19.25 Uhr – ZDF „WISO“

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Wenn Familien auseinanderbrechen: „WISO“-Doku im ZDF

Moderator Marcus Niehaves im Gespräch mit einer Wechselmodell-Familie.
Copyright: ZDF/Sebastian Wagner

Fast jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden. Oft genug folgt nach den gemeinsamen Ehejahren der Rosenkrieg. Gestritten wird um Haus, Kinder, Unterhalt und Besuchszeiten. Die „WISO“-Dokumentation „Verliebt, verheiratet, verklagt“ geht am Montag, 24. Juli 2017, 19.25 Uhr, der Frage nach: Was ist das Beste für die Kinder, wenn Familien auseinanderbrechen? „WISO“-Moderator Marcus Niehaves ist in Deutschland unterwegs, trifft Väter, Mütter, Kinder und will Antworten finden.

Nach der Scheidung von Eltern stellt sich die Frage, zu wem das Kind nach der Trennung kommt. In den meisten Fällen bleiben minderjährige Kinder bei der Mutter. Aber ist das für die Kinder immer die richtige Entscheidung? Ist das Residenzmodell wirklich besser im Vergleich zum Wechselmodell? Kann ein Kind glücklich aufwachsen, wenn es pendeln und sich abwechselnd auf zwei Erziehungsstile, zwei verschiedene Familien einstellen muss?

Fehlende Unterhaltszahlungen sind in Deutschland der Hauptgrund für Kinderarmut. Den gesetzlich festgeschriebenen Unterhalt bekommen nur 25 Prozent der rund 1,5 Millionen Alleinerziehenden. Die anderen erhalten von zahlungspflichtigen Elternteilen nichts oder nur unregelmäßige Zahlungen. In solchen Fällen schießt das Jugendamt Unterhalt vor. Seit dem 1. Juli 2017 gilt ein neues Gesetz, das den Anspruch auf Unterhaltsvorschuss bis zum 18. Lebensjahr erweitert. Aber ist das der richtige Ansatz? Wieso können sich in Deutschland so viele Unterhaltspflichtige vor der Verantwortung drücken?

Die Mütter stehen oft am Rande des finanziellen Ruins, die Väter sehen nicht ein, nur zu bezahlen und die Kinder kaum zu sehen. Sorgerechtstreitigkeiten, Unterhaltsprozesse, Umgangsprozesse – immer mehr Entscheidungen fallen vor Gericht statt einvernehmlich zwischen den Eltern. Aber die Gerichte sind mit der Flut von Klagen und den komplizierten Fällen überfordert. Dann kommen Gutachten ins Spiel. Alles zum Wohl der Kinder? Oder sind die Kinder dabei die eigentlichen Verlierer?

https://presseportal.zdf.de/pm/mein-traumurlaub-verliebt-verheiratet-verklagt/

http://wiso.zdf.de.

Ansprechpartner: Thomas Hagedorn, Telefon: 06131 – 701-3802;
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Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/wiso

Mainz, 20. Juli 2017
ZDF Presse und Information
https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/mitteilung/wenn-familien-auseinanderbrechen-wiso-doku-im-zdf/
Tags: Doppelresidenz – Wechselmodell – alternierenden Obhut – Shared parenting – Gleichberechtigung Gleichstellung –

Billige Scheidung per Mausklick – Online Scheidung

Verliebt, verlobt, verheiratet – geschieden. Und zwar per Videokonferenz.

Online Scheidung

Christoph N. war nur zwei Jahre verheiratet, als er gemerkt hat, dass er nicht mehr glücklich ist. Die Ehe war vorbei, für ihn und für seine Frau. Trotzdem hat der 33-Jährige mehrere Monate gewartet, bis er sich endgültig zu einer Scheidung entschieden hat. Er wollte es anonym machen, auf viele Gespräche und hohe Kosten verzichten. Also hat er sich an das Online-Portal Scheidung.de gewandt, das im Zentrum von Düsseldorf sitzt.

Scheidung.de verspricht beim Aufrufen der Homepage ein schnelles Ende der Ehe. Interessenten könnten ein sogenanntes Scheidungspaket anfordern, sich telefonisch beraten lassen und innerhalb von nur zwei Minuten den Antrag abschicken, der die Ehe beenden soll. Bei einer traditionellen Scheidung ist das anders. Allein die Beratung und der Schriftverkehr am Anfang kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Im Verhältnis zu einer Online-Scheidung kann eine „normale“ sogar doppelt so lange dauern. Je länger es dauert, desto teurer wird es.

Bei Scheidung.de hingegen muss ein Interessent für die Erstauskunft und das Scheidungspaket nichts zahlen. Erst, wenn die Scheidung wirklich eingeleitet werden soll, entstehen Kosten. Im Durchschnitt sind das für beide Noch-Ehepartner 1500 Euro insgesamt. Auf der Homepage von Scheidung.de gibt es eine detaillierte Aufführung der Kosten; Prüfer und sein Team werben damit, die „Scheidung in allen Fällen so günstig und schnell wie möglich“ durchzuführen.

Gegründet wurde das Portal von Christopher Prüfer. Der 49-Jährige kommt gebürtig aus Krefeld und ist gelernter Jurist und Wirtschaftswissenschaftler. „Es gibt viele Menschen, die die Scheidung nicht so richtig verstehen.“ Das sei vor ein paar Jahren genauso gewesen wie heute. Grund dafür sei ein unverständliches Anwaltsdeutsch und die fehlende Aufklärung. „Ich wollte ein unabhängiges Portal machen, das Leuten, die sich in dieser schwierigen Situation befinden, diese erleichtert.“

Aus Erfahrung spricht Prüfer nicht. Er selbst ist erst seit 2010 zum ersten Mal verheiratet – und denkt nicht an Scheidung, wie er sagt.

Umso überraschter sei er gewesen, wie einfach es gewesen sei, sich scheiden zu lassen. Einmal war er in Prüfers Büro, weil er ein Dokument abgeben musste. „Ansonsten musste ich beim Gerichtstermin anwesend sein. Sonst überhaupt nicht.“ Die Anonymität sei ein Pluspunkt gewesen. Das habe ihm erspart, weitere Erklärungen abzugeben oder sich für die Scheidung gar zu rechtfertigen.

Online-Dating ist nichts besonderes mehr. Sich im Netz scheiden zu lassen, dagegen schon. Das Portal Scheidung.de wirbt mit Transparenz und Anonymität zu niedrigen Preisen.  Der Rechtsanwaltskammer passte das gar nicht.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/start-up-des-monats-scheidung-de-billige-scheidung-per-mausklick/11427700.html