Lidl hat Papamonat für Väter – Einzelfall in Österreich?

Bis zum heutigen Tag gibt es keinen Rechtsanspruch für den „Papamonat nach der Geburt“. Der österreichische Gewerkschafter und Politiker Alois Stöger, welcher seit dem 26. Jänner 2016 Arbeits- und Sozialminister Österreichs der SPÖ ist und die Familienministerin Sophie Karmasin ÖVP haben es bis zum heutigen Tag nicht zusammen gebracht einen Rechtsanspruch, für Arbeitnehmer bzw. Väter, zu verhandeln oder gesetzlich zu verankern.
PS: Danke an die Firma Lidl, ein großartiger Schritt der vaterlosen Gesellschaft in Österreich entgegen zu wirken.
😉

Kommentar
Admin Familie u. Familienrecht, am 17-05-2017:

Artikel:

Papa-Monat bei Lidl Österreich

Familienfreundlicher Arbeitgeber ermöglicht Familienzeit

Lidl Christian Schug

Lidl Christian Schug
Christian Schug, Vorsitzender der Geschäftsleitung Lidl Österreich

Lidl Österreich kümmert sich um seine Mitarbeiter. Dabei steht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Fokus.

Mit dem „Papa-Monat“ macht der „Beste Arbeitgeber Österreichs“ einen weiteren Schritt in die richtige Richtung.
Lidl Österreich kümmert sich um seine Mitarbeiter. Dabei steht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Fokus. Mit dem „Papa-Monat“ macht der „Beste Arbeitgeber Österreichs“ einen weiteren Schritt in die richtige Richtung.
Bereits im letzten Jahr hat sich Lidl Österreich dafür entschieden, am Audit „berufundfamilie“, einer Initiative des Familienministeriums, teilzunehmen. Darüber hinaus ist Lidl Österreich Teil des Netzwerks „Unternehmen für Familien“. Im Rahmen des Audits „berufundfamilie“ bietet das Unternehmen seit März 2017 als eines der ersten seinen Mitarbeitern auch die sogenannte „Familienzeit“ an. Mit diesem „Papa-Monat“ gibt es für die Mitarbeiter eine weitere Möglichkeit, Berufliches und Privatleben noch besser zu verbinden. „Wir wollen, dass sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei uns wohlfühlen. Denn nur, wer auch genug Zeit für Familie und Privatleben hat und Ausgleich findet, kann auch im Beruf sein Bestes geben“, bestätigt Christian Schug, Vorsitzender der Geschäftsleitung.
Was ist der Papa-Monat?
Die korrekte Bezeichnung dafür ist „Familienzeit“, auch dieser Begriff trifft es sehr gut: Frischgebackene Väter können sich eine berufliche Auszeit nehmen und bekommen so mehr Zeit für ihre Familie.
Wir stehen als Unternehmen voll hinter dieser Idee und wollen jedem Einzelnen diese Familienzeit ermöglichen“, erklärt Christian Putz, Leiter Personal bei Lidl Österreich.
Auch der Betriebsrat lobt die positive Entwicklung: „Die freiwillige Einführung des Papa-Monats macht Lidl Österreich zu einem noch familienfreundlicheren Arbeitgeber, der die Zukunft der Arbeit fair gestaltet.
Eben ein echter ‚Great Place to Work‘“, so Michael Wörthner, Betriebsratsvorsitzender bei Lidl Österreich.
Die Familienzeit kann innerhalb der ersten drei Monate nach der Geburt des Kindes in Anspruch genommen werden und zwischen 28 und 31 Tage dauern. Eine schöne Zeit also für alle Jungeltern, die man mit dem neuen Familienmitglied nutzen kann. Die berufliche Auszeit wird außerdem von der zuständigen GKK mit 22,60 Euro pro Tag unterstützt.
Das sagen die Mitarbeiter:
„Der Papa-Monat bietet mir die einzigartige Gelegenheit, die ersten Lebenswochen unseres Babys voll mitzuerleben. Ich habe mit meinem Chef alles besprochen und mich mit meinem Team abgestimmt. Das war für alle Seiten sofort okay. Für mich ist dieses Angebot einmal mehr der Beweis dafür, dass Lidl ein super Arbeitgeber ist“, sagt Christoph Posawetz, Aus- und Weiterbildungsleiter und einer der ersten Papas, der das Angebot in Anspruch nimmt.
Lidl Österreich ist ein „Great Place to Work“
Dass Lidl Österreich ein sehr guter Arbeitgeber ist, wurde erst kürzlich wieder bestätigt: Das Salzburger Unternehmen wurde bereits zum vierten Mal in Folge vom unabhängigen „Great Place to Work“-Institute als einer der besten Arbeitgeber Österreichs ausgezeichnet. Erstmals schaffte es Lidl Österreich sogar an die Spitze in der Kategorie X-Large mit mehr als 500 Mitarbeitern und ist damit der „Beste Arbeitgeber Österreichs“ in dieser Kategorie. Das ist kein Zufall. Denn das Unternehmen kümmert sich ganz bewusst und intensiv um seine Mitarbeiter. Erst Anfang März wurde beispielsweise der Mindestlohn erneut angehoben. Die Mitarbeiter erhalten damit seit 1. März 10,50 Euro pro Stunde in Gehaltsgebiet A und 11,50 Euro in Gehaltsgebiet B (Salzburg und Vorarlberg). Umgelegt auf eine monatliche Arbeitszeit von 167 Stunden bedeutet das statt 1.546 Euro laut Kollektivvertrag ein Gehalt von mindestens 1.754 Euro bzw. 1.921 Euro im Monat. Das ist eine Überzahlung von bis zu 25 Prozent gegenüber dem Kollektivvertrag.

Bildtext
(Abdruck für Pressezwecke honorarfrei, Fotonachweis: Lidl Österreich):
Bild 1:
Christian Schug, Vorsitzender der Geschäftsleitung Lidl Österreich
Bild 2: Christian Putz, Leiter Personal Lidl Österreich
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Lidl Österreich steht für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und beschäftigt mehr als 4.800 Mitarbeiter. Der heimische Lebensmittelhändler mit Sitz in Salzburg betreibt mittlerweile drei Logistikzentren und über 200 Filialen in ganz Österreich. 2017 wurde das Unternehmen zum 4. Mal in Folge als einer der besten Arbeitgeber Österreichs ausgezeichnet, und 2016 erstmals auch „Händler des Jahres“ in der Kategorie Diskont. Das vielfältige Sortiment bietet eine Auswahl von 1.500 verschiedenen Artikeln – rund ein Drittel davon aus Österreich. Ein durchdachtes Logistikkonzept ermöglicht neben echter Frische ein Angebot von jährlich rund 5.000 zusätzlichen Aktionsartikeln, das auch internationale Spezialitäten aus ganz Europa umfasst.
Lidl Österreich ist sich seiner Verantwortung für Mensch und Umwelt bewusst. Unter dem Titel „Auf dem Weg nach morgen“ übernehmen wir in unserem täglichen Handeln ökonomische, soziale und ökologische Verantwortung. Wir stehen für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei verstehen wir unter „Leistung“ nicht nur Menge, Qualität und Einkaufsatmosphäre. Wir zählen dazu heute auch die Verantwortung, die wir als Unternehmen für alle Anspruchsgruppen entlang der Wertschöpfungskette übernehmen.
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Downloads

Lidl Christian Schug
Christian Schug, Vorsitzender der Geschäftsleitung Lidl Österreich

Lidl Christian Putz
Christian Putz. Leiter Personal Lidl Österreich
05.04.2017
https://presse.lidl.at/News_Print.aspx?id=46908
Tags: Familienzeit – Väterkarenz – Papamonat – Geburt – familienfreundlich – Arbeitgeber – Gesetze Österreich – Vaterschaft –

Flexibleres Kindergeld-System und mehr Anreize für Väter, in Karenz zu gehen

Mehr Geld für längere Väter-Karenz.
Kindergeld-Reform: Wenn sich Väter und Mütter die Baby-Zeit in etwa gleich aufteilen, winkt künftig ein finanzieller Bonus.


Ein flexibleres Kindergeld-System und mehr Anreize für Väter, in Karenz zu gehen – das wünschen sich Eltern u. a. laut einer Studie, die im Auftrag des Familienministeriums durchgeführt wurde (siehe Grafik). Die Regierung will – zumindest einen Teil der Forderungen – im Zuge der Reform des Kinderbetreuungsgeldes umsetzen. Im Herbst sollen die Verhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP abgeschlossen werden. Mitte 2016 soll das sogenannte Kindergeld-Konto realisiert werden. Der KURIER skizziert schon jetzt, wie es ausgestaltet sein wird.

Familienministerin Sophie Karmasin umschreibt das zentrale Ziel der Kindergeld-Reform im KURIER-Gespräch so: „Wir wollen eine individuellere Wahlmöglichkeit schaffen, und die Väter-Beteiligung muss durch das neue Kindergeld-Konto gestärkt werden.“

Kindergeld-Konto

Vorweg: Das einkommensabhängige Kindergeld bleibt erhalten. Die vier anderen Fix-Varianten wird es aber nicht mehr geben (siehe Grafik). Stattdessen ist ein Gesamtbetrag auf einem Kindergeld-Konto vorgesehen. Wie hoch dieser sein wird, steht noch nicht fest. Karmasin spricht von einem „mittleren Wert“.

Derzeit bekommen Eltern in Summe zwischen 13.800 und 15.700 Euro – je nach Kindergeld-Variante, wenn auch die Väter in Karenz gehen. Man kann also bei einem „mittleren Wert davon ausgehen, dass rund 14.000 Euro auf dem Konto stehen werden. Mehr Mittel als derzeit wird es jedenfalls nicht geben, das hat Karmasin schon zu Beginn der Verhandlungen kundgetan.

Das Geld vom Kindergeld-Konto kann künftig zwischen 12 und 36 Monaten nach der Geburt des Kindes in Anspruch genommen werden. Je kürzer die Eltern daheim bleiben, desto höher wird der monatliche Betrag sein; je länger, desto niedriger. Aber: Damit die Eltern das Kindergeld zur Gänze lukrieren können, müssen Väter „20 bis maximal 25 Prozent“ (Karmasin) der Karenzzeit übernehmen. Derzeit sind es im Schnitt 17 Prozent. Die SPÖ plädiert für 33 Prozent. Das lehnt die ÖVP-Ministerin ab.

 

Wechselmöglichkeit

Entscheidet man sich derzeit für eine der fünf Kindergeld-Varianten, hat man nur zwei Wochen Zeit, das zu ändern. Das heißt, wenn man beispielsweise kürzer daheimbleiben möchte, als ursprünglich geplant, weil man früher als erwartet einen Kinderbetreuungsplatz bekommt, fällt man um Geld um. „Künftig wird es innerhalb des ersten Jahres möglich sein, zumindest einmal zu wechseln„, kündigt Karmasin an. Der Restbetrag auf dem Kindergeld-Konto wird einfach auf weniger oder mehr Monate als geplant, aufgeteilt.

Bonus für Väter-Karenz

Um mehr Männer länger in Karenz zu bringen, soll es einen „Partnerschaftsbonus“ geben. Derzeit bleiben die Väter meist nur zwei oder drei Monate beim Nachwuchs. Wenn Mutter und Vater in etwa gleich lang zu Hause bleiben, sollen sie künftig dafür finanziell belohnt werden – mit einem „relevanten Geldbetrag“, sagt Karmasin. Wie hoch dieser sein wird, stehe noch nicht fest.

Papa-Monat

Ob künftig alle Väter nach der Geburt eines Kindes vier Wochen daheim bei ihrer Familie bleiben dürfen, wie es bei den Beamten der Fall ist, ist offen. Das werde zwischen Sozialminister Hundstorfer und Wirtschaftsminister Mitterlehner verhandelt, sagt Karmasin.

Unternehmen motivieren

In vielen Betrieben ist es noch nicht gern gesehen, wenn Väter in Karenz gehen. In der Umfrage des Familienministeriums sagten nur 25 Prozent der befragten Eltern, dass es in ihren Firmen unterstützt werde, wenn Väter einige Zeit beim Nachwuchs bleiben. Karmasin möchte daher Unternehmen stärker vermitteln, dass nicht nur die Männer davon profitieren. Karenz-Väter kämen oft „mit neuen Kompetenzen“ zurück in den Job: „Sie sind zufriedener, teamfähiger – und stressresistenter“.

Infos für Väter-Karenz

Mit dem Mutter-Kind-Pass sollen Eltern künftig auch eine Broschüre „mit ausführlichen Informationen zur Väter-Karenz erhalten“, kündigt die Familienministerin an.

 

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