Vater in Österreich und die feministische Justiz im Familienrecht

Vater in Österreich 5-6-2017
Vater in Österreich 5-6-2017 – Väter ohne Rechte

Pete*     11 Std.

Meine Erfahrungen mit dem Österreichischen „Justiz“:

1. KM ist Österreicherin(Wienerin). Ich wohne in Wien. Neuen Partner von KM wohnt in München. Beim ObsorgeAntrag habe ich gesagt ich habe Angst dass die KM meine Töchter mit nach München nimmt.

Richterin: ist wirklich kein ein Problem wenn die KM das machen würde. Wenn es Nigeria oder ähnliches wäre dann vielleicht schon. Ich: aber dass sind meine Töchter? Richterin: ist mal so.

2. Richterin: Sie brauchen doppelresidenz bei mir nicht beantragen (Mai 2015). Das stimme ich nie zu. Befangenheit? Ja bringt sicher was. Beschwer dich wegen ein Richter beim nächsten Richter…. viel Glück!

3. Richterin habe meine Schriftsätze nicht gelesen. Sie waren zu umfassend. Eigentlich habe ich nur detailliert beschreiben wollen was die KM alles getan hat um eine schlechte Stimmung zu machen. Schlechte Stimmung, schlechte Kommunikation = keine gemeinsame obsorge. Rein Strategie seitens des KMs. Entweder hat die Richterin keine Ahnung von was sie tun oder es interessiert ihr ein scheiß! Hätte die Richterin meine Schriftsätze gelesen, und der Empfehlung seitens des familiengerichtshilfe (gemeinsame obsorge) ernst gekommen sowohl als auch dieser Feststellung seitens des familiengerichtshilfe anerkannt „KM ist der KV gegenüber sehr ablehnend“ wäre vielleicht ein anderes Ergebnis rausgekommen. Aber nein, bis zu OGH meinen alle dass alles so passt.

Und die KM? Genießt es dass ihr Strategie funktioniert hat. Weil mit dieser beschießendes System werden Friedlichkeit bestraft aber strittigkeit belohnt. Wenn man eine Mutter ist!

4. Richterin: wenn Sie diesen Besuchsrecht nicht zustimmen sehe ich sehr schwarzen Wolken über der gemeinsamen obsorge. Ich: ok, ich stimme zu. Beschluss: keine gemeinsame obsorge. Ich: toll, Danke!

5. übrigens sehr toll wenn irgendein wanna-be superhero Polizist dich anruft während der Arbeitszeit und dir mit tiefen Stimme sagt: sie wissen ja genau um was es geht Herr. Die KM hat alles erzählt. Sie sind ja gewalttätig! Kommen Sie deswegen zu einem gewaltpräventiven Gespräch bei uns. Ich: vielen Dank für den netten halb drohenden Ton Herr Polizist, aber gratuliere, Sie sind gerade Instrumentalisiert von seitens des KM. Vielleicht sollten Sie mal das überlegen bevor Sie Leute während der Arbeitszeit störe. Vielen Dank dass sie unkritisch dazu beigetragen haben dass mein Stresslevel noch schlimmer worden ist!

6. wieso hat der familiengerichtshilfe nur mich in meinem Wohnung besucht (kindesgerecht eingerichtet) aber nicht die KM? Diskrimination? Was hätte der Familiengerichtshilfe doch gesagt wenn meine Töchter bei mir nur auf eine Matratze aufs Boden schlafen würden (so wie seit 1,5 Jahren der Fall bei dem KM ist?).

7. habe ein Antrag gestellt dass ich, an diejenigen Tagen wo ich meine Töchter betreue, selber eventuellen frühere Abholzeiten direkt mit KiGa/Schule kläre. Abgelehnt. KM ist flexibel und friedlich. Ich: ok, wieso dürfen die Kinder dann NICHT früher abgeholt werden jedesmal wenn meine Vater mit 81(!) Jahren aus Dänemark hierher gereist ist um seinen Enkelkindern zu sehen ??? Er sieht die Kinder vielleicht zweimal im Jahr (wie lange noch) und dann kann die KM es nicht erlauben dass Opa/Enkelkinder 3-4 Stunden mehr haben am einen Tag. Und das sogenannte „Justiz“ in Österreich unterstützt diesem schweineri!

8. und wenn man sich aufregt wegen diesem „Zustände“. Richterin: „alleiniges obsorge beim KM war wirklich die richtige Entscheidung“……. Leute, wir reden 2017…. was zum teufel ist los hier in Österreich?? Ganz normale Väter werden demütigt, es zermürbt, man(n) gibt auf, hochstrittige Mütter werden belohnt… was hat dass je mit Kindeswohl zu tun gehabt???…. es zerstört viel mehr als es unterstützt…. Loyalitätskonflikt unvermeidbar!!

Gefällt mirWeitere Reaktionen anzeigen
KommentierenTeilen
>Väter ohne Rechte Öffentliche Gruppe
Tags: Vaterlose Gesellschaft – Justizopfer – Doppelresidenz – feministische Justiz – Scheidung – Trennung – Obsorge – Familienrecht

Wochenbettdepressionen bei Väter! – Vater-Baby-Entfremdung gibt es sowas?

WochenbettdepressionenWenn der Vater keine Nähe spürt

Viel Körper- und Hautkontakt kann dem Vater dabei helfen, eine Beziehung zu seinem Baby aufzubauen. Foto: Simon Dannhauer – Fotolia
Viel Körper- und Hautkontakt kann dem Vater dabei helfen, eine Beziehung zu seinem Baby aufzubauen.
Foto: Simon Dannhauer – Fotolia

Angst vor der Verantwortung, Stress im Beruf oder in der Beziehung: Dass Väter sich von ihrem Baby entfremdet fühlen, kann viele Gründe haben. Doch nur die wenigsten sprechen darüber.

Stuttgart – In einem beigen Wickeltuch trägt Fletcher seine Tochter Willow vor sich. Das Baby schläft – ein seltener Zustand, wie er seinem besten, kinderlosen, Freund Josh erklärt, der vor ihm auf dem Sofa sitzt: „Du wachst auf, wenn es Zeit für Willows Zwei-Uhr-Mahlzeit ist. Und wenn es Zeit für ihre Fünf-Uhr-Mahlzeit ist. Und jedes weitere Mal, wenn sie aufwacht.“

Im Nachhinein, sagt er, hätten ihm neun Monate Schwangerschaft als Erfahrung eigentlich gereicht. Seine Weltsicht habe sich durch seine Tochter nicht verändert: „Ich liebe mein Baby. Die wichtigste Person in meinem Leben bin aber noch immer ich.“ Und: „Um ehrlich zu sein, fällt es mir ein bisschen schwer, eine Beziehung zu einem Neugeborenen aufzubauen.“

Die Szene mit Adam Horovitz (Fletcher) und Ben Stiller (Josh) ist nur eine Randnotiz in Noah Bachbaums Tragikomödie „Gefühlt Mitte 20“ (Originaltitel: „While We’re Young“). Und doch bringt sie ein Thema zur Sprache, das bis heute in der öffentlichen Wahrnehmung nicht wirklich angekommen ist: Dass es einigen Vätern – gerade in den ersten Lebensmonaten ihres Kindes – schwerfällt, eine emotionale Bindung zu ihrem Nachwuchs aufzubauen.

Viele Väter trauen sich nicht, ihr Problem anzusprechen

Die Münchner Psychotherapeutin Heike Melzer schätzt, dass zwischen drei und fünf Prozent der Väter betroffen sind – valide wissenschaftliche Zahlen gebe es aufgrund der hohen Dunkelziffer nicht. Viele Väter, meint Melzer, würden sich nicht trauen, ihr Problem anzusprechen. „Es entspricht nicht dem gesellschaftlichen Rollenbild, dass Männer zu Säuglingen schon eine sehr gute und enge Bindung haben“, sagt sie. Vielmehr werde erwartet, dass die Mutter in der ersten Zeit die Hauptbezugsperson des Kindes sei. „Die Erwartungshaltung an Männer ist eine andere“, so die Psychotherapeutin. Daher falle es oft gar nicht so sehr auf, dass einige Väter große Schwierigkeiten haben.

Aus Rücksicht auf seine Partnerin äußerte Markus P. seine Ängste in einem anonymen Elternforum im Internt, statt sie direkt mit ihr zu besprechen. Seine Tochter sei eineinhalb Wochen alt, schreibt der Endzwanziger, und eigentlich sei alles in Ordnung – „aber irgendwie kann ich keine Beziehung zu der kleinen Maus aufbauen und ich weiß nicht, warum.“ Er sei mit den Nerven am Ende, weil er Angst habe, „dass sich dieses Gefühl nicht einstellt und ich mit der Kleinen einfach nicht warm werde.“ Obwohl Markus P. unter der Situation leidet, traut er sich nicht, seiner Lebensgefährtin davon zu erzählen: „Sie hat als frischgebackene Mutter schon genug Stress und soll sich nicht noch einen Kopf um meine Probleme machen.“

Was ihm, wie vielen anderen Vätern, wohl nicht bewusst ist: Wochenbettdepressionen kommen nicht nur bei 10 bis 15 Prozent der Mütter vor. Sondern – wenn auch weniger häufig – genauso bei den Vätern. Studien aus den USA und Australien zeigen, dass etwa jeder zehnte Vater in dem ersten Lebensjahr seines Kindes eine psychische Krise erlebt.

Während manche Männer sich selbst und ihre Gefühle in den ersten Monaten nach der Geburt zu stark in den Hintergrund stellen, fällt es anderen im Vergleich zu Frauen noch immer schwerer, über diese zu sprechen. „Statt sich aktiv mit ihnen auseinanderzusetzen, kanalisieren sie die Entfremdungsgefühle eher in Stolz auf das Neugeborene, in Arbeit oder in Sport“, sagt Heike Melzer.

Von Melanie Maier 14. Januar 2017 – 06:00 Uhr
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.wochenbettdepressionen-wenn-der-vater-keine-naehe-spuert.1db2e974-dae9-4888-a057-8222dad1060a.html

«Das nennt man Eltern-Kind-Entfremdungssyndrom»

«Der Kampf für die Jungs hat sich gelohnt»

Weil er sich von den Behörden übergangen und als Vater diskriminiert fühlte, wandte sich ein geschiedener Vater vor 20 Jahren an den «Landboten».
Das Sorgerecht für seine beiden Söhne, das ihm damals verwehrt wurde, erhielt er später doch noch. Rückblick auf eine Lebens- und Leidensgeschichte.

 

Vor zwanzig Jahren entschied ein Gericht, das Sorgerecht seiner Ex-Frau zu übertragen. Von da an durfte Manuel Rossi* seine Söhne, die damals 7 und 8 Jahre alt waren, nur noch an zwei Wochenenden im Monat sehen, von Samstag 14 Uhr bis Sonntag 20 Uhr. Für Rossi war das viel zu wenig, er kämpfte und argumentierte, aber vergeblich. Rossi fühlte sich weder vom Richter noch vom Erziehungsbeistand verstanden, und als Vater nicht respektiert. Ende Dezember 1996 erzählte Rossi sein Schicksal im «Landboten». Er wolle nicht nur ‹Zahlvater› sein, sagte er damals. «Wenn ich da gewusst hätte, wie glücklich ich jetzt bin – ich hätte es nicht geglaubt», sagt er heute.

Hörstürze und ein Herzinfarkt

Aber von vorne: 1996 verliert der damals 52-jährige Vater mit der Scheidung das Sorgerecht für seine zwei Söhne. Und das, obwohl seine Ex-Frau alkoholabhängig war. Unter den zwei Wochenenden im Monat, die er seine Kinder sieht, leidet die Beziehung, er hat Angst, seine Kinder zu verlieren. Die zwei Buben wollen nicht ans Telefon, wenn er anruft. Nach einem Wochenende bei ihm, wollen sie aber auch seine Hand nicht wieder loslassen. «Das nennt man Eltern-Kind-Entfremdungssyndrom», sagt Rossi. Das habe er herausgefunden, als er nach Erklärungen für das Verhalten seiner Kinder suchte. Weil Kinder nach der Trennung ihrer Eltern Boden unter den Füssen brauchten, wiesen sie einen Elternteil von sich, umreisst Rossi das Verhalten. «Mich hat die Situation damals zerrissen», sagt er. Zu seinem Kummer, die Kinder öfter sehen zu dürfen, kamen die immer häufigeren spontanen Besuche des jüngeren Sohnes. «Er hat regelmässig vor der Schule bei mir geklingelt, weil er kein Frühstück gekriegt hatte und jemanden brauchte, der ihm zuhört», sagt Rossi. Der Stress und die Sorgen wirkten sich auf seine Gesundheit aus. Er hatte mehrere Gehörstürze und dann einen schweren Herzinfarkt.

Mit Hungern Gehör verschafft

«Als ich im Spital lag, sagte ich mir: Das reicht.» Er esse erst wieder, wenn der Erziehungsbeistand ihn für ein Gespräch besuche, sagte Rossi. Tatsächlich kam dieser im Spital vorbei. Er hörte sich Rossis Version an, las die Tagebucheinträge, die der Vater seit Jahren führte. «Da hat er zum ersten Mal die Aussagen meiner Ex-Frau, die Kinder wollten mich gar nicht sehen, angezweifelt.» Kurz nachdem Rossi aus dem Spital entlassen wurde, seien die Söhne mit ihren Rucksäcken vor seiner Tür gestanden: «Wir ziehen zu dir», hätten sie gesagt. Rossi wollte, dass die zwei das auch dem Richter mitteilten. Die Buben, damals 12 und 13 Jahre alt, erklärten also in einem Brief, dass sie beim Vater wohnen wollten. «Doch das reichte nicht», erzählt Rossi. «Der Richter misstraute mir erneut. Er dachte, ich manipuliere die Buben.» Dann wurde das Sorgerechtsverfahren aber neu aufgerollt. Rossi verlangte das gemeinsame Sorgerecht. «Weil die Mutter aber derart die Fassung verlor und sagte, ich sei ein Spinner, sprach der Richter am Ende mir das Sorgerecht zu», sagt er und schiebt nach: «Meiner Ex-Frau werfe ich nichts vor; sie ist krank.» Das war 2004. Rossi suchte für den älteren Sohn eine Lehrstelle. «Er hatte Pech mit den Lehrern und landete in der Sek B.» Heute habe er eine gute Position bei der SBB, er sei stolz auf seinen Sohn.

«Zwei Buben, denen es so gut geht – das ist mehr als zwei Sechser im Lotto»Manuel Rossi*

Der jüngere Sohn hat vor Kurzem mit einem Doktorat begonnen. Als er den positiven Bescheid von der ETH Zürich erhielt, weilte der Sohn in Kopenhagen in den Ferien. Rossi stieg, als er davon erfuhr, in seinen Cinquecento fuhr schnurstracks in die dänische Hauptstadt, um ihm zu zeigen, wie stolz er auf ihn ist. «Zwei Buben, denen es so gut geht – das ist mehr als zwei Sechser im Lotto», sagt er heute. Aber der Kampf ums Sorgerecht habe bleibende Spuren hinterlassen. Er sei depressiv gewesen und habe sich zweimal selbst in eine Klinik eingewiesen. Vor drei Jahren sei er zusammengebrochen. «Ein halbes Jahr vor meiner Pensionierung wurde ich ein IV-Fall.» Nun fühle er sich gut. Antidepressiva nehme er keine mehr. Der 69-Jährige hat Winterthur vor Kurzem verlassen, die Stadt verknüpft er mit viel Negativem, vor allem die Vormundschaftsbehörde und das Gericht. «Ich will, dass kein Kind und kein Vater dasselbe erleben muss, wie ich.»

*Name geändert. (Landbote)

(Erstellt: 22.08.2016, 17:47 Uhr)
http://www.landbote.ch/front/der-kampf-fuer-die-jungs-hat-sich-gelohnt/story/25674741

Anspannungsgrundsatz ist ein absoluter Killer, . . .

. . . ein Burn Out Katalysator und widerspricht in meinen Augen den Menschenrechten.

Offener Brief an Sophie Karmasin am 30-08-2016 !

1aa_BM_SK

Liebe Frau Bundesminister Karmasin!

Wir hatten die letzten Jahre einen höflichen und respektvollen Informationsaustausch und daher möchte ich mich auch höflich und respektvoll von Ihnen verabschieden, bevor ich Österreich den Rücken kehre und auswandere – etwas, das ich niemals für möglich gehalten hätte.

Das, was für Trennungskinder und ihre Väter (noch) nicht funktioniert, ist leicht zu kritisieren, und oftmals vergisst man dabei die Anstrengungen, die Sie in so vielen Bereichen unternommen haben. Daher möchte ich Ihnen nun so detailliert wie möglich beschreiben, was in meinem Fall vermutlich anders gelaufen wäre, wäre die EU-Resolution 2079 zur Doppelresidenz umgesetzt. Wie gesagt, mein persönlicher Fall, aber man kennt es ja aus den anderen Staaten mit Doppelresidenz, dass dies Konflikte vermeidet und beiden Elternteilen eine gerechte Elternschaft ermöglicht – die entsprechenden Trennungskinder um 30% gesünder aufwachsen, Mütter aufgrund nicht fehlender Pensionsjahre nicht in der Altersarmut enden und Väter voll integriert im Leben der Kinder erhalten bleiben. Was könnte die Doppelresidenz anhand meines Beispiels also in Zukunft verändern bzw. verhindern?

Es beginnt damit, dass ein unbeschwertes und sorgloses Fremdgehen der Kindesmutter nicht automatisch mit einem „Lotto-Sechser“ endet, wenn der Kindesvater trotz aller Bemühungen und Liebe von seiner Seite ständigen Fehltritten der Partnerin nicht mehr gewachsen ist. Wäre klar, dass es nach dem Zerbrechen der Ehe nicht automatisch darauf hinausläuft, dass die Mutter „die Kinder behält“ und gleichzeitig finanziell voll versorgt wird, würden manche Frauen vielleicht schon im Ansatz verantwortungsbewusster handeln und Beziehungsprobleme bzw. Ihr Hingezogenfühlen zu fremden Männern offener aussprechen. Der erste Schritt, um Konflikte offen und ehrlich anzugehen. In der jetzigen Situation gibt es keinerlei Konsequenzen und Betrug wird „belohnt“. Man kann es ja mal probieren, denn zu verlieren hat „frau“ nichts – brutal ausgedrückt.

Wenn ich weiter gehe: endlose Konflikte vor Gericht um die Aufteilung der Betreuungszeiten würden vermieden werden, wenn bei Trennung feststeht, dass die Kinder das natürliche Recht auf beide Elternteile zu gleichen Teilen haben, und nur ein schwerwiegender Grund dies verhindert. Wenn man von 50/50 beginnt, die Betreuungszeiten zu diskutieren, ist es komplett anders, wie wenn der männliche Elternteil sich von 2 Betreuungstagen in 14 Tagen um jede weitere Stunde hochbetteln muss und sowieso keine Chance vor Gericht hat, wenn die Kindesmutter dies nicht wünscht.

Sollte man es – wie in meinem Fall – geschafft haben, eine nahezu gleichteilige Betreuung mit – von väterlicher Seite – notwendigen unendlich vielen finanziellen, zeitlichen und emotionalen Kompromissen vor Gericht ausverhandelt zu haben, kommt dann die arbeitsrechtliche und pflegschaftsrechtliche Komponente dazu, die Trennungsväter – ebenso wie in meinem Fall – langsam finanziell und psychisch zugrunde richtet.

Der Anpsannungsgrundsatz ist ein absoluter Killer, ein Burn Out Katalysator und widerspricht in meinen Augen den Menschenrechten. Trotz 42% Betreuungszeit und dem Abdecken so gut wie aller zusätzlicher Kosten, die den Kindern außerhalb meiner Betreuungszeit entstanden sind, kann sich das Pflegschaftsgericht über die 2/3 Judikatur hinwegsetzen und eine Alimentationsberechnung anstellen, bei der das errechnete Nettogehalt nahezu dem Bruttogehalt entspricht. Jahres-Bonuszahlungen werden herangezogen, auf die man als Arbeitnehmer gar keinen Rechtsanspruch hat, Sozialleistungen wie eine Mitgliedschaft im Fitnesscenter werden als Gehalt gerechnet, der Dienstwagen wird als Gehalt angesehen – und so endet man bei monatlichen Zahlungen, die unmöglich mit dem monatlichen Gehalt gedeckt werden können.

Denn was – ebenfalls wie in meinem Fall – das Pflegschaftsgericht nicht die Bohne interessiert, sind die Kosten, die mit einer 42%igen Betreuung verbunden sind – nämlich die gleichen Haushaltskosten für eine kindergerechte Wohnung, wie sie die Kindesmutter hat. Wenn man die anderen Aufwändungen für die Kinder deckt, weil die Kindesmutter die notwendigen Anschaffungen nicht von den Alimenten bezahlen will oder aufgrund ihres Lebensstils nicht bezahlen kann, wird man vom Gericht nur ausgelacht, warum man so dämlich sei, denn das ist dann wortwörtlich „mein Privatvergnügen“. Während die Kindesmutter Familienbeihilfe erhält, bekommt man als Vater abgesehen von einem lächerlichen Absetzbetrag bei der jährlichen Arbeitnehmerveranlagung rein gar nichts, ja sogar für den Meldezettel muss man im Gegensatz zur Kindesmutter zahlen.

Um einen weiteren Gedankenschritt zu machen: würde die Mutter aufgrund der Doppelresidenz auch in der Pflicht stehen, für ein ausreichendes Einkommen zu sorgen, wäre sie evt. nicht verleitet, mir nichts Dir nichts weitere Kinder zu zeugen und sich somit ihrer Unterhaltsmöglichkeiten gegenüber den bestehenden Kindern auf Jahre zu entziehen. Ich liebe meine Kinder und ihre Halbgeschwister, sie sind das Wundervollste auf der Welt und ich freue mich, dass es jedes dieser Kinder gibt. Aber ist es ok, all das auf dem Rücken der Väter auszutragen? Betreuungszeiten zu verhindern, um mehr Geld einzusacken? Und in meinem Fall reden wir von keiner Kindesmutter, die nicht die Möglichkeiten hätte – sie hat eine Top-Ausbildung mit potentiell hohem Gehalt. Das ganze bestehende System ist ein Gebilde, welches Väter bis auf den letzten Blutstropfen aussaugt.

Das alles dürfte nicht sein und sollte nicht sein. Das alles wäre komplett anders, wenn Kinder bei Trennung der Eltern das natürliche Recht auf gleiche Zeit bei beiden Eltern zu haben – und beide Eltern genau davon ausgehen.

Wo hat mich das Ganze hingeführt? Ich habe alles probiert. Der Kindesmutter alles geschenkt, um sie finanziell abzusichern, mir völlig fremdfinanziert eine kindergerechte Wohnung zugelegt, mit vollem Risiko und dem absoluten Bewusstsein, dass die Kindesmutter die Kinderbetreuung jederzeit auf einfachste Weise und mit voller Unterstützung der Gerichte abdrehen kann. Dazu kam es bei immer größer werdendem Geldhunger leider fast. Dank Familiengerichtshilfe ließ sich das Schlimmste verhindern. Aber dann das Pflegschaftsgericht, dass mir bei 16% weniger Betreuungszeit als die Kindesmutter volle 60% der Alimentationshöchstgrenze an den Kopf geknallt hat – EUR 920,- pro Monat – und mir das als tollen Kompromiss verkauft hat. Und gleichzeitig haben mehrere Gerichtsmitarbeiter angemerkt, dass, sollte ich mich aufgrund der Kinderbetreuung vor meinem jetzigen Vollzeit-Management-Job drücken und weniger arbeiten wollen, ich entsprechend der ausgerechneten Höchstsumme dennoch angespannt werde. Denn ich könnte das Geld ja theoretisch verdienen und die Kinderbetreuungszeit sei ja mein Wunsch.

Wozu führte nun die Kombination aus Vollzeitjob, dennoch permanentem Kontominus, um die Kosten der Kinder in meiner Betreuung, den Alimenten, und den Kosten außerhalb meiner Betreuung decken zu können? Zusammen mit dem unfassbaren Zeitdruck, der durch erzwungenen Vollzeitjob und die geliebte und gelebte Kinderbetreuung entstanden ist? Und dem absoluten Unverständnis des nicht mehr besonders geschätzten Gerichtes, welches mich als Vater nicht prioritär als liebenden Papa sieht, dessen Zeit mit den Kindern wesentlich wertvoller ist, als die Funktion eines auszuquetschenden Geldautomaten, der bis zum Umfallen arbeiten soll?

In meinem Fall: eine Lungenembolie, ein Burn Out, wo ich nicht mal mehr 5 gelesene Wörter in Kontext bringen konnte, ich gelallt habe, wie unter stärkstem Alkoholeinfluss, 3 Monaten Rekonvaleszenz, eine temporäre und überstandene Medikamentenabhängigkeit, um dem Stress vermeintlich widerstehen zu können und nach mehreren Suiziden in meinem Trennungsväter-Bekanntenkreis die Erkenntnis, dass dies nicht mein Ende werden darf – weder für mich, noch für meine Kinder.

Also, was bleibt mir übrig, wenn ich den Anforderungen des Gerichtes und somit dem Staat Österreich finanziell, körperlich und psychisch als Vater nicht entsprechen kann? Auswandern. Alles verkaufen, was ich habe, um meinen Kindern die Höchstsumme an Alimenten zusichern zu können und eine neue weit entfernte Existenz aufbauen. Mit niedrigeren Steuern, um die Alimente zahlen zu können, keinem Anspannungsgrundsatz, wo ich so arbeiten darf, wie ich es mir wünsche und mir auch Freude macht. Ich für meine Kinder bei jedem Besuch wieder ein glücklicher und nicht zu Tode gestresster Vater bin, den sie hoffentlich so oft wie möglich besuchen kommen. Und ja, eine Kindesmutter, die endlich so viel Kohle bekommt, wie sie immer wollte und weiterhin hauptsächlich auf Kosten der Väter ihrer Kinder leben wird.

Aus meiner Sicht würde die Verankerung der Doppelresidenz in unseren Gesetzen (Arbeitsrecht, Familienrecht, Pflegschaftsrecht) so gut wie alles verhindern, was mir widerfahren ist. Die anderen Staaten mit Doppelresidenz belegen dies ja signifikant. Kinder würden beide Elternteile behalten und Konflikte würden aufgrund der grundlegenden Fairness verhindert werden.

In diesem Sinne, liebe Frau Bundesminister Karmasin, ohne Groll und ohne Zorn wünsche ich Ihnen zum Abschied persönlich nur das Allerbeste und würde mir für die zukünftigen Generationen (also auch meine Kinder) wünschen, dass sie noch während Ihrer Amtszeit den ein oder anderen existentiellen Schritt in Richtung Doppelresidenz gehen.

Für mich ist der Kampf um Gerechtigkeit hier zu Ende und ich werde mich an keinen Diskussionen mehr beteiligen. Ich wünsche allen engagierten Menschen in der Diskussion um die Doppelresidenz Kraft, Anstand, gegenseitigen Respekt und den Willen, evidenzbasierte Daten anzuerkennen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, das Gegenüber zu verstehen und wann immer es geht aufeinander zuzugehen.

Alles Gute für Ihre Zukunft,
mit den besten Grüßen,
Ihr #Doppelresidenzpapa
#neverregrettingfatherhood

Gefällt mir    Kommentieren    Tags: Sophie Karmasin – Familienrecht- Menschenrechtsverletzung – psychische Gewalt – Kindesunterhalt – Alimente – Offener Brief

Neue Studie – So leiden Kinder, wenn ihre Väter sehr viel arbeiten

Neue Studie

So leiden Kinder, wenn ihre Väter sehr viel arbeiten

Väter, die ihre Kinder wegen des Jobs nur am Wochenende sehen, gibt’s auch heute noch viele. Eine neue Studien zeigt, wie sehr die Kinder darunter leiden.

Papa, wo bist du? Väter, die pendeln müssen, haben noch weniger Zeit für ihre Kinder

Papa, wo bist du?
Väter, die pendeln müssen, haben noch weniger Zeit für ihre Kinder

Foto: Klaus Tiedge/Getty Images

Mama kümmert sich um die Kinder. Papa arbeitet. Wenn es sein muss, auch sehr viel. Diese traditionelle Rollenaufteilung ist auch heute noch weit verbreitet. Die Mehrheit der Mütter arbeitet – wenn überhaupt – in Teilzeit, während Väter in der Regel immer noch in Vollzeit schuften.

Dass das für die Kinder (und die Eltern) nicht schön ist, liegt nahe. Aber kann es den Kindern auch schaden? Bislang ist die Haltung verbreitet, dass es den Kindern schon gut geht mit diesem Modell – Mama ist ja da.

Eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung kommt nun zu einem anderen Schluss. Die Soziologen Jianhong Li und Matthias Pollmann schauten sich dafür eine Bevölkerungsgruppe an, die besonders unter Stress und Zeitmangel leidet: Väter, die zur Arbeit pendeln, ihre Kinder also aufgrund langer Fahrzeiten noch seltener sehen.

Kinder von Pendlern haben mehr emotionale Probleme

Das Ergebnis der Studie ist eindeutig: Demnach haben Kinder, deren Väter täglich zur Arbeit pendeln (mit einer Entfernung von mehr als 40 Kilometern), öfter Probleme mit anderen gleichaltrigen Kindern. Sie sind auch häufiger hyperaktiv und leiden unter emotionalen Problemen.

Offenbar stiegt die Häufigkeit der Probleme mit zunehmender Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Bei Hin- und Rückwegen von je mehr als 60 Kilometern sei der Effekt am höchsten.

Auch wenn der Vater im Wochenrhythmus pendelt, also nur am Wochenende nach Hause kommt, hat das negative Auswirkungen auf die Kinder. Sie seien laut Studie häufiger traurig und hätten mehr Ängste als andere Kinder.

Stress wirkt sich auf die Beziehung aus

Und wie kommt es zu diesen negativen Folgen?

Als einen Grund nennen die Soziologen Zeitmangel. Wer zusätzlich zum Job lange Wege zurücklegen muss, kann noch weniger Zeit mit seinen Kindern verbringen. Es fehlt den Kindern also an väterlichem Einfluss, der erwiesenermaßen wichtig ist für eine gute soziale, emotionale und geistige Entwicklung.

Als weiteren Grund nennen die Soziologen den Stress, dem die Väter ausgesetzt sind. Wenn sie nach langem Arbeitstag und langer Fahrt nach Hause kommen, sind sie oft zu müde und ungeduldig, um sich mit ihren Kindern auseinanderzusetzen und zu spielen. Die Qualität der Beziehung leidet.

Auch an der Erziehung kann es hapern: Gestresste Eltern neigen laut Studien dazu, entweder sehr autoritär zu erziehen oder dem Kind sehr viel durchgehen zu lassen. Beide Extreme können laut den Soziologen dazu führen, dass es den Kindern sozial und emotional nicht so gut geht.

Dazu kommt: Wenn Papa so selten da ist, bleibt zuhause mehr an der Mama hängen. Die ist womöglich also auch noch gestresst.

Welche Auswirkungen es auf Kinder hat, wenn die Mutter sehr viel arbeitet, wurde von den Soziologen nicht erforscht. Offenbar sind diese Fälle noch zu selten. Aber wir vermuten mal, dass die Ergebnisse ähnlich ausfallen würden.

Die ganze Studie (auf Englisch) findet ihr hier.

 Artikel vom 24.05.2016

miro

http://mom.brigitte.de/schlau-werden/vaeter-viel-arbeiten-1278474/

Lieber arbeiten als Kinder hüten

Mütter haben weniger Stress und bleiben gesünder, wenn sie Vollzeit arbeiten.

© HOLTGREVEBesser so: Kinder haben und arbeiten

Wer kleine Kinder hat (oder Freunde mit kleinen Kindern), der kennt diese Diskussion, die Eltern stundenlang miteinander führen können: Wem geht es besser? Dem Elternteil, der tagsüber zu Hause ist und die Kinder betreut?

Oder dem Elternteil, der nach einer unruhigen Nacht arbeiten gehen muss und am besten trotzdem wieder pünktlich zu Hause sein soll, auch wenn die Arbeit gerade besonders drückt? Dieser Streit neigt sich gerade einer Entscheidung zu. Die wird den arbeitenden Elternteilen nicht immer gefallen. Und auch nicht allen Männern.

Alles begann mit der Soziologin Arlie Hochschild, die 1997 feststellte, dass sich Freizeit und Arbeit verwischten. Mehr noch: Manche Arbeitnehmer waren gar nicht böse, wenn sie ins Büro gehen und dem trubeligen Haushalt entfliehen konnten.

Dazu kam ein zweites, überraschendes Forschungsergebnis: Vor zwei Jahrenstellten die beiden amerikanischen Soziologinnen Adrianne French und Sarah Damaske fest, dass arbeitende Mütter nicht etwa vom vielen Stress krank werden. Sie untersuchten den Gesundheitszustand von 40-jährigen Müttern, die nach der Ankunft der Kinder Hausfrau geworden waren oder die weitergearbeitet hatten. Das überraschende Ergebnis: Am gesündesten waren die Mütter, die möglichst lange durchgearbeitet hatten. Teilzeit arbeitende Mütter waren etwas gesünder, und die Mütter, die mit der Arbeit ganz ausgesetzt hatten, bekamen die meisten Gesundheitsprobleme.

Ein Teil der Unterschiede ließ sich noch mit Effekten erklären, die mit der Arbeit wenig zu tun hatten. Natürlich waren es nicht immer die arbeitenden Frauen, die gesund blieben – sondern es waren auch die gesunden Frauen, die besonders oft arbeiteten. Ein anderer Teil der Unterschiede stammte daher, dass die Hausfrauen später nicht in den Beruf zurückfanden und darunter litten. Doch am Ende blieb eine Erkenntnis stehen: Die Doppelbelastung von Arbeit und Kindern machte die Mütter nicht etwa krank, sondern half ihnen, gesund zu bleiben – und zwar umso eher, je länger die Mütter arbeiteten.

Arbeit ist weniger aufreibend als Kinderbetreuung

Eine der Autorinnen von damals hat jetzt nachgelegt. An der Pennsylvania State University hat sich Sarah Damaske zwei Kollegen geschnappt und arbeitende Menschen, Männer und Frauen, sechsmal am Tag nach ihrer Stimmung gefragt: Fühlt ihr euch wohl? Habt ihr Stress? Die Probanden mussten sogar Speichel abgeben, der dann auf das Stresshormon Cortisol untersucht wurde.

Dabei lernten die Forscher eine Menge. Zum Beispiel: Hohe Einkommen werden häufig mit großem Stress erkauft. Wer viel verdiente, fand meistens die Arbeit anstrengender als die Zeit zu Hause. Wer dagegen mittelmäßig oder wenig verdiente, für den war die Zeit bei der Arbeit meistens die entspannteste Zeit des Tages. Das galt für die meisten Leute. Aber wie ist das mit den Kindern?

Nun weiß die Glücksforschung schon seit einiger Zeit: Kinderbetreuung macht keinen Spaß. Eltern sind zwar mit ihrem Leben sehr viel zufriedener, wenn sie Kinder haben – die Zeit aber, in der sie auf ihre Kinder aufpassen, ist oft nicht sehr vergnüglich. In mancher Umfrage landet die Kinderbetreuung in den Beliebtheitsnoten weit hinter der Arbeitszeit, nur knapp vor der Hausarbeit.

Doch kann das den Stress ausgleichen, dass sich arbeitende Eltern ständig zwischen den Anforderungen in der Arbeit und den Bedürfnissen ihrer Kinder zerreißen müssen? Dass sie immer wieder in Hektik geraten, damit sie ihr Kind rechtzeitig aus der Kita abholen können? Dass sie immer wieder Ersatzlösungen organisieren müssen, wenn ein Kind krank wird?

Offenbar ist die Arbeit trotz allem weniger aufreibend als die Zeit zu Hause. Soziologin Damaske hat dafür eine einfache Begründung. Egal wie stressig die Arbeit auch sein kann: Arbeitssorgen werden doch nie so existentiell wie die Probleme, die zu Hause warten können. Wenn im Beruf alles viel zu schlimm wird, kann man immer noch kündigen. Mit den Kindern ist das nicht so leicht. Dort sind die Sorgen größer, die Konsequenzen heftiger, und eine Kündigung gibt es nicht.

Vor allem die Mütter fühlen sich bei der Arbeit wohl

Dieser Umstand scheint vor allem die Mütter zu belasten. Denn sie sind es, die sich bei der Arbeit wohler fühlen als zu Hause. Die Männer sind bei der Arbeit ebenso glücklich wie die Frauen–aber sie genießen die Zeit zu Hause noch mehr.

Warum profitieren gerade die Mütter so von der Arbeit? Nehmen Frauen die häuslichen Sorgen ernster als Männer? Sind die Väter von ihrer Arbeit genervt, weil sie so oft gut bezahlte, aber eben stressige Arbeit machen? Oder zeigt sich hier, dass Frauen, die mit ihrem Arbeitsplatz nicht zufrieden sind, eher mal kündigen und zu Hause bleiben? Eine klare Antwort auf diese Fragen gibt es noch nicht.

Ungeklärt ist auch noch, ob all das auch in Deutschland gilt. Die Untersuchungen von Sarah Damaske stammen alle aus den Vereinigten Staaten. Katharina Spieß am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung weiß, dass arbeitende Mütter in Deutschland sich eher unter Zeitdruck fühlen als Mütter, die zu Hause bleiben– dass sich aber die grundsätzliche Lebenszufriedenheit von arbeitenden und nicht arbeitenden Müttern kaum unterscheidet.

Doch es gibt für Deutschland noch keine Untersuchungen, die den Stress-Effekt der Arbeit ebenso genau messen wie diese neue Studie aus Amerika.

Und wenn die nächsten Studien zu diesem Thema kommen, dann können die Forscher auch noch eine weitere seltsame Beobachtung aufklären: dass kinderlose Leute zu Hause noch mehr Stresshormone produzieren, als das die Eltern tun.

25.08.2014, 16:51 Uhr  ·  Von
http://blogs.faz.net/fazit/2014/08/25/lieber-arbeiten-als-kinder-hueten-4440/