Bevor man das Kind zum Vater gibt, kommt es ins Kinderheim?

KJHT Salzburg-Umgebung – KINDESABNAHME! . . .

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Artikel:
Kindsabnahme

„Frei wie ein
ganz normales Kind“

Kind mit Teddybär
Bild: iStockphoto.com/ideabug
Vor zwei Wochen wurde Samuel, 11, vom Salzburger Jugendamt aus der Schule geholt – trauriger Höhepunkt eines langen Sorgerechtsstreits. War das wirklich notwendig?

Fünfte Stunde, Biologieunterricht. 12. März 2018. Plötzlich erkennen die Kinder durch ein Fenster in der Klassenzimmertür, dass draußen zwei Polizisten warten. Ein Lehrer betritt den Raum: Samuel* muss mitkommen. Jetzt. Sofort. Keine Diskussionen. Ein Albtraum für den Elfjährigen ist plötzlich wahr geworden. Die Lehrerin leistet Widerstand: Aus ihrem Unterricht werde sicher niemand herausgeholt. Sie beendet die Stunde wie gewohnt. Aber die Uniformierten sind immer noch da. Samuel muss mit. Er weigert sich. Seine beiden besten Freunde versuchen, ihm zu helfen, werden aber aufgefordert, das Klassenzimmer zu verlassen. Samuel bleibt allein zurück. Seitdem haben sie ihn nicht mehr gesehen.

 

Zwei Wochen später ist der Schock bei den Schulfreunden immer noch nicht verwunden. „Dominik* spricht nicht viel darüber“, erzählt die Mutter eines der Buben. „Es hat ihm sehr zu schaffen gemacht, dass er seinem Freund helfen wollte und so machtlos war.“ Ob er sich schon auf die Osterferien freue, hat sie ihn kürzlich gefragt. Er antwortete: „Ohne den Samuel freue ich mich auf die Ferien auch nicht.“

 

Normalerweise hätten die Kinder die freien Tage damit verbracht, mit ihren Fahrrädern herumzufetzen, Modellautos zu bauen oder was man sonst so macht, wenn man fast zwölf Jahre alt ist. Aber normal ist in Samuels Leben schon lange nichts mehr. Es ist seit Jahren bestimmt von dem Sorgerechtsstreit seiner Eltern -und unverhältnismäßigen Interventionen des Jugendamts.

 

Es handelt sich dabei um keinen Einzelfall. Seitdem News vor zwei Wochen über zwei Schicksale in Wien berichtete, werden ständig neue Fälle an die Redaktion herangetragen. Oft sind die Eingriffe des Jugendamts sinnvoll und notwendig, wenn Gewalt im Spiel ist etwa. Es gibt aber auch Geschichten, die viele Fragen aufwerfen. Die von Samuel ist eine davon.

 

Wiederholt geschlagen

Nach der Trennung seiner Eltern 2011 lebten Samuel und seine jüngere Schwester Celine* zunächst unauffällig beim Vater, dann probeweise bei der Mutter und deren neuem Lebensgefährten. Schon bald nach dieser provisorischen Übersiedlung, so ist es in einem Bericht der Jugendwohlfahrt aus dem Jahr 2015 nachzulesen, habe der Vater darauf hingewiesen, dass es den Kindern dort nicht gut gehe. Samuel erzählte einer Mitarbeiterin des Jugendamts damals, dass er von der Mutter wiederholt geschlagen worden sei. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass „an eine Rückführung der Kinder in den Haushalt der Mutter nicht zu denken“ sei. Die Geschwister empfänden den Wohnort des Vaters, eine 5.000-Einwohner-Gemeinde unweit von Salzburg, als ihre Heimat. Da Samuel mit seinen damals neun Jahren sehr gut verstehe und seine Meinung sehr deutlich äußere, „muss diese auch berücksichtigt werden“. Seit Sommer 2016 hatte der Vater der Kinder die alleinige Obsorge inne. Doch die vorgesehenen Besuchskontakte zur Mutter gestalteten sich schwierig, kamen teilweise nicht zustande. Die Kinder wollten nicht, argumentiert der Vater.

 

Im März 2017 spitzte sich die Situation zu: Zunächst wurde dem Vater das Sorgerecht vorläufig entzogen und an den Kinder-und Jugendwohlfahrtsträger übertragen. Am Vormittag des 27. holten Mitarbeiter des Jugendamts Celine von der Volksschule ab und brachten sie zur Mutter. Am frühen Nachmittag begab sich Michael K. gemeinsam mit seinem Sohn zur zuständigen Polizeiinspektion, um die Lage zu klären. 15 Minuten später trafen zwei Mitarbeiterinnen der Jugendwohlfahrt Salzburg-Umgebung ein, um auch Samuel mitzunehmen. Der Kinderund Jugendhilfeträger sehe „eine massive Gefährdung des Kindeswohles durch vermutlich bewusst herbeigeführte Entfremdung der beiden Minderjährigen zur Kindesmutter“, heißt es in der Begründung.

 

Ponys und Feen

Zurück in die Gegenwart. In dem Haus, in dem Samuel und Celine bis vor einem Jahr mit ihrem Vater lebten, ist es sehr still. Kein Kreischen, kein Lachen, kein: „Papa, kann ich kurz rausgehen, spielen?“ Überall hängen Kinderfotos. Als Michael K. durch die Zimmer der Kinder führt, kommen ihm die Tränen. Er zeigt eine Schatzkiste mit Celines Lieblingssachen, ein Spiel, einen Ball, ein Büchlein. An der Wand pastellfarbene Ponys und Feen, die er selbst gemalt hat. Und ein kleiner Zettel, handgeschrieben: „Papa, du bist stark wie ein Bär und sehr nett.“ Celine hat ihr Kinderzimmer seit über einem Jahr nicht mehr betreten.

 

Samuel kam Anfang Juni 2017 zurück. Er riss aus und flüchtete zum Vater. Bis zum Schulschluss weigerte er sich, in die Schule zu gehen, aus Angst, gegen seinen Willen zur Mutter gebracht zu werden. Als im Herbst das neue Schuljahr startete, hatte er wieder genug Vertrauen gefasst.

 

Seitdem Michael K. um das Sorgerecht für seine Kinder kämpft, hat er akribisch alles gesammelt, Gutachten, Protokolle, Briefe seiner Kinder. Auch ein Dokument zum Thema „Kinderrechte“, das sein Sohn im August 2017 erstellt hat. Unter dem Stichwort „Recht auf Erholung“ schrieb Samuel damals: „Ich kann kein normales Leben führen, weil ich dauernd irgendwo hin zu Psychologen, Ärzten, Sachverständigen usw. muss und mich niiiiiieeeeeee erholen kann.“ Dabei habe er allen „klipp und klar gesagt, dass ich für immer beim Papa bleiben will. Ich bin elf Jahre alt und weiß genau, was ich will!“ Zu einem anderen Zeitpunkt sagte er: „Ich mag endlich frei von allen Terminen sein. Kein Kind ist schon so viel herumgefahren wie ich. Und immer wieder unfreiwillig, und immer wieder durch Zwingen. Ich will endlich frei sein. Frei wie ein Vogel, frei wie ein ganz normales Kind.“

 

Mehrere Anwälte haben Herrn K. schon durch seinen jahrelangen Rechtsstreit begleitet. Mit dem Wiener Anwalt Adrian Hollaender geht er nun bis zum OGH. Für Hollaender war „auf den ersten Blick ersichtlich, dass in den Akten vieles rein rechtlich nicht stimmig ist. Eigentlich muss sich das Jugendamt eine gesetzte Maßnahme acht Tage danach genehmigen lassen. Es gab aber keinen solchen Antrag. Demnach wäre der ursprüngliche Zustand wiederherzustellen. Das Kind blieb aber einfach bei der Mutter, was sehr ungewöhnlich ist.“ Die Jugendwohlfahrt Salzburg-Umgebung widerspricht dieser Darstellung. Die Obsorge für die betroffenen Kinder liege „eindeutig“ beim Kinder-und Jugendhilfeträger, heißt es. Zu Details des Falles K. wolle man sich „aufgrund der Sensibilität in diesem Bereich“ nicht äußern. Jede Aktivität der Behörde werde aber grundsätzlich „von den zuständigen Pflegschaftsgerichten überprüft und auch auf Verhältnismäßigkeit kontrolliert“.

 

Verhaftung

Die Einschätzung seiner Anwälte, wonach er immer noch die Obsorge für Celine habe, ließ Michael K. am 1. März dieses Jahres aktiv werden. Er schildert die Situation so: In Begleitung zweier Zeugen besuchte er das Mädchen bei der Mutter, um es zu fragen, ob es wieder zu ihm nach Hause kommen wolle. Celine wollte nicht, er zog unverrichteter Dinge wieder ab. Fast zwei Wochen später wurde Michael K. wegen „versuchter Kindesentziehung“ verhaftet. Am 12. März. Auf dem Weg zur Arbeit. Wenige Stunden bevor die Polizei vor Samuels Klassenzimmer stand.

 

K. wurde nach zwei Tagen aus der Haft entlassen. Samuel zunächst krank-,dann von der Schule abgemeldet. Was danach geschah, ist unklar: Befindet er sich seitdem bei der Mutter? Wurde er, wie sein Vater aufgrund der Datenauswertung eines Peilsenders vermutet, von ihr und deren Lebensgefährten zwischenzeitlich in die Kinder-und Jugendpsychiatrie gebracht? Die vielen offenen Fragen und die Sorge um das Wohl seiner Kinder lassen Michael K. keine Ruhe. Er will weiterkämpfen. Vor dem OGH und dem Familiengericht. Bei der Volksanwaltschaft wurde Beschwerde eingelegt, gegen den Lebensgefährten der Mutter Strafanzeige eingebracht. Samuel soll endlich ganz normal leben können.

von Anna Gasteiger

https://www.news.at/a/kindsabnahme-sorgerecht-streit-9775252

Kindesmisshandlung u. Folter im Kinderheim – Offener Brief

Horror am Hochrhrein – Kidnesmisshandlung und Folter durch die Behörden

Liebe Mitleser, hier sind die relevandten Mailadressen, so daß ihr den Beteiligten gerne sagen könnt, was ihr darüber denkt, daß dieses Video in drei Stunden von der Mutter der Mädchen entfernt werden musste. Ich bitte um Kopie an mich: info@zahnklinik-mill.de

Offener Brief an
marion.dammann@loerrach-landkreis.de
nicole.waldstett@loerrach-landkreis.de
alexander.lamy@loerrach-landkreis.de
elke.zimmermann-fiscella@loerrach-landkreis.de
gerhard.rasch@loerrach-landkreis.de
udo.wegen@loerrach-landkreis.de
Anke.schroeder@loerrach-landkreis.de
heike.hildebrandt-dreher@loerrach-landkreis.de
poststelle@stawaldshut-tiengen.justiz.bwl.de
poststelle@agbadsaeckingen.justiz.bwl.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach Ostern, meinem Geburtstag, Pfingsten und heute Tizians siebten Geburtstag ,an dem er keinen Kontakt zu seiner Familie hat, keine Geschenke bekommt, weil ich bis zuletzt annahm, daß Sie Menschen seien, kann ich jetzt nur feststellen, daß Ihre gesamte Familie (sofern Sie überhaupt wissen was das ist) sich in Grund und Boden schämen muß, solche Monster aus Ihnen gemacht zu haben. Offensichtlich bedeuten Ihnen hohe kirchliche Feiertage genausowenig wie Familienfeste!

Ich weiß seit 06.05.2015 nicht wo meine Kinder sind, weil Sie sie misshandeln ließen und deshalb nach meiner Strafanzeige verstecken und hoffen, daß Sie mich doch noch beerben können. Sie ließen meine Kinder mit 6 und 8 Jahren hungern, foltern, demütigen, einsperren, isolieren und vieles mehr! Das brauchen Sie auch alles!

Diesen Brief veröffentliche ich, in der Hoffnung, daß er Ihre Eltern und Ihre Kinder erreicht!

Sie gehören ALLE runter von Ihren Sesseln in eine geschlossene Erziehungsanstalt (die SIE für Alexander planen), sind sozio-emotional so etwas von gestört, daß man nicht fassen kann, daß Sie über Kinder entscheiden.

RÜCKTRITT FÜR DAMMANN und alle anderen raus den den „Sozialen Diensten“. Im Landratsamt gibt es noch Stellen, wo Sie nichts mit Kindern zu tun haben und nicht beamtet sind.

Ich denke z. B. an den Recyclinghof: Wie war das an die Presse: Ihnen kann keiner was! Polizei nicht und Presse auch nicht?

Wir werden sehen. Achten Sie auf auf alle Ihre Geburtstage für den Rest Ihrer Zeit und „feieren“ Sie diese „anständig“, falls Sie doch noch lernen sollten, was sich gehört.

Hochachtungsvoll

Jasna Sabljo-Mill

https://www.facebook.com/jasna.sabljo.mill/posts/934942596547585?pnref=story

Link zum Video:

Kinderheim – Video – HIER WIRD NICHT MEHR HEIMLICH MISSHANDELT

http://wp.me/p4RGV9-1fN

Tags: Hochrhrein -Jugendamt – Missbrauch mit dem Missbrauch – Kinderheim – Heimkinder – Internate

Heimkind hat zur Strafe zwei Tage nur Wasser und Brot bekommen – Eifel in Daleiden

Nach Misshandlungsvorwürfen gegen Jugendhilfe Eifel Familiengruppe Daleiden dicht

In der Einrichtung der Jugendhilfe Eifel in Daleiden werden keine Kinder mehr untergebracht. Das Landesjugendamt entzog dem Betreiber am Freitag die Betriebserlaubnis.

Kinderhand wird festgehalten

(Symbolbild)

Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt, weil Kinder mehrfach in unzulässiger Weise bestraft worden sein sollen. Aus Mitarbeiterkreisen hieß es gegenüber dem SWR, ein Junge sei in einem Fall über zwei Tage zur Strafe in einem unsanierten Teil der Einrichtung untergebracht worden. Er habe von der Gruppenleitung nur Wasser und Brot bekommen. Dieser Teil des Gebäudes soll „Der verbotene Gang“ genannt worden sein. Die für die Maßnahmen Verantwortlichen sollen vom Betreiber inzwischen die Kündigung bekommen haben. Alle Kinder wurden aus der Einrichtung herausgenommen.

Der Betreiber der Jugendhilfe Eifel kündigte am Samstag an, die Begründung für den Entzug der Betriebserlaubnis prüfen zu wollen. Man erhoffe sich eine zeitnahe und wahrheitsgemäße Klärung, teilte die Gesellschaft dem SWR mit.

Strafanzeige des Landesjugendamtes

Das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung hatte die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft mit einer Strafanzeige in Gang gesetzt. Es spricht von einem Verstoß gegen Kinderrechte in der Einrichtung in Daleiden (Kreis Bitburg-Prüm). Es gebe konkrete Anhaltspunkte, dass der Träger zu wenig und nicht ausreichend qualifiziertes Personal eingesetzt habe. Das Landesjugendamt ist nach Aussage seiner Leiterin jetzt dabei, Personalmeldungen auch für andere Einrichtungen des Trägers zu überprüfen.

30 Standorte

Der Jugendhilfe-Betreiber hat seit 2012 über 30 Standorte mit Jugendhilfe-Angeboten aufgebaut. Das Landesjugendamt sieht das kritisch: Die Leiterin sagte, ein schnelles Wachstum müsse immer mit besonderer Vorsicht betrachtet werden.

Geschäftsmodell Kind?

Insider der Branche berichten, dass Jugendämter mehrere Tausend Euro pro Kind im Monat zahlten. Hier gebe es schon Möglichkeiten, davon etwas zurückzubehalten, etwa, indem man Einrichtungen überbelege. Oder weniger Personal oder geringer qualifiziertes Personal einstelle als vorgesehen. Ob im Falle der Jugendhilfe Eifel solche Absichten eine Rolle spielten, müssen die Ermittlungen zeigen.

Stand: 23.5.2015, 11.39 Uhr
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/trier/nach-misshandlungsvorwuerfen-gegen-jugendhilfe-eifel-familiengruppe-daleiden-dicht/-/id=1672/did=15552208/nid=1672/1cczv2a/

Tags: Missbrauch mit dem Missbrauch – Jugendaendamt – Erzieher – Sozialarbeiter – Freier Träger

Tod des kleinen Alessio – Uniklinik Freiburg stellte damals Strafanzeige

Zwei Mal war der dreijährige Alessio auf der Kinderstation der Freiburger Uniklinik in Behandlung.

Dabei wurde festgestellt, dass der Junge aus Titisee-Neustadt misshandelt wurde.
Die Klinik erstattete Anzeige. Doch die verlief offenbar im Sande.
Freiburg – Nach dem Prügeltod des dreijährigen Alessio im Schwarzwald sieht das Uniklinikum Freiburg die Verantwortung beim Jugendamt.
Der Junge sei in den Sommern 2013 und 2014 wegen des Verdachts der Kindesmisshandlung stationär in Behandlung gewesen. 2014 sei ein „klares Warnsignal“ gegeben worden, sagte die Chefin der Freiburger Kinderklinik, Charlotte Niemeyer, am Mittwoch.
Die Klinik habe das Jugendamt informiert, Strafanzeige gestellt und die Behörden davor gewarnt, das Kind zurück in die Familie zu schicken.
Warum der Junge trotz Warnungen gestorben ist, sei nun eine Frage, die das Jugendamt beantworten müsse, sagte die Ärztliche Direktorin der Kinder- und Jugendmedizin, Ute Spiekerkötter.

Mit der Weitergabe des Patienten an den Jugendschutz endet den Angaben zufolge der Zuständigkeitsbereich der Klinik. „Deshalb ist jetzt die Aufgabe zu recherchieren: Wie arbeiten wir zusammen, damit für uns eindeutige Fälle nicht so enden?“, sagte Spiekerkötter. „Irgendwas muss schiefgelaufen sein, an irgendeiner Stelle, sonst wäre der Junge nicht verstorben.

Die Behörden weisen weiterhin jeden Vorwurf zurück. Es sei immer eine Abwägung: „Braucht das Kind jetzt Schutz oder die Familie Unterstützung, um den Erziehungsauftrag durchzuführen“, sagte die Sozialdezernentin des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald, Eva-Maria Münzer, am Mittwoch. Die Tat sei nicht abzusehen gewesen, die Eltern hätten kooperiert. Es habe „noch nie einen solchen Fall“ gegeben – und das bei mehr als 200 Kindeswohlgefährdungen pro Jahr, so Münzer.

Der Fall des Jungen ist besonders schwerwiegend

Der Fall des Jungen sei besonders schwerwiegend. Nur sehr selten stelle eine Klinik Strafanzeige, hieß es am Mittwoch. Die Ermittlungen dazu waren im Oktober 2014 eingestellt worden, weil dem in Verdacht geratenen Stiefvater laut Staatsanwaltschaft Freiburg nichts nachgewiesen werden konnte. Der 32 Jahre alte Mann hatte den Dreijährigen am vergangenen Freitag mit schweren Verletzungen zu einem Arzt in Titisee-Neustadt gebracht. In der Praxis starb das Kind. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann den Jungen geschlagen hat und ermittelt wegen Totschlags.

„Wir sind zutiefst erschüttert und sprachlos“, sagte der Ärztliche Leiter des Kinderschutzzentrums, Karsten Häffner. Er hatte den Jungen bei seinen beiden Klinikaufenthalten behandelt. Das Kind selbst habe sich im gegenüber nicht zu einem möglichen Missbrauch geäußert. „Bei einem zwei- bis dreijährigen Kind ist nicht allzu viel verbale Kommunikation zu erwarten“, sagte der Arzt. Dennoch seien die Hinweise eindeutig gewesen.

 

 

SIR/dpa, 21.01.2015 13:59 Uhr

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.tod-des-kleinen-alessio-uniklinik-freiburg-stellte-strafanzeige.ecbe36ae-f574-4b46-ae6d-55a48dbed5d6.html