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Mit 80 Jahren Vater!

Österreich – Kuriositäten bei Geburtenbilanz 2015

Drei Rentner wurden Vater – mit 80 Jahren!

Baby

Immer mehr Männer im Pensionsalter werden Väter – auch in Niederösterreich (Symbolbild). (Foto: Fotolia)

Papa werden mit 24? Das war einmal. Das Durchschnittsalter von Vätern verschiebt sich immer weiter nach hinten. „Statistik Austria“ durchforstete die Zahlen von 2015 und brachte nun folgende Kuriositäten ans Tageslicht: Die jüngste Mama in Österreich war gerade einmal zwölf Jahre alt, der älteste Vater war mit 80 Jahren um 48 Jahre älter als die Mutter des Babys.

Erstaunliche Zahlen liefert die Statistik aus dem Jahr 2015: Die jüngsten Eltern waren zusammen 26 Jahre alt – die Mutter zwölf und der Vater 14 Jahre alt. Die drei ältesten Väter in Österreich waren unfassbare 80 Jahre alt – der Altersunterschied zur Mutter beträgt zwischen 41 und 48 Jahre!

Umgekehrt sticht im Jahr 2015 ein Paar heraus, bei der die Mutter (43) des Kindes um 23 Jahre älter als der Vater (20) ist. Die älteste Mutter in Österreich war übrigens 60 Jahre alt und brachte Zwillinge auf die Welt.

Übrigens: In Niederösterreich kamen im Vorjahr 15.475 Babys auf die Welt, das ist eine Steigerung um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Geburtenstärkster Bezirk war Baden.

Letztes Update 15.03.2017 07:06

http://www.heute.at/news/oesterreich/noe/news/Drei-Rentner-wurden-Vater-mit-80-Jahren;art88485,1408154

Kinder brauchen Kontakt – Studien zum Thema

Nach der Scheidung

trauriges Kind
BeitragBeitrag
Viele Kinder leiden, weil sie einen Elternteil nicht sehen können.
Kinder brauchen Kontakt
Gefahr für Depressionen ist bei Scheidungskindern groß
„Kontaktabbruch zu Eltern macht Scheidungskinder krank“, sagt Ursula Gresser. Die Medizinerin hat die sechs neuesten internationalen Studien zu dem Thema ausgewertet.
Der Kontaktabbruch zu lebenden Eltern schädigt die Kinder etwa doppelt so lang und dreimal so intensiv wie der Kontaktabbruch aufgrund von Tod eines Elternteils„, so Gresser. Am häufigsten trete laut den Studien die Depression auf, am zweithäufigsten die Suchterkrankung.
„Juristen können sich nicht mehr darauf berufen, dass sie mit Kontaktabbruch zum Wohl eines Kindes handeln. Wer jetzt noch Kontaktabbruch veranlasst, handelt im Wissen der Schädigung.“
Mindestens zwölf Prozent der Kinder haben geschiedene Eltern

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 166.199 Ehen geschieden. Betroffen davon waren 134.803 minderjährige Scheidungskinder, die ihr Zuhause so, wie sie es kannten, verloren. Offizielle Zahlen über Trennungskinder von unverheirateten Eltern gibt es nicht.

Und immer mehr Auseinandersetzungen zwischen Ex-Partnern über den Umgang mit den gemeinsamen Kindern landen vor Gericht. 2014 gab es 56.400 Verfahren um Umgangsstreitigkeiten an deutschen Gerichten, zehn Jahre zuvor waren es nur 35.156 gewesen.
Jede sechste Familie mit minderjährigen Kindern in Deutschland hat nach Einschätzung des „Deutschen Jugend Instituts“ (DJI) eine Trennungsgeschichte hinter sich. Das Institut geht davon aus, dass mindestens 12,5 Prozent der Minderjährigen getrennt lebende Eltern haben. Andere Studien kommen sogar zu Ergebnissen von mehr als 20 Prozent.
Unqualifizierte „Fachleute“

Familienpsychologische Gutachten: mangelhaft
Der Deutsche Richterbund (DRB) hat eine aus seiner Sicht mangelhafte Ausbildung mancher Gutachter beim Familienrecht beklagt.

Links

Frauen 83 Jahre – Männer 78 Jahre . . .

Deutschland:

Lebenserwartung erreicht Rekordwerte

 

Frauen werden im Schnitt fünf Jahre älter

 

Wer dieses Jahr geboren wird, hat beste Chancen, 80 Jahre alt zu werden. Laut Statistischem Bundesamt gibt es aber große Unterschiede zwischen Männern und Frauen – und von Bundesland zu Bundesland.
Babys, die jetzt zur Welt kommen, haben in Deutschland ein langes Leben vor sich: Für neugeborene Jungen beträgt die Lebenserwartung inzwischen 78 Jahre und zwei Monate, für Mädchen sogar 83 Jahre und einen Monat.

Das geht aus der am Freitag veröffentlichten Rechnung des Statistischen Bundesamtes hervor, für die alle Sterbefälle von 2012 bis 2014 und weitere Bevölkerungsdaten ausgewertet wurden.

 

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Lebenserwartung Neugeborener den Statistikern zufolge damit deutlich erhöht: Bei Jungen stieg sie um zwei Jahre und drei Monate, bei Mädchen um ein Jahr und sechs Monate. Die jetzigen Zahlen seien Rekordwerte, sagte ein Statistiker.

Baden-Württemberger werden besonders alt

Lebenserwartung bei Geburt in Jahren für die Bundesländer nach der Sterbetafel 2012/2014
Bundesländer Jungen Mädchen
Deutschland 78,1 83,1
Baden-Württemberg 79,4 83,9
Bayern 78,9 83,5
Berlin 77,8 83,0
Brandenburg 77,3 82,9
Bremen 76,9 82,3
Hamburg 78,2 83,0
Hessen 78,8 83,2
Mecklenburg-Vorpommern 76,5 82,8
Niedersachsen 77,8 82,8
Nordrhein-Westfalen 77,8 82,5
Rheinland-Pfalz 78,3 82,9
Saarland 77,2 82,2
Sachsen 77,6 83,5
Sachsen-Anhalt 76,2 82,5
Schleswig-Holstein 78,1 82,6
Thüringen 77,2 83,0

Auch für ältere Menschen stieg die Lebenserwartung demnach weiter an. Die noch verbleibende Lebenszeit für Männer im Alter von 65 Jahren stieg auf 17 Jahre und acht Monate. 65-jährige Frauen haben sogar statistisch gesehen noch fast 21 Lebensjahre vor sich.

Dabei holten die Männer etwas Zeit auf: Im Zehnjahresvergleich verbleiben 65-jährigen Männern ein Jahr und fünf Monate mehr Lebenszeit, bei den Frauen sind es ein Jahr und zwei Monate.

Mit Blick auf die einzelnen Bundesländer haben Männer in Baden-Württemberg mit 79 Jahren und fünf Monaten die höchste Lebenserwartung. Auch bei den Frauen ist das Bundesland Spitze: Sie haben eine Lebenserwartung von knapp 84 Jahren. Die niedrigsten Werte weisen Männer demnach in Sachsen-Anhalt mit 76 Jahren und zwei Monaten sowie Frauen mit 82 Jahren und zwei Monaten im Saarland auf.

Im Jahr 2014 endete das Leben der Menschen in Deutschland im Schnitt mit 78,1 Jahren. Knapp 40 Prozent der 868.356 Todesfälle in dem Jahr gingen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück. Zweithäufigste Todesursache bleibt Krebs: Dieser verursachte 2014 ein Viertel aller Todesfälle. Bei Männern wurden Tumore der Verdauungs- und Atmungsorgane diagnostiziert, bei Frauen Krebs der Verdauungsorgane und in der Brust.

 

 

  • Freitag, 04.03.2016 – 11:38 Uhr

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/lebenserwartung-in-deutschland-erreicht-rekordwerte-a-1080584.html

Tags: Pension – Frauenpensionsalter – 

Suizidprävention «Es gibt eine grosse Unsicherheit»

Unterstützung von aussen ist für suizidale Menschen und Angehörige von Suizidopfern essenziell.
Unterstützung von aussen ist für suizidale Menschen und Angehörige von Suizidopfern essenziell.

Jeden Tag nehmen sich in der Schweiz durchschnittlich drei Menschen das Leben. Dennoch wird über Suizid und Suizidversuche noch immer wenig gesprochen. Wie kann man gefährdeten Personen helfen? Und was bedeutet ein Suizid für Angehörige?

1037 Menschen waren es im Jahr 2012. 752 Männer und 285 Frauen, die sich gemäss Angaben des Bundesamts für Gesundheit in der Schweiz selbst töteten. Das entspricht mehr (suizid-bedingten) Todesfällen als Personen, die im selben Jahr durch Verkehrsunfälle und Drogen ums Leben gekommen sind. Bei den 15- bis 44-jährigen Männern ist Suizid heutzutage gar die häufigste Todesursache, bei Menschen über 65 ist die Suizidrate in den vergangenen Jahren markant angestiegen.

Klar ist: Wenn sich jemand wirklich töten will, dann wird das niemand verhindern können. Was aber ist mit denjenigen Menschen, die sich in einer Lebenskrise befinden und denen auf den richtigen Weg zurückgeholfen werden könnte?

Der Druck auf die Politik, sich diesbezüglich aufklärend und präventiv aktiver einzusetzen, hat in letzter Zeit zugenommen. Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat im vergangenen Jahr eine Motion von EVP-Nationalrätin Maja Ingold angenommen, die den Bundesrat beauftragt, einen Aktionsplan zur Suizidprävention vorzulegen und umzusetzen.

Hilfe da und dort

Eine wichtige Position nehmen in der Schweiz die etlichen professionellen Hilfsangebote ein, die sich um suizidale Personen und Angehörige von Suizidopfern kümmern. Denn Selbsttötungen haben immer auch beträchtliche Folgen für das Umfeld: Vier bis sechs Angehörige sind im Durchschnitt davon betroffen.

Wie es im Innenleben dieser Menschen aussieht, lässt sich für Aussenstehende oft nur erahnen. Wie soll man mit jemandem umgehen, von dem man weiss, dass sich eine ihm oder ihr nahestehende Person getötet hat?

Eine Hilfestellung hierfür liefert der Austausch mit Menschen, die eine solche Situation bereits durchlebt haben – wie im Fall der österreichischen Journalistin Saskia Jungnikl. Im Juli 2008 tötete sich ihr Vater selbst, was bei den hinterbliebenen Familienangehörigen viele Fragen aufwarf und deren Leben komplett auf den Kopf stellte. Vergangenen Herbst ist Jungnikls Buch «Papa hat sich erschossen» erschienen, das die Österreicherin fünf Jahre nach dem Tod ihres Vaters schrieb, um ihre Gedanken und Erfahrungen zusammenzutragen und zu verarbeiten.

Saskia Jungnikl (Photo: Rafaela Pröll)
Saskia Jungnikl, 1981 in Österreich geboren, ist als Autorin und Journalistin tätig und lebt in Wien und Hamburg. Nachdem ihr Artikel über den Suizid ihres Vaters in der österreichischen Zeitung «Der Standard» eine grosse Resonanz auslöste, veröffentlichte Jungnikl im November 2014 das Buch «Papa hat sich erschossen». (Photo: Rafaela Pröll)

Beobachter: Viele Menschen sind sich unsicher, wie sie mit Betroffenen sprechen sollen, in deren Umfeld sich jemand das Leben genommen hat. Wie hat man Ihnen am besten helfen können?
Saskia Jungnikl: Das Wichtigste war, dass mir meine Freunde gezeigt haben, dass sie für mich da sind. Dass sie mit mir geredet haben, und nicht über mich. Dass sie mir zugehört haben, auch noch Jahre später. Ich bin mir sicher, dass es das Wichtigste ist, hinzugehen und zu zeigen: «Es tut mir leid, was dir passiert ist. Ich bin für dich da. Du bist mir wichtig. Wie geht es dir?» Welche Frage es ist, ist nicht das Entscheidende. Und dennoch kann es passieren, dass der Betroffene nicht reden mag. Diesen Wunsch sollte man respektieren und sich nicht gekränkt oder verärgert fühlen, sondern einfach erneut nachfragen, sobald man das Gefühl hat, dass es passt.

Beobachter:
Sie sagen von sich, dass Sie drei Jahre nach dem Tod Ihres Vaters spürten, dass es mit Ihnen bergauf gehe. Können Sie aufzählen, was für Sie im Nachhinein die wertvollsten Stützen in Ihrer Trauerverarbeitung waren?
Jungnikl: Es braucht Austausch und Unterstützung von aussen. Die Gespräche mit meiner Familie und meinen Freundinnen waren unverzichtbar. Insbesondere, weil man sich selbst am meisten unter Druck setzt. Ich habe sehr lang damit gekämpft, dass ich dachte, ich müsse möglichst schnell wieder die Alte werden. Irgendwann bin ich draufgekommen, dass das nie passieren wird. Dass ich nie wieder so sein werde, wie ich vor dem Tod meines Vaters war. Dass dies aber nicht wichtig ist, sondern, dass ich es wieder schaffe, ein glückliches Leben zu führen. Und dann gibt es einen Punkt, an dem man erkennen muss, dass man es nicht mehr alleine schafft und sich besser professionelle Hilfe sucht. Ich habe selber jahrelang eine Gesprächstherapie gemacht und besuche sie auch heute manchmal immer noch. Weil ich weiss, dass es mir gut tut.

Beobachter:
Mittlerweile halten Sie Lesungen und Vorträge ab oder nehmen an Diskussionsrunden zum Thema «Suizid» teil. Wirft Sie die häufige öffentliche Auseinandersetzung um die Selbsttötung Ihres Vaters nicht in Ihrem eigenen Verarbeitungsprozess immer wieder zurück?
Jungnikl: Ich habe vor kurzem geheiratet und am Tag danach musste ich weinen, weil mein Vater diesen Moment in meinem Leben nicht mit mir teilen konnte. Solche Momente der Trauer gibt es immer noch, es wird sie weiterhin geben und ich werde sie mir weiterhin nehmen. Das Buch zu schreiben war für mich das Ergebnis meiner Verarbeitung, das Ergebnis jahrelanger Suche, Recherche und Reflexion. Vielleicht bleibt die Trauer, aber nicht das Hadern mit dem Schicksal. Und eigentlich alle Rückmeldungen auf das Buch sind so positiv, dass es mich wirklich glücklich macht, es geschrieben und Menschen damit geholfen zu haben.

Beobachter:
Was beschäftigt diese Menschen, die sich bei Ihnen gemeldet haben?
Jungnikl: Grösstenteils sind es Menschen, die etwas Ähnliches erlebt haben und nicht darüber reden oder es nicht wirklich begreifbar machen konnten, was in ihnen vorging. Die haben sich in meinem Buch wiedergefunden und sind dankbar. Dann gibt es Menschen, die jemanden kennen, dem so etwas passiert ist und die nun besser verstehen, wie es dieser Person geht. Und dann gibt es solche, die sich selbst töten wollten. Ein 17-jähriges Mädchen etwa schrieb, dass sie sich zum ersten Mal vorstellen konnte, wie es ihren Eltern gehen würde. Sie hat sich nun gemeinsam mit den Eltern Hilfe gesucht. Was generell ganz deutlich zu erkennen ist: Es gibt beim Thema Suizid eine grosse Unsicherheit. Auf allen Seiten.


Das Interview wurde schriftlich geführt.

Wie kann man suizidale Menschen erkennen? Wie helfen?

Es ist oft schwierig zu erkennen, ob jemand suizidal ist. Menschen in Krisensituationen reagieren oft ganz verschieden.

Einige Warnsignale können jedoch das Suizidrisiko aufzeigen:

  • Veränderungen in der Person (Rückzugsverhalten, Apathie, emotionale Labilität)
  • Direkte oder indirekte Suizidandeutungen
  • Frühere Suizidversuche
  • Depression (Schlaflosigkeit, Appetitverlust, Hoffnungslosigkeit, Grübeln, Verlust der Initiative und der Interessen, Konzentrationsstörungen)
  • Mögliche letzte Vorkehrungen (Weggeben von persönlichem Besitz etc.)

 

Was tun?

Wenn Sie um einen Menschen besorgt sind, trauen Sie Ihrem Instinkt – vielleicht haben Sie Recht.

  • Fragen Sie, wie die Person sich fühlt
  • Zeigen Sie Interesse und Mitgefühl
  • Lassen Sie den Betroffenen reden – hören Sie zu
  • Ermutigen Sie ihn, Hilfe zu suchen und mit einer Person seines Vertrauens zu sprechen (ein Freund, ein Nachbar, ein Familienmitglied, Lehrer, Arzt oder auch mit jemandem von professionellen Hilfsstellen wie z.B. der Dargebotenen Hand, der SMS-Seelsorge etc.)

 

Quelle: IPSILON – Initiative zur Prävention von Suizid in der Schweiz

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