Kinder werden gequällt und eingeschüchtert –> Video

Sieben Jahre Strafe ohne Schuld 

Die wichtigsten Zeugenaussagen im Kampf gegen die Verbrechen der Jugendämter und Familiengerichte in Deutschland kommen von den betroffenen Kindern.

TheStudebaker1955

Tags: Psychiatrie – Sonderschule – Klinikschule – Therapie – Heimweh – Eltern – Familie – Angst – Hölle – Pflege – Ärzte –  Jugendamt – Medikamente – Tochter – Mutter – Opfer – Kindeswohl – Verbrechen – Kindheit – Experimente mit Kinder –  EEG – Gehirnströme – Lehrer – psychische Gewalt – Platzangst – Psychopharmaka – Missbrauch mit dem Missbrauch – Verletzung der Menschenrechte – Jugenhilfezentrum – Berlin – Köln – Video . Wahnvorstellungen – Kinderheim – Heimkinder – Internate – Weihnachten – telefonieren – Kindesmissbrauch – Umgang – Perversion – krank – Gutachter –

Menschenrechtsverletzung – Teufel – Verbrecher – Bosheit – quällen – Unrecht – Kinderheim –  SOS Kinderdorf – Haare abschneiden – eingeschüchtert – 1/2 Jahr Kontaktsperre – Trennungsangst – Machtausübung – Amtsvormund – Jugendhilfezentrum –

R.I.P. Barbara Seebald – ist an gebrochenem Herz zu ihren Kindern gestorben

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liebe Freundinnen und Freunde!
JETZT KOMMT ES AUF EURE MITWIRKUNG AN! MITARBEIT + GELD SIND DRINGEND NOT-WENDIG!
Nach der erneuten entführung ihrer Kinder durch das jugendamt ist Barbara komplett abgestürzt und hat schließlich sogar aufgehört zu essen und trinken. obwohl das eindeutig zu beobachten war, erkennt die behörde noch immer nicht die psychischen zusammenhänge, die folgen, die ihre brutale, inkompetente vorgangsweise mit sich bringt und beharrt darauf, daß ein virus schuld an Barbaras zustand sei. ich habe sie ende April aufgefangen und schließlich vor etwa 2 wochen hat sie wieder begonnen freiwillig zu essen. obwohl ich den einzelnen personen (ich weiß nicht, ob sie es wünschen namentlich genannt zu werden), die mitgeholfen haben, sehr dankbar bin, lastet dennoch die hauptarbeit auf meinen schultern. ich kann bereits seit monaten meiner arbeit nicht nachgehen, da Barbara nun so schwach ist, daß sie nicht allein gelassen werden kann. tag und nacht (klogang, etc). ich schreibe euch, um euch die möglichkeit zu geben, in einer entscheidende phase mitzuhelfen, das leben dieser mutter und ihrer kinder wieder in ordnung und frieden zu bringen. wer mit Barbara bekannt ist, oder auch nicht und mithelfen möchte, bitte kontaktiert mich. wir sind in der Steiermarkt südlich von Graz. wer mitmachen möchte, aber nicht hier sein kann, kann sich gerne finanziell einbringen. es ist dringend nötig! auch wenn therapeuten und anwalt großzügig sind, wollen wir sie nicht allein die finanzielle last tragen lassen. auch ich muß mich weiterhin um meine anderen kinder kümmern. am Mittwoch ist ein beratungsgespräch bei einer therapeutin angesetzt, das eine besserung Barbaras zustandes verspricht. die finanzierung ist noch nicht gesichert..
hier die kontaktdaten für das finanzielle:
Barbara Seebald
IBAN: AT33 6000 0000 7236 5728
BIC: OPSKATWW

herzlichen dank, gemeinsam können wir es schaffen!

Liebe FreundInnen! Barbara, der Mutter von Muriel geht es zur Zeit ganz schlecht. Das Jugendamt hat ihr die anderen Kinder (zusätzlich zu Muriel) vergangenen Sommer weggenommen, wegen ihrer „Erschöpfung“. Anstatt zu erkennen, daß sie nervlich völlig am Ende ist, sagen sie, der „Virus“ bringt sie um. Ich aber SEHE ihre psychischen Leiden täglich und kann bestätigen, daß und wie sie sich fallen läßt. Seit längerem ißt sie kaum und trinkt fast nichts. Davor hat sie schon lange aufgehört, Bewegung in der Natur zu machen, keine Übungen, keine frische Luft, keine Beschäftigung… Ich sag ihr, sobald du kräftig bist, müssen sie die Kinder zurück geben, es nützt nichts…. Wie kann ich sie motivieren? Bitte un Hilfe…. Ich muß auch arbeiten um Geld zu verdienen und kann nicht rund um die Uhr darauf achten, daß sie wenigstens was trinkt…
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Kein Eintrag fiel mir so schwer wie dieser:

Barbara Seebald ist in der Nacht des 16.06.2015 dahingegangen. Sie hat die letzten Monate nichts mehr gegessen und getrunken und hat offensichtlich keinen Sinn mehr darin gesehen, weiterzuleben. Es gab viele Kräfte, die versucht haben, ihr zu helfen. Danke an Euch alle! Jede/r hat sein und ihr Bestes gegeben und so stehen wir jetzt fassungslos und sprachlos mit ihren fünf Kindern vor ihrem Totenbett.

Ich hoffe sehr, die Medien halten sich zurück und schlachten das ganze nicht aus, in dem Sinne, „Die AIDS Leugnerin Barbara S. ist an AIDS gestorben“. Nein, sie ist nicht an AIDS gestorben. Sie ist an einem gebrochenen Herz gestorben.
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Barbara Seebald – I won’t go quietly

Screenshot der Facebook-Seite, auf der die Todesnachricht verkündet wurde

Todesnachricht auf Facebook

Barbara Seebald ist verstorben. Im Alter von Mitte 40 sterben zu müssen ist heutzutage keine Normalität mehr.

Barbara Seebald war mit HIV infiziert und litt wohl an AIDS, glaubte aber nicht an die Existenz dieser Krankheit, die ihrer Meinung nach eine Erfindung der Pharmaindustrie sei. Daher lehnte Barbara Seebald auch eine medizinische Behandlung ab.

Auch ihr Ehemann Leonhard Seebald war HIV-positiv und starb 2010 an den Folgen eines Lungenödems. Der Tod wurde „der Folter der pharmagesteuerten Schulmedizin und deren Handlangern, [den] Behörden und Gerichte[n]“ zugeschrieben.

Lesenswert zur Gedankenwelt der Seebalds ist ein Interview/Artikel in Zeit Online aus dem Jahr 2013.

Besonders tragisch an der Geschichte der Familie Seebald ist auch, dass die Tochter Muriel von ihrer Mutter ebenfalls mit HIV infiziert wurde. Die Behörden schritten ein; Muriel wurde in einem SOS-Kinderdorf untergebracht, die anderen Kinder bei Pflegeeltern.

Vielleicht etwas tröstlich: HIV ist heute kein unmittelbares Todesurteil mehr, die Lebenserwartung hat sich seit den 90ern drastisch verbessert. Ein 20-jähriger, der als HIV-positiv diagnostiziert wird, darf damit rechnen, noch 51 Jahre zu leben. Das ist zwar immer noch weit weniger als der Bevölkerungsschnitt, aber die verlinkte Studie betrachtete nur die Jahre 2000 – 2007 und allein in diesem Zeitraum stieg die Lebenserwartung bei HIV-Infizierten um 15 Jahre. Es erscheint nicht unrealistisch anzunehmen, dass in den letzten Jahren weitere Verbesserungen erreicht wurden. Ein großer Erfolg für die Medizin, die ein Todesurteil zur chronischen Krankheit degradiert hat.

Frau Seebald trat neben anderen Frauen auch in dem AIDS-Leugner-Film „I won’t go quietly“ auf; somit ist eine weitere der „Darstellerinnen“ verstorben. Karri Stockley, die ebenfalls im Film trotz Infektion und Erkrankung als bei bester Gesundheit vorgestellt wurde und HIV-Medikamente als Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezeichnete, verstarb bereits 2011.

Und bei Lindsey Nagel, die zusammen mit ihrer Adoptivmutter im Film auftritt, scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Auch sie hat Ende 2012 einen Sohn geboren, der bald danach positiv auf HIV getestet wurde. Seitdem kämpft sie gegen die Behörden, die eine medizinische Behandlung des Kleinkindes vorschreiben. Auf ihrer Website, saverico.com, schreibt die Familie gelegentliche Beiträge – es gilt, das Kind vor der korrupten Verwaltung ihres Bezirkes und der medikamentösen Behandlung zu retten …

Es ist erschreckend, dass man auch heute noch gegen AIDS-Leugner kämpfen muss. Wobei es auch bei uns immer wieder dieselben „Helden“ sind, die diesen Wahnsinn antreiben.

Auch Barbara Seebald vertraute auf Ryke Geerd Hamer, der einen positiven HIV-Test zur allergischen Reaktion auf Sperma erklärte (falls übrigens noch Zweifel am Geisteszustand des Herrn bestehen, die lassen sich leicht ausräumen). Und natürlich Stefan Lanka, für den Viren gar nicht existieren. Er war so „klug“ für den Beweis der Existenz des Masernvirus 100.000 Euro auszuloben. Die Summe wurde eingefordert und er verlor vor kurzem einen Prozess dazu. Eine Warnung in der Ärztezeitung vor dem obigen Film kommentierte er entsprechend skurril.

Leider hat der Film I won’t go quietly bei Amazon 5 Sterne und auch dort bezieht man sich in den Kommentaren auf Lanka.

Barbara Seebald ist tot. Und tatsächlich trifft der etwas seltsame Filmtitel zu: Sie ist tatsächlich „nicht leise gestorben“, im hohen Alter, nach einem langen, erfüllten Leben aus der Welt geschieden. Vielmehr ist sie einen wohl vermeidbaren Tod gestorben, nach einem kurzen, tragischen Leben. Vielleicht rüttelt ihr Tod doch ein paar Menschen auf, die HIV/AIDS als nicht-existent betrachten.

 https://blog.psiram.com/2015/06/barbara-seebald-i-wont-go-quietly/

Jugendamt – Warum sollten Jugendliche (Heimkinder) bis 21 Jahren bei der Jugendwohlfahrt bleiben ?

Derzeit ist es leider so, dass oft diese Heimkinder vom Jugendamt ab 18 Jahren durch einen Vormund besachwaltet werden , welches ich für sehr bedenklich halte.

Diese jungen Erwachsenen haben dann mit 18 Jahren keinen Zugriff auf ihre Erbschaften. Dieses Vermögen wird vom Sachwalter sehr oft für  diverse Ausgaben herangezogen oder verkauft.

Wenn diese Hilfe bis zum 21 Lebensjahr auf völlig freiwilliger Basis passiert, ohne juristische Rechtsvertretung bzw. Vormund, dann könnte man es eventuell positive Bewerten ?

Artikel
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Jugendwohlfahrt: Zwischen Absprung und Absturz

Jacqueline

Jacqueline / Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry) 

Während die meisten Österreicher erst mit mehr als 20 Jahren das Elternhaus verlassen, müssen Kinder in der Jugendwohlfahrt mit 18 auf eigenen Beinen stehen. Nicht alle schaffen den Absprung.

06.06.2015 | 18:03 |   (Die Presse)

Wenige Monate vor ihrem 18.Geburtstag ist Jacquelines Zukunft ungewiss. Nicht wie bei anderen jungen Erwachsenen, die nach der Schule nicht wissen, ob sie ins Ausland gehen, Jus oder Ethnologie studieren sollen. Jacqueline weiß nicht, ob sie nach ihrem 18. Geburtstag noch eine Wohnung hat, ob sie bis dahin eine Lehrstelle hat und ob sie dann nicht raschest um Mindestsicherung ansuchen muss.

Dabei ist Jacquelines Leben eigentlich in Ordnung. Sie wohnt in Wien, hat die Aussicht auf eine Lehrstelle, Freunde – und ihr Leben ist nach schwierigen Jahren wieder im Gleichgewicht. Dank des österreichischen Staates, der sie mit 15 Jahren aufgefangen hat. Jacqueline wohnt im SOS-Kinderdorf. Sie ist damit ein Mündel der Jugendwohlfahrt. Doch just die Hand, die sie vorher aufgefangen hat, droht jetzt, ihr wieder den Boden unter den Füßen wegzureißen. Denn mit 18 Jahren müssen die Jugendwohlfahrts-Kinder das System verlassen. Ganz egal, ob sie dafür schon bereit sind oder nicht.

„Im Grund sind es zwei Töpfe: Bis 18 Jahre ist die Jugendhilfe zuständig, danach die Sozialhilfe“, erklärt Jacquelines Betreuer Dieter Schrattenholzer. Wenn die Jugendlichen in seine Obhut kommen, vielleicht mit 12, 13, 14 Jahren, oder früher, denkt er schon an deren 18. Geburtstag. Bis dahin gibt es viel zu tun: Er muss die Jugendlichen stabilisieren, mit ihnen ihr Trauma verarbeiten, sie gleichzeitig für ihr Leben nach der Volljährigkeit fit machen: eine Wohnung suchen, Arbeit, Rechtliches klären. „Für Jugendliche sind zwei Jahre eine lange Zeit, für uns Betreuer sind zwei Jahre nichts.“ Wenn die Jugendlichen das Kinderdorf mit 18 Jahren verlassen, muss alles aufgearbeitet sein – auch die Geschichte, die sie erst ins Kinderdorf gebracht hat.

Nicht alle schaffen das. Schrattenholzer erzählt von Jugendlichen, die nach ihrem 18.Geburtstag auf der Straße landen. Obdachlos werden, weil sie es nicht geschafft haben, ihre Wohnung zu halten, auf der Straße landen, kriminell werden. Andere gehen zurück zu ihrer Familie, aus der sie der Staat Jahre davor zu ihrem eigenen Schutz geholt hat. „Dort haben sie die gleichen Probleme wie vorher“, sagt er. Missbrauch, Gewalt, Sucht, Gleichgültigkeit.

Zwar könnten die meisten Jugendlichen um Mindestsicherung ansuchen, doch auch das schaffen viele nicht. Sie scheitern an den komplizierten Behördengängen, an den zwei bis drei Monaten, die die Bearbeitung dauert. Hinzu käme noch falscher Stolz. Wer will schon mit 18 Jahren ein Sozialfall sein?

Deswegen fordern Organisationen wie das SOS-Kinderdorf oder die Diakonie das Recht für Jugendliche, bei Bedarf länger in der Jugendwohlfahrt zu bleiben. Bis maximal 21 Jahre. Das ist schon jetzt möglich. Allerdings immer nur mit Ausnahmegenehmigungen. Und die sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Wien wird um ein Jahr verlängert, wenn man in Ausbildung steht. In der Steiermark bekommt auch jemand eine Verlängerung, der in keiner Ausbildung ist. In manchen Bundesländern (Salzburg) wird fast immer verlängert, in anderen ist es schwieriger. Auch werden die Verlängerungen nur für einen kurzen Zeitraum vergeben. Ein Jahr gibt es nur einmal in Wien, danach muss alle drei, vier Monate neu angesucht werden. „Man mutet den Jugendlichen zu, immer wieder zu beschreiben, warum sie ein Problem haben, anstatt sie zu erinnern, was sie schon können“, sagt Elisabeth Hauser, Leiterin des Fachbereichs Pädagogik bei SOS-Kinderdorf.

Die Aussicht, mit einer laufenden Ausbildung im System bleiben zu dürfen, ist auch der Grund, warum die Kinderdorf-Betreuer mantraartig ihre Jugendlichen beschwören, eine Lehre anzufangen: „Ohne Lehre kannst du nicht bei uns bleiben“, sagt Schrattenholzer. Was ihn ärgert: „Studien zeigen, dass Österreicher zwischen 22 und 25 beginnen, von zu Hause auszuziehen. Unsere Kinder müssen es mit 18 schaffen.“

Keine Mindestsicherung. Noch dazu, weil nicht für alle Jugendwohlfahrtskinder danach das Sozialsystem bereitsteht. Als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling ins Land gekommen und ohne Staatsbürgerschaft, hätte der 21-jährige Raymond nicht einmal einen Anspruch auf Mindestsicherung gehabt. In seinem Fall hätte das bedeutet: Straße, vielleicht auch zurück zum Vater, zu dem er nicht wollte. „Es hätte schlimm ausgehen können“, sagt er und die Stimme des schlanken, großen jungen Manns wird kurz brüchig.

Dabei hat Raymond alles richtig gemacht. Nachdem er mit seinem Vater von Sierra Leone nach Wien geflohen ist, lernt er Deutsch, geht zur Schule. Sofern es die komplizierte Situation in seiner Familie zulässt. Seit er 14 ist, lebt er im Kinderdorf, bemühte sich um eine Lehre, bekam sie. Trotzdem saß er kurz vor seinem 18.Geburtstag da, gerade einmal im ersten Lehrjahr, und zitterte um eine Verlängerung. „Das war eine schwierige Zeit“, sagt er. Auch wenn ihm seine Betreuer sagten, dass alles gut gehen würde. „Aber man weiß ja nicht, was die (Behörden, Anm.) denken.“ Mehrere Male musste er verlängern, und immer wieder hatte er Angst.

Rund 270 Jugendliche betrifft diese Situation in Wien jedes Jahr, schätzt das Kinderdorf. Das Wiener Jugendamt spricht von 50 bis 80 Jugendlichen, die tatsächlich jährlich verlängert werden. Das Familienministerium weiß von 1250 Jugendlichen zwischen 18 und 21 österreichweit. Eine Zahl, die seit 2008, damals waren es 860, gestiegen ist. Erst vor Kurzem hat das Kinderdorf Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) eine Petition für ihre Forderung mit 5200 Unterschriften überreicht. Langfristig soll die Verlängerung – sie soll nur in Kraft treten, wenn der Jugendliche es braucht – dem Staat Kosten sparen helfen. Ein 18-Jähriger, der zum Sozialfall wird, ist teuer, weil er lang im System bleibt.

Die Notwendigkeit für einen verlängerten Rechtsanspruch sieht das Wiener Jugendamt übrigens nicht. „Jeder, der es braucht, kann länger bleiben“, sagt Jugendamtssprecherin Herta Staffa. „Die Frage ist halt immer, hilft die längere Unterbringung überhaupt“, sagt sie. Wenn jemand in keiner Ausbildung sei und/oder kein Interesse daran zeige, sei die Frage, ob eine Verlängerung eine geeignete Maßnahme sei.
Runder Tisch im Herbst. Im Familienministerium weist man darauf hin, dass die Verlängerung Ländersache sei. Die Familienministerin werde aber einen runden Tisch im Herbst mit den Ländern organisieren, erklärt ein Sprecher. Ob auch eine Gesetzesnovellierung zu einer einheitlichen Praxis beitragen könne, werde sich erst nach der Evaluierung des Gesetzes zeigen. Die Ergebnisse werden für 2017 erwartet.

Raymond jedenfalls hat Glück gehabt. Jeder seiner Verlängerungen wurde stattgegeben. Jetzt ist er 21 und aus dem System entlassen. „Mit gutem Gefühl“, wie Schrattenholzer sagt. Seine Lehre ist fast abgeschlossen, er hat eine Wohnung, bald die Staatsbürgerschaft. Ein Vorzeigefall. Auch, weil so viel hätte schiefgehen können.

Jacquelines Geschichte ist noch offen. Eine Lehre hat sie noch nicht, auch wenn die Chancen gut stehen. Die Zusage für die Verlängerung gibt es erst wenige Wochen vor dem 18. Geburtstag. „Klar habe ich Angst, aber es wird schon alles gut gehen“, sagt sie. Mehr als hoffen bleibt ihr ohnehin nicht.

18 plus

Die „18plus-Problematik“,wie sie im Fachjargon genannt wird, betrifft Jugendliche, die mit 18 Jahren noch nicht bereit sind, das Jugendwohlfahrtssystem zu verlassen. Organisationen, die Jugendliche betreuen, fordern den Rechtsanspruch für Jugendliche, bis 21 Jahre im System zu bleiben, sollten sie es benötigen. Derzeit muss um eine Verlängerung angesucht werden. Die Kriterien dafür sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Wien ist eine Lehre de facto notwendig.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 07.06.2015)

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/4748651/Jugendwohlfahrt_Zwischen-Absprung-und-Absturz
Tags: Sachwalterschaft – Jugendamt – Vormund – Mündl – Jugendwohlfahrt – Justiz – Jugendliche – Beruf – Wohnung – Selbständiges Leben –