Wiener Psychiatrie – Hölle für hunderte Kinder

Missbrauch

Wie eine Wiener Psychiatrie zur Hölle für Hunderte Kinder wurde

Während der NS-Zeit wurden in einer Wiener Psychiatrie Hunderte Kinder ermordet.

Auch Jahrzehnte danach herrschte dort brutale Gewalt – doch Politik und Kirche sahen weg.

In solchen Netzbetten vegetierten die Kinder teils viele Jahre vor sich hin. Die Netzbetten wurden Mitte 2015 in ganz Österreich verboten.

Foto: Herbert Pfarrhofer, dpa

Friedrich ist viereinhalb, als seine Leidenszeit beginnt. Heute würde man vielleicht sagen: Der Junge hatte sich auffällig verhalten. Er ließ seine Aggressionen an der Mutter und dem achtjährigen Bruder aus. Irgendwann im Jahr 1963 wendet sich die Mama mit der Bitte um Rat an Professor Andreas Rett. Der Mann, 1924 im fränkischen Fürth geboren, früh in die NSDAP eingetreten, ab 1949 österreichischer Staatsbürger, ist Chef der Ambulanz für Kinderpsychiatrie und der Abteilung für entwicklungsgestörte Kinder im Neurologischen Krankenhaus Rosenhügel in Wien. Als Koryphäe in der Behindertenforschung lässt er hier Kinder therapieren, die ihm medizinisch interessant erscheinen – oder zahlungskräftige Eltern haben. Die übrigen kleinen Patienten schickt er in eine andere städtische Einrichtung, den Pavillon 15 des Psychiatrischen Krankenhauses „Am Steinhof“. Den berüchtigten Pavillon 15.

Auch Friedrich muss dorthin. Von da an verbringt er sein Leben in einem Netzbett. Wie der Name sagt, ist das ein Bett, das fast käfigartig von Netzen umgeben ist und Vorrichtungen zur Fixierung enthalten kann. Friedrich darf es nicht verlassen. Die Krankenakte belegt, dass er mit verschiedenen Beruhigungsmitteln in zum Teil sehr hohen Dosen behandelt wird. Zunächst holen seine Eltern ihn noch häufig nach Hause. Doch je älter er wird, desto seltener darf er heim. Die Krankenakten dokumentieren keine Fortschritte. 1977 wird er in eine Erwachsenenabteilung verlegt. Auch dort bleibt er eingesperrt und wird medikamentös ruhiggestellt. Erst in den 80er Jahren ist in seiner Akte von therapeutischer Betreuung die Rede. 1997 zieht er in eine Wohngemeinschaft. Weitere Informationen gibt es nicht.

Oder: die Geschichte von Petra. Sie wird als Vierjährige 1973 aus einem katholischen Heim nach Steinhof gebracht, weil sie „gegen ihre Umgebung Aggressionen zeigt“. In Steinhof wird sie an „Armen und Beinen beschränkt“, also angegurtet. Sie erhält Beruhigungsmittel. „Abends 2,5 mg Temesta, ev. Dosis verdoppeln“, heißt es in der Krankenakte. Ab 1974 ist von selbstbeschädigendem Verhalten die Rede. Erst 1977 verzeichnen die Krankenakten eine erste Therapie.

Krankenhaus „Am Steinhof“ wird zur Hölle für viele Kinder

So wie Friedrich und Petra durchleiden tausende Kinder die „Hölle von Steinhof“. Wo Zwangsjacken und Netzbetten, Fesseln und Schläge mit nassen Tüchern an der Tagesordnung sind. Und Wasserhähne „aus Sicherheitsgründen“ blockiert werden, sodass die Patienten aus der Toilette trinken müssen.

Vielleicht wüsste man das alles bis heute nicht, wäre nicht die frühere Pflegerin Elisabeth Pohl vor fünf Jahren damit an die Öffentlichkeit gegangen. Ein Skandal, der enorme Wellen schlug. Die Stadt Wien gab daraufhin beim Rechts- und Kriminalsoziologischen Institut der Universität eine Studie in Auftrag, die die stationäre Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in der Wiener Psychiatrie von 1945 bis 1984 untersuchen sollte. Das Forschungsteam hatte Zugang zu den Akten der Verwaltung und führte Gespräche mit mehr als hundert Zeitzeugen. Nun liegen die Ergebnisse vor, auf 632 Seiten. Sie belegen, dass die Zustände in den Kinderpavillons noch weit schlimmer waren, als Elisabeth Pohl das geschildert hat.

Und nicht nur dort. Auch in der bis dahin als renommiert geltenden Rett-Klinik am Rosenhügel herrschten skandalöse Zustände. Zwangssterilisierungen fast aller Mädchen in der Klinik wurden als Blinddarmoperationen getarnt. Schwangerschaftsabbrüche und Pharmatests lassen den Schluss zu, dass aus dem Grauen der NS-Zeit nichts gelernt wurde. Auch dass selbst nach dem Krieg noch Gehirne von 76 in Steinhof angeblich an Lungenentzündung gestorbenen Kindern an ein Institut zur Erforschung kindlicher Hirnschäden weitergegeben wurden, lässt keine anderen Schlüsse zu.

In der Tat haben ein bis zwei Drittel der Ärzte und Pflegerinnen schon im Nationalsozialismus in denselben Abteilungen gearbeitet. Diese hatten zwischen 1940 und 1945 zur Tötungsanstalt „ Am Spiegelgrund“ gehört, wo der leitende Neurologe Heinrich Gross Euthanasieprogramme durchführte. Mindestens 789 Kinder und Jugendliche wurden dort ermordet. Tatsächlich waren es wohl weit mehr.

Damals unterschieden die Ärzte und Psychologen zwischen „bildungsunfähig“ und „bildungsfähig“. Wer als „bildungsunfähig“ eingestuft wurde, dem drohte die „klinische Hinrichtung durch Schlafmittel“, heißt es in der Studie. Auf den Obduktionsanweisungen, die die Leichen toter Kinder aus dem Pavillon 15 bis in die neunziger Jahre begleiteten, stand einfach nur „ad Gross“. Offenbar fand man nichts dabei, dem Mann weiterhin „Material“ zu liefern. Gross wurde erst 1997 des Mordes angeklagt. Zu einem Prozess kam es aus Gesundheitsgründen nicht mehr. Gross starb 2005 im Alter von 90 Jahren.

Politik verschließt jahrzehntelang die Augen

Hemma Mayrhofer, die Leiterin des Forschungsprojekts, sieht im Kinderpavillon die „Endstation institutioneller Karrieren von Wiener Kindern und Jugendlichen mit Behinderung“. Hinzu kommt, dass Menschenwürde keine Bedeutung hatte. Nicht einmal die Minimalbedingungen der Pflege wurden erfüllt. Dürftig ausgestattete Schlafsäle, eine Zahnbürste für mehrere Kinder, eine Haarbürste für 70 Kinder, kaum Kleidung, wenig Nahrung und vor allem keinerlei Förderung oder Therapie hätten dazu geführt, so Mayrhofer, dass sich der Zustand der Kinder nach ihrer Einweisung massiv verschlechterte. Da sie fast ausschließlich im Bett lagen und im Schnelldurchgang gefüttert wurden, konnten sie sehr bald nicht mehr allein essen und entwickelten motorische Störungen. „Die Patienten bewegten sich in den Gitterbetten mit tagsüber nur einem Holzbrett, die Matratze kam erst abends hinein, wie Affen im Käfig, entschuldige“, beschreibt ein ehemaliger Betreuer im Interview.

Gesprächspartner berichten darüber, wie stark ihre Geschwister abbauten, wenn sie in den Pavillon 15 kamen. „Er war eigentlich ein tüchtiges Kind, muss ich sagen“, erzählt eine Angehörige. „Als ich dann gehört habe, er ist nicht förderbar, später wie ich dann älter wurde, habe ich gedacht: Wahnsinn, er hat selbstständig gegessen, er war sauber, er ist mit uns spazieren gegangen, er ist wahnsinnig gern Roller gefahren, das hat er geliebt.“

Die Studie weist darauf hin, dass allein die Interessen des überforderten Personals die Abläufe bestimmten. Erst ein Elternverein setzte Mitte der achtziger Jahre Reformen durch. Hintergrund für die Einweisung ins Heim war für viele zum Teil lernschwache Kinder, dass sich Kindergärten und Schulen weigerten, mit ihnen zu arbeiten. Auch Krankenhäuser lehnten es ab, behinderte Kinder nach einem Unfall aufzunehmen.

Und die Wiener Politik? Die schaute weg und schwieg. Obwohl sie über Jahrzehnte hinweg wusste, wie es in den Heimen zuging. Und mittendrin die regierende SPÖ. Aus Angst vor einem Wahlsieg der konservativen ÖVP nahmen die Sozialdemokraten hin, dass NS-Ärzte auch nach dem Krieg ihr Unwesen treiben durften. Und auch die Kontrollinstanz der Kliniken, die Jugendwohlfahrt, griff nicht ein. Sie vertraute den Einrichtungen und entschuldigte bekannte Missstände mit Personalmangel.

Wien: Erster Schritt gegen den Skandal war Mitte 2015

Ein erster konkreter Schritt, Konsequenzen aus diesem Skandal zu ziehen, war Mitte 2015 das bundesweite Verbot von Netzbetten. Aber das Problem liegt noch tiefer; in vielen Kinderheimen herrschten teils unwürdige Zustände. Ein Staatsakt für die Betroffenen im vergangenen November im Parlament endete beinahe mit einem Eklat. Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn war gerade dabei, sich bei den Opfern zu entschuldigen. „Wir haben in der Kirche zu lange weggeschaut“, sagte er. „Wir haben vertuscht, wir haben, wenn Missbrauch bekannt geworden ist, Leute versetzt und nicht abgesetzt. Für diese Schuld stehe ich heute vor Ihnen und sage, ich bitte um Vergebung.“ Die Angesprochenen fielen ihm daraufhin ins Wort – später auch anderen Rednern – und verlangten „mehr als Worte“.

Mit Erfolg: Kurz vor Veröffentlichung der Studie hat das österreichische Kabinett beschlossen, dass Menschen, die als Kinder in Heimen vernachlässigt wurden, zu ihrer Pension oder Rente eine gesetzliche Rente von zusätzlich 300 Euro monatlich erhalten werden. Etwa 7000 Personen sollen davon profitieren. Kirchen und Bundesländer, die ebenfalls Heime betrieben haben, sollen an den Kosten beteiligt werden. Die machen etwa neun Millionen Euro im Jahr aus. Bisher haben die Heimträger ungefähr 80 Millionen Euro an Entschädigungen und für Therapien gezahlt, allein die katholische Kirche 22 Millionen.

Lange Zeit hat die Stadt Wien Entschädigungszahlungen abgelehnt, weil die damit verbundenen Kosten unüberschaubar seien. Jetzt also doch. Ein kleiner Akt der Wiedergutmachung. Für Friedrich, Petra und all die anderen, die die Hölle von Wien durchleiden mussten.

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Termin: Wien Mo. 20.03.2017, 9h – Vater klagt „Möwe“

Das lukrative Geschäft mit dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs – Vater klagt Kinderschutzorganisation „die möwe“ auf Euro 50.000,–

Selbst bei eingestellten Ermittlungen der Polizei oder bei Verfahrenseinstellungen seitens der Staatsanwaltschaft werden diese Kinder, teilweise über Jahre behandelt

Wien (OTS/http://www.vaeter-ohne-rechte.at) – Kinderschutzorganisationen leisten vielfach einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft – besonders in der Betreuung von minderjährigen Kindern die Opfer psychischer, physischer oder sexueller Gewalt geworden sind.

Immer wieder werden Fälle an Väter ohne Rechte (VoR) herangetragen, bei denen sich Ungereimtheiten bezüglich Falschbeschuldigungen aufdrängen. Nicht nur VoR ist bekannt, dass der Vorwurf einer Mutter z.B. von Gewaltvorwürfen an den Müttern und/oder den Kindern bis hin zu dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs des Kindes durch den Vater entscheidende Vorteile bei den Scheidungs- Obsorge- und Kontaktrechtsverfahren mit sich bringen. Erste Konsequenz ist die Kontaktrechtstaussetzung des Vaters mit den gemeinsamen Kindern.

Häufig stellen sich diese Beschuldigungen als unwahr heraus. Die Ermittlungen der Polizei werden eingestellt, Staatsanwälte stellen Verfahren ein oder fällen gar Freisprüche. Trotzdem werden die Kinder weiter als sexuell missbraucht therapiert – oft mehrere Jahre lang. Dies sogar in Kenntnis der eingestellten Verfahren, Vorliegen von Gutachten uvm. mit weitreichenden Folgen für die Kinder. Sowohl Therapie als auch Rechtsvertretung sind gefördert! Auch die Krankenkassen übernehmen offenbar ungeprüft weiterhin die Kosten für diese Behandlungen ohne Krankheit; auch dies wird zu prüfen sein – erste Schritte diesbezüglich sind bereits in die Wege geleitet. Kostenübernahmen der Krankenkassen beruhen auf einer Vertrauensstellung der „möwe“. Gutachten und Gerichte können kein Krankheitsbild feststellen – trotzdem wird weitertherapiert.

Ein Meinungsgrundbild “Väter Täter – Kind Opfer” wird grundlos aufrechterhalten.

Man kann also durchaus von einem Systemfehler sprechen, bei dem ein Missbrauch mit dem Missbrauch seitens Kindesmüttern, aber auch aufgrund mangelnder kritischer Hinterfragung von Opferschutzeinrichtungen allen Anschuldigungen Glauben geschenkt wird.

Ein Vater klagt nun „die möwe“ auf € 50.000,– Schmerzengeld und Schadenersatz. Die ersten Verhandlungstage haben bereits stattgefunden – dieses und ein weiteres Verfahren laufen noch. Im Zuge unserer Berichterstattung erreichte auch VoR eine Klagsandrohung.

Die komplette Klagschrift steht auf der Homepage von VoR zum Nachlesen und zum Download bereit.

Nur ganz selten schaffen es solche Fälle in die Medien. (siehe Video)

Öffentliches Gerichtsverfahren im Fall „die möwe“

Einvernahme der beiden behandelnden TherapeutInnen der „möwe“

Pressevertreter sind herzlich willkommen!
Eine Pressemappe wird den Journalisten übergeben.

Datum: 20.03.2017, 09:00 – 13:30 Uhr

Ort: Landesgericht für Zivilrechtssachen, 1. Stock, Saal 8
Schmerlingplatz 11, 1016 Wien, Österreich

Rückfragen & Kontakt:

Väter ohne Rechte
Ansprechpartner im Fall „die möwe“ Hr. Sven Gründel
sg@vaeter-ohne-rechte.at oder office@vaeter-ohne-rechte.at
http://www.vaeter-ohne-rechte.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0014

OTS0167, 22. Feb. 2017, 15:11

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170222_OTS0167/das-lukrative-geschaeft-mit-dem-verdacht-des-sexuellen-missbrauchs-vater-klagt-kinderschutzorganisation-die-moewe-auf-euro-50000-

Kinderstrich in Wien-Landstraße – 9 Pädophile von Security in Tatverdacht!

Nein, diesmal ist es nicht der Kinderschänder Dutroux , welcher kleine Kinder am 
Busbahnhof-Landstrabe (Wienmitte) anbietet und Kinderhandel mit Pädophile in Wien macht.

Die Aussage der Staatsanwaltschaft ist für mich nicht nachvollziehbar.
>>>
Wenn z.B. ein 9 jähriges Mädchen am Babystrich sagt, ich bin 18 Jahre und möchte für Sex Geld haben, dann besteht für die pädophilen Kinderfi**** keine neuerliche Tatbegehungsgefahr und sie müssen nicht in U-Haft genommen werden?

Sowohl für den Kinderhändler z.B. Marc Dutroux, als auch für den pädophilen Straftäter in Wien besteht für mich erneute  Tatbegehungsgefahr und beide sind Täter.

Wo ist der Kinderschutz bei der Staatsanwaltschaft Wien?

Persönliche Meinung von Admin Familie Familienrecht,
am 22-11-2016

Artikel >>

Wien: 13-Jährige von neun Securitys missbraucht

Neun Security-Mitarbeiter des Einkaufszentrum The Mall im Wiener Bezirk Landstraße stehen derzeit wegen des sexuellen Missbrauchs eines erst 13-jährigen Mädchens unter Tatverdacht. Zu den Vorfällen sei es seit August gekommen, heißt es seitens der Polizei. Die neun Männer wurden auf freiem Fuß angezeigt.

Wie Polizeisprecher Patrick Maierhofer Dienstagmittag gegenüber krone.at bestätigte, sei der Fall nach einem Spitalsbesuch des jungen Mädchens ins Rollen gekommen. Die 13-Jährige habe sich dort den behandelnden Medizinern anvertraut.

Der erste Kontakt mit den neun Männern habe dem Sprecher zufolge im Wiener Einkaufszentrum The Mall stattgefunden, alle seien dort als Security-Mitarbeiter beschäftigt gewesen. Seit August sei es dann immer wieder zu sexuellen Handlungen zwischen der 13-Jährigen und den neun Männern gekommen, so der derzeitige Ermittlungsstand. „Ob es womöglich noch mehr Verdächtige gibt, werden die weiteren Erhebungen zeigen“, so der Sprecher.

 „In einer ersten Befragung gaben die Verdächtigen an, dass sich das Mädchen als19- bzw. 20-Jährige ausgegeben hat. Dass sie erst 13 Jahre alt war, wollen sie nicht gewusst haben“, so Maierhofer gegenüber krone.at. Immer wieder sei es zu Treffen gekommen und dabei auch zu sexuellem Kontakt. Diese hätten entweder im Einkaufszentrum selbst oder in der unmittelbaren Umgebung stattgefunden, so der Sprecher weiter.
The Mall in Wien-Landstraße (Bild: stadt-wien.at)
The Mall in Wien-Landstraße
Foto: stadt-wien.at

„Sexueller Kontakt auf freiwilliger Basis“

Wichtig jedoch: „Die Treffen und der sexuelle Kontakt zwischen den insgesamt zehn Beteiligten soll auf freiwilliger Basis passiert sein“, berichtet Maierhofer.
„In der Erstbefragung hat das Mädchen das auch bestätigt und überdies auch noch angegeben, dafür Geld erhalten zu haben. Dies wurde auch seitens der neun Verdächtigen in deren Befragung bestätigt.“

Die Security-Mitarbeiter wurden vorläufig auf freiem Fuß angezeigt. Die Begründung: „Derzeit wird auch seitens der Staatsanwaltschaft davon ausgegangen, dass das Mädchen ihnen gegenüber tatsächlich angegeben hat, dass sie volljährig ist. Sie wurden daher nicht in Haft genommen. Dennoch besteht gegen die neun Verdächtigen jetzt natürlich eine Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs Unmündiger, da das Mädchen erst 13 Jahre alt ist“, erklärt Maierhofer. Die Schuldfrage müsse das Gericht feststellen. „Die Ermittlungen in dem Fall laufen jedenfalls auf Hochtouren.“

Geschäftsführung trennte sich von Security-Firma

Seitens der Geschäftsführung des Einkaufszentrums wurden bereits Maßnahmen ergriffen. Man bedauere den Vorfall zutiefst, heißt es in einem offiziellen Statement. Man habe sich gleich nach Bekanntwerden des Vorfalls von der Security-Firma getrennt.

22.11.2016, 12:58
http://www.krone.at/oesterreich/wien-13-jaehrige-von-neun-securitys-missbraucht-in-einkaufszentrum-story-540458
Tags: Kinderstrich – Prostitution –  Pädophile –  Kindeswohlgefährdung 

Afghane steckte Penis in den Mund eines kleinen Jungen (4.J.)

Schämt euch für dieses Urteil
Schämt euch für dieses Urteil

Nur 2 Jahre, 4 Monate Haft für schweren Kindesmissbrauch
Die unglaubliche Begründung von Gericht und Staatsanwalt

Nur 2 Jahre 4 Monate Haft für Täter
Wurde zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt: Jama B. (22, hinter dem Aktenordner) steckte seinen Penis in den Mund eines vierjährigen Jungen – Foto: dpa

Darknet – Sexueller Missbrauch eines Elfjährigen – Landgericht Hannover


Haftstrafe für Missbrauch eines Elfjährigen

Der 22-Jährige ist zu knapp fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Im Prozess um den sexuellen Missbrauch eines Kindes hat das Landgericht Hannover den Angeklagten am Freitag zu vier Jahren und elf Monaten Haft verurteilt. Der 22-jährige Mann aus dem Raum Hameln hatte sich im sogenannten Darknet mit einem 45-jährigen Belgier verabredet, um Sex mit dessen zur Tatzeit elf Jahre altem Sohn zu haben. In seiner Urteilsbegründung sagte der Richter, dass es Jahre dauern werde, bis der Junge über das Erlebte hinwegkomme – sofern dies überhaupt möglich sei.
Stichwort: Darknet

Im sogenannten Darknet („dunkles Netz“) können sich Internetnutzer anonym bewegen. Der nur über Anonymisierungsdienste erreichbare Bereich des Internets wird häufig von Kriminellen genutzt, aber auch von Menschen, die viel Wert auf ihre Privatsphäre legen oder in einem repressiven politischen System leben. Zugangsvoraussetzung ist eine Anonymisierungssoftware, etwa die Freeware „Tor“. Damit werden Datenpakete zwischen Tor-Servern verschlüsselt weitergeleitet. Jeder Server kennt so nur seinen Vorgänger und seinen Nachfolger, aber nicht die gesamte Verbindung von einem zum anderen Ende. Dadurch wird die IP-Adresse des Nutzers getarnt.
Auch Verteidiger plädiert für Haftstrafe

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor fünfeinhalb Jahre Haft für den Angeklagten gefordert. Die Tat sei besonders erniedrigend gewesen, weil der Vater des Jungen sich daran beteiligt und sie außerdem gefilmt habe, so die Anklage in ihrem Plädoyer. Der Vater hatte das Video anschließend ins Netz gestellt. Auch die Verteidigung plädierte für eine Freiheitsstrafe, wollte die Länge der Haft aber im Ermessen des Gerichts lassen. Der Verteidiger wies lediglich darauf hin, dass der Angeklagte sich zur Zahlung von 20.000 Euro Schmerzensgeld bereiterklärt habe. Dies solle strafmildernd berücksichtigt werden.
Angeklagter will Wiedergutmachung leisten

Zu Prozessbeginn am Mittwoch hatte der 22-Jährige die Tat gestanden. Über seinen Anwalt ließ er erklären, dass er sich gezielt in den pädophilen Kreis des Vaters begeben habe. Er sei ins belgische Mechelen gefahren, um dort den Jungen zu missbrauchen. Gemeinsam mit dem Vater habe er das Kind am 1. März dieses Jahres vergewaltigt. Er sei sich des Unrechts bewusst gewesen, bedauere heute die Tat und wisse auch um die Folgen für das Kind. Obwohl dies angesichts des Verbrechens schwierig sei, wolle er Wiedergutmachung leisten. Am Freitag fügte er hinzu, dass er im Gefängnis eine Therapie machen wolle, damit sich eine solche Tat nicht wiederhole.
Junge wohl bereits als Säugling missbraucht

Vor Gericht wurde am Mittwoch auch das Protokoll der belgischen Polizei von der Vernehmung des Opfers verlesen. Darin schildert der Junge, wie er jahrelang von seinem Vater brutal misshandelt wurde. Aus den Ermittlungsergebnissen geht hervor, dass der Mann seinen Sohn bereits als sechsmonatigen Säugling missbraucht haben soll. „Das ist ein Martyrium durch den Vater, das man sich kaum vorstellen kann“, sagte der Richter am Freitag. Bislang gibt es laut der Staatsanwaltschaft in Mechelen keine Hinweise darauf, dass der Belgier seinen Sohn noch von weiteren Männern missbrauchen ließ. Der 45-Jährige sei derzeit inhaftiert und solle in seiner Heimat vor Gericht gestellt werden.
Australische Ermittler entdecken Missbrauchsfilm

Aufgedeckt wurde der Fall durch australische Ermittler, die im Internet nach Sexualstraftätern gefahndet hatten. Dabei entdeckten sie den Film vom Missbrauch des Jungen und verfolgten die Spur bis nach Belgien und Niedersachsen. Der Angeklagte aus dem Raum Hameln wurde über ein Kennzeichenerfassungssystem der belgischen Polizei ermittelt.

Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 02.10.2015 | 13:00 Uhr

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Haftstrafe-fuer-Missbrauch-eines-Elfjaehrigen,prozess2836.html
Tags: Australien – Pädo-Netzwerk

Es geht auch um sexuellen Missbrauch, Folter und manipulierte Akten

Dithmarschen

Ausschuss untersucht Missstände in Friesenhof-Heimen


Foto: Carsten Rehder / dpa
Das Friesenhof-Jugendheim in Hedwigenkoog. Ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags wird das Versagen der Heimaufsicht im Fall des Jugendheims Friesenhof im Kreis Dithmarschen aufarbeiten.

Nach Berichten über Missstände mussten die Heime schließen. Es geht auch um sexuellen Missbrauch, Folter und manipulierte Akten.

Kiel. Erniedrigende Erziehungsmethoden, manipulierte Akten, gelöschte Mails: Rund vier Monate nach der Schließung von zwei Friesenhof-Heimen für Mädchen mit Suchtproblemen oder krimineller Vergangenheit nimmt ein Untersuchungsausschuss des Landtags die Arbeit auf. Die Abgeordneten sollen Vorwürfe über Missstände und Versagen der Heimaufsicht des Landes aufarbeiten. Am Dienstag trifft der Ausschuss zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.

Rückblende: Die Heime in Dithmarschen wurden Anfang Juni dichtgemacht, weil Fachpersonal fehlte und es Berichte über erniedrigende pädagogische Methoden gab. Auch von sexuellem Missbrauch, gezieltem Schlafentzug und Kontaktsperren war die Rede. Gegen 13 frühere Mitarbeiter laufen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen unter anderem wegen Körperverletzung und sexuellen Missbrauchs.
Die Regierung soll zu spät reagiert haben

Details der Affäre gerieten scheibchenweise an die Öffentlichkeit. Die Heimaufsicht des Landes und die zuständige Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) gerieten auch deshalb unter Druck. Die Opposition wirft dem Ministerium und Alheit Missmanagement vor: Es sei zu spät und unzureichend im Fall „Friesenhof“ reagiert worden. So soll es massive Beschwerden schon seit Sommer 2014 gegeben haben.

Alheit beteuerte wiederholt, ihr Haus habe sie erst Ende Mai informiert. Mit ihren Aufklärungsergebnissen etwa im Sozialausschuss war die Opposition aus CDU, FDP und Piraten unzufrieden. Sie kritisierten auch die Aktenführung im Ministerium. Alheit wiederum stellte wegen des Verdachts der Aktenmanipulation in ihrem Haus Anzeige gegen unbekannt.


Schleswig-holsteins Gesundheits- und Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) geriet unter Druck, als die Misstände bekannt wurden.
Foto: Carsten Rehder / dpa

Der Untersuchungszeitraum des Ausschusses soll bis 2007 zurückgehen. Die Opposition will dabei auch strukturelle Schwächen der Heimaufsicht und Kommunikationspannen der Behörden aufarbeiten. Für 1300 Einrichtungen habe es in der Heimaufsicht nur sechs Mitarbeiter des Landesjugendamtes gegeben, wurde kritisiert.

In einem Änderungsantrag setzten SPD, Grüne und SSW in der September-Landtagssitzung durch, auch den gesetzlichen Handlungsspielraum der Heimaufsicht zu beleuchten und zudem geeignete pädagogische Konzepte zu bestimmen. Letzteres sorgte für massiven Unmut der Opposition – schon vor dem Start des Ausschusses.
Regierungs- und Oppositionsfraktionen warfen einander bis zuletzt vor, kein Interesse an Sachaufklärung zu haben. So sagte Oppositionsführer Daniel Günther (CDU) in der Landtagsdebatte Mitte September, die Landesregierung habe Sachverhalte verschleiern wollen. Deshalb sei der Ausschuss dringend geboten. SPD und SSW konterten, die Opposition wolle den Ausschuss als Kampfinstrument instrumentalisieren und die Sozialministerin mit Dreck bewerfen.

(HA/dpa), 26.09.15
http://www.abendblatt.de/region/schleswig-holstein/article205798563/Ausschuss-untersucht-Missstaende-in-Friesenhof-Heimen.html
Tags: Kinderheim – Heimkinder – Internate – Menschenrechtsverletzung

Pädophilenring in britischer Politik

Bild: (c) Reuters (PAUL HACKETT) 

Mehr als 100 Dossiers, die schwere Vorwürfe gegen Politiker aus den 1980er- und 1990er-Jahren beinhalten, sind am Wochenende plötzlich verschwunden.

06.07.2014 | 18:28 |    (Die Presse)

London. Nach der Kirche und den Medien haben die Vorwürfe massiven sexuellen Missbrauchs in der Vergangenheit nun auch die britische Politik erreicht. Das Innenministerium in London musste am Wochenende das Verschwinden von mehr als 100 Dossiers mit schweren Vorwürfen gegen Politiker aus den 1980er- und 1990er-Jahren einräumen. Der Labour-Abgeordnete Simon Danczuk meint: „Die Öffentlichkeit wird glauben, dass hier etwas faul ist.“

Danczuk hat erst vor wenigen Wochen den verstorbenen Liberaldemokraten Cyril Smith als Serientäter entlarvt. Smith soll über Jahrzehnte Buben missbraucht haben, das jüngste seiner Opfer soll acht Jahre alt gewesen sein. Seine Aktivitäten waren kaum zu übersehen: „Sein ungesundes Interesse an Buben war allgemein bekannt“, sagt Danczuk. Doch das Establishment hielt eisern zusammen. Als Smith 2010 starb, war er einer der bekanntesten und angesehensten Parlamentarier des Landes.

Smith soll keineswegs ein Einzeltäter gewesen sein. Nach Erkenntnissen des Abgeordneten Tom Watson operierte in den 1980er-Jahren ein organisierter Pädophilenring im Londoner Regierungsviertel Westminster. Eine 1983 von dem konservativen Abgeordneten Geoffrey Dickens zusammengestellte Dokumentation bildet das zentrale Stück der nun seltsamerweise verschwundenen Dokumente. Der damalige Innenminister Leon Brittan aus der Regierung von Margaret Thatcher steht deshalb jetzt massiv unter Druck. Brittan selbst soll wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung einer jungen Frau in den 1960er-Jahren erpressbar gewesen sein. Er bestreitet alle Vorwürfe.

Systematischer Missbrauch

Damit nicht genug: Auch gegen einen namentlich nicht genannten Labour-Abgeordneten im Oberhaus wurden Vorwürfe des systematischen sexuellen Missbrauchs von Buben erhoben. In der Nähe des Parlaments soll ein ehemaliges Wohnheim für obdachlose Buben zu einer Stätte der männlichen Prostitution gemacht worden sein. Die Eigner, ein Ehepaar, wurden schließlich wegen Betreibens eines illegalen Bordells zu Haftstrafen verurteilt, die Frau beging im Gefängnis Selbstmord.

Über die Größenordnung des Skandals liegen bisher nur Mutmaßungen vor. Die Zeitung „Observer“ berichtet, einige der Täter seien „allgemein bekannte Namen“, und im Internet kursieren längst die wildesten Gerüchte. Während Premierminister David Cameron „volle Aufklärung“ verlangt, räumt der ehemalige Handelsminister Norman Tebbit eine „Kultur“ des Vertuschens ein: „Der Instinkt war es, das System zu schützen“ und „unangenehmen Anschuldigungen“ nicht allzu genau nachzugehen. Wie aus den anderen Missbrauchsfällen bekannt ist, schafft man genauso das Klima, in dem grausame Einzeltäter ihre Verbrechen an Kindern begehen können.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 07.07.2014)
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3833759/Paedophilenring-in-britischer-Politik