Sexualpädagogik an den Schulen: Po-Grapschen ist noch harmlos


Sexuelle Belästigung von Kindern an Schulen ist kein Straftatbestand, sondern von der Ministerin gewollt.

Eine Online-Umfrage soll dies im Nachhinein legitimieren.
Ein neunjähriges Mädchen kommt völlig aufgelöst aus der Schule nach Hause. Am Vormittag war Sexualkunde auf dem Programm gestanden. Ein Arzt war eingeladen worden, die Eltern zuvor im Detail nicht informiert. Das Mädchen berichtet, welchen Ekel es empfunden habe, als es ein Kondom über eine Banane ziehen musste.

Aber das ist noch nichts gegen das, was in Deutschland in manchen Bundesländern seit Einführung der neuen Sexualpädagogik Kindern zugemutet wird. Dort wurden in Kindergärten „Kuschelhöhlen“ eingerichtet, wo Kinder zur Masturbation ermuntert werden. In Volksschulen werden Sexspielzeuge verteilt und alle möglichen Sexualpraktiken detailliert geschildert, was die Kinder teils schwer verstört und teils zur Nachahmung animiert.

Nach heftigen Protesten von Eltern und Lehrern hat Baden-Württemberg seinen Entwurf zurückgezogen. Auch in Österreich hat sich der Widerstand der Eltern bereits formiert, es gibt inzwischen eine eigene Protestplattform.

Während Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek die Strafbestimmungen für sexuelle Belästigung unter Erwachsenen verschärft haben wollte, will sie mit ihrem neuen Erlass zur Sexualerziehung Kinder dazu verpflichten, sich derartigen Dingen in der Schule auszusetzen. Die Sexualpädagogin Tabea Freitag spricht von „sexueller Belästigung von Schülern“. Dass so dem Missbrauch an Kindern nicht vorgebeugt, sondern durch Gewöhnung an derlei Praktiken sogar der Weg geebnet wird, erscheint logisch.

Es ist unbestritten, dass ein fundierter Sexualkundeunterricht für Jugendliche eine wichtige Ergänzung zur Sexualerziehung im Elternhaus darstellt. Doch was der aktuelle Entwurf vorsieht, geht weit darüber hinaus und betrifft bereits Volksschulkinder. Auf Anordnung der Lehrer sollen die Kinder folgende Dinge erlernen: „Vergnügen und Lust beim Berühren des eigenen Körpers (frühkindliche Masturbation)“, „Entdecken des eigenen Körpers und der eigenen Genitalien“, „Sexuelle Gefühle (Nähe, Lust, Erregung) als Teil allgemeiner menschlicher Gefühle“. Manche Dinge, die an sich positiv und natürlich sind, werden durch die völlig ungeeignete Umgebung in ihr Gegenteil pervertiert. Dem Entwurf liegen die Ideologie des Gender Mainstreaming, also der Auflösung der Geschlechter, und die fragwürdige Sexualpädagogik des umstrittenen deutschen Sexualpädagogen Uwe Sielert zugrunde.

Meine Kolumne am 20. April zur Sexualerziehung hat eine von mir noch nicht erlebte Flut an Reaktionen empörter Eltern ausgelöst. Der Pädagogik-Professor Josef Christian Aigner hat in einer Replik (29. 4) gemeint, die Aufregung sei völlig unnötig. Seine Begründung: Sexualerziehung finde an den Schulen ohnehin kaum statt, und dies sei auch gut so. Die Lehrer seien nämlich nicht für diese Art von Unterricht ausgebildet, sollten deshalb auch nicht dazu verpflichtet werden.

Viele Lehrer haben offenbar ein Gespür dafür, dass dieses Thema zu heikel ist, um Kinder in dieser Form damit zu konfrontieren. Daher greifen sie gerne auf externe „Experten“ zurück. Aber auch das geht oft gründlich schief.

Abgesehen vom Inhalt des Erlasses ist die Vorgehensweise der Bildungsministerin ein demokratiepolitischer Skandal: Zuerst verkündete sie eine neue Art der Sexualerziehung. Dann setzte sie eine Kommission ein, die einen Entwurf erarbeitete. Diesen verschickte sie mit einer absichtlich kurzen Frist an einige Institutionen. Und jetzt erst lässt sie eine Online-Umfrage unter Lehrern, Eltern und Schülern durchführen. Durch manipulative Fragestellung soll offenbar im Nachhinein ihr eigenmächtiges Vorgehen legitimiert werden.

Wenn die Ministerin etwas ändern will, so sollte sie Energie und Geld für die Ausbildung der Lehrer verwenden, damit diese einen sinnvollen und werteorientierten Sexualkundeunterricht für Jugendliche adäquat umsetzen können.

E-Mails an:debatte@diepresse.com

Zur Autorin:

Dr. Gudula
Walterskirchen ist Historikerin und
Publizistin. Sie war bis 2005 Redakteurin der „Presse“, ist seither freie Journalistin und Autorin zahlreicher Bücher mit historischem Schwerpunkt. Eines davon:
„Bomben, Hamstern, Überleben. Österreich 1945.“

10.05.2015 | 18:36 |   (Die Presse)
(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 11.05.2015)

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Tags: ÖVP, Feminismus feministische, Frauenpolitik, Genderwahn, Justiz, Kinderrechte, Kinderschutz, Kindesmissbrauch, Kindeswohl, Sophie Karmasin, SPÖ Frauen Strafgesetz – Strafrechtsänderungsgesetz 2015

Slowakei Volksabstimmung – Kinder brauchen Vater und Mutter – Allianz für die Familie

Die Wahlbeteiligung ist niedrig, inoffizielle Ergebnisse sind bekannt

Allianz für die Familie – Alliance Family referendum

Das Referendum über Familie ist möglicherweise ungültig. Die Ergebnisse des Statistik Büro sind aber inoffiziell.

12,5 Prozent der Stimmen in Wahlbezirke wurden erst gezählt, hier gaben  nur 16,7 Prozent der Wahlberechtigten ihren  Stimmzettel ab.

Um wirksam zu werden, muss die Wahlbeteiligung, die erforderliche 50-Prozent-Quorum der Wahlberechtigten überschreiten.

93 Prozent der Wähler sagten „Ja“ auf die erste Frage „Ist die Ehe nur eine Verbindung zwischen Mann und Frau?“ während 7 Prozent stimmten dagegen.

Die zweite Frage, „Sind sie für das Verbot von Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare?“ wurde von 91 Prozent der Wähler befürwortet, während 9 Prozent antworteten mit „Nein“.

Die dritte Frage, „Dürfen Eltern die Teilnahme ihrer Kinder am Sexualkundeunterricht verweigern?“ wurde von 89 Prozent der Wähler positiv unterstützt, während 11 Prozent dagegen waren.

Die Wähler in der Slowakei nahmen am 7. Februar an der achten Volksabstimmung in der Geschichte der unabhängigen Slowakei teil.  Die Umfragen wurden um  22:00 Uhr abgeschlossen. (Stand 22:49)

Die offiziellen Ergebnisse werden voraussichtlich am 8. Februar nach 10:00 Uhr veröffentlicht, nachdem sie von der Zentralen Wahlkommission bestätigt sind.

Um wirksam zu werden, muss der Wahlbeteiligung, die erforderliche 50-Prozent-Quorum der Wahlberechtigten übertreffen.

in der Slowakei fanden vorher sieben Referenden statt, nur eine Abstimmung 2003 war gültig, und hatte damals den Weg für EU-Beitritt geebnet.
Wenn es gelingt, wäre dieses Referendum, das Erste, welches von einer Bürgerinitiative ausging.

AKTUALISIERT_7_F.ebruar_2015, um 22:49 Uhr
http://spectator.sme.sk/c/20053434/turnout-low-unofficial-results-suggest.html
Translate from google – Tags: Kinderrechte – Kinderschutz – Allianz für die Familie – Alliance Family referendum – Homo Adoption – Frühsexualisierung –