Sophie ein „Kuckuckskind“ . . . und ihre Halbgeschwister

MEIN GEHEIMNIS

«Ich bin ein Kuckuckskind»

Sophie war 13, als sie von ihrem wahren leiblichen Vater erfuhr. Jetzt will sie aufräumen und ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen.

Sophie (20) hat zwei Väter: Einen Scheinvater, bei dem sie aufwuchs, und einen biologischen Vater, von dem sie erst mit 13 Jahren erfuhr. (Symbolbild) Bild: zvg

Nachzügler kennen das: «Bist du ein Unfall, haha?», sagen Leute, wenn sie vom grossen Altersunterschied zwischen Geschwistern erfahren. «Ich weiss, das ist witzig gemeint, aber ich fand den Spruch schon immer daneben», sagt Sophie. «Unfälle will man vermeiden. Aber ein Kind ist kein Unfall.» Sophie wuchs als jüngstes Kind in einer siebenköpfigen Familie auf. Sieben Jahre trennen sie vom nächstälteren Geschwister. Es lag wohl am Altersunterschied, dass manche Dinge nicht auffielen: Wie Sophie ihren Geschwistern weniger glich; dass sie viel von der Mutter, aber nichts vom Vater hatte.

Als Sophie 13 war, das war vor sieben Jahren, lüftete ihre Mutter das Geheimnis: Da war eine Affäre mit Kurt, einem Freund der Familie, er zwei Jahrzehnte älter, sie wird mit 39 zum fünften Mal schwanger und behält das Kind. Kurt entgeht die Schwangerschaft nicht. Dem betrogenen Ehemann gesteht sie alles. Der Gehörnte verzeiht. Und nimmt, aus Liebe zu seiner Frau, das fremde Kind als das seine an.

Sophie heisst eigentlich anders, Kurt auch. Denn diese Geschichte kennen bis heute nur die Geschwister und wenige, sehr enge Freunde. Nicht aber die Grosseltern, nicht Onkel und Tanten. Das will Sophie ändern, bloss weiss sie nicht wie.

«War oft wütend auf sie»

Heute ist sie 20 Jahre alt, sie lebt in einer Wohngemeinschaft in Winterthur und arbeitet im Gesundheitswesen. Eine aufgestellte, kluge Frau mit Ausstrahlung: Sie spricht viel und schnell, und dabei denkt sie noch schneller, als sie spricht. Äusserlich vermittelt sie nicht den Eindruck, ein Kind von Traurigkeit zu sein.

«Natürlich war ich oft wütend auf sie, und ich bin es manchmal heute noch.» Wütend auf die drei Elternteile, weil sie keinen echten Plan hatten, wie sie damit umgehen wollten. Sie besprachen nicht, wann sie Sophie davon erzählen, wer davon wissen darf und welchen Umgang sie damit in den nunmehr drei beteiligten Familien finden. Die einzige Abmachung bestand darin, dass sich Kurt nicht offenbart. Er blieb ein Bekannter der Familie, der hie und da sogar an Ausflügen dabei war.

«Ich verstehe, dass die drei in einer schwierigen Situation waren. Aber es war ihr Fauxpas, und es wäre das einzig Erwachsene gewesen, die Sache zu bereden», sagt Sophie. «Doch sie haben geschwiegen, und darunter leide ich heute

Nach der Enthüllung verlangt Sophie den Vaterschaftstest, der die Bestätigung liefert. Sie geht zu einer Psychologin. Wenn sie sich im Spiegel betrachtet, sieht sie anfangs immer ihn darin. Sie trommelt ihre vier Geschwister zusammen und händigt Fragebogen aus: Seit wann weisst du davon? Wie hast du es erfahren? Und wie verändert das deine Beziehung zu mir? «Das war damals so viel auf einmal für mich, ich musste die Informationen schriftlich haben», sagt sie heute über ihr gründliches Vorgehen.

Drei neue Halbgeschwister

Ihren leiblichen Vater trifft sie jetzt alle paar Monate. Sie nennt ihn Kurt, denn «dä Papi» ist und bleibt ein anderer. Sie gehen nicht ins Kino und vergnügen sich. Der Mann ist 81 Jahre alt, hat Enkelkinder in Sophies Alter. Sie gehen zusammen essen, Sophie möchte mehr über seine Familie erfahren. Doch sie sitzt immer auf Nadeln. «Was sage ich, wenn mich jemand kennt? Das sei mein Grossvater?» Ein Treffen bedeutet emotionalen Stress für sie, und danach ist sie nudelfertig. In ihrer «ersten» Familie ist das Thema ein heisses Eisen, in ihrer zweiten hat sie noch gar keinen Umgang damit. Als Kuckuckskind hat Sophie drei «neue» Halbgeschwister bekommen. Zufälligerweise beginnt sie demnächst eine Ausbildung mit ihrer Halbnichte. Sophie ist ratlos, wie sie sich verhalten soll.

«Heute ist es nicht nur so, dass wir nicht darüber reden, es ist auch ein Anlügen.» Es braucht sie bloss jemand zu fragen, wie viele Geschwister sie denn habe. Sophie muss ständig im Überblick behalten, wer wie viel weiss und was sie wem erzählen kann.

In ihrem Berufsleben begegnet Sophie manchmal alten Menschen, die vor dem Lebensende bereinigen müssen, was sie ein Leben lang vor sich hergeschoben haben. Das will sie nicht.

Eine Selbsthilfegruppe für Kuckuckskinder

Sie will reinen Tisch machen, mit ihren neuen Geschwistern, mit allen Verwandten, mit Freunden. Sie will nachholen, was ihre Eltern versäumt haben. Deshalb hat Sophie vor, eine Selbsthilfegruppe für Kuckuckskinder zu starten. Um sich mit Menschen in ähnlichen Situationen auszutauschen und von solchen zu lernen, die schon weiter sind als sie.

Für eine 20-Jährige tritt sie bemerkenswert souverän und entschlossen auf. Ist sie damals in der Jugend aufgrund ihrer Geschichte schneller erwachsen geworden als andere in ihrem Alter? «Sicherlich begann ich früh damit, mich und mein Leben zu reflektieren. Ich hatte ja gar keine andere Wahl.»

Wie jeder andere Mensch trage sie ihren Rucksack mit ihrer Geschichte mit sich, sagt sie. «Er hat mich manchmal runtergezogen und mich manchmal aufgehalten. Aber dafür habe ich jetzt einen starken Rücken.» Und nun sei es an der Zeit, den Rucksack etwas zu leeren. (Der Landbote)

Infobox

Mehr Informationen zur Selbst­hilfegruppe Kuckuckskinder: www.selbsthilfe-winterthur.ch.

 

Erstellt: 23.04.2017, 18:06 Uhr
http://www.landbote.ch/winterthur/standard/iich-bin-ein-kuckuckskindi/story/21085177
Tags: Familienrecht – Kindeswohl – Menschenrechtsverletzung – Vaterschaft – Vaterlose Gesellschaft – 

Jugendamt verweigert Sozialleistungen behinderter Kinder

Jugendamt verweigert Sozialleistungen Im Landkreis Nordwestmecklenburg müssen Familien mit behinderten Kindern zuweilen hart für eine ordentliche Beschulung und Unterstützung durch das Jugendamt kämpfen.

Es gibt eine Selbsthilfegruppe

 

NDR am 04.05.2016
Tags: Jugendhilfe – Kindeswohl

Opfersolidarität – Wir schauen hin! – Kongress Kinderrechte Kinderschutz 2012

Opfersolidarität

Archiv 2012

        Besondere Aktivitäten der Selbsthilfegruppe Opfersolidarität 2012

    Freitag 02.03.2012 bis Sonntag 04.03.2012
Kongress Kinderrechte-Kinderschutz 2012

Kongress Kinderrechte-Kinderschutz

Kongress Kinderrechte Kinderschutz 2012
Kongress Kinderrechte Kinderschutz 2012

Die Online-Stellung der Vorträge vom Kongress Kinderrechte Kinderschutz:

02.03.2012 – Freitag:

  • Oberst Gerald TATZGERN, B.A.:

Phänomene des Kinder-/Menschenhandels – ist Österreich betroffen?

BUNDESMINISTERIUM FÜR INNERES – Leiter Zentralstelle zur Bekämpfung der Schlepperkriminalität und des Menschenhandels
Video – Fragen und Antworten sowie Kommentare vom Publikum:


 

  • Dr. H. Christine Arwanitakis:

Zusammenhänge und Auswirkungen im Geschehen sexuellen Missbrauchs und Gewalt an Kindern

Psychotherapeutin in freier Praxis, Klinische- & Gesundheitspsychologin, Aktive Einsatzkraft des AKUTteams NÖ, Leiterin des Psy-Beirats von IPS-WIEN – www.ips-wien.at


 

  • Mag.(FH) Marlies Tegel:

Wegbegleitung – Was muss professionelle Beratung leisten, um Betroffene aus einer Krisensituation heraus zu begleiten? Fallbeispiele aus der Praxis

Sozialarbeiterin KlientInnenbetreuung –www.happykids.at


Video – Fragen und Antworten sowie Kommentare vom Publikum:


 

  • Margit Medwenitsch:

Schutz durch Prävention – Wo und wie beginnt Prävention von Gewalt und Missbrauch?
Vorstellung eines Arbeitskonzepts mit Fallbeispielen aus der Praxis

Koordination, Prävention, KlientInnenbetreuung – www.baerenstark.at


Video – Fragen und Antworten sowie Kommentare vom Publikum:


 

  • Peter Rieck:

Ein Betroffener zieht Bilanz

Initiative: Wir Heimkinder – www.wir-heimkinder.eu

Video – Fragen und Antworten sowie Kommentare vom Publikum:

 


 

  • Dipl. Sozpäd. Olaf Kapella:

Prävalenzstudie zum Thema Gewalt in der Kindheit – Ergebnisse

Österreichisches Institut für Familienforschung (ÖIF) an der Universität Wien –www.oif.ac.at



Video – Fragen und Antworten sowie Kommentare vom Publikum:

 

 


 

  • Mag. Dr. Vera Weld:

Opferrechte, Verjährung, Schadenersatz – Häufig gestellte Fragen.
Plädoyer für die Einrichtung eines unabhängigen Dokumentationsarchives

Rechtsanwältin – www.vera-weld.com

 


 

  • Kurt Ackermann:

Eine menschenwürdige Neuregelung des Familienrechts

Team-PAGO – www.kinder-brauchen-beide-eltern.at


 

  • Herbert Szlezak:

Das pädokriminelle Netzwerk in Österreich und die Methoden seiner Vertuschung

Vorstand Verein Opferoffensive – www.opferoffensive.at



Video – Fragen und Antworten sowie Kommentare vom Publikum:

 


03.03.2012 – Samstag:

  • Mag. Dr. Rainer König-Hollerwöger:

Gesellschaftliche Masken der an Kindern angewandten sexuellen Gewalt – Entdeckung und Bearbeitung

Historiker, Sozial- Sexualforscher, Autor, Kunstschaffender, Präsident von IPS-WIEN – www.ips-wien.at


Video –  Fragen und Antworten sowie Kommentare vom Publikum:

 


 

  • Angela Kreilinger:

Selbsthilfegruppe als Weg

Betroffene, Leiterin SHG-OS – www.shg-os.com

 


 

  • Dr. Wolfgang Lederbauer:

Die UN-Kinderrechtskonvention und die Problematik der Durchsetzung von internationalen Verträgen Vortrag Teil 1 und 2:

Präsident der Gesellschaft für mehr Menschlichkeit und Bürgerrechte. – www.so-for-humanity.com2000.at


Eine kritische Analyse der Diskussionen im Parlament anlässlich der Aufnahme von Bestimmungen über Kinderrechte in die Verfassung.

Fragen und Kommentare aus dem Publikum:

 


 

  • Walter Plutsch:

Kindesmissbrauch in der Form von Mobbing in Kindergarten und Schule

Leiter Selbsthilfegruppe Mobbing – www.antimobbinggesetz-buergerinitiative.at

Video – Fragen und Antworten sowie Kommentare vom Publikum:

 


 

  • Sepp Rothwangel:

Kirche und Missbrauch

Betroffener, Obmann Verein Plattform betroffen.at – www.betroffen.at

 

Video – Fragen und Antworten sowie Kommentare vom Publikum:

 

 


 

  • Dr. Robert Holzer:

PAS – Die Formen des Eltern-Kind-Entfremdungs-Syndroms

Kinderarzt – www.kindundarzt.at


Video – Fragen und Antworten sowie Kommentare vom Publikum:

 


 

  • Mag. Guido Löhlein:

Die Trennungsindustrie – Verschwörung oder Realität?

Vorstand Verein Väter ohne Rechte – www.vaeter-ohne-rechte.at

 

Video – Fragen und Antworten sowie Kommentare vom Publikum:

 


 

  • Mag. Dr. Vera Weld:

Rollenspiel – Vorbereitung auf Musterprozesse von Heimkindern für Entschädigungsklagen

Rechtsanwältin – www.vera-weld.com

 


 

  • Martin Stiglmayr:

Die österreichische Familienpolitik – nicht einmal menschenrechtskonform?

stv.Landesparteiobmann BZÖ Niederösterreich

 


 

Mag. Michaela Krankl:

 „Die Stimme des Kindes“

Rechtsanwältin

Katharina E. (fast 14 Jahre) – Ein betroffenes Mädchen, dessen Stimme sonst nicht gehört wird, findet hier ein Sprachohr.
Video – Fragen und Antworten sowie Kommentare vom Publikum:


 


 

  • Amer Albayati:

Kinderrechte zwischen Immigration und Integration am Beispiel der Muslime in Österreich

Islamexperte, Mitbegründer d. Initiative Liberaler Muslime Österreich- ILMÖ u. der beim Kultusamt beantragten Islamischen-Europäischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IEGÖ) – www.initiativeliberalermuslime.org

Video – Fragen und Antworten sowie Kommentare vom Publikum:
http://www.youtube.com/watch?v=fsZCo397GtM

 


 

  • Freia F.C. Weixelbaum:

Aspekte der Wahrnehmung, Sensibilität öffentlicher Stellen, und mehr Vital- und Sexualpädagogik, Körper-, Energie- und Klangheilarbeit

www.back-to-paradise.at

 


Tags: Kinderhandel- Kinderheim – 

 

SHG OS – Opfersolidarität Willkommen !

Erfahrungen und Tipps der Selbsthilfegruppe für Anzeigen und Gerichte:

.) Schon von Beginn an private Gutachten, Gegengutachten besorgen, von gerichtlich beeidete Sachverständige. Denn später, wenn eingestellt wird, hat man mit der Frist von 3 Wochen nicht genügend Zeit diese zu besorgen!

.) So bald wie möglich nach weitern Opfern, Zeugen, Beweisen suchen und dies am Besten schon vor einer Verhandlung oder Anzeige.

Weil: Unsere Erfahrung ist es, dass Anzeigen eingestellt werden und Verfahren so gar nicht zustande kommen.

.) Falls sie noch nicht Rechtsschutzversichert sind, dies machen, denn viele Verfahren führen zu neuen Schadensfällen. ZB Sie müssen ein Falschgutachten bekämpfen. Oder Ihr Anwalt hat schwere Fehler oder Fristversäumnis gemacht. Oder Sie werden auf Unterlassung Gegen-verklagt. …..

.)  Alles was mit ihrem Fall zu tun hat, chronologisch sortiert in einer Mappe schriftlich festhalten und Inhaltsverzeichnis machen. Viele verlieren bei Prozessen mit den Jahren den Überblick.

.) Treffen sie sich mit anderen Betroffen, zB Selbsthilfegruppen. Ihr könnt euch gegenseitig Tipps geben, Erfahrungen austauchen, begleiten.

.) Fristen beachten, auch die anwaltliche Vertretung kontrollieren, ob diese Fristen einhalten.

.) Ohne Anwalt, bei Urlaub, dies dem Gericht und der Post melden, wegen möglicher Fristversäumnis.

.) Im Falle einer Fristversäumnis, sofort Anwalt wechseln und den alten verklagen.

.) Wechseln die ihren Anwalt auch, falls dieser fast eine Frist versäumt und sie nicht ausnahmslos über alle Schriftverkehre mit dem Gericht informiert hat.

.) Anzeigen schriftlich bestätigen lassen. Bei Gericht mit einer von der Einlaufstelle abgestempelten Kopie. Stempeldatum vor Ort kontrollieren. Bei der Polizei mit einer Anzeigebestätigung.

.) Sich als Privatbeteiligte und privat geschädigte Person dem Verfahren anschließen.

.) Bei Bedarf gleich Verfahrenshilfe beantragen. Der Antrag ist kostenlos. Anzeigen sind kostenlos. Wird eine Fortführung einer eingestellten Anzeige wieder abgelehnt, müssen sie dem Gericht 90 Euro Zahlen. (Stand 2013)

.) Geben sie nicht auf. Wir kennen keinen Fall, wo nicht zuerst das Gericht eingestellt hatte.

.) Laden sie viele Freunde und Bekannt ein, ihrer Verhandlung beizuwohnen. Es stärkt sie und kann dazu führen, dass ein netterer Umgangston herrscht.

.) Gehen sie sich selbst zu Liebe nicht alleine zu Gutachten, Verfahren, oder Anzeige machen. Zu oft wurde man besser behandelt, wenn wer dabei war und Solidarität kann helfen genügend Durchhaltevermögen zu haben.

.) Versuchen sie ihren Fall den Medien bekannt zu machen, sobald der erste Verhandlungstermin bekannt ist. Medien können weitere Betroffene kennen oder ähnliche Fälle.

Kreilinger Angela 2103

 

 

K.O.-Tropfen Gefahr!- Sommerzeit!

.) Nimm Getränke die verschließbar sind.

.) Trinke nie von Leuten, von denen du nicht sicher weist wo diese wohnen, wann sie geboren sind und wie ihr Name ist.

.) Mache Fotos mit dem Handy von Dir und deinen neuen „Bekanntschaften“, wenn ihr an einem Tisch sitzt, auch von Frauen.

.) offene Getränke keine Sekunde unbeaufsichtigt lassen.

.) Auch unter „gute Bekannte“ sind schon KO-Tropfen-Fälle bekannt.

.) Mit Freunden kommen und gehen.

.) Bei Verdacht auf KO-Tropfen sofort zur Blutabnahme ins Spital und den Verdacht sagen

.) Nur 12h Nachweisbar!

.) Bei Verdacht sofort im Spital gynäkologische Abstriche machen lassen und Verdacht sagen.

(Wegen DNA, Spermaspuren, sexuelle Übertragbare Krankheiten)

.) Melde es der Polizei, auch bei einem Verdacht, auch gegen Unbekannt, weil Orte und

Zeiten sind für die Fandung wichtig

 

Willkommen bei der Selbsthilfegruppe Opfersolidarität!

Jede Form der erlebten Gewalt macht körperlich und seelisch krank. Traumatische Erfahrungen und Vernachlässigungen in der Kindheit begünstigen die Entwicklung von Gewalt.

Die Selbsthilfegruppe Opfersolidarität möchte dazu beitragen, dass Opfer, Betroffene und Angehörige gemeinsam neue Wege finden um mit ihren Erlebnissen umzugehen.

Männer und Frauen sind gleichermaßen willkommen und aufgerufen, sich an unserer Gruppe zu beteiligen.

Sie ist anonym und kostenlos.

Ein großer Schwerpunkt liegt auch in der öffentlichen Präventionsarbeit um die Gesellschaft auf die Anliegen unserer Gruppe aufmerksam zu machen.

Opfersolidarität bedeutet für uns…

gegenseitige Hilfestellung

Wechselseitiger Erfahrungsaustausch

gemeinsam Kraft und Orientierung schaffen

aktive Präventionsaufklärung in der Öffentlichkeit
Konzept der Selbsthilfegruppe „Opfersolidarität“
Download vom Konzept hier als PDF-Datei.
http://shg-os.com/Willkommen.html

Mobbing Selbsthilfegruppe – MOSE – Video: Gründungsveranstaltung 2015

Gründungsveranstaltung der Mobbing Selbsthilfegruppe in Enzersdorf/Fischa vom 03.08.2015 mit

Heinrich WICKE,
MinR. iR RegR. Mag. jur. Manfred HOZA
Dr. Irene HALAK SWOBODA – Psychotherapeutin
Dr. Andrea KDOLSKY (ARGE Selbsthilfe Österreich)

(Musik von Silbermond „Zeit für Optimisten“ kann aus Liezenzgründen nicht gespielt werden)

weitere Infos unter http://www.mose.at/

 

Tags: Diskriminierung - Gleichberechtigung Gleichstellung - Psychotherapie - Beamte – Gerichtsverfahren – Justiz – Schadenersatz – Gericht - Posing

Gewaltopfer und Medien – Angela Kreilinger, Leiterin der Selbsthilfegruppe „Opfersolidarität“

Missbrauch

Gewaltopfer und Medien

Leiterin einer Selbsthilfegruppe erklärt, warum Opfer an die Öffentlichkeit gehen


© Bild: © Corbis.

Jede dritte Frau in Österreich wird einmal in ihrem Leben Opfer von sexueller Gewalt. Einige Gewalt – und Missbrauchsopfer wollen ihr Martyrium nicht still für sich verarbeiten, sondern an die Öffentlichkeit gehen. Wie im Fall von Natascha Kampusch stößt diese Vorgehensweise allerdings oft auf Ablehnung. „Es gibt immer wieder Anfeindungen, auch von Opfern“, sagt Angela Kreilinger, Leiterin der Wiener Selbsthilfegruppe „Opfersolidarität“. Sie ist selbst Betroffene und spricht im Interview mit NEWS.AT darüber, wie Gewaltopfer das Erlebte in einer Selbsthilfegruppe verarbeiten können und warum viele an die Öffentlichkeit gehen wollen.


© NEWS.AT
Angela Kreilinger, Leiterin der Selbsthilfegruppe „Opfersolidarität“

NEWS.AT: Sie leiten die Selbsthilfegruppe „Opfersolidarität“ für Gewaltopfer, speziell für Opfer von sexueller Gewalt, und sind gleichzeitig Betroffene. Wie ist das Projekt entstanden?
Angela Kreilinger:  Ungefähr vor vier Jahren wollte ich zu einer Selbsthilfegruppe gehen. Ich habe aber in Wien keine passende gefunden. Da habe ich mir gesagt, ich muss eine gründen. Das war nicht so leicht, weil man zuerst eine Gruppe von Leuten braucht. Dann kann man sich als Selbsthilfegruppe registrieren. Eine Selbsthilfegruppe ist kein Verein. Es ist eine lose Personengruppe. Wir würden auch nicht gefördert werden, wenn wir ein Verein wären.

NEWS.AT:  Welchen Betroffenen bieten Sie Hilfe an?
Kreilinger:  Meistens kommen Leute zu uns, die schon bei anderen Anlaufstellen waren und ergänzend den Bedarf einer Selbsthilfegruppe verspüren, beziehungsweise denen man in ihrem Sinn nicht helfen konnte. Es gibt einige Fälle, bei denen Opfer nicht damit zufrieden sind, was bei einer Anzeige oder einem Verfahren herausgekommen ist. Wir sind so etwas wie ein Sammelbecken von Fällen, bei denen es noch keine Lösung gab. Das Hauptthema ist dabei sexuelle Gewalt, wie sexuelle Kindesmisshandlung und Vergewaltigung.

NEWS.AT : Wie sieht der Ablauf in einer Selbsthilfegruppe aus?
Kreilinger: Wir stellen eine Ergänzung zur Fachtherapie dar und können diese nicht ersetzen. Der Bedarf an einer Therapeutin oder einer Supervision ist gelegentlich da. Im Prinzip geht es darum, dass man mit Leuten über das Thema spricht, die damit vertraut sind. Zeitweise läuft das wie in einem Kaffeehaus ab. Man trinkt Tee, isst Kuchen und spricht stundenlang miteinander. Wenn man das Thema zu oft erwähnt, belästigt man seinen Freundes – und Familienkreis. Manche haben eben doch das Bedürfnis, mehr als einmal etwas dazu zu sagen. In der Selbsthilfegruppe darf man das wiederholen so oft man will.

NEWS.AT:  Im Fall von Natascha Kampusch stößt es immer wieder auf Unverständnis, dass ein Opfer so oft in den Medien auftaucht. Was steckt hinter dem Verhalten an die Öffentlichkeit zu gehen?
Kreilinger: Viele Opfer wollen in die Medien, weil sie nicht zu einem Ergebnis gekommen sind, das für sie in Ordnung ist. Sie machen sich natürlich Hoffnungen, dass so Druck gemacht wird und in ihrem Fall etwas weitergeht. Wir befürworten, wenn jemand sich an die Medien wendet. Genauso wie Frau Kampusch werden auch wir deshalb angefeindet und als exhibitionistisch bezeichnet. Alle Fälle von uns, die das betrifft, wollten von sich aus an die Öffentlichkeit gehen. Es sind beide Wege in Ordnung. Jeder muss das für sich entscheiden. Es gibt Opfer, denen es gut tut, wenn sie Anerkennung finden und zumindest in den Medien genannt werden, wenn es sonst schon „vertuscht“ wird. Mit Vertuschung meinen die meisten Opfer, dass in der Familie darüber nicht geredet wird, dass bei einem Verfahren nichts herausgekommen ist oder dass Ermittlungsfehler gemacht worden sind.

NEWS.AT : Wie ist dann diese Ablehnung – auch im Fall Kampusch – zu erklären?
Kreilinger:  Wir finden das gut, wenn Betroffene an die Öffentlichkeit gehen. Andere Menschen fühlen sich dadurch aber belästigt, auch Opfer. Weil die Betroffenen dadurch zum Teil an ihren eigenen Missbrauch erinnert werden. Man wird auch angefeindet, weil gewisse Leute das Thema schon satt haben. Natascha Kampusch kämpft eben für ihre Geschichte.

NEWS.AT: Sie schreiben auf ihrer Homepage, dass Sie selbst Opfer waren. Woraus haben Sie Kraft geschöpft, um das Erlebte zu verarbeiten?
Kreilinger: Ich habe das jahrelang mit mir herumgeschleppt und schleppe es eigentlich noch immer mit mir herum. Ich hatte bis circa zu meinem 32. Lebensjahr Panikattacken. Damals wusste ich nicht, dass ich ein Kind bin, das sexuell misshandelt und geschlagen worden ist. Das habe ich verdrängt. Ich habe nur gewusst, irgendetwas stimmt nicht. Mir war erst nach der Aufarbeitung der Panikattacken bewusst, was mir als Kind passiert ist.

NEWS.AT:  Inwieweit ist ein intaktes Familienumfeld für ein Gewaltopfer wichtig?
Kreilinger: Es ist schön, wenn gerade in einem familiären Missbrauchsfall irgendjemand von der Familie zum Opfer steht. Das kommt sehr selten vor. Immer wieder höre ich, dass die eigene Familie die Betroffenen sehr belastet. Ich weiß von mir selbst und von Betroffenen, dass wenn es innerhalb der eigenen Familie passiert, man sich schon unbeliebt macht, wenn man nur darüber redet. Es heißt dann: „Wie sieht das nach außen hin aus? Was werden die Nachbarn denken? Du wirst die Familie zerreißen.“ Das höre ich traurigerweise immer wieder.

NEWS.AT:  Welche Schritte kann ein Opfer von sexueller Gewalt einleiten?
Kreilinger: Man sollte sich zuerst vom Arzt untersuchen lassen, falls es zu einem direkten Hautkontakt gekommen ist. Das Opfer kann ein Gedächtnisprotokoll machen und Anzeige erstatten. Allerdings ist es vor einer Anzeige manchmal sinnvoll, mehr Beweise zu sammeln. Die meisten Anzeigen werden eingestellt. Die Polizei hat nicht die Zeit bei jedem sexuellen Missbrauch den potentiellen Täter zu observieren. Man sollte sich sowohl psychisch als auch mit Beweisen auf die Anzeige vorbereiten. Für die psychische Aufarbeitung ist es dann wichtig, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Weiterführende Links:

Selbsthilfegruppe „Opfersolidarität“: In Wien findet am 6. April 2013 die „Lange Nacht der Kunst gegen
Gewalt und Missbrauch“ statt.‘

Donnerstag, 7. März 2013 von Carina Pachner
http://www.news.at/a/opfer-gewalt-kampusch-medien

Mobbing Selbsthilfegruppe – 6.Teil – Haben Sie Fragen?

Mobbing Selbsthilfegruppe in Enzersdorf/Fischa vom 03.08.2015
Einleitung – Video Teil 1
mit Heinrich WICKEVideo Teil 2,
MinR. iR RegR. Mag. jur. Manfred HOZAVideo Teil 3
Dr. Irene HALAK SWOBODAVideo Teil 4
Dr. Andrea KDOLSKY (ARGE Selbsthilfe Österreich) –Video Teil 5
weitere Infos unter http://www.mose.at/

Mobbing Selbsthilfegruppe – 5.Teil mit Dr. Andrea KDOLSKY

Mobbing Selbsthilfegruppe in Enzersdorf/Fischa vom 03.08.2015
mit Heinrich WICKE,
MinR. iR RegR. Mag. jur. Manfred HOZA
Dr. Irene HALAK SWOBODA
Dr. Andrea KDOLSKY (ARGE Selbsthilfe Österreich)
weitere Infos unter http://www.mose.at/

siehe auch

Mobbing Selbsthilfegruppe – 6.Teil – Haben Sie Fragen?

Tags: Gleichberechtigung Gleichstellung – Diskriminierung

Mobbing Selbsthilfegruppe – 4.Teil mit Dr. Irene HALAK SWOBODA

Mobbing Selbsthilfegruppe in Enzersdorf/Fischa vom 03.08.2015
mit Heinrich WICKE,
MinR. iR RegR. Mag. jur. Manfred HOZA
Dr. Irene HALAK SWOBODA – Psychotherapeutin – http://www.therapieswob.at
Dr. Andrea KDOLSKY
weitere Infos unter http://www.mose.at/

siehe auch

Mobbing Selbsthilfegruppe – 5.Teil mit Dr. Andrea KDOLSKY

Tags: Psychotherapie

Mobbing Selbsthilfegruppe -3.Teil- MinR. iR. RegR. Mag. jur. Manfred HOZA

Mobbing Selbsthilfegruppe in Enzersdorf/Fischa vom 03.08.2015
mit Heinrich WICKE,
MinR. iR RegR. Mag. jur. Manfred HOZA – http://manfred-hoza.jimdo.com/artikel/
Dr. Irene HALAK SWOBODA
Dr. Andrea KDOLSKY
weitere Infos unter http://www.mose.at/

siehe auch

Mobbing Selbsthilfegruppe – 4.Teil mit Dr. Irene HALAK SWOBODA

Tags: Gleichberechtigung Gleichstellung – Diskriminierung – Beamte – Gerichtsverfahren – Justiz – Schadenersatz – Gericht –  Gesetze Österreich