Amokfahrer Prozess „Danke an die Geschworenen“, . . .

. . . sagt die Famile des getöteten kleinen Buben, Valentin.

Artikel:

Eltern: „Wir bedanken uns bei den Geschworenen“

Sie waren nicht in der Lage, in der Verhandlung gegen den Grazer Todeslenker Alen R. auszusagen. Das Leid der Eltern des kleinen Valentin, den der Amokfahrer ermordet hat, muss unvorstellbar groß sein.
Jetzt übermittelte das Ehepaar der „Krone“ über ihren Anwalt Bernhard Lehofer eine Stellungnahme zum Ausgang des Prozesses.

Totenstill war es im Gerichtssaal, als am Freitag vor einer Woche die Zeugenbefragungen zum Tod des Vierjährigen stattfanden. Der beste Freund des Vaters des Buben übernahm diese fürchterliche Aufgabe. Er war bei dem Drama dabei.

Vor der Polizeistation in der Schmiedgasse hielt Alen R. an und ließ sich festnehmen.
Foto: Christian Jauschowetz

„Ich sah Leute zur Seite springen und dann die Motorhaube des grünen Wagens, Valentin muss ein bisschen hinter mir gewesen sein“, schluchzte er. Das Kind hatte keine Chance: Es wurde von dem zwei Tonnen schweren SUV überrollt, war sofort tot.

Alen R. zum Zeitpunkt der Amokfahrt und vor Gericht
Foto: APA/ERWIN SCHERIAU/APA-POOL, Kronen Zeitung

„Gibt keine irdische Gerechtigkeit für Alen R.“

Das Leben seiner Eltern seitdem? Sie würden es nicht schaffen, sich in die Nähe des Orts der Tragödie zu begeben, schilderte ihr Anwalt Bernhard Lehofer am letzten Prozesstag. Die Reaktion des Ehepaars auf das Urteil? „Es ist für uns keine Genugtuung“, sagen sie, „aber wir sind erleichtert darüber, dass die Person, die unseren geliebten Valentin umgebracht hat, zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde und damit keinem anderen Menschen mehr das Leben nehmen wird. Wir bedanken uns bei den Geschworenen für ihre Entscheidung.“ Weiters erklären sie jedoch: „Daran, dass es für Alen R. eine irdische Gerechtigkeit geben kann, glauben wir nicht.“

01.10.2016, 16:30

Martina Prewein, Kronen Zeitung/red
http://www.krone.at/oesterreich/eltern-wir-bedanken-uns-bei-den-geschworenen-tragoedie-um-valentin-story-532276

Sexuelle Übergriffe im Kinderheim Salzburg

Sexuelle Übergriffe auf Mädchen: 15 Monate teilbedingte Haft

Ein 22-jähriger Halleiner hat sich wegen geschlechtlicher Nötigung und sexueller Belästigung von insgesamt sechs Frauen verantworten müssen. Der Angeklagte ist bereits rechtskräftig zu 15 Monaten teilbedingter Haft, davon vier Monate unbedingt, verurteilt worden.

Heute Prozess am Landesgericht: Sexuelle Übergriffe auf Mädchen in Salzburger Internat

Heute Prozess am Landesgericht: Sexuelle Übergriffe auf Mädchen in Salzburger Internat   Foto © APA

Der Bursch drang laut Anklage vermummt in das Zimmer von schlafenden Mädchen eines Internats ein und berührte sie unsittlich. Weiters soll er sich vor zwei Frauen selbst befriedigt haben.

Laut Staatsanwältin Barbara Fischer ist es am 30. November 2015 gleich zu drei sexuellen Übergriffen im Kolpinghaus in der Stadt Salzburg gekommen. Der Bursch, der in der Nachbarschaft wohnte, klopfte in den Nachstunden an die Zimmertüren des Internates. Wer aufwachte und öffnete, wurde bedrängt. Sein erstes Opfer drückte er auf den Boden, nachdem er die Zimmertüre versperrt hatte. „Er versuchte, dem Mädchen die Kleider herunterzureißen, um die Geschlechtsteile zu betasten“, schilderte Fischer. Der 17-Jährigen gelang es schließlich, den Angreifer aus dem Zimmer zu schieben.

Mädchen wurden nicht verletzt

Das nächste Opfer war erneut eine 17-Jährige. Der Täter öffnete den Reißverschluss seiner Hose und belästigte sie sexuell. Die 17-Jährige flüchtete aus dem Zimmer, doch der Bursch lief ihr nach. Es gelang ihm, dem Mädchen das T-Shirt vom Oberkörper zu reißen. Die junge Frau konnte sich aber letztlich in einem Zimmer einsperren. Das dritte Opfer musste ähnliches über sich ergehen lassen. Der Mann berührte es an der Brust und im Genitalbereich. Schließlich suchte er das Weite. Keines der Mädchen wurde verletzt.

Täter zeigte sich geständig

Bereits einen Tag darauf wurde der Verdächtige nach Hinweisen von Zeugen ausgeforscht. Er zeigte sich vor der Polizei geständig und rechtfertigte sich damit, dass er alkoholisiert gewesen sei. Im Laufe der Ermittlungen wurden dem Halleiner noch drei weitere Übergriffe angelastet: Er soll im März 2014 und Oktober 2015 eine Frau sexuell belästigt und sich vor zwei anderen Frauen selbst befriedigt haben.

Die Staatsanwältin zitierte aus einem Gutachten, wonach der bisher unbescholtene Angeklagte an einer Störung der Sexualpräferenz leidet. Der Schock, mit dem die Frauen auf sein exhibitionistisches Verhalten reagierten, empfinde er als sexuell stimulierend, erläuterte Fischer. In der Befragung durch den vorsitzenden Richter Christian Ureutz  zeigte sich der Bursch heute äußerst wortkarg. Er gestehe die Taten ein, erklärte er zu Beginn des Prozesses am Landesgericht. Mehr Angaben konnte ihm der Richter vorerst nicht entlocken. Der Beschuldigte war verstummt. Schließlich wurde die Öffentlichkeit von der Verhandlung ausgeschlossen.

Urteil

Der Angeklagte ist zu Mittag am Landesgericht Salzburg im Sinne der Anklage zu 15 Monaten teilbedingter Haft, davon vier Monate unbedingt, bereits rechtskräftig verurteilt worden. Der vorsitzende Richter ordnete eine Bewährungshilfe und eine Psychotherapie an. Der 22-jährige Halleiner hatte sich zu den Vorwürfen geständig gezeigt. Er war zum Tatzeitpunkt laut einem Gutachten zurechnungsfähig.

 

22.03.2016 um 12:48 Uhr  4 KommentareSALZBURG

http://www.kleinezeitung.at/k/chronik/oesterreich/4951411/Salzburg_Sexuelle-Uebergriffe-auf-Maedchen_15-Monate

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