Kinderhandel in Deutschland

„Kinder werden nur entzogen wenn die Eltern es misshandelt haben,
so ist es nicht„, sagt Ninja Wagner

Bürgerrechtsbewegung FRKMVG

Es gibt keine Rückführung , weil das Kind sich nach 1,5 Jahren bei den Pflegeeltern eingewöhnt hat?

Gerichtsbeschlüsse über die Rückführung wurden ignoriert vom Jugendamt ? Pflegemutter hat das Kind geschlagen – Richter hat dies ignoriert.

 Seit 10 Jahren habe ich nur begleiteten Umgang.

Demo Hannover, 13-05-2015

Tags: Kinderhandel – Plegeeltern – Jugendamt – Justizopfer – Menschenrechtsverletzung – Behörde – Bürgerrechte – Familienrecht – Familie – Missbrauch mit dem Missbrauch –  Jugendamt Gelsenkirchen

Pflegekinder wurden oft wie Sklaven gehalten

Pflegemutter
Einsamkeit durch Gewalt und Misshandlung: Die Pflegekinder aus Wien wurden jahrzehntelang alles andere als kindgerecht behandelt (Symbolbild)

Nach den Kinderheimen geraten die Pflegeeltern ins Visier. Viele Kinder wurden ausgebeutet. Einige wollen klagen.

 

Sabine spricht von Zwangsarbeit. Als kleines Kind war sie von der Gemeinde Wien zur Pflege aufs Land geschickt worden. „Wir wurden von den Pflegeeltern ausgebeutet“, sagt sie. Ihre Anwältin bereitet bereits eine Klage vor.
Sabine war kein Einzelfall. Hunderte, wenn nicht Tausende Kinder sind in der Nachkriegszeit nicht nur in Heime, sondern auch zu Pflegefamilien verschickt worden. Da wie dort gab es aus heutiger Sicht menschenunwürdige Zustände. Die Ersatzeltern am Land waren oft in vieler Hinsicht nicht besser als die Erzieher in den Heimen.In seinem von der Stadt Wien beauftragten Historiker-Bericht über Kinderheime streift Univ. Prof. Reinhard Sieder auch die Situation der Pflegekinder der 1940er- bis 70er-Jahre. Pflegefamilien, so berichtet Sieder, gehörten meist der sozialen Unterschicht an. „Die meisten der Wiener Pflegekinder wurden in Familien auf dem Land untergebracht.“ In Jennersdorf und Radkersburg im Burgenland seien regelrechte Pflegeeltern-Kolonien entstanden. Bauernfamilien nahmen bis zu zehn Kinder aus Wien in Pflege. Die Historiker-Kommission vermutet, dass das vom Jugendamt bezahlte Pflegegeld für die „Großpflegefamilien“ eine Rolle gespielt hat. Kinder wurden zudem von der Fürsorge in unmenschlichen Zuständen vorgefunden: Verlaust, verwanzt, verkotet.

Bettnässen

Univ-Prof Dr. Reinhard Sieder ist Vorstand des Instituts für Wirfts- uts- und Sozialgeschichte di Wien und Vorsitzer der Hier Historikerkommission.
Sozialforscher R. Sieder – Foto: Julia Schrenk

Alexandra G. kam 1971 im Alter von zwei Jahren vom Wiener Zentralkinderheim zu Pflegeeltern im Südburgenland, wo sie bis zu ihrem sechsten Lebensjahr untergebracht war. „Die haben eine Art Wirtschaft gehabt.“ Stallarbeit stand an der Tagesordnung. Alexandra wurde bald Bettnässerin. „Wenn es wieder passiert ist, hab ich das Leintuch selber waschen müssen.“ War es nicht sauber, rollte die Pflegemutter den nassen Stoff zusammen und schlug damit auf den Rücken des Mädchens ein.

Später kam Alexandra ins Heim in Biedermannsdorf: Prügelstrafen, Essen von Erbrochenen, kaum Schulbildung. Die heute 43-Jährige hat zwei Selbstmordversuche hinter sich und versucht ihr Trauma als Pflege- und Heimkind mit Psychotherapie zu überwinden.

Nach dem Aufbrechen der Vergangenheit von Heimkindern könnte mit dem Historiker-Bericht eine neue Welle der Entschädigungsforderungen auf die Stadt Wien zukommen. Bisher haben sich 117 ehemalige Pflegekinder bei der Opferschutz-Organisation Weisser Ring gemeldet. Alleine im Jahr 1970 waren allerdings 540 Wiener Kinder bei Pflegeeltern in der Hauptstadt und 1341 am Land untergebracht.

Eine Mitarbeiterin der MA 11 (Wiener Jugendamt) habe den Sozialforscher Sieder „überreden“ wollen, „diese kritischen Passagen über die Pflegekinder (aus dem Historiker-Bericht, Anm.) wieder rauszunehmen“, sagt er im KURIER-Interview. Aber Josef Hiebl, Rechtsexperte der MA 11, und Stadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) hätten auf der umfassenden Darstellung der Jugendwohlfahrtsgeschichte bestanden. „Es ist dringend notwendig, dass wir uns dieser Geschichte auch annehmen“, sagt Hiebl. Ein weiteres Forschungskonzept zum Thema „Pflegefamilien“ sei in Ausarbeitung.

Dass blanker Horror bei Pflegeeltern nicht allgegenwärtig war, zeigt das Beispiel von Maria A., 41. Sie kam 1972 mit eineinhalb Jahren zu Pflegeeltern nach Baden bei Wien. Im Gegensatz zu später, als der Lebensgefährte ihrer leiblichen Mutter ihr das Leben zur Hölle machte, wurde sie von dem kinderlosen Paar „liebevoll aufgenommen“. „Ich habe sie bis zum Tod der Pflegemutter regelmäßig besucht.“

„Rechtlos“

KurierFranz Josef Stangl,Missbrauchskinder
Harte Arbeit: Autor F. J. Stangl – Foto: Kurier

„Wir waren rechtlose Knechte“, erinnert sich hingegen Franz Josef Stangl, 59. Er wurde im Alter von fünf Jahren von der Grazer Fürsorge zu Pflegeeltern aufs Land geschickt. Mehrmals wechselte der Pflegeplatz, ehe er bei einer Bäuerin landete, die er nur mehr als „die Hexe“ beschreibt.

„Wir mussten arbeiten wie die Großen.“ Stall ausmisten, Heu einholen. Den ganzen Tag. Zuneigung? Fehlanzeige. Stattdessen gab es Prügel mit dem Ochsenziemer, Essensentzug, schlafen im Stall. Stangl hat diese Erlebnisse in einem Buch verarbeitet („Der Bastard“, Bibliothek der Provinz).

Anerkannt: Pflegeeltern werden gut ausgebildet

APA/HERBERT NEUBAUERAPA5587162-2 - 17102011 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA 317 CI - Josebl von der MA11 anl. der Pressekonferenz denz des Amts für Juged Famd Familie (MA 11) zu den "Mrauchsvorw&orwür Kindem Wiem Wilenberg" am Mon Mg, ag, 17. Oktober 2011 201
„Aufarbeitung“: J. Hiebl, MA 11  Foto: APA/HERBERT NEUBAUER

Die Situation vor 30, 40 Jahren, könne man mit heute nicht mehr vergleichen, heißt es seitens des Wiener Jugendamtes (MA 11). „Wir haben heutzutage ein international anerkanntes Pflegewesen“, sagt Josef Hiebl, Rechtsexperte der MA 11. Gemeinsam mit Fachleuten der EU sei ein Ausbildungsverfahren für Pflegeeltern ins Leben gerufen worden. Etwa die Hälfte der rund 3200 vom Wiener Jugendamt im Obhut genommenen Kinder werden in Pflegefamilien betreut. Die andere Hälfte lebt längst nicht mehr in Heimen, sondern in betreuten Wohngemeinschaften.

„Es ist ja gar nicht so einfach, ein fremdes Kind mit eineinhalb, zwei Jahren aufzunehmen“, sagt eine Sprecherin der MA 11. „Es wurde möglicherweise schlecht betreut oder war von Gewalt betroffen“, zollt sie engagierten Paaren, die Kinder in Pflege nehmen, Respekt.

Derzeit gib es in Wien rund 500 Pflegefamilien. Durch eine Werbekampagne konnten im Vorjahr 77 neue gewonnen werden.

2011 wurden 711 Kinder von der Stadt in Obsorge genommen, 140 kamen zu Pflegeeltern.

 

(KURIER/GEORG HÖNIGSBERGER, JULIA SCHRENK ) ERSTELLT AM 01.07.2012, 17:21
http://kurier.at/politik/pflegekinder-wurden-oft-wie-sklaven-gehalten/792.174

Pflegemutter hat ihre Pflegekinder misshandelt

Schwerter Pflegemutter wegen Misshandlung verurteilt

Von Patricia Prange
Das Gericht hatte keine Zweifel an den Aussagen der Kinder. Die 49-jährige Angeklage bestritt die Übergriffe.

Anfangs ging es den zwei Jungen (9 und 13) bei ihrer Pflegemutter sehr gut. Nichts deutete darauf hin, dass die Schwerterin zu Gewalttätigkeiten neigt. Dann begann die 49-jährige 2014 aber, ihre Pflegesöhne zu misshandeln – schlug sie, trat sie, stopfte ihnen dreckige Wäsche in den Mund. Am Montag wurde die Frau verurteilt.

Das Jugendschöffengericht in Hagen verurteilte die 49-jährige damalige Pflegemutter aus Schwerte zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten. Ob es persönliche Probleme waren oder ob die gelernte Erzieherin plötzlich mit den beiden Jungen überfordert war, konnte das Gericht nur mutmaßen.

Das Hagener Jugendschöffengericht hatte den Fall bereits im Februar anverhandelt. Damals hatte die gelernte Erzieherin zu den Vorwürfen geschwiegen, die Jungen getreten, geschlagen und ihnen die schmutzigen Socken in die Münder gesteckt zu haben, weil sie sie vorher nicht weggeräumt hatten. Das Verfahren wurde bis Montag, 27. April, ausgesetzt, weil die Jungen als Zeugen geladen werden mussten.

Jungen weinen und zittern bei ihren Aussagen

Weinend und zitternd berichteten nun die Kinder von den schlimmen Ereignissen. Weil der Ältere bei den Englisch-Hausaufgaben Fehler gemacht hatte, schlug sie ihm mit dem Buch vor den Kopf. Immer mehr schockierende Details kamen dann ans Tageslicht. Oft durften die Brüder nicht zusammen spielen und bekamen Order, für sich in ihren Zimmern zu bleiben. Taten sie das nicht, trat die Pflegemutter sie in ihrem Jähzorn oder stellte dem Kleinen ein Bein, so dass er hinfiel.

„Sie hat mich gewürgt, weil ich nicht aufgeräumt hatte“

Am 13. April erreichte die Pein ihren Höhepunkt: „Sie hat mich gewürgt, weil ich nicht aufgeräumt hatte“, erzählte der Neunjährige und demonstrierte das, indem er sich an den Kragen seiner Jacke fasste und ganz fest die Hand um seinen Hals legte. Der 13-jährige alarmierte daraufhin seinen Vater per SMS.

Der 34-jährige übergab dem Gericht Ausdrucke des Gesprächsverlaufs. Darin hieß es: „Ich halte das nicht mehr aus. Sie hat ihn schon wieder geschlagen. Bitte hol die Polizei. Ich habe so Angst.“ Der Polizei erklärten die verstörten Jungen, sie wollten lieber ins Heim als bei der Schwerterin bleiben.

Gericht hat keine Zweifel

Die 49-jährige bestritt die Übergriffe. „Ich kann mir nicht erklären, wie die Jungen darauf gekommen sind.“ Das Gericht hatte jedoch keine Zweifel an den Aussagen der Kinder. „Kein Kind geht lieber zurück ins Heim, wenn es sich so eine Geschichte nur ausgedacht hat“, so das Fazit der Richterin.

28.04.2015 | 10:51 Uhr
http://waz.m.derwesten.de/dw/staedte/schwerte/richter-schwerter-pflegemutter-hat-jungen-gequaelt-id10614436.html?service=mobile
Tags: Pflegekinder – Pflegeeltern – Gewalt, Gewalt weibliche Frauen, Jugendamt Artikel, Justiz, Kinder, Kinderrechte, Kinderschutz, Kindesabnahme Gefährdungsmeldung, Kindesmissbrauch, Kindeswohl, Menschenrechtsverletzung, Pflegeeltern, Pflegekind, Strafverfahren, Vaterlose Gesellschaft, Väter Artikel

Pflegekind klagt Land Vorarlberg

Eine 53-jährige Frau klagt das Land Vorarlberg auf Schmerzensgeld.
Monika S. lebt heute in Niederösterreich, ist aber bei einer Pflegefamilie in Dornbirn aufgewachsen.
Dort soll sie von der Pflegemutter schwer misshandelt und vom Stiefbruder sexuell missbraucht worden sein.

heute mittag 18.08.2014