Keine Namensänderung des Kindes bei Trennung der Eltern

Keine Namensänderung des Kindes bei Trennung der Eltern

Koblenz (jur).


Trennen sich Eltern, ist dies noch kein Grund für eine Namensänderung des gemeinsamen Kindes. Nur bei schwerwiegenden Gründen kann Anspruch auf eine Namensänderung bestehen, entschied das Verwaltungsgericht Koblenz in einem am Mittwoch, 26. Juli 2017, bekanntgegebenen Urteil (Az.: 1 K 759/16.KO). Die Koblenzer Richter lehnten es damit ab, dass ein elfjähriges Kind seinen Doppelnamen aufgibt und nur noch den Namen der Mutter führt.

Die Mutter hatte angegeben, die Namensänderung sei der Wunsch der Tochter. Durch den Nachnamen des Vaters in seinem Doppelnachnamen fühle es sich nach der Trennung der Eltern nun aus dem Familienverband ausgeschlossen. Außerdem werde das Kind deshalb in der Schule gehänselt.

Die zuständige Verbandsgemeinde Rhein-Mosel gab dem Antrag der Mutter schließlich statt. Damit war jedoch der Vater nicht einverstanden und zog vor Gericht.

Nachteile aufgrund des Doppelnachnamens wurden nicht plausibel dargelegt

In ihrem Urteil vom 18. Juli 2017 entschieden die Koblenzer Richter, dass keine schwerwiegenden Gründe für eine Namensänderung vorliegen. Schulische Probleme des Kindes aufgrund des Doppelnachnamens seien nicht plausibel dargelegt worden. Nach Angaben der Lehrer gebe es auch keine Hänseleien.

Auch dass das Kind wegen des Doppelnamens aus dem bestehenden Familienverbund ausgeschlossen werde, sei nicht erkennbar. So habe eine Gutachterin keine Hinweise dafür feststellen können, dass das Kind kein gutes und enges Verhältnis zu den anderen Familienmitgliedern mehr habe.

Die Beibehaltung des „Namensbandes“ zwischen der Tochter und dem Vater sei schließlich für die Persönlichkeitsentwicklung und spätere Selbstfindung förderlicher als dessen Durchtrennung, urteilte das Verwaltungsgericht.

27.07.2017, 09:47 | Familie & Erben | Jetzt kommentiere
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Eltern Kinder-Nachweis bei ungleichen Nachnamen

Bei ungleichen Nachnamen

Grenzbeamte verlangen von Eltern Kinder-Nachweis

Familie Flughafen

Vorsicht, wenn Eltern und Kinder verschiedene Nachnamen haben (Foto: ÖAMTC)

Schreck für eine Mutter, die mit ihren Sohn nach England reiste: Ein Grenzbeamter fragte, ob sie beweisen könne, dass das Kind wirklich ihres ist – denn die Nachnamen waren unterschiedlich!

Eine Niederösterreicherin musste vergangene Woche am Flughafen London-Heathrow auf die Gnade der Beamten hoffen, um ins Land gelassen zu werden: Sie hatte bei ihrer Hochzeit ihren Mädchennamen behalten und reiste mit dem ehelichen Sohn, der den Nachnamen des Vaters trägt. Wenn aber Kind und Eltern(teil) nicht denselben Familiennamen haben, verlangt Großbritannien – wie auch Bosnien und Serbien – einen Nachweis der Elternschaft. So soll Kindesentführungen vorgebeugt werden.

„Am besten sind eine Kopie der Geburtsurkunde und eine schriftliche Bestätigung des anderen Elternteils“, erklärt ÖAMTC-Touristikexpertin Kristina Tauer. Wer dies nicht dabeihat, kann von der Polizei angehalten werden.

„Die Gesetze sind nicht ganz neu, aber kaum bekannt“, sagt Tauer. Vollmachten der Eltern werden in weit mehr Ländern verlangt, wenn minderjährige Kinder alleine oder mit anderen Personen, wie etwa Großeltern, reisen. Wo dies notwendig ist, erfährt man auf der Internetseite des ÖAMTC und bei den für das jeweilige Land zuständigen Botschaften.