Frauenvolksbegehren braucht wirklich kein Schwein.

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Frauenvolksbegehren
Es gibt doch eh eine Frauenministerin – wozu also? – Kunstsinnig

Ein Frauenvolksbegehren 2.0 braucht wirklich kein Schwein.

Sie wird das Frauenvolksbegehren also nicht unterzeichnen, die Frauenministerin. (Es gilt die Unschuldsvermutung.) Ein Skandal! Aber sollte man nicht erst einmal abwarten, bevor man die Juliane Bogner-Strauß für etwas verurteilt, was sie eigentlich noch gar nicht – nicht getan hat? Nämlich abwarten, ob die Initiatorinnen die 8401 Unterstützungserklärungen zusammenkriegen? Ob es überhaupt etwas geben wird zum Nichtunterschreiben? Brauchen tun wir das Ganze jedenfalls nicht.

Denn wofür haben wir eine Frauenministerin? Die wird das mit der Gleichstellung schon machen. Ist schließlich ihr Job. Außerdem steht das doch eh alles im Regierungsprogramm. Unter „Frauen“. (Fast alles. Die Gratis-Abtreibung halt nicht.) Türkis und Blau wollen gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bla, bla, bla. Und das, was die Frauen leisten („wie beispielsweise in der Erziehung, Pflege, Bildung, Wirtschaft, Umwelt oder in ehrenamtlichen Tätigkeiten“), soll endlich mehr gewürdigt werden.

Wobei: Ob es echt so g’scheit ist, den Frauen weiterhin die Erziehung des Nachwuchses zu überlassen? Generationen von Müttern (und Kindergartentanten und Volksschullehrerinnen) haben’s doch offenbar nicht geschafft, den Mädchen und Buben beizubringen, dass die mit dem Spatzi und die ohne gleich viel wert sind. Sonst wäre das Patriarchat ja längst Geschichte. Und wir könnten die Frauenministerin getrost auf den Mond schießen. Man sollte eventuell verpflichtende Wertekurse im Rahmen des Mutter-Kind-Passes andenken.

Apropos Pass: Was passt der Feministerin denn nicht am Volksbegehren? Na ja, zum Beispiel die geforderte Geschlechterquote von 50 Prozent auf allen Ebenen (auf den Wahllisten, in den Aufsichtsräten . . .). Gut, die stört mich auch. Erstens sollte das „Frauenquote“ heißen und die müsste zweitens 51 Prozent betragen. Entsprechend dem Anteil der Frauen an der Bevölkerung. In der haben sie ja die absolute Mehrheit. „Jeder zweite Sitz am Entscheidungstisch“ – wie bitte? Warum nicht jeder erste? Typisch. Sogar bei der Gleichberechtigung sollen sich die Frauen mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Ach so, die 50 Prozent gehen ihr zu weit. Hm. Vielleicht sollte man einen Wertekurs für Frauenministerinnen einführen. (Oder einen Rechenkurs: 100 Prozent, geteilt durch zwei, ist?)

Die 30-Stunden-Woche ist aber tatsächlich eine Schnapsidee. Okay, berufstätige Frauen hätten mehr Zeit für den Haushalt und müssten nicht irgendeinen schlecht entlohnten Teilzeitjob annehmen. Stress hätten sie trotzdem mehr. Mit ihren männlichen Kollegen. Die noch am Freitag voll reinhackeln müssen, während sie selber bereits am Donnerstagnachmittag ins Wochenende abhauen dürfen und daheim nachher ein bissl bügeln tun und kochen und ihre vorm PC hockenden Gschrappen abstauben.

Was? 30 statt 40 Wochenstunden für alle? Für die Männer ebenfalls? Wie ungerecht. Drücken sich dauernd vor der Hausarbeit und kriegen dafür zur Belohnung zehn Stunden Freizeit zusätzlich. Oder ist die Idee, dass die dann plötzlich anfangen zu putzen? Halbe-halbe und so. Der Staat sollte lieber allen vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen (ohne Binnen-I, wohlgemerkt) eine Putzfrau zahlen. Und würde obendrein noch Arbeitsplätze schaffen. In der Reinigungsbranche. Gern auch für Männer.

Von Claudia Aigner, vom 08.02.2018, 16:05 Uhr

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/glossen/946002_Es-gibt-doch-eh-eine-Frauenministerin-wozu-also.html

Tags: Feministin – Feminismus – Gleichberechtigung – Gleichstellung – Frauenquote – Genderwahnsinn – Regierung ÖVP – FPÖ – Frauenpolitik –  Gesetze Österreich – Vaterschaft – Vaterlose Gesellschaft

 

Flexibleres Kindergeld-System und mehr Anreize für Väter, in Karenz zu gehen

Mehr Geld für längere Väter-Karenz.
Kindergeld-Reform: Wenn sich Väter und Mütter die Baby-Zeit in etwa gleich aufteilen, winkt künftig ein finanzieller Bonus.


Ein flexibleres Kindergeld-System und mehr Anreize für Väter, in Karenz zu gehen – das wünschen sich Eltern u. a. laut einer Studie, die im Auftrag des Familienministeriums durchgeführt wurde (siehe Grafik). Die Regierung will – zumindest einen Teil der Forderungen – im Zuge der Reform des Kinderbetreuungsgeldes umsetzen. Im Herbst sollen die Verhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP abgeschlossen werden. Mitte 2016 soll das sogenannte Kindergeld-Konto realisiert werden. Der KURIER skizziert schon jetzt, wie es ausgestaltet sein wird.

Familienministerin Sophie Karmasin umschreibt das zentrale Ziel der Kindergeld-Reform im KURIER-Gespräch so: „Wir wollen eine individuellere Wahlmöglichkeit schaffen, und die Väter-Beteiligung muss durch das neue Kindergeld-Konto gestärkt werden.“

Kindergeld-Konto

Vorweg: Das einkommensabhängige Kindergeld bleibt erhalten. Die vier anderen Fix-Varianten wird es aber nicht mehr geben (siehe Grafik). Stattdessen ist ein Gesamtbetrag auf einem Kindergeld-Konto vorgesehen. Wie hoch dieser sein wird, steht noch nicht fest. Karmasin spricht von einem „mittleren Wert“.

Derzeit bekommen Eltern in Summe zwischen 13.800 und 15.700 Euro – je nach Kindergeld-Variante, wenn auch die Väter in Karenz gehen. Man kann also bei einem „mittleren Wert davon ausgehen, dass rund 14.000 Euro auf dem Konto stehen werden. Mehr Mittel als derzeit wird es jedenfalls nicht geben, das hat Karmasin schon zu Beginn der Verhandlungen kundgetan.

Das Geld vom Kindergeld-Konto kann künftig zwischen 12 und 36 Monaten nach der Geburt des Kindes in Anspruch genommen werden. Je kürzer die Eltern daheim bleiben, desto höher wird der monatliche Betrag sein; je länger, desto niedriger. Aber: Damit die Eltern das Kindergeld zur Gänze lukrieren können, müssen Väter „20 bis maximal 25 Prozent“ (Karmasin) der Karenzzeit übernehmen. Derzeit sind es im Schnitt 17 Prozent. Die SPÖ plädiert für 33 Prozent. Das lehnt die ÖVP-Ministerin ab.

 

Wechselmöglichkeit

Entscheidet man sich derzeit für eine der fünf Kindergeld-Varianten, hat man nur zwei Wochen Zeit, das zu ändern. Das heißt, wenn man beispielsweise kürzer daheimbleiben möchte, als ursprünglich geplant, weil man früher als erwartet einen Kinderbetreuungsplatz bekommt, fällt man um Geld um. „Künftig wird es innerhalb des ersten Jahres möglich sein, zumindest einmal zu wechseln„, kündigt Karmasin an. Der Restbetrag auf dem Kindergeld-Konto wird einfach auf weniger oder mehr Monate als geplant, aufgeteilt.

Bonus für Väter-Karenz

Um mehr Männer länger in Karenz zu bringen, soll es einen „Partnerschaftsbonus“ geben. Derzeit bleiben die Väter meist nur zwei oder drei Monate beim Nachwuchs. Wenn Mutter und Vater in etwa gleich lang zu Hause bleiben, sollen sie künftig dafür finanziell belohnt werden – mit einem „relevanten Geldbetrag“, sagt Karmasin. Wie hoch dieser sein wird, stehe noch nicht fest.

Papa-Monat

Ob künftig alle Väter nach der Geburt eines Kindes vier Wochen daheim bei ihrer Familie bleiben dürfen, wie es bei den Beamten der Fall ist, ist offen. Das werde zwischen Sozialminister Hundstorfer und Wirtschaftsminister Mitterlehner verhandelt, sagt Karmasin.

Unternehmen motivieren

In vielen Betrieben ist es noch nicht gern gesehen, wenn Väter in Karenz gehen. In der Umfrage des Familienministeriums sagten nur 25 Prozent der befragten Eltern, dass es in ihren Firmen unterstützt werde, wenn Väter einige Zeit beim Nachwuchs bleiben. Karmasin möchte daher Unternehmen stärker vermitteln, dass nicht nur die Männer davon profitieren. Karenz-Väter kämen oft „mit neuen Kompetenzen“ zurück in den Job: „Sie sind zufriedener, teamfähiger – und stressresistenter“.

Infos für Väter-Karenz

Mit dem Mutter-Kind-Pass sollen Eltern künftig auch eine Broschüre „mit ausführlichen Informationen zur Väter-Karenz erhalten“, kündigt die Familienministerin an.

 

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