Kindesentführung Tirol – Russland wegen Doppelstaatsbürgerschaft?

1.Artikel: Obsorgestreit

Streit um Obsorge: Kinder aus Tirol sind jetzt in Russland

Hohe Wellen schlägt der Fall einer Russin, die ihre Tiroler Kinder außer Landes gebracht hat. Im russischen TV erhebt sie schwere Vorwürfe gegen den sorgeberechtigten Vater

Mutter Alexandra gab dem russischen Sender ntv ein langes Interview und beschuldigt den Tiroler Thomas G. schwer.

© ntv Mutter Alexandra gab dem russischen Sender ntv ein langes Interview und beschuldigt den Tiroler Thomas G. schwer.

Innsbruck – Der Rechtsvertreter von Thomas G, dessen Ex-Frau im Oktober die Kinder entgegen seinem Willen außer Landes gebracht hat, war ob der Beiträge in den russischen Medien fassungslos. „Es ist eine Sauerei, was die Mutter tut und wie sie die Kinder instrumentalisiert. Die Vorwürfe gegen den Vater wurden schon in Österreich widerlegt“, betont Anwalt Mathias Kapferer.

Die Tiroler Tageszeitung berichtete am 24. Dezember 2017 von einem Obsorgestreit, der eskaliert war. Die russische Mutter brachte das Mädchen (9) und den Buben (6), die in Tirol aufgewachsen sind, außer Landes. Das, obwohl das Gericht zu dem Schluss gekommen war, die Obsorge dem Vater zu übertragen. Ein Gutachter hatte erklärt, dass die 37-Jährige nicht erziehungsfähig sei. Der Beschluss des Gerichtes wurde aber nicht sofort exekutiert, die Frau die schon länger Vorbereitungen zur Flucht getroffen hatte, tauchte mit den Minderjährigen unter. Der Vater hatte damals den Behörden Untätigkeit vorgeworfen und die Mutter via TT angefleht, ihm wenigstens zu sagen, wo die Kinder seien und ob es ihnen gut gehe. Nun weiß er wenigstens, dass seine Kinder in Russland sind.

Die Mutter wandte sich an den russischen Sender ntv und rechtfertigte ihre Flucht damit, dass der Vater und dessen Bruder die Kinder missbraucht hätten. Die österreichischen Behörden hätten das Verfahren fallen gelassen und dem Vater das Sorgerecht zuerkannt. Sie sei gezwungen gewesen zu fliehen, um ihre Kinder zu schützen. Die Sichtweise des Vaters wurde mit keinem Wort erwähnt, die österreichischen Behörden nicht befragt, der Vater indes voll kenntlich abgebildet. Der Tiroler Anwalt dazu: „Wie mit den Persönlichkeitsrechten des Vaters umgegangen wird, wäre bei uns undenkbar und spottet jeder Beschreibung.“ Eine russische Juristin sagte auf ntv, dass man gegen den Vater in Österreich ermitteln werde, weil russische Kinder überall geschützt werden müssten.

Kanzleimitarbeiterin Marion Battisti hält zu den Anschuldigungen fest: „Es gibt mehrere Gutachten, die die Vorwürfe der Mutter widerlegen. Das sind keine Gutachten, die der Vater in Auftrag gegeben hat, sondern sie stammen von einem gerichtlich bestellten Gutachter mit viel Erfahrung.“

Auch Gabriele Herlitschka von der Jugendhilfe der Stadt Innsbruck erklärt: „Das Verfahren wegen Missbrauchs gegen den Vater wurde schon im Mai 2016 von der Staatsanwaltschaft eingestellt, die Vorwürfe waren in keiner Weise beweisbar.“ Thomas G. ist von den Anschuldigungen seiner Ex-Frau erschüttert, aber erleichtert, dass die Kinder in Sicherheit zu sein scheinen.

Ein Artikel in dem russischen Massenblatt Komsomolskaja Pravda zeigt die Kinder neben einem Kalb, mit der Bildunterschrift „Jetzt sind die Kinder schon in Russland“. „Seit Februar ist der Obsorgebeschluss des Gerichtes in Österreich rechtskräftig. Das heißt, dass die Mutter die Kinder entführt hat. Die österreichischen Behörden haben die Erziehungsfähigkeit des Vaters und der Mutter mit größter Sorgfalt geprüft“, so Battisti. Demnach sei der Vater in der Lage, die Kinder hauptverantwortlich zu betreuen. Ein Verbleib der Kinder bei der Mutter stelle eine Kindeswohl-Gefährdung dar. Die TT hat mit Natalja Varsegova von dem Blatt gesprochen. Sie habe eine Stunde mit der Mutter telefoniert. Diese erklärte, der Vater habe die Kinder missbraucht, eine Psychologin hätte das bestätigt. „Ich habe versucht, die Mutter erneut zu erreichen, das war nicht möglich. Mir wurde gesagt, sie versteckt sich. Ich frage mich, ob ihre Anschuldungen ganz korrekt sind“, so die Chefredakteurin. Teile der russischen Community in Tirol halten zur Mutter. Im TV sagte diese, sie habe fliehen müssen, um Schlimmeres zu verhindern. „Selbst wenn der Vater das Sorgerecht bekommen hätte, wäre der Mutter ein Besuchsrecht sicher gewesen“, so Kapferer.

Die Frau werde per Interpol gesucht, man wolle eine Rückführung der Kinder nach Österreich. Die Mutter ist sich der Tragweite ihrer Flucht bewusst. „Die österreichischen Behörden werten das als Entführung, mir drohen bis zu zehn Jahre Haft.“ Bei diesem Obsorge-Krimi stehen die Opfer schon fest: Es sind die beiden Kinder.

Von Alexanda Plank, Tiroler Tageszeitung vom So, 18.03.2018
http://www.tt.com/panorama/verbrechen/14133007-91/kinder-aus-tirol-sind-jetzt-in-russland.csp

2.Artikel: Tirol

Mutter entführte Tiroler Kinder, Vater klagt Behörden an

Nach Streitigkeiten bekam Thomas G. im Herbst die Obsorge für seine zwei Kinder. Die Mutter brachte sie indes außer Landes.

Einem Tiroler wurden seine beiden Kinder durch die russische Mutter entzogen. (Symbolfoto)

© Getty Images/iStockphoto Einem Tiroler wurden seine beiden Kinder durch die russische Mutter entzogen. (Symbolfoto)

Innsbruck – Thomas G. ist verzweifelt. Seit Mitte Oktober hat er keine Ahnung, wo sich seine Frau und seine Kinder, ein Mädchen (9) und ein Bub (6), befinden. Seit November 2016 zieht sich die Causa hin, die mit der Außerlandesbringung der Kinder ihren traurigen Höhepunkt erreichte. Kurz zuvor hatte der Innsbrucker das alleinige Sorgerecht für seine Kinder bekommen. „Ich bin fassungslos, dass das nicht sofort exe­kutiert wurde. Alles hat darauf hingewiesen, dass meine Frau mit den Kindern weg will“, sagt Thomas G. Er sei zur Polizei gegangen, zum Gericht, zur Jugendhilfe und habe auf die prekäre Lage hingewiesen. „Ich habe geschrien, geweint, gebettelt, dass mir jemand hilft, aber es hat nur geheißen, dass den Behörden die Hände gebunden seien.“

Der Vater wurde während des ganzen Verfahrens von der Innsbrucker Kanzlei Tschütscher-Kapferer vertreten. Dort überlegt man, ob man gegen das Vorgehen des Bezirksgerichtes und der Kinder- und Jugendhilfe ein Strafverfahren einleiten soll. Argumentiert wird mit dem Tatverdacht der Beitragshandlung und dem Verdacht auf Amtsmissbrauch.

Das ergibt sich daraus, dass bereits im Mai der beauftragte Gutachter in ungewöhnlicher Klarheit darauf aufmerksam machte, dass die Frau nicht erziehungsfähig sei. Deshalb würde ein Verbleib der Kinder bei der Mutter das Kindeswohl gefährden. Trotzdem blieben die Kinder bei der Mutter, obwohl der Vater gegenüber den Behörden keinen Zweifel daran gelassen hat, dass er die Kinder aufnehmen würde und auch damit einverstanden gewesen wäre, dass die Kinder übergangsmäßig in eine Betreuungseinrichtung kämen. Das Sorgerecht wurde dem Vater erst fünf Monate später zuerkannt. Auch das bedeutete aber nicht, dass der Vater die Kinder zu sich nehmen konnte. Das Gericht veranlasste nicht, dass die Entscheidung sofort wirksam wurde. Der Vater resümiert: „Ich habe keine Ahnung, wo meine Kinder sind, wie es ihnen geht, nur weil eine Richterin den Zusatz, dass die Kinder der Mutter sofort entzogen werden, verabsäumt hat.“ Nach Ansicht der Anwälte von Thomas G. wäre genau dieser Zusatz erforderlich gewesen.

Auf Anfrage beim Bezirksgericht, ob in dieser Causa einiges schief- gelaufen sei, erklärt Pressebeauftragte Georgia Stix-Jaudl: „Es gibt einen Sorgerechtsstreit betreffend die beiden Kinder. In erster Instanz wurde dem Vater das Sorgerecht zugesprochen. Diese Entscheidung wurde von der Mutter bekämpft, der Akt liegt beim Landesgericht.“ Stix-Jaudl rollt die Geschichte auf: Die Kinder lebten bei der Mutter, die österreichischen Pässe der Kinder liegen aktuell bei Gericht. Möglicherweise gebe es russische Pässe, wenn eine Doppelstaatsbürgerschaft vorliegt. Stix-Jaudl will niemandem einen Vorwurf machen, sagt aber: „Hätte Gefahr im Verzug bestanden, hätte die Jugendwohlfahrt agieren können.“ Grundsätzlich könne aber nicht bei jedem Sorgerechtsstreit, und solche werden häufig erbittert geführt, eine Kindesabnahme gesetzt werden. Auch sei die Rechtskraft der Entscheidung abzuwarten, um die Kinder keinem ständigen Wechsel auszusetzen.

Die Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Innsbruck, Gabriele Herlitschka, sieht seitens ihres Amtes kein Versagen. „Wir konnten akut leider nichts tun. Die jetzige Situation ist natürlich schrecklich für den Vater. Alle Beteiligten haben jedoch formalrechtlich richtig gehandelt.“ Auch wenn es ein schwacher Trost sei, werde diese Causa wohl dazu führen, dass man künftig noch alarmierter sein wird. „Wir konnten die Kinder der Mutter nicht abnehmen. Dieses weitreichendste Mittel darf nur bei unmittelbar drohender Gefahr für das Leben der Kinder angewandt werden und wird vom Gericht zu Recht streng geprüft. Es gab nie Hinweise, dass die Mutter den Kindern etwas antun würde.“

Thomas G. hat indes Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um die Kinder zu finden. International wird nach der Mutter und den Kindern gefahndet. Dass Kinder von einem Elternteil quasi entführt werden, kommt in Tirol rund fünfmal pro Jahr vor. Der Tiroler hofft, dass Bekannte zu seiner Frau Kontakt haben und ihr ins Gewissen reden. Er überreicht eine schriftliche Stellungnahme: „Ich bin fassungslos über das fahrlässige Vorgehen und das Desinteresse des Bezirksgerichtes Innsbruck und der Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Innsbruck, mir zu helfen. Mit dem mangelhaften Beschluss des Bezirksgerichts wurde meiner Ex-Frau ausreichend Zeit zur Flucht gegeben. Mit dieser Vorgangsweise werden Kinder nicht geschützt.“ Heute zu Weihnachten wird Thomas G. das Herz besonders schwer werden. Aber er erlaubt es sich, an ein Wunder zu glauben.

Von Alexandra Plank, So, 24.12.2017

http://www.tt.com/panorama/verbrechen/13819447-91/mutter-entf%C3%BChrte-tiroler-kinder-vater-klagt-beh%C3%B6rden-an.csp
Tags: Jugendamt Tirol – Justizopfer – Kindesentführung Österreich Russland

3.Artikel:

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Prozess gegen Gutachter: Geht es doch um Betrug?

Für Überraschung sorgte Richterin Martina Pfarrkirchner im Strafprozess gegen den Psychologen Egon B.
Der Betrugsvorwurf gegen den wegen Falschaussage angeklagten Ex-Gutachter sei für sie nicht ausgeräumt und überschreite ihre Zuständigkeit als Einzelrichterin, so Pfarrkirchner, die durch eine überaus sorgfältige Verhandlungsführung hervorstach.
Die heiße Justizcausa geht nun an das Oberlandesgericht Linz.
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Prozess wegen Falscher Gutachten: Der angeklagte Psychologe Egon B. (rechts) mit seinen Verteidigern Wolfgang Moringer (Mitte) und Mathias Kapferer. Foto: Vogl/Neumayr

„Gutachter hat bei allen nach Störungen gesucht“

Der Prozess-Sachverständige über den angeklagten Gerichtspsychologen Egon B.: Er habe selbst Kleinkindern Persönlichkeitsstörungen attestiert, die Gutachten seien unbrauchbar.

Der wegen Falschaussage angeklagte frühere Gerichtspsychologe Egon B. klagte beim Prozessauftakt in Salzburg über das belastende, seit sechs Jahren gehende Strafverfahren. Die Berichterstattung und das „Internet-Stalking“ seien existenzgefährdend, so der gedrückt wirkende 51-Jährige. Er sei „unschuldig“. Bei seiner Befragung durch Richterin Martina Pfarrkirchner gab B. Einblicke in die Arbeitsweise der Justiz.

„Auf Gerichtsgängen“

1998 wurde er aus einem Hearing als Sachverständiger für Familienrechtsverfahren ausgewählt. „Die  Vorgabe war, Gutachten in drei Monaten zu erstellen, die Standards wurden teilweise auf den Gerichtsgängen erstellt“, so B. Tatsächlich fertigte er „sicher ein Gutachten pro Woche“ an. B. wurde Teil eines einflussreichen Netzwerks, war Mitglied eines runden Tisches aus Justiz und Jugendwohlfahrt, errichtete eine von den Behörden monopolartig gebuchte ambulante Familienbetreuung in Salzburg und OÖ.
Die von B.s Anwälten aggressiv vorgebrachte  Verteidigungsstrategie, dem deutschen Prozess-Sachverständigen Max Steller fachliche Unfähigkeit vorzuwerfen, ging nicht auf. Was der renommierte Gerichtspsychologe  aus dem „Material von vier Umzugskisten“ herausarbeitete, ist vernichtend – und veranlasste auch die Richterin sich als unzuständig zu erklären, da auch schwerer gewerbsmäßiger Betrug vorliegen könnte. Für B. gilt die Unschuldsvermutung.

„Sinnleere Sprache“

Steller sagte bei über 13 Gutachten, sie seien „alle unbrauchbar“. Das beginne bei den „sprachlichen Auflösungserscheinungen, wenn Sätze abbrechen, Absätze sinnleer sind und einem das überall entgegenfällt.“ Noch nie habe er erlebt, „dass jemand einen anderen numerischen Wert in ein Gutachten schreibt, als er erhoben hat“ – B. änderte einen Testwert ab. Dramatisch sei B.s Neigung zur Pathologisierung aller Beteiligten, denen er vielfach Narzissmus und Persönlichkeitsstörungen attestierte. „Da ist ein aufgeregter Vater, eine aufgeregte Mutter, sind die alle gestört? Muss man denen allen ein Störungsetikett umhängen?“ fragte Steller. B. habe „Störungssymptome abgearbeitet“ und nach biografischen Belastungspunkten gesucht, selbst wenn diese nicht da waren. Für Erheiterung sorgte Stellers Einlassung auf die wissenschaftliche Qualität der Gutachten. „Wenn ich bei sechs- bis achtjährigen Kindern eine Persönlichkeitsstörung konstatiere, verlasse ich den wissenschaftlichen Konsens. Und wenn ich bei einem Zweijährigen eine Inkohärenz des Denkens beschreibe, frage ich mich: Woher hat er das?“, so Steller. Das Verfahren geht nun zum Oberlandesgericht Linz.

 

Sonja Wenger

Kommentare (1)
1.
DIE PFLEGSCHAFTSRICHTER GEHÖREN AUF DIE ANKLAGEBANK ! – von perscrutator (7) – Di, 17.03.15, 20:42

Nach diesem durchaus mutigen Unzuständigkeitsurteil von Richterin Martina PFARRKIRCHNER fällt erneut der Schatten des Amtsmissbrauches auf den bereits mehrfach strafrechtlich angezeigten Staatsanwalt der StA Linz ! Denn bereits im Abschlussbericht des ermittelnden Landeskriminalamtes Linz vom 21.4.2009 ist ausdrücklich der Verdacht und Vorwurf des schweren gewohnheitsmäßigen & gewerbsmäßigen BETRUGES auf mehreren Seiten umfangreich dargelegt ! Wieso hat Staatsanwalt Alfred SCHAUMÜLLER alle Augen zugedrückt diesbezüglich und in seinem Strafantrag völig ignoriert, dass serienweiser Großbetrug vorliegt auch noch in Dutzenden anderen Fällen ???Wieso haben die auftragerteilenden Pflegschaftsrichter jahrelang jedweden Hinweis auf Pfusch & Murx bei den Elaboraten von B. mit einer bloßen Handbewegung vom Tisch gefegt ? Bis heute wollen eben dieselben P – Richter noch immer nicht wahrhaben, dass sämtliche im konkreten Strafverfahren betroffenen Gutachten nur Schrott und Mist sind ohne auch nur irgendeinen Wert zur Urteilsfindung ?

Und wie läuft es derzeit in der causa WOLFGANG S. weiter diesbezüglich : nachdem der neuropsychiatrische Begutachter Dr. Ernst GRIEBNITZ zum 3 oder gar 4. Male nun den völlig wehrlosen und schutzlosen Probanden wiederum als völlig lebensuntauglich und somit als “ LEBENSUNWERT “ rundum abgestempelt hat , erweist er sich als getreuer Fortsetzer der vorgegebenen Linie von GROSS & HARRER !

Zusätzlich kommt jetzt die Mutter des Wolfgang und auch sein Bruder Christoph erneut in die erbarmungslose Mühle der familienpsychologischen “ Nachfolgerin “ des großen Gurus EGON : Frau Dr. Ursula RAMSAUER bekam erneut einen Untersuchungsauftrag , bei dessen Lektüre jeder rechtstreuen Seele speiübel wird und man die Kotze nicht mehr zurückhalten kann !

MENSCHENRECHTE existieren überhaupt nicht nach wie vor bei den P – Richtern und im Gefolge auch bei den beauftragten Sachverständigen . Sie haben noch nie etwas gehört von der EMRK und von der UN – BRK , haben noch nie etwas gehört von der inerstaatlichen Patientencharta !

Anklage gegen Gerichtsgutachter – 13. März 2015 – Prozess Salzburg

Schwere Vorwürfe gegen Gerichtsgutachter « DiePresse.com

Anklagevorwurf gegen Salzburger Gerichtsgutachter: 13 falsche Befunde

Wer bekommt die Kinder? Ein nun beschuldigter Gutachter soll den Gerichten - laut Anklage - keine große Hilfe gewesen sein.

Wer bekommt die Kinder? Ein nun beschuldigter Gutachter soll den Gerichten – laut Anklage – keine große Hilfe gewesen sein. / Bild: http://www.BilderBox.com 

Ein 51-jähriger Psychologe, der Gerichtsgutachten „wie am Fließband“ produziert und dabei willkürlich vorgegangen sein soll, steht kommenden Freitag in Salzburg vor Gericht.

Ein ehemaliger Gerichtsgutachter muss sich im Landesgericht Salzburg (Richterin Martina Pfarrkirchner) am Freitag, den 13. März wegen des Vorwurfs der falschen Beweisaussage verantworten. Er soll in Obsorge- und Pflegschaftsverfahren in Salzburg und Oberösterreich mit fragwürdigen Methoden ans Werk gegangen sein und somit 13 falsche Befunde im Zeitraum von 2005 bis 2008 erstellt haben.

Der gebürtige Tiroler B. weist laut seinem Innsbrucker Verteidiger Mathias Kapferer alle Anschuldigungen zurück. Konkret soll er gemäß dem 13-seitigen, der „Presse“ vorliegenden  Strafantrag (ausgearbeitet von der Staatsanwaltschaft Linz, 7 St 109/09x) ausgerechnet in an sich schon besonders sensiblen Pflegschaftsverfahren mangelhafte familienpsychologische Gutachten erstellt haben. Beispiele für die gerichtliche Beauftragung des beschuldigten Psychologen: Streitigkeiten um die Obsorge für Kinder in Folge von Ehescheidungen oder etwa Streitigkeiten um das mütterliche oder väterliche Recht, das Kind/die Kinder nach einer Trennung der Eltern zu besuchen.

Nur „fallunabhängige Routine“

Die Vorwürfe im Einzelnen: B. habe „relevante Akteninhalte willkürlich dargestellt und vielfach keine relevante Aktenanalyse vorgenommen“. Er habe „Zeitpunkte und Zeitdauer von Informationserhebungen nicht ausreichend dargestellt“. Er habe „keine einzelfallbezogene hypothesengeleitete Diagnostik durchgeführt, sondern fallunabhängige diagnostische Routinen vollzogen.“ B. habe weiters, so die Staatsanwaltschaft Linz, „die zentralen Qualitätsgebote für psychologische Diagnostik, nämlich die Forderung nach Transparenz und Nachvollziehbarkeit der für die gutachterlichen Schlussfolgerungen erforderlichen Datenermittlung verletzt“.

Insofern werfen Betroffene dem selbstständigen Psychologen vor, durch idente Textbausteine Gutachten quasi am Fließband fabriziert zu haben. Oft seien die Entscheidungen pauschal zulasten von Vätern gegangen, wird bemängelt. Der Beschuldigte war bis Ende 2009 als Sachverständiger tätig. Er soll mehrere hundert Expertisen verfasst haben. An seinem Fall hatten sich heftige Debatten um das Kindeswohl bei Scheidungen entzündet, Väterrechtler hatten dabei generell Kritik an den Entscheidungen der österreichischen Familiengerichte geübt.

Wer soll für die Kinder sorgen?

Bei den 13 nun zur Verhandlung stehenden Einzelfällen handelt es sich etwa um ein 2007 für das Bezirksgericht Vöcklabruck erstelltes familienpsychologisches Gutachten. Dieses sollte dem Gericht helfen zu entscheiden, welcher Elternteil künftig die Obsorge für die beiden gemeinsamen Kinder, ein kleines Mädchen und ein kleiner Bub, erhalten solle.

In einem anderen Fall (Jahr 2005) sollte ein familienpsychologisches Gutachten, in Auftrag gegeben vom Bezirksgericht Salzburg, dem Richter bei der Beantwortung der Frage helfen, welche Besuchsregelung dem Kindeswohl diene bzw. ob die Aussetzung des Besuchsrechts im Interesse des Kindes liege.

Für den Prozess sind vorerst 16 Zeugen geladen. Das Delikt „Falsche Beweisaussage“, § 288 Strafgesetzbuch, begeht „wer vor Gericht als Zeuge oder, soweit er nicht zugleich Partei ist, als Auskunftsperson bei seiner förmlichen Vernehmung zur Sache falsch aussagt oder als Sachverständiger einen falschen Befund oder ein falsches Gutachten erstattet“. Eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren droht.

10.03.2015 | 11:39 |   (DiePresse.com)
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/4681631/Schwere-Vorwurfe-gegen-Gerichtsgutachter

Tags: Gutachten – Gericht – Egon Bachler – Straferfahren – Salzburg – Sachwalterschaft –