Falschbeschuldigung – Vergewaltigung – Schadenersatz für Jörg Kachelmann – OLG

  • 2010 wurde Kachelmann von einer Ex-Geliebten wegen Vergewaltigung angeklagt – und letztendlich freigesprochen.
  • Jörg Kachelmann wirft „Bild“, „Bild am Sonntag“ und „Bild.de“ vor, auf schwerwiegende Weise gegen seine Persönlichkeitsrechte verstoßen zu haben.

Ralf Höcker

12. Juli um 11:26 ·

 Urteil des OLG Köln: Jörg Kachelmann bekommt von Springer und Bild inklusive Zinsen knapp 513.000 € Geldentschädigung und Schadensersatz! Wir freuen uns für unseren Mandanten, auch wenn diese Summe natürlich nicht ausgleichen kann, was Springer ihm angetan hat.

Um es mal auseinanderzudröseln, weil so viele verschiedene Zahlen kursieren:

395.000,00 EUR Geldentschädigung +
6.319,23 EUR Schadenersatz =
_______________________________
401.319,23 EUR „netto“ +
111.466,43 EUR Zinsen bis 12.07.2016
_______________________________
512.785,66 EUR zu zahlender Gesamtbetrag

Hinzu kommen jeden Tag weitere 60 EUR Zinsen.

Quelle:
https://www.facebook.com/ralf.hoecker/posts/10206671616138812?pnref=story.unseen-section

😉

Artikel:

Prozess gegen „Bild“: Kachelmann erhält 395.000 Euro Entschädigung

Jörg Kachelmann Zur Großansicht DPA

Jörg Kachelmann

Der Springer-Verlag muss Jörg Kachelmann eine Entschädigung in Höhe von 395.000 Euro zahlen. Laut Kachelmanns Anwalt beläuft sich die Gesamtsumme inklusive Zinsen auf 513.000 Euro.

Jörg Kachelmann erhält vom Springer Verlag eine Entschädigung in Höhe von 395.000 Euro. Das hat das Oberlandesgericht Köln am Dienstag verkündet. Laut Kachelmanns Anwalt Ralf Höcker summiert sich die Zahlung mit Schadensersatz und seit 2010 anfallenden Zinsen insgesamt auf knapp 513.000 Euro. Das Oberlandesgericht wollte sich zu den konkreten Zahlen nicht äußern, bestätigte aber, dass seit 2010 Zinsen anfallen.

Was war geschehen?

Jörg Kachelmann wirft „Bild“, „Bild am Sonntag“ und „Bild.de“ vor, auf schwerwiegende Weise gegen seine Persönlichkeitsrechte verstoßen zu haben.

2010 wurde Kachelmann von einer Ex-Geliebten wegen Vergewaltigung angeklagt – und letztendlich freigesprochen.

Die Springermedien hätten – so der Vorwurf Kachelmanns -, vor, während und nach dem Prozess eine Kampagne gegen ihn gefahren, wobei er sich der Schmähkritik ausgesetzt sah und Details aus seinem Intimleben an die Öffentlichkeit getragen wurden.

Das Landesgericht Köln hatte Kachelmann daraufhin im September 2015 eine Entschädigung in Höhe von 635.000 Euro zugesprochen. Es war die höchste Summe, die bislang in einem solchem Verfahren einem Kläger zugesprochen wurde. Kachelmann und sein Anwalt hatten ursprünglich sogar eine Summe von 2,25 Millionen Euro gefordert.

Das Gericht stellte damals fest, Kachelmann sei „durch die Preisgabe von Informationen über sein Sexualleben, durch die teilweise wörtliche Veröffentlichung seines SMS- und E-Mail-Verkehrs und durch die Veröffentlichung von Fotos, die ihn zum Beispiel beim Hofgang in der Justizvollzugsanstalt zeigten, in seiner Intimsphäre, seinem informellen Selbstbestimmungsrecht und seinem Recht am eigenen Bild verletzt worden“.

Der Axel-Springer-Konzern kündigte nach diesem Urteil an, in Berufung zu gehen, mit dem Ziel, die Höhe der Schadensersatzzahlung zu drücken. Auch Kachelmanns Anwalt ging in Berufung – um die Summe in zweiter Instanz auf 950.000 Euro zu erhöhen. Zu Beginn des Berufungsverfahrens kündigte die vorsitzende Richterin jedoch an, dass Kachelmann sich wohl auf eine geringere Summe als die ursprünglich festgelegte einstellen müsse.

Springer war nicht das einzige Haus, von dem sich Kachelmann nach dem Vergewaltigungsprozess verleumdet sah. Entschädigung forderte er auch von anderen Verlagen. Mit Burda einigte er sich 2015 außergerichtlich – über die Konditionen wurde Stillschweigen bewahrt. Mit Springer hingegen scheiterten alle Vergleichsverhandlungen.

 

gia/dpa, Dienstag, 12.07.2016 – 14:49 Uhr

http://www.spiegel.de/kultur/tv/joerg-kachelmann-gegen-die-bild-a-1102548.html
Tags: Falschbeschuldigungen – Missbrauch mit dem Missbrauch – Verleumdung – Feminismus – feministische – Feministin – Genderwahn – Gericht – Gutachten – Sachverständige – Gutachter – Justiz – Justizopfer – Wettermann –

Gender-Theorie versucht die Familie zu zerstören !!! – Synode – Papst Franziskus

Synode: Nein zur Gender-Theorie

Kardinal Rodriguez Maradiaga – AP

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 Die Synode schnappt nach Luft: An diesem Sonntag haben die Väter, nach einer Woche intensiver Beratungen, mal Pause. Ab Montag wird dann, vornehmlich in Arbeitsgruppen, über den zweiten Teil des Synoden-Grundlagendokuments gesprochen. Im Ringen um einen Neuansatz bei der Ehe- und Familienpastoral geht die ordentliche Bischofssynode im Dreischritt vor: „Sehen“, hieß es letzte Woche, da ging’s um die Wahrnehmung der Wirklichkeit von Ehe und Familie. „Urteilen“ ist ab diesem Montag dran, und „Handeln“ heißt es dann ab nächster Woche.
In den ersten Berichten der Arbeitsgruppen, die am Freitag publik wurden, findet sich mehrfach eine scharfe Verurteilung der ‚Gender’-Lehre. Da werde der Begriff ‚Geschlecht’ willkürlich durch das neutralere Wort ‚Gender’ ersetzt, um den biologischen Unterschied zwischen Mann und Frau zu verwischen – mit allen Folgen, die das für das traditionelle Eheverständnis hat. Der honduranische Kardinal Oscar Andrés Rodriguez Maradiaga sagte im Interview mit Radio Vatikan:„Das ist wirklich eine Ideologie, und sie ist gar nicht so neu!
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Im 19. Jahrhundert, als Marx gegen den Kapitalismus kämpfte, setzte sich Engels schon gegen die Familie ein. Dann machte sich Freud daran, den Vater zu eliminieren, und zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wollten außerdem einige radikal-feministische Bewegungen die Mutter und die Mutterschaft beseitigen, als wäre das etwas, von dem Frauen sich befreien müssten. Jetzt also die ‚Gender’-Theorie, die praktisch die Familie zu eliminieren versucht.“
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Der Salesianer-Kardinal, der einer der engsten Berater von Papst Franziskus ist, scheut sich nicht, die ‚Gender’-Theorie als Ideologie zu bezeichnen und sie in eine Reihe mit den großen Ideologien des zwanzigsten Jahrhunderts zu stellen. „Sie ist eine weitere Ideologie, allerdings noch gefährlicher – denn wenn man die Familie zerstört, zerstört man auch die Gesellschaft. Und dadurch würde man zu einem derartigen Individualismus gelangen, dass ein Zusammenleben von Menschen kaum noch möglich wäre!“Nun gibt es auf dieser Synode durchaus auch Stimmen, die die ‚Gender’-Theorie nicht so scharf attackieren und denen es auch Unbehagen bereitet, wenn der Individualismus allzu schwarz gemalt wird. Aus der Betonung der Individualität des Menschen ergäben sich doch durchaus positive Zeichen der Zeit, gab am Freitag etwa die deutsche Sprachgruppe in ihrem Bericht zu bedenken.
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Doch einer Feststellung würde wohl jeder Synodenvater in Rom zustimmen: Ehe und Familie stehen unter Druck, weltweit. Was tun? Der brasilianische Kardinal Odilo Scherer aus Sao Paolo hat da einen Vorschlag:„Eine Idee, die bei uns ziemlich stark ist, wäre die von Verbänden, die sich für die Familie einsetzen. Die einzelnen Familien müssten sich zusammenschließen, Gruppen und Verbände bilden, damit die Familien im öffentlichen und politischen Diskurs besser vertreten sind. Schließlich ist die Familie ja ein politisches Subjekt – nicht nur das Individuum, sondern auch die Familie. Familienverbände müssten sich um die Interessen der Familie kümmern, um die entsprechenden Themen und Bedürfnisse. Dann würde der Staat auch aufmerksamer für Familienbelange sein, und die Familie hätte ein ganz anderes Standing, um ihre Rolle für die Menschen und die Gesellschaft zu spielen.“ 

(rv 11.10.2015 sk)

http://de.radiovaticana.va/news/2015/10/11/synode_nein_zur_gender-theorie/1178392
Tags: Feminismus – Väter – Ehe – Familie – Gesellschaft – Frauenpolitik – Gesetze in Österreich – Gleichberechtigung Gleichstellung – Vaterlose Gesellschaft