Internationalen Konferenz – Shared Parenting 2017 – Doppelresidenz – Wechselmodell

Deutsche Übersetzung durch Google:

Willkommen auf der Internationalen Konferenz über Shared Parenting 2017

Gemeinsame Elternschaft Forschung: Ein Einzug in das Verständnis der Kinder das beste Interesse?

organized by the National Parents Organization and the International Council on Shared Parenting . Organisiert von der Nationalen Elternorganisation und dem Internationalen Rat für Shared Parenting .

May 29 – 30, 2017 | 29. Mai – 30, 2017 | Westin Copley Place Hotel | Westin Copley Place Hotel Gästebewertungen Boston, MA, USA Boston, MA, USA

Anmeldung
–>  http://npo-icsp2017.org/

Gemeinsame Erziehungsgesetze könnten dazu beitragen, die elterliche Entfremdung zu verhindern

gavel

Guest Voices By Guest Voices AL.com Gast-Stimmen nach Gast-Stimmen AL.com
on April 28, 2017 at 2:30 PM, updated April 28, 2017 at 2:48 PM Am 28. April 2017 um 14.30 Uhr, aktualisiert am 28. April 2017 um 14.48 Uhr

Ned Holstein
 Ned Holstein Ned Holstein mit

By Ned Holstein, MD, founder and Chair of the Board of National Parents Organization Von Ned Holstein, MD, Gründer und Vorsitzender des Vorstands der Nationalen Elternorganisation


Mit National Parental Alienation Awareness Day fallen diese Woche, zwei Alabama-Bürgermeister wieder einmal nationale Nachrichten, indem sie diese Woche, 23.-29. April, National Parental Alienation Prevention Week – und wäre es nicht wunderbar, wenn dies die letzte Elteration Prävention sein könnte Woche? Dann konnten wir eine viel fröhlichere Gelegenheit feiern, vielleicht auch die Nationale Glückliche Kinderwoche.

Was ist „elterliche Entfremdung?“ Stellen Sie sich zwei liebende Eltern vor, aber sie kommen nicht zusammen, und sie scheiden sich. Manchmal wendet sich ein Kind, das zuvor das Elternteil liebte, gegen ihn oder sie und bekennt sich, das Elternteil zu hassen. Wir haben das alles leider gesehen.

Wir müssen Kinder vor der Gehirnwäsche schützen, die dieses tragische Ergebnis hervorbringt, das oft lebenslange Konsequenzen hat. In diesem Sinne möchte ich ein großes Dankeschön an Bürgermeister Woody Jacobs von Cullman, Bürgermeister Hollie Kosten von Montevallo und der Alabama Family Rights Association für die Aufmerksamkeit auf die Frage und ihre Konsequenzen für Kinder, die unschuldigen Opfer zu erweitern.

Viel zu oft, die Gerichte bestellen die alleinige Sorgerecht für ein Elternteil nach einem bitteren, Gewinner-nehmen-alle Sorgerecht Schlacht. Weil die nicht-custodial Elternteil hat oft so wenig Zeit mit ihrem Kind, ist die gewinnende Elternteil ermächtigt, den Geist des Kindes gegen die „abwesenden“ Elternteil zu vergiften, die Herzschmerz für Kind und Eltern schafft.

Einmal gegründet, kann die elterliche Entfremdung fast unmöglich sein, umzukehren. Was können Sie über ein Kind tun, das schreit, kämpft und wegläuft, wenn das gezielte Elternteil versucht, sie nach Hause zu bringen? Und welche Art von Therapie kann funktionieren, wenn das Kind dann mit dem beleidigenden Elternhaus nach Hause geht, nur um einer erneuten Gehirnwäsche unterworfen zu werden?

Aber es gibt Möglichkeiten, diese Form von Kindesmissbrauch zu verhindern. Gemeinsame Erziehung – wo Kinder so nah wie möglich mit jedem Elternteil verbringen – ist eine Vereinbarung, die viele Fälle von elterlicher Entfremdung verhindert. Es ist schwierig für jedermann, ein Kind gegen ein Elternteil zu wenden, mit dem das Kind häufige liebevolle Sorge erlebt.

Experten auf der letzten internationalen Konferenz über Shared Parenting schlussfolgerten: „Es gibt Hinweise darauf, dass die gemeinsame Erziehung sowohl die elterliche Entfremdung verhindern kann als auch ein mögliches Heilmittel für bestehende Situationen der elterlichen Entfremdung in getrennten Familien ist …“

Im nächsten Monat werden die renommiertesten Kinderentwicklungsexperten nach der Ehescheidungsvereinbarung aus der ganzen Welt wieder einberufen, diesmal in Boston, um 40 Jahre sorgfältige Forschung von Sozialwissenschaftlern vorzustellen und zu überprüfen und zu prüfen, ob Kinder mit einer gemeinsamen Erziehung besser sind Anordnung.

Diese wissenschaftliche Veranstaltung, die Internationale Konferenz über Shared Parenting 2017 , ist von entscheidender Bedeutung , weil sie das Potenzial hat, die elterliche Entfremdung zu beseitigen. Selten macht eine wissenschaftliche Konferenz die Möglichkeit, das Leben von zehn Millionen Familien drastisch zu verändern. Doch mit fast 50 Kind Entwicklung Wissenschaftler aus 18 Ländern, die Memorial Day Wochenende Konferenz setzt sich auf das zu tun.

Während die gemeinsame Erziehung in den Vereinigten Staaten ungewöhnlich bleibt, ist es seit Jahren die Norm in Schweden und Australien, und mehr als 20 Staaten haben in den letzten Jahren Gesetze vorgeschlagen, um es nach dem Wall Street Journal zu implementieren. In den letzten sechs Monaten z. B. verabschiedete Missouri eine gemeinsame Erziehungsrechnung, und die Kentucky- Legislatur verabschiedete einstimmig einen Gesetzentwurf, der die gemeinsame Erziehung in befristeten Ordnungen beauftragte, die der Gouverneur in diesem Monat in das Gesetz unterschrieb.

Die gesetzgebende Tendenz zur gemeinsamen Erziehung steht im Einklang mit der überwältigenden Forschung, die gemeinsame Elternschaftsvereinbarungen unterstützt. Als ein jüngstes Beispiel, schauen Sie auf den Artikel „Sollten Säuglinge und Kleinkinder haben häufige über Nacht Parenting Zeit mit Väter? Die Politik Debatte und neue Daten“ von Arizona State University William V. Fabricius. Die Erkenntnisse, die in der Zeitschrift Journal of Spiritus, Psychologie, Public Policy und Law veröffentlicht wurden, unterstützen die gemeinsame Erziehung für kleine Kinder stark. Trotz dieser Erkenntnisse vergeben die Gerichte den Müttern fast 80 Prozent der Zeit. Diese Statistik wird zutiefst in Betracht gezogen, wenn man die verheerende Wirkung des alleinigen Sorgerechtsstatus auf Kinder betrachtet, die von der Sorgerecht betroffen sind, die jetzt ein Drittel der Kinder ist. Laut Bundesstatistiken aus Quellen, darunter die US-Zentren für die Krankheitsbekämpfung, das US-Justizministerium und das US-Volkszählungsbüro, Kinder, die von Einzelpersonen erhoben werden, erklären:
• 63 Prozent der jugendlich Selbstmörder;
• 70 Prozent der Jugendlichen in staatlich betriebenen Institutionen;
• 71 Prozent der High-School-Drop-outs;
• 75 Prozent der Kinder in chemischen Missbrauchszentren;
• 85 Prozent der Gefangenen;
• 85 Prozent der Kinder, die Verhaltensstörungen aufweisen; und
• 90 Prozent der obdachlosen und unruhigen Kinder.

Auf der einen Seite haben wir eine ernste gesellschaftliche Krise, dass unsere Familiengerichte so viele Kinder von der Liebe und der Sorge berauben, die sie dringend von beiden Eltern brauchen und wollen, und auf der anderen Seite haben wir Hoffnung: Die Rockstars der gemeinsamen Erziehung Die Forschung wird an der gleichen Stelle zur gleichen Zeit, alle konzentriert sich auf die Identifizierung, was ist am besten für Kinder. Während der Konferenz werden wir endlich die Wissenschaft anstelle von erraten, um zu bestimmen, was im besten Interesse von Dutzenden von Millionen von Kindern ist. Um unserer Kinder willen, ist meine Hoffnung, dass die Gesetzgeber in der ganzen Nation die Konferenzergebnisse beachten, damit der Schmerz der elterlichen Entfremdung vermieden werden kann.

Lassen Sie uns zusammenarbeiten, um die gemeinsame Erziehung der Norm in Alabama und ganz in ganz Amerika zu machen und den Nationalen Elternentwurfs-Bewusstseinstag aus dem Kalender zu löschen.

original english–>
http://www.al.com/opinion/index.ssf/2017/04/shared_parenting_legislation_c.html

Hoffnungen der Väter sind berechtigt

«Die Hoffnungen der Väter sind berechtigt»

Bundesrichter Nicolas von Werdt weiss, wie die alternierende Obhut von Kindern bei getrennten Eltern klappen soll.

«Der Wunsch des Kindes muss berücksichtigt werden», sagt Bundesrichter Nicolas von Werdt. Foto: Franziska Rothenbühler

«Der Wunsch des Kindes muss berücksichtigt werden», sagt Bundesrichter Nicolas von Werdt. Foto: Franziska Rothenbühler

Seit Anfang 2017 gilt das neue Unterhaltsrecht. Damit wird eine Alimentenpflicht auch für ledige Betreuungspersonen eingeführt (Betreuungsunterhalt) sowie die alternierende Obhut, die geteilte Kinderbetreuung bei getrennt lebenden Eltern. Die Gerichte müssen diese prüfen, wenn ein Elternteil oder das Kind dies verlangt. Das Parlament betonte damit das Recht des Kindes auf eine Beziehung zu Vater und Mutter.

Einen Anspruch auf alternierende Obhut gebe es aber nicht, schrieben die Zürcher Gerichte in ihrem Leitfaden zum neuen Unterhaltsrecht.

Anders äussert sich nun Nicolas von Werdt, Präsident der zuständigen Abteilung am Bundesgericht. Seiner Ansicht nach muss die alternierende Obhut ermöglicht werden, wenn sie gewünscht wird und die vom Bundesgericht definierten Kriterien erfüllt sind.

Die Zürcher Gerichte haben einen Leitfaden für das neue Unterhaltsrecht verfasst. Was halten Sie davon?
Es ist gut, dass sich die Gerichte vor Inkrafttreten eines Gesetzes Gedanken machen, nach welchem Muster die Fälle behandelt werden sollen. Es muss aber jeder Fall einzeln geprüft werden. Problematisch wäre es, wenn sich ein Gericht im Urteil auf den Leitfaden berufen würde. Es geht ja darin vor allem um technische Details wie die Berechnung des Betreuungsunterhalts.

Manche Juristen kritisieren das neue Unterhaltsrecht als zu offen formuliert. Wie sehen Sie das?
Als Richter hätte ich mir präzisere Vorgaben gewünscht. Es gibt jährlich 16’000 Scheidungen, viele davon mit Kindern. Rund 500 Fälle landen am Bundesgericht, das sind vergleichsweise wenig. Und zwar deshalb, weil sich die Parteien an der klaren Rechtsprechung orientieren können. Die Gesellschaft hat insgesamt ein Interesse an klaren Regeln, weil nicht jeder Disput vor Gericht ausgetragen werden soll. Nur die hochstrittigen Fälle kommen ans Bundesgericht. Wir fällen die Leiturteile anhand von ausserordentlichen Konstellationen. Deshalb wird es nun eine Weile dauern, bis wieder Klarheit herrscht.

Die Zürcher Gerichte wollen gemäss dem Leitfaden jedenfalls bei getrennten Ehegatten an der 10/16-Regel festhalten. Der Bundesrat will, dass diese Regel überdacht wird. Was sagen Sie?
Die 10/16-Regel besagt, dass der bisher hauptbetreuende Ehegatte erst dann eine Erwerbstätigkeit aufnehmen muss, wenn das jüngste Kind 10-jährig ist; zunächst teilzeitlich und ab dem 16. Altersjahr voll. Diese Regel wurde im Interesse desjenigen Ehegatten entwickelt, der auf eine Erwerbstätigkeit verzichtet hat, um die Kinder persönlich zu betreuen. Es ging um den Schutz des Vertrauens, das ein Ehegatte auf die Fortsetzung der während des Zusammenlebens gemeinsam vereinbarten Arbeitsteilung haben soll; Gedanken an das Kindeswohl standen nicht im Vordergrund. Ich stelle fest, dass das Bundesgericht in den letzten Jahren keinen Entscheid aufgehoben hat nur, weil von dieser Regel abgewichen wurde. Die Gesellschaft hat sich entwickelt. Meine persönliche Prognose ist, dass diese Regel fallen wird.

Der Bundesrat verlangt dies quasi in seiner Botschaft. Wie stark sind die Gerichte daran gebunden?
Ich nehme die Botschaft ernst. Wir haben am Bundesgericht die Aufgabe, neue Grundsätze zu prüfen, die sich für eine Regel eignen. Etwa die deutsche, wonach die persönliche Betreuung nur in den ersten drei Lebensjahren des Kindes im Vordergrund steht, nachher die Kita. Die schweizerische Sozialhilfekonferenz hat diese Grenze per Anfang 2017 sogar auf ein Jahr heruntergesetzt. Wenn das Kind einjährig ist, gilt eine Erwerbsarbeit grundsätzlich wieder als zumutbar. Es ist nun an der Rechtsprechung, ein neues Modell zu entwickeln.

Wird mit dem neuen Gesetz die Berufstätigkeit beider Elternteile gefördert?
Dies darf keine primäre Rolle spielen, die Maxime ist das Kindeswohl. Das Unterhaltsrecht besagt aber, dass die persönliche Betreuung gegenüber der Fremdbetreuung nicht vorzuziehen sei. Damit fördert das Gesetz im weiteren Sinn die Berufstätigkeit der Frauen. Die Mütter sollen demnach arbeiten, wenn sie können. Das ist aber ein Widerspruch zum Betreuungsunterhalt, der gleichzeitig eingeführt worden ist. Denn wenn die Mutter arbeitet und für ihren eigenen Unterhalt aufkommt, hat sie keinen Anspruch auf Betreuungsunterhalt. Dann müssen nur die Kosten für das Kind und dessen Fremdbetreuung aufgeteilt werden. Zentral wird deshalb die Frage sein, wann es der hauptbetreuenden Person unter dem Aspekt des Kindeswohls zuzumuten ist, dass sie wieder arbeiten geht, und ob es quasi ein Wahlrecht gibt, ob sie das Kind selber betreuen will oder nicht. Die Gerichte müssen definieren, ob es dieses Wahlrecht gibt, und wenn ja, bis zu welchem Alter des Kindes.

«Der Wunsch des Kindes muss mitberücksichtigt werden.»

Den Begriff «Kindeswohl» hört man oft. Wissen die Gerichte, was dem Wohl des Kindes dient?
Es gibt Extremsituationen, in denen man es klar sagen kann. Etwa, wenn Gewalt im Spiel ist. Oder bei einem behinderten Kind, das eine gute persönliche Betreuung braucht. Aber sonst ist es schwierig. Kinderpsychologische Studien besagen Sachen, die Sie nicht gern hören würden. Etwa, dass bei Kindern mit Migrationshintergrund Fremdbetreuung von Vorteil ist. Weil sie dann integriert werden und nicht in ihrer Kultur haften bleiben. Oder dass man Kinder von weniger intelligenten Eltern besser von Dritten betreuen lässt als von den eigenen Eltern. Solche Kriterien werden höchstens in Extremsituationen in unsere Rechtsprechung fliessen.

Die Väter machen sich Hoffnungen, weil die alternierende Obhut neu gefördert werden soll. Wie berechtigt sind diese Hoffnungen?
Sie sind sehr berechtigt. Das Bundesgericht hat im letzten Herbst in zwei Leiturteilen die Kriterien dargelegt, anhand deren gemessen werden soll, ob die alternierende Obhut angezeigt ist: Erziehungsfähigkeit, geografische Distanz, bei kleinen Kindern die Möglichkeit der persönlichen Betreuung, Kooperationsfähigkeit und der Wille des Kindes.

Wird das Kind befragt?
Ja, das haben wir im Leiturteil so festgelegt. Der Wunsch des Kindes muss mitberücksichtigt werden. Man muss aber prüfen, ob dieser Wunsch echt ist oder beeinflusst. Denn jedes Kind in einer Trennungssituation ist in einem Interessenkonflikt. Es hat vermutlich beide Eltern gleich gern und will keinen enttäuschen. Der Wille des Kindes kann nur mittels Befragung durch eine Fachperson eruiert werden. Das neue Familienrecht wird vermehrt dazu führen, dass man den Kindeswillen abklärt.

Ein heikler Punkt ist wohl die Kooperationsfähigkeit. Wenn sich ein Elternteil querstellt, kann er die alternierende Obhut verhindern?
Der Umstand, dass sich ein Elternteil gegen eine geteilte Obhut wehrt, reicht nicht aus, um auf die Anordnung der geteilten Obhut zu verzichten. Sonst hätten wir ein Vetorecht, das wollen wir nicht. Doch wenn sich Eltern grundsätzlich und in anderen Kinderbelangen systematisch bekämpfen, ist die alternierende Obhut unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohls fragwürdig.

Wenn ein Elternteil die alternierende Obhut nicht will, muss er also Obstruktion betreiben?
Das würde man merken, und solches Verhalten würde nicht geschützt. Wenn sich ein Elternteil nicht dem Kindeswohl entsprechend verhält, ist seine Erziehungsfähigkeit infrage gestellt. Diese wiederum ist Voraussetzung für die Zuteilung auch der alleinigen Obhut.

Wurde die Erziehungsfähigkeit schon einmal abgesprochen wegen Nichtkooperation?
Ja. Aber es braucht viel dafür. Wir hatten einen Fall, bei dem eine Frau verwarnt wurde, weil sie ihr Kind vom Vater abzuschotten versuchte. Die Bindungstoleranz, also die Bereitschaft eines Elternteils, die Beziehung des Kindes zum anderen Elternteil zu fördern, ist Bestandteil der Erziehungsfähigkeit.

Bei der Frage, wer die Kinder wie häufig sehen darf, ist Stabilität oft ein wichtiger Faktor. Da haben doch die Väter schon verloren – es gibt ja keinen Vaterschaftsurlaub.
Der Mutterschaftsurlaub allein begründet noch keine stabilen Verhältnisse. Die Frage ist, wie die Rechtsprechung mit Fällen umgehen soll, in denen die Väter während der Beziehung die Kinder nicht betreut haben, dies jedoch nach der Trennung tun wollen. In diesen Fällen kommt es darauf an, was die Beweggründe des Vaters waren. Warum hat er davor keine Betreuungsarbeit geleistet, warum will er jetzt? Wenn er beispielsweise voll erwerbstätig war, damit es der Familie finanziell gut geht, obwohl er die Kinder vielleicht gern mitbetreut hätte, dann fällt mit der Trennung seine Hauptmotivation für die Erwerbstätigkeit weg: die Familie. So scheint es legitim, wenn er sein Erwerbspensum reduziert und dafür sorgen will, weiterhin Kontakt zu den Kindern zu haben. Anders sähe es aus, wenn seine Erwerbstätigkeit ausschliesslich karrieristisch motiviert war oder wenn der Vater nur deshalb selber betreuen will, um weniger Unterhalt bezahlen zu müssen.

«Weil wir keine Studie als die richtige anschauen können, müssen wir jeden Einzelfall beurteilen.»

Das Gesetz besagt lediglich, dass die alternierende Obhut auf Wunsch geprüft wird. Laut den Voten im Parlament soll sie aber gefördert werden. Müssen die Gerichte die Materialien berücksichtigen?
Sie müssen sie berücksichtigen. Doch bei der alternierenden Obhut sollten sie nun auf unsere Rechtsprechung abstellen. Das Bundesgericht hat deutlich gesagt, worauf es ankommt.

Muss die alternierende Obhut auf Wunsch verordnet werden, wenn die Kriterien erfüllt sind? Oder können die Gerichte auch sagen: Es läuft doch ganz gut so, also lassen wir das Kind bei der Mutter?
Meine Prognose ist, dass man die alternierende Obhut ermöglichen muss, wenn sie gewünscht wird und die Voraussetzungen gegeben sind. Die Stabilität ist dabei lediglich ein Hilfskriterium.

Kann die alternierende Obhut in strittigen Fällen deeskalierend wirken?
Es gibt Studien, die das sagen. Doch weil wir keine Studie als die richtige anschauen können, müssen wir jeden Einzelfall beurteilen. Wo es keine Geldsorgen gibt, funktioniert die alternierende Obhut grundsätzlich besser. Manche sagen, mit höherem Bildungsniveau funktioniere sie besser und dauerhafter. Zu verstehen, dass man den Kontakt des Kindes zum anderen Elternteil fördern muss, braucht eine minimale Intelligenz.

Fehlt den Eltern diese Intelligenz?
Sie ist nicht selbstverständlich, wenn ich unsere Fälle anschaue. Es gibt Personen, die man als intelligent einstufen würde, die aber kein Verständnis dafür haben, dass der Kontakt des Kindes zum anderen Elternteil wichtig ist. Sie haben ein gestörtes Verhältnis zum Ex-Partner, von dem sie sehr enttäuscht sind, und können das nicht vom Kindeswohl abstrahieren. Wenn die alternierende Obhut wegen fehlender Kooperation nicht möglich ist und einer der beiden Elternteile diese Bindungstoleranz nicht hat, ist es denkbar, dass derjenige die alleinige Obhut bekommt, der den Kontakt zum anderen Elternteil fördert.

Wie wichtig ist es für das Kind, bei Vater und Mutter richtig zu wohnen, sie nicht nur zu besuchen?
Grundsätzlich ist es im Interesse des Kindes – unter der Voraussetzung, dass beide sich Zeit nehmen, sich um das Kind kümmern, sich um eine Beziehung bemühen. Wenn jemand das Kind vor den Fernseher setzt und Bier trinken geht, ist das wohl nicht die Idee.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.03.2017, 21:03 Uhr
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-Hoffnungen-der-Vaeter-sind-berechtigt/story/24428591
Tags: Familienrecht – Schweiz  – Kindeswohl – Doppelresidenz – Wechselmodell

Doppelresidenz -Tagung in Wien

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Doppelresidenz-Tagung in Wien

Am 22.10.2016 veranstaltete Anton Pototschnig www.doppelresidenz.at) im Wiener Bundesfinanzministerium die 1. Fachtagung zum Thema Doppelresidenz in Österreich.

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140 TeilnehmerInnen (130 Personen aus den Professionen) verliehen neben dem illustren ReferentInnenzirkel, der interessanten Konzeption und den Räiumlichkeiten der Tagung den würdigen Rahmen.

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Mark Ruiz Hellin gestaltete souverän die angenehme Tagungsmoderation

 

 

 

 

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Anton Pototschnig eröffnete die Tagung

 

 

 

 

Das erste Referat hielt

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Dr. Reinhard Jackwerth

Senatsvorsitzender und Richter am LG für Zivilrechtsachen Wien

Titel des Vortrages:

Doppelresidenz: Gesetzliche Situation in Österreich nach der Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes von Oktober 2015

Spruchpraxis in Österreich; Auswirkung auf Unterhalt und Aufenthaltsbestimmungsrecht

 

Es wurde deutlich, dass die derzeitige Rechtspraxis den realten Abläufen in der Gesellschaft nicht mehr gerecht wird.

 

Es folgte die Präsentation der Ergebnisse einer Studie im Rahmen einer Masterarbeit:

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Teresa Amann MSc.

Studentin an der Universität Wien, Fakultät Psychologie.

Sie hat im Zuge Ihrer Masterarbeit junge Erwachsene nach ihren Eindrücken befragt und deren Erfahrungen mit dem Residenzmodell, dem Doppelresidenzmodell und denen aus intakten Familien gegenüber gestellt.

Titel des Vortrags: „Auswirkungen von Formen der Nachtrennungsfamilie – unter besonderer Berücksichtigung der Doppelresidenz“

 

Im Wesentlichen wurden schon aus anderen internationalen Untersuchungen bekannte Ergebnisse bestätigt.

 

Das folgende Referat wurde nicht von der Autorin selbst, sondern aus gesundheitlichen Gründen von ihrem jüngsten schon erwachsenen Sohn vorgetragen:

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Univ. Prof. Dr. med. Marguerite Dunitz-Scheer
Leiterin der Kinderpsychosomatik, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Graz,
Kinderbetreuungsbeauftragte der Mediz. Univ. Graz
Mutter von 6 Kindern, 2 Stieftöchtern, 3 Pflegekindern, Oma von 12 Enkeln
Buchautorin u.a. von „meine deine unsere“ Leben in der Patchworkfamilie, Falter Verlag

Titel des Vortrages:

Wie kann ich mit einem nicht von mir gefüllten Rucksack mit meinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen ehrlich und gut leben? Erfahrungen und Rezepte aus dem Kochbuch für Patchworkgerichte!

Der Vortrag war mit seiner sehr persönlichen Note ein Highlight der Veranstaltung und geriet zu einem glühenden Appell für die Doppelresidenz.

 

Die folgende Referentin berichtete aus ihrer langjährigen Erfahrung in der Arbeit mit Kindern:

161022_5346_corr_1000Mag. Veronika Richter
eingetragene Mediatorin, Besuchsbegleiterin und Elternberaterin beim Wiener Familienbund, Kindercoach bei „Collaborative Law“ – www.collaborativelaw.eu – Buchautorin von „Rückenwind für Scheidungskinder“ Verlag Kneipp

Veronika Richter war 18 Jahre lang Gruppenleiterin für „Rainbows – für Kinder in stürmischen Zeiten“ und leitete ca. 55 Kindergruppen und 8 Feriencamps.
Veronika Richter hat vier erwachsene Töchter, fünf Enkelkinder und lebt in Wien.

Titel des Vortrags:
Doppelresidenz vor dem Spiegel der Erfahrungen mit „Kindern in stürmischen Zeiten“

Das Hauptreferat der Tagung hielt mit eingeplanten vollen zwei Stunden

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Prof. Dr. jur. Hildegund Sünderhauf-Kravets

Sie ist seit 2000 Professorin für Familienrecht und Kinder- und Jugendhilferecht an der Evangelischen Hochschule Nürnberg, Autorin der einzigen umfassenden Metastudie über das Modell der Doppelresidenz: „Wechselmodell: Psychologie – Recht – Praxis“ (Springer VS, 2013).

Professorin Sünderhauf ist eine international gefragte Doppelresidenz-Expertin und berät das Bundesjustizministerium Deutschland und den Europarat.

Titel des Vortrags:

Doppelresidenz: Normalität oder Revolution?

Empirische Evidenz zum Kindeswohl, Genderaspekte und rechtspolitische Entwicklungen der elterlichen Verantwortung nach Trennung/Scheidung.

Frau Sünderhauf überzeugte durch ihre klare, wissenschaflich fundierte Darstellung. Die Vorteile der Doppelresidenz sind international so überzeugend erwiesen, dass jeder Verzögerung in der Umsetzung unlautere böswillige (bzw. egomane) Absicht unterstellt werden muss.

Nach diesem letzten wissenschaftlichen Beitrag folgte eine Podiumsrunde:

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Erfahrungsberichte von Eltern und jungen Erwachsenen mit der Doppelresidenz.

Moderation: Barbara Tóth, FALTER-Redakteurin

Elternteile und in der Doppelresidenz aufgewachsene Jugendliche aus verschiedenen Familienkontexten berichteten über ihre Erfahrungen. Auffallend war bei allen eine sehr entspannte Haltung im Rückblick auf die Jahre nach der Trennung. Allen gemeinsam war auch die positive Bewertung des Modells („Ich würde das wieder so machen!“), trotz des Hinweises auf die Herausforderungen („Es hat sich gelohnt!“).

Allerdings wurde auch deutlich, dass die Rechtspraxis auf vielen mit dem Lösungsmodell verbundenen Bereichen der Realität hoffnungslos hinterher hinkt. „Wir mussten das, was wir wollten und auch machten, trickreich dem Gericht verkaufen“. Das wurde durchgängig deutlich.
Es muss gefragt werden, wer für eine solche blamable Disposition eines Systems verantwortlich ist.

Diesem Podium aus der gelebten Praxis folgte ein Expertenpodium:

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Podiumsdiskussion
moderiert von Prof. Dr. Leibovici-Mühlberger

mit:

Mag. Doris Täubel-Weinreich, Richterin und Vorsitzende der Fachgruppe Familienrecht
Prof. Dr. jur. Hildegund Sünderhauf
Anton Pototschnig, Obmann der Plattform Doppelresidenz
Mag. Dagmar Bojdunyk-Rack, Geschäftsführerin von Rainbows Öst.
Gabriele Fischer, Vorsitzende der ÖPA (Österreichische Plattform für Alleinerziehende)

Will man das Ergebnis auf einen Satz reduzieren, müsste man erkennen, dass die Gerichte auf die Verantwortung der Politik verweisen (und damit von ihrer möglichen Gestaltungsfreiheit ablenken) und dass die Politik Gründe sucht (und geliefert bekommt), um eine Veränderung auszusitzen.

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Für eine herausragende Tagung kann den Veranstaltern, insbesondere Anton Pototschnig, eine Gratulation ausgesprochen werden!

Das gab natürlich auch Anlass, zum Abschluss im Kreis von alten und neuen Freunden entspannt ein Glas Wein zu trinken.

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am 22. October 2016
http://vater.franzjoerg.de/doppelresidenz-tagung-in-wien/

Alte Schule verhindert Umsetzung der alternierende Obhut

Wie teilt man ein Kind?

Ein Vater kämpft für mehr Zeit mit seiner Tochter – erfolglos. Wie in seinem Fall sind Gerichte oft skeptisch gegenüber der abwechselnden Betreuung.

Natascha gehe es gut – also brauche sie auch nicht mehr Zeit mit dem Vater, befand das Gericht (Symbolbild). Foto: PhotoAlto, Laif

Natascha gehe es gut – also brauche sie auch nicht mehr Zeit mit dem Vater, befand das Gericht (Symbolbild). Foto: PhotoAlto, Laif

Natascha* war nicht geplant. Der Vater hatte schon erwachsene Kinder, und die Mutter war jenseits der 40. Beide waren beruflich stark engagiert und erfolgreich. Nicht, dass Natascha deshalb unerwünscht gewesen wäre. Im Gegenteil. Seit sie zur Welt gekommen ist, können Vater und Mutter nicht genug von ihr kriegen.

Das ist der schöne Teil der Geschichte. Der weniger schöne Teil sind Hunderte Seiten Gerichtsakten, die zwischen Vater, Mutter, Anwälten und Gerichten herumgereicht werden, Protokolle eines Streits, der mit allen Mitteln geführt wird. Es geht um die Zeit, die Natascha mit dem Vater verbringt.

Sie war noch ein Baby, als der Vater die Trennung beantragte. Es wurde bestimmt, wo sie wohnen soll (bei der Mutter) und wie häufig sie den Vater besuchen soll (etwa acht Stunden pro Woche). Am Anfang hat es ausgesehen, als werde man sich in Kindesangelegenheiten einigen. Dass Natascha im Säuglingsalter bei der Mutter wohnt, aber später auch beim Vater übernachten wird; so, wie es ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entspricht. Doch die Hoffnung erfüllte sich nicht. Bald kommunizierten Vater und Mutter nur noch über die Rechtsanwälte miteinander. Die Mutter wollte dem Vater so wenig Besuchszeit wie möglich gewähren. Der Vater wollte mehr als ein paar Stunden. Das Gericht verfügte: ein paar Stunden.

In Skandinavien die Regel

Daraufhin beantragte der Vater die alternierende Obhut. Dieses Betreuungsmodell, bei dem das Kind bei jedem Elternteil mindestens ein Drittel seiner Zeit verbringt, will das Parlament fördern. Im neuen Unterhaltsrecht, das 2017 in Kraft tritt, ist die alternierende Obhut erstmals explizit erwähnt. Auf Wunsch eines Elternteils muss das Gericht – unabhängig vom Einverständnis des anderen Elternteils – prüfen, ob es für das Kind gut wäre, wenn Vater und Mutter die Betreuung aufteilen.

Eigentlich müssten das die Gerichte heute schon – zumindest gingen viele Parlamentarier davon aus, dass das neue Sorgerecht von 2014 dies vorschreibt. Doch die Gerichte hatten es anders aufgefasst, und die Lehre war unschlüssig, wie das Gesetz zu interpretieren sei. Deshalb wird die alternierende Obhut künftig als zu prüfende Be­treuungsform ausdrücklich erwähnt.

Die Schweiz tut sich schwer damit. Bei Gerichten und Kindesschutzbehörden herrscht die Ansicht, dass sich zerstrittene Eltern nicht organisieren können. Ähnlich sieht man es in Deutschland, anders in Frankreich und Skandinavien. Dort betreuen Vater und Mutter das Kind in der Regel gemeinsam.

Auch im Fall von Natascha wollen die Gerichte nichts von alternierender Obhut wissen. Es gebe keinen Grund dazu, sagen sie. Die Urteile zeigen, wie gross der Spielraum der Gerichte ist und wie stark die persönliche Meinung der Richter einfliessen kann. Es sei eine «pauschale Behauptung», dass die alternierende Obhut das beste Betreuungsmodell für Kinder getrennt lebender Eltern sei, heisst es in einem Urteil. Und: Die Gerichte seien trotz neuer Gesetze frei, die alleinige Obhut – und auch das alleinige Sorgerecht – zu verfügen.

«Bei manchen Gerichten herrscht alte Schule.»Martin Widrig, Universität Freiburg

«Bei manchen Gerichten herrscht alte Schule», sagt Martin Widrig, Assistent an der Universität Freiburg. Er schreibt eine Dissertation zur alternierenden ­Obhut, und er glaubt, dass sich bei diesen Gerichten kurzfristig wenig ändern werde. «Denn sie können sagen, was das Kindeswohl ist.»

Auch die Besuchszeiten für Nataschas Vater sollen nicht verlängert werden, befanden die Gerichte. Es bleibt bei den wenigen Stunden pro Woche. Die Begründung: Eine Änderung des Besuchszeitenregimes sei nicht nötig, denn dem Kind gehe es offenbar gut so. Es fühle sich beim Vater wohl, was zeige, dass eine Vater-Tochter-Beziehung auch mit wenigen Stunden Besuchszeit möglich ist. Dass Natascha sagt, sie wolle mehr Zeit beim Vater verbringen, lässt das Gericht nicht gelten: Kindesanhörungen seien erst ab 6 Jahren möglich, heisst es im Urteil, das dem TA vorliegt. Natascha ist 5. Nun entscheidet die nächsthöhere Instanz. Notfalls, sagt der Vater, würde er sich an den Gerichtshof für Menschenrechte wenden. Doch bis zu einem Urteil wäre seine Tochter ein Teenager.

Viele Väter machen diesen Weg gar nicht erst, weil er mühsam und teuer ist. «Nur ein kleiner Bruchteil stellt den Antrag auf alternierende Obhut», sagt Marcel Enzler, Präsident der Kindesschutzorganisation Schweiz (Kisos). «Ob sich ein Vater auf den Instanzenweg begibt, hängt meistens davon ab, ob er die ­Verfahrenskosten tragen kann.»

Konsens ist nicht mehr zwingend

Die Antragsteller sind also darauf angewiesen, dass auch die unteren Gerichtsinstanzen und die Kindesschutzbe­hörden offener werden. Martin Widrig glaubt, dass das «Eis gebrochen» sei. Allein der Umstand, dass die Gerichte die alternierende Obhut prüfen müssen, werde einiges ändern. Wichtig sei, dass der fehlende Wille eines Elternteils nicht mehr alleiniger Grund sein könne gegen die alternierende Obhut. So hat es das Bundesgericht im Mai 2015 festgelegt. «Das ist die grosse Errungenschaft dieser Gesetzesrevision», sagt Widrig.

Demnächst sagt auch der Bundesrat seine Meinung zur alternierenden ­Obhut. Nachdem das Parlament den ­Obhuts-Artikel ins Gesetz genommen hatte, verlangte es einen Bericht über das Betreuungsmodell, über Probleme und mögliche Lösungen. Die wissenschaftliche Grundlage für den Bericht liegt vor, erarbeitet haben sie die Rechtsprofessorin Michelle Cottier und der Soziologe Eric Widmer, beide von der Universität Genf. Das Fazit der Studie wird den Vätern wenig Freude machen, denn die Wissenschaft ist gegenüber der alter­nierenden Obhut skeptisch. Wie sich der Bundesrat dazu positioniert, ist offen.

Das alles betrifft Natascha sehr direkt und spielt sich doch weit weg von ihr ab. Sie wird weiterhin ein paar Stunden pro Woche beim Vater verbringen, ohne Übernachtungen, Wochenenden und Ferien. Vielleicht ändert sich das, wenn die Gerichte ihren Vater erhören. Oder wenn sie selber entscheidet, wann sie wo Zeit verbringt. Heute entscheidet sie, welche Kleider sie anzieht und welche nicht.

* Name der Redaktion bekannt

(Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 07.10.2016, 23:16 Uhr)

Claudia Blumer, Inlandredaktorin,  07.10.2016

Allen Kinder beide Eltern – Demo Köln 2016

Mehr als 135.000* Kinder verlieren jedes Jahr einen Teil ihrer Identität im Konflikt ihrer Eltern. Durch die Trennung von Mutter und Vater, wird einem Kind oft ein Elternteil genommen.
Die Eltern-Kind-Entfremdung ist ein häufiges Resultat von elterlichen Trennungskonflikten.
Ein Kind befindet sich mitten in einem Sorge- und Umgangskonflikt, in dem es eigentlich nicht sein möchte.
Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung beide Eltern.

mit Väter ohne Rechte Werner Kretscher, Väteruafbruch für Kinder , Hartmut Wolters, Bundesinitiative Großeltern . . .

Videolink zur Demo

Wir wollen helfen!
Es gibt viele Gruppen und Vereine sowie Einzelpersonen, welche auf diese Problematik aufmerksam machen oder machen möchten, weil sie es nicht mehr miterleben wollen, was Kinder in streitigen Trennungskonflikten ertragen müssen.
Diese Gruppen, Vereine, Einzelpersonen machen jeder für sich „einen guten Job“! Aber sie werden nicht oder zu wenig wahrgenommen von der Öffentlichkeit und von Seiten des Gesetzgebers.
Dieses geschieht teilweise aus mangelndem Interesse – denn wer nicht oder noch nicht betroffen ist, interessiert sich meist nicht für andere konfliktbelastete Kinder und Eltern -, und teilweise aus Ignoranz und Unwissenheit der im Konflikt beteiligten Professionen (Gerichte, Anwaltschaften, Jugendämter, Beratungsstellen, Sachverständige), da sie meist nicht akzeptieren, dass ihre aktuellen Vorgehensweisen veraltet und falsch sind.
Und hier bedarf es einer Veränderung!
Die „Cochemer Praxis“, bzw die flächendeckende Umsetzung dieser (so wie sie einst gehändelt wurde, als Herr Richter a.D. Jürgen Rudolph noch aktiv in diese Praxis eingebunden war), würde vielen Kindern das Leid ersparen, welches sie derzeit erleben müssen. Daher beruht die Hauptmotivation diese Seite erstellt zu haben, auf der den Grundlagen der ursprünglichen „Cochemer Praxis“.
Eine Krankheit muss man an der Ursache bekämpfen. Denn Symptome kann man nur versuchen zu lindern. Letzteres wird aktuell in Deutschland nur versucht. Und das zumeist erfolglos. Das erstgenannte hat die damalige Arbeitsweise der „Cochemer Praxis“ seinerzeit erfolgreich durchgeführt.
Diese Seite möchte nun helfen sich zu vernetzen. Denn gemeinsam ist man stark! Sie möchte präsent sein und auf die Missstände unserer Gesellschaft bezüglich der nicht gehörten Kinder aufmerksam machen. Kinder haben keine Stimme. Kaum jemand nimmt ihre Wünsche wahr. Und dagegen wollen wir angehen. Aber nicht aggressiv, sondern vermittelnd und den richtigen Weg zeigend. Manchmal aber auch fordernd, wie z.B. auf Demos.

14-08-2016
Tags: Familienrecht – Justiz – Justizopfer – Doppelresidenz – Wechselmodell – Düsseldorfer Tabelle – Erziehung – Europaparlament – Gerichte – Gleichberechtigung Gleichstellung – Kinder brauchen beide Eltern – Quote in der Kindererziehung – Kindeswohl – Menschenrechtsverletzung Obsorge – Sorgerecht – gemeinsame – elterliche Sorge Eltern-Kind-Entfremdung Scheidung – Trennung – Videos – Vaterlose Gesellschaft – Väter ohne Rechte – Väteraufbruch für Kinder Köln e.V.

Pädophile Polizisten – Prozess

 
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Pädophile Polizisten –
Kinderpornos angeschaut:
Urteil zu Polizisten erwartet

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig will heute entscheiden, ob das Anschauen von Kinderpornografie in der Freizeit Polizisten ihren Beamten-Job kostet. Verhandelt werden die Fälle von drei Polizisten aus Thüringen, Brandenburg und Berlin.

Sie waren wegen des Besitzes von kinderpornografischen Dateien zu Geld- und Bewährungsstrafen sowie in einem Fall zu einer Geldauflage verurteilt worden.

Kinderpornografie, Polizist, Bundesverwaltungsgericht, Urteil, Freizeit, Thüringen, Dienstvergehen, BVerwG, Bundesgericht, Arbeitszeit, Kriterium

dpa/Kay Nietfeld- und Symbolbild

Bundesgericht vor Grundsatzfrage nach außerdienstlichem Fehlverhalten

In den folgenden Disziplinarklageverfahren verloren sie ihren Beamtenstatus. Die Gerichte sahen ein Dienstvergehen, obwohl sich die Polizisten die Kinderpornos nicht während der Arbeitszeit beschafft hatten.

Das Bundesgericht muss nun nach eigenen Angaben grundsätzlich klären, „wann und nach welchen Kriterien ein außerdienstliches Fehlverhalten als Dienstvergehen bewertet werden kann“. (Az.: BVerwG 2 C 9.14, BVerwG 2 C 25.14, BVerwG 2 C 19.14)

18.06.2015, 07:45

 http://www.focus.de/panorama/welt/prozesse-kinderpornos-angeschaut-urteil-zu-polizisten-erwartet_id_4758505.html

Nationalrat beschließt „alternierende Obhut “ für Vater und Mutter

Doppelresidenz Wechselmodell  –

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Alternierende Obhut als explizite Möglichkeit

Die alternierende Obhut sei zum Wohl der Kinder, meint auch Justizministerin Simonetta Sommaruga.
Die alternierende Obhut sei zum Wohl der Kinder, meint auch Justizministerin Simonetta Sommaruga. (Bild: Keystone)
Das Zivilgesetzbuch sieht in Zukunft ausdrücklich vor, dass die Gerichte die Möglichkeit einer alternierenden Obhut bei einer Scheidung prüfen müssen.

Die regelmässige persönliche Beziehung zu beiden Elternteilen ist, besonders nach einer Trennung oder nach einer Scheidung der Eltern, nicht für alle Kinder der Normalfall. Dass dies jedoch zentral und wichtig ist, hat nun auch der Nationalrat erkannt und ist am Dienstag auf die Linie des Ständerats eingeschwenkt mit 103 zu 71 Stimmen bei 4 Enthaltungen: Demnach muss die Möglichkeit der alternierenden Obhut, also die geteilte Betreuung der Kinder, vom Gericht bzw. von den Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden geprüft werden. Voraussetzung dafür ist die gemeinsame Ausübung der elterlichen Sorge, die seit Juli 2014 der Regelfall ist.

Anders als der Ständerat sah der Nationalrat diese explizite Erwähnung der Prüfung der alternierenden Obhut in der ersten Sessionswoche noch als unnötig an: Die Behörden müssten von Amtes wegen sowieso die Option der alternierenden Obhut prüfen. Diese ins Gesetz zu schreiben, «bevorzugt ein bestimmtes Betreuungsmodell», mahnte Karl Vogler (cvp., Obwalden) für die vorberatende Kommission.
Während Justizministerin Simonetta Sommaruga noch im Dezember sagte, dieser Passus sei nicht viel mehr als eine «Erinnerung» für die Gerichte, hielt sie ihn nun doch für sinnvoll, gerade um die Beziehung zu beiden Elternteilen sicherzustellen.

Diesem Meinungswandel hat sich auch die Mehrheit des Nationalrats angeschlossen und folgte damit dem Minderheitsantrag von Daniel Vischer (gp., Zürich), Yves Nidegger (svp., Genf) und Alec von Graffenried (gp., Bern). Für Vischer ist der Passus deshalb nicht unnötig, weil die Gerichte heute noch immer eine andere Rechtspraxis verfolgten.
Von Graffenried argumentierte wissenschaftlich: Es sei bewiesen, dass Kinder mit Kontakt zu beiden Elternteilen gesünder und weniger verhaltensauffällig seien. Die Vorlage ist nun bereit für die Schlussabstimmung.

http://www.nzz.ch/schweiz/vorlage-zum-kindesunterhalt-bereinigt-1.18504065