Rachejustiz – Karoline Edtstadler: Die gefährlichste Frau Österreichs?

Karoline Edtstadler
Staatssekretärin Karoline Edtstadler – Bild: https://www.fischundfleisch.com
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Karoline Edtstadler: Die gefährlichste Frau Österreichs?

„Manche Menschen sind nicht dadurch gefährlich, dass sie absichtlich böse sind, sondern aus Nicht-Verstehen-Wollen und mangelndem Weitblick. Doch in diesem Fall entsteht nur dann Gefahr für die Allgemeinheit, wenn solche Menschen in hohen Ämtern sitzen,“ ist sich Hannes Hausbichler, Bundesvorsitzender der Männerpartei, der Sprengkraft seiner Aussage voll bewusst.

Karoline Edtstadler, die gefährlichste Frau Österreichs. Solche Worte benötigen eine solide Begründung. Hausbichler führt daher aus

Diese Staatssekretärin scheint sich um alles zu kümmern, was dem Rechtsstaat jetzt schon widerspricht. Doch statt die vorgefundenen Missstände sofort abzuschaffen, will sie die Brüche des Rechtsstaats tüchtig ausbauen.

  • Wegweisungen werden in Österreich über 8000 mal jährlich ausgesprochen, und zwar fast immer ohne Sachbeweise. Oft kann sogar bewiesen werden, dass gar keine Gewalt vorgefallen ist. Doch es genügt das rein subjektive Gefühl der Bedrohung. Natürlich ist das völlig rechtsstaatswidrig. Was mein Edtstadler dazu? Dieser Missststand soll ausgebaut werden! Sie will, dass Männer nie wieder in das eigene Heim zurück dürfen, wenn sie sich weigern, in einer ihnen aufgezwungenen Gewaltberatung faktisch zuzugeben, dass sie Gewalttäter sind. Somit will sie unschuldig Weggewiesene in eine Zwickmühle stecken: Wenn diese weiter beteuern und beschwören, unschuldig zu sein, dann dürfen sie erst recht nie wieder nach Hause, denn sie sind nicht „einsichtig“.

 

  • Wenn eine schon durch andere, provokante öffentliche Botschaften auffällig gewordene Ex-Politikerin gegen das Gesetz verstößt, ist Edtstadler die erste, welche die Gesetze eben gleich mit einer „Task Force“ ändern will: Unbewiesenes öffentliches Anprangern soll straffrei sein, und jede blöde, private Message dafür strafbar. Edtstadler will weitere Willkürwerkzeuge schaffen, offenbar nur für Frauen gedacht, und sie weiß: Ihre Justiz wird diese Werkzeuge praktisch nur Frauen in die Hand geben. Wenn ein Mann nach den von ihr geschaffenen Gesetzen klagte, würde er schlechte Chancen haben, er stünde nur lächerlich gemacht als Jammerer da.

 

  • Am gefährlichsten ist Edtstadler jedoch durch eine Grundhaltung, die in einer Aussage über Sexualstraftaten zu Tage tritt: „Das Strafrecht hat einen Zweck zu erfüllen: Es muss den Ausgleich zwischen Tat, Täter und Opfer schaffen.“
    Frau Edtstadler: Strafen sind nicht zur Genugtuung des Opfers da! Eine Justiz, welche bei Urteil und Strafbemessung das Opfer zufrieden stellen will, wird zwangsläufig zur Rachejustiz. Exakt dieses Bild bieten Justiz und Politik schon jetzt, wenn eine Frau einen Mann anklagt, und damit begeht die Republik den schwersten Bruch rechtsstaatlicher Prinzipien, gleich nach der Beerdigung des Zweifelsgrundsatzes.

Diese Staatssekretärin zeigt ein Verständnis, das mehrerer ihrer Titel nicht würdig ist: Eines Regierungsmitglieds, einer Richterin und einer Magistra der Rechtswissenschaften. Alle diese Ämter und sogar die Wissenschaft zeigen bedenkliches Niveau, wenn Menschen mit solchen Einstellungen zu rechtsstaatlichen Prinzipien sogar Magistra, Richterin und Regierungsmitglied werden können. Und doch verkörpert Karoline Edtstadler damit nur, unter vielen anderen, die neue Linie der Regierung Kurz: Letztlich um nichts besser im Inhalt, nur das alte Lied mit neuen Instrumenten.


Die Männerpartei fordert

  • Wiederherstellung rechtsstaatlicher Prinzipien in Österreich, vor allem in Strafrecht und Sicherheitspolizeigesetz.
  • Renaissance des Rechtsstaates in Österreich, in  Politik, Justiz und Rechtswissenschaft, frei von scholastischen Spitzfindigkeiten und Prinzipienverdrehungen.
  • Abschaffung der Anti-Männer-Quote, vor allem bei Richterbesetzungen, und Ernennung nur unter der Bedingung von Akzeptanz und Verständnis rechtsstaatlicher Prinzipien.

Link zur Aussendung auf der Website: https://www.maennerpartei.at/karoline-edtstadler-die-gefaehrlichste-frau-oesterreichs/

Quellen, unter Anderem: Interview Karoline Edtstadlers in den „Vorarlberger Nachrichten“, 23. Juli 2018
Kontakt:
Zentrale:
+43/664/100 33 01
internet@maennerpartei.at
Bundesvorsitzender:
Hannes Hausbichler
hannes.hausbichler@maennerpartei.at
Tel.: +43/664/78 67 456

https://mailchi.mp/68a0325b66ed/karoline-edtstadler-die-gefhrlichste-frau-sterreichs?e=6437601fd0
Tags: Gendermainstream – Väter – Vaterlose Gesellschaft – Sebastian Kurz – Frauenpolitik 

Das Ende, der Anfang – von Saskia Jungnikl, Journalistin

Das Hoffnungsfrohe im Tod

Suizid im Alter ist ein großes Problem. Rund vierzig Prozent aller Suizide werden von Menschen ab sechzig Jahren verübt. Und es gibt einen großen Geschlechterunterschied: Unter 70-jährigen Männern ist der Suizid etwa dreimal so häufig wie bei Frauen gleichen Alters. Das machen Soziologen in diversen Studien daran fest, dass Männer immer noch als das starke Geschlecht gelten. Die Netzwerke sind bei Frauen eher ausgeprägt, das Sozialleben ist stärker.

Und natürlich gibt es unter den Suiziden jene Zahl an Menschen, die sagen, ich stehe am Ende eines erfüllten Lebens und ich möchte selbst bestimmen können, wie und wo ich sterbe. Dafür entschieden sich in jüngster Zeit etwa der Literaturkritiker Fritz Raddatz oder der ehemalige MDR-Intendant Udo Reiter. Das kann man akzeptieren. Nicht akzeptieren sollte man den Tod jener, die sich am Ende ihres Lebens aus Einsamkeit und Verzweiflung töten – oder aus der Angst heraus, jemandem zur Last zu fallen.

Bei der geführten Debatte um Sterbehilfe und begleiteten Suizid gibt es meistens nur absolute Für und Wider. Vielleicht liegt die Wahrheit in der Mitte. Der Tod ist so individuell wie die Leben, die geführt werden und die Menschen, die sie führen. Eine allgemein gültige Antwort gibt es nicht.

Stattdessen bräuchte es eine Debatte darüber, was unsere Gesellschaft tun kann, um alten Menschen das Gefühl zu geben, keine ungeliebten und nutzlosen Außenseiter zu sein. Wir brauchen Hilfe, Verständnis und Unterstützung für Familien, die mit der Pflege überfordert sind oder sich alleine gelassen fühlen. Wir brauchen gesamt ein besseres Gefühl dafür, dass unsere Gesellschaft nicht nur jene verteidigt und unterstützt, die eine vorzeigbare oder messbare Leistung erbringen. Menschen werden alt. Sie werden gebrechlicher, langsamer und ja, manchmal auch anstrengender. Sie sind dadurch nicht weniger wertvoll. Und wir sollten ihnen auch nicht das Gefühl geben, als wäre es so.

Das Älterwerden und der Gedanke an den Tod kann uns auch zeigen, was wirklich wertvoll ist. Er kann uns zeigen, wie glücklich man über kleine Dinge sein kann, und dass es manchmal vielleicht besser ist, sich auf eine Bank zu setzen um kurz durchzuatmen, als weiter zu hetzen. Er kann uns zeigen, dass wir den Menschen, die wir lieben, besser noch eine halbe Stunde schenken, weil wir irgendwann einmal keine halbe Stunde mehr mit ihnen haben werden. Er kann uns zeigen, dass wir Glück als Glück genießen können, ohne uns Sorgen darüber zu machen, was danach kommt und ob das danach weniger gut ist. Der Tod, er kann uns zeigen, wie wichtig es ist zu leben.

20. März 2015, von Saskia Jungnikl, Journalistin
http://oe1.orf.at/programm/399854

Tags: Familienrecht Familie Suizid – Freitod