R.I.P. Natalie K. – Suizid – 4.8.2015 – Hat die Justiz versagt ?

Abschiedsbrief aus der Haftanstalt:

„Ich weiß, dass ich es nicht einmal 2 Minuten mehr aushalte, ich mag nicht mehr.
                                                   . . . ich will nicht mehr.
Wenn ich  nicht nach Rhinau komme, dann lebe ich nicht mehr lange . . .“
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Geduld und HoffnungBeide Sachen hat Natalie K. leider nicht bekommen.

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Artikel – Kindstötung in Flaach

Natalie K. hat Suizid in Brief angekündigt

In einem Brief an ihre Eltern hat die Frau, die in Flaach ihre Kinder getötet hat, ihren Suizid angekündigt. Der Vater macht den Behörden Vorwürfe.

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Nicolas (5) und Alessia (2) wurden am 1. Januar 2015 tot im Haus ihrer Eltern in Flaach ZH gefunden.

Nicolas (5) und Alessia (2) wurden am 1. Januar 2015 tot im Haus ihrer Eltern in Flaach ZH gefunden. Ihre Mutter Natalie K. (27) wurde unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Sie hatte sich selbst Verletzungen zugefügt. Mike K. ist der Vater der Kinder. Er und seine Frau Natalie waren Anfang November festgenommen worden – wegen des Verdachts auf Betrug. Zugleich wurden die Kinder des Paars in ein Heim in der Stadt Zürich eingewiesen. Mutter Natalie K. wurde wenige Tage danach wieder auf freien Fuss gesetzt. Sie konnte nicht verstehen, dass Alessia und Nicolas danach nicht wieder bei ihr leben durften. Sie erhielt aber die Erlaubnis, die Kinder über die Festtage zu sich zu nehmen. In diesem Haus in Flaach kam es zur Tragödie. Vor der Haustüre wurden Kerzen abgelegt. Ein Mädchen (2) und ein Junge (5) sind in Flaach ZH in einer Wohnung getötet worden. Die 27-jährige Mutter wurde unter dringendem Tatverdacht verhaftet. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagabend. Die Mutter meldete den Tod ihrer beiden Kinder gegen 21.30 Uhr der Polizei. Trotz Reanimationsbemühungen konnten die ausgerückten Sanitäter nur noch den Tod der Kinder feststellen. Die genauen Umstände der Tat sind noch nicht klar. Die Mutter floh, bevor die Polizei eintraf. Sie konnte jedoch später von der Polizei aufgegriffen werden. Die genaue Todesursache ist noch nicht bekannt. Wie die Polizei mitteilt, hatte sich die junge Mutter auch selbst Verletzungen zugefügt. Sie konnte noch nicht zum Tathergang befragt werden. Ein Leser-Reporter beobachte in der Nacht, wie ein Rega-Helikopter neben dem Haus landete.
Ticker

Liveticker aktualisiert automatisch letzte Meldung vor 1 Min.

  • Suizid angekündigt

    Die Frau, die in Flaach ZH ihre Kinder getötet hatte, hat ihre Suizidabsichten den Eltern mitgeteilt. In einem Brief, datiert vom 4. August, schreibt sie: «Ich wöt nüme» oder «Weni nid nach Rhinau chum, den lebi nüme lang», berichtet «TeleZüri» am Samstag Abend.

    Den Brief erhielten die Eltern gestern per Post, wie sie gegenüber «TeleZüri» erklärten. Sie haben ihre Tochter mehrmals in Untersuchungshaft besucht.

    Der Vater macht den Behörden schwere Vorwürfe. Er kann nicht verstehen, dass seine Tochter nicht zurück in die Psychiatrische Klinik Rheinau verlegt wurde. Sie habe in der Untersuchungshaft zu wenig professionelle Hilfe erhalten, so ihr Vater.

  • Zusammenfassung

    Bei der Betreuung der Frau, die am 1. Januar in Flaach ZH ihre beiden Kinder getötet hatte, sind nach bisherigen Erkenntnissen keine Standards verletzt worden. Die Frau sei regelmässig psychiatrisch betreut worden. Dennoch beging sie am Freitag im Gefängnis Suizid.

    Die Frau hinterliess einen Brief. Über dessen Inhalt wurde keine Auskunft gegeben. Das Schriftstück wird in die aktuelle Untersuchung einbezogen.

    Das Gefängnispersonal habe die Frau noch lebend angetroffen, als sie das Mittagessen brachte und das Tablett später wieder abholte. Als man sie rund zwei Stunden später zum Hofgang abholen wollte, war die Frau tot.

    Versuche, sie zu reanimieren, seien erfolglos geblieben, sagte Thomas Manhart, Leiter Justizvollzug des Kantons Zürich. Sofort seien Polizei, Forensik-Fachleute und Staatsanwaltschaft aufgeboten worden.

  • Die Medienkonferenz ist beendet.

  • Ehemann informiert

    Der Ehemann und Vater der getöteten Kinder wurde über den Suizid informiert, sagt Manhart. Er befinde sich im vorzeitigen Strafvollzug und werde entsprechend betreut.

  • Abschiedsbrief

    Die Mutter habe ein Schriftstück hinterlassen. Dieses wurde der Strafverfolgung zugestellt, so Manhart. Weitere Angaben dazu machte er nicht.

  • «Tragisches Ereignis»

    Die Personen werden 24 Stunden betreut. Alle Betreuer sind wachsam auf mögliche Hinweise. Auch für die Mitarbeiter seien Suizide tragische Ereignisse, sagt Fehr.

  • Kein Handlungsbedarf

    Ein Journalist bemerkt, dass es in der Vergangenheit zu mehreren Suiziden gekommen ist. Man sei beunruhigt, sagt Manhart. Jedoch ergibt sich keinen akuten Handlungsbedarf. Dieses Jahr wurde jeder Einzelfall genau angeschaut.

    Endrass ergänzt, die Suizidraten schwanke in den Gefängnissen – wie auch in der Bevölkerung. Nicht immer lassen sich die Schwankungen erklären. «Jeder Suizid ist einer zuviel», sagt Endrass. Auch für die Betreuer seien Selbsttötungen eine Belastung.

  • «Suizide nicht immer vermeidbar»

    «Wenn jemand Selbstmord begehen will, kann er das tun», sagt Endrass. Leider lassen sich diese nicht immer verhindern. Deshalb sei es wichtig, Suizidabsichten anzusprechen.

  • Regelmässige Psychiater-Besuche

    Die Personen, die aus einer Klinik überwiesen worden waren, werden einmal pro Woche von einem Psychiater besucht. Verschlechtert sich der Zustand werden die Besuche erhöht. Wieder wollen die Anwesenden keine Stellung zum aktuellen Fall nehmen.

  • Nahm die Mutter Medikamente?

    War die Mutter auf Medikamente angewiesen?, will ein Journalist wissen. Dazu geben die Verantwortlichen keine Auskunft. Aber: Sehr viele Insassen würden Medikamente nehmen, so Manhart.

  • Psychiatrische Beurteilung

    Nun kommt Jérome Endress, stellvertretender Leiter der psychiatrischen Dienst, zu Wort. Er will zum Fall nicht konkret Stellung nehmen wegen der ärztlichen Schweigepflicht. Wenn Hinweise auf eine akute Selbstgefährdung bestehen, erfolge eine Einweisung in eine Klinik.

    Wenn eine Person ins Gefängnis komme, erfolge im ersten Schritt ein psychiatrische Beurteilung, bei der auch die Selbstgefährdung überprüft werde. Man bleibe stets im Kontakt mit der jeweiligen Person.

  • Wiederbelebungs-Versuche

    Jetzt spricht Thomas Manhart, Leiter des Justizvollzugs. Bei Abgabe des Mittagessen wurde die Mutter noch lebend angetroffen. Rund zwei Stunden später wurde sie tot in ihrer Zelle vorgefunden. Man habe versucht, sie wiederzubeleben. Ohne Erfolg. Sie habe sich stranguliert.

  • Beileid

    Zu Beginn der Pressekonferenz spricht Fehr den Angehörigen ihr Beileid aus.

  • Pressekonferenz um 12 Uhr

    Um 12 Uhr äussert sich die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr an einer Medienkonferenz zum Fall.

  • Ausgangslage

    Die Frau, die am Neujahrstag 2015 in Flaach ZH ihre beiden Kleinkinder getötet haben soll, ist tot. Ihre Leiche wurde gestern Mittag im Gefängnis Zürich aufgefunden. Als Todesursache steht Suizid im Vordergrund.

    Der fünfjährige Bub und das zweijährige Mädchen waren am Neujahrstag mutmasslich von ihrer 27-jährigen Mutter in der Familienwohnung erstickt worden. Die Frau alarmierte selbst die Polizei. Der Vater war am Tattag nicht anwesend: Er sass wegen Vermögensdelikten im Gefängnis.

    Das zweifache Tötungsdelikt war trauriger Höhepunkt eines Konflikts der Familie mit der zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB). Diese hatte die vorübergehende Unterbringung der Kinder in einem Heim verfügt, nachdem die Eltern wegen Betrugsverdachts Anfang November verhaftet worden und ausserdem Gefährdungsmeldungen bezüglich der Kinder eingegangen waren.

(woz), 08. August 2015 10:19; Akt: 08.08.2015 19:10 Print
http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Natalie-K–hinterlaesst-Abschiedsbrief-22029103

KESB Jugendamt „ungenügende Ausbildung – fehlender Empathie – viel zu viel Macht“

Wie schuldig ist die Kesb?

Kesb Schweiz Kritik Obhutsentzug Kindesentzug Blog Rechte Eltern Kinder
© Getty ImagesKinder brauchen jemanden, der sich für sie einsetzt, schreibt Sandra C.

Ein Vater bringt zwei Mädchen nach einem Besuch nicht zurück ins Heim, sondern schickt sie mit deren Mutter auf die Philippinen. Die Zustände bei der Familie wurden von der Kinder­- und Erwachsenenschutzbehörde Kesb als unzumutbar für die Kinder eingeordnet, sie wurden fremdplatziert. Noch schlimmer ist der Fall von Flaach, in dem zwei kleine Kinder sterben mussten. Umgebracht von der eigenen Mutter, welche der Obhutsentzug durch die Kesb offenbar dermassen verzweifeln liess. Umgekehrt stirbt in Zürich ein zehn Wochen altes Baby, erstickt vom Vater. Eine Nachbarin hat die Sozialen Dienste zwar auf die Familie aufmerksam gemacht, diese sahen allerdings keinen Anlass für eine Meldung an die Behörde.

Diese und andere Fälle geistern seit geraumer Zeit durch die Medien und lösen heftige Diskussionen über die Kesb aus. Sie treffe Fehlentscheide, sei überfordert, inkompetent und handle willkürlich, ist auf der Internetseite «Stopp der Kesb-Willkür» zu lesen. Eine der prominentesten Kesb-Gegnerinnen ist Bestsellerautorin Zoe Jenny. «Anstatt den Obhutsentzug als allerletzte Massnahme anzuwenden, macht die Kesb das Gegenteil und trennt Kinder viel zu schnell von ihren Eltern», sagt sie in einem Interview. Und: «Politiker kreierten ein Bürokratie­-Monster. Bei dieser Behörde haben Menschen mit ungenügender Ausbildung und oftmals fehlender Empathie viel zu viel Macht.»

Vor zweieinhalb Jahren wurde die damalige Vormundschaftsbehörde, welche aus Laien bestand, von der professionellen Kesb abgelöst. Laut Homepage hat sie die Aufgabe, «den Schutz von Personen sicherzustellen, die nicht selbstständig in der Lage sind, die für sie notwendige Unterstützung einzuholen. So beispielsweise wenn sie noch minderjährig sind und die Eltern sich nicht kümmern können… In besonderen Fällen kann die Behörde die Unterbringung in einem Heim anordnen.» Vor einigen Monaten untersuchte das Schweizer Kompetenzzentrum für Menschenrechte SKMR im Auftrag des Bundes in einigen Kantonen, wie sich die damalige Gesetzesrevision auf das Wohl der Kinder ausgewirkt hat. Und fand tatsächlich einige Mängel.
So fehle es bei den Richtern, welche Kinder anhörten, an einer spezifischen Ausbildung. Zudem werde die Meinung der Kinder nicht in ausreichendem Masse berücksichtigt.

Was die Fälle, die in den Medien veröffentlicht wurden, betrifft, muss man zugunsten der Kesb sagen, dass die Berichterstattung oft sehr einseitig ausfällt, da sich die Behörde zu konkreten Fällen nicht äussern darf.

Nun, Fakt ist: Heutzutage müssen zwar Hundehalter einen Fähigkeitstest ablegen, Kinder haben darf jeder. Kinder werden geschlagen, missbraucht, vernachlässigt. Auch von den eigenen Eltern. Auch in unserem Land. Diese Kinder brauchen jemanden, der sich für sie einsetzt. Diesen Leuten dabei generell Bürokratie und Herzlosigkeit vorzuwerfen, finde ich unangebracht. Klar gibts auch bei der Kesb Bürokraten, so wie überall. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass jemand, der oder die sich entscheidet, bei einer solchen Behörde zu arbeiten, ganz grundsätzlich schon mal mehr Einfühlungsvermögen hat als viele andere.

Vielleicht ist es ein ganz blöder Vergleich, aber mit den Entscheidungen der Kesb ist es ein bisschen so wie mit dem Impfen. Entscheide ich mich dagegen, und mein Kind stirbt an einer Hirnhautentzündung, verzeihe ich mir das nie! Entscheide ich mich dafür, muss ich mir bewusst sein, dass manchmal auch Nebenwirkungen vorkommen. Und ja, ab und zu auch fatale.

Fakt ist aber auch: Eltern lieben ihre Kinder. Egal, wie überfordert sie mit ihnen sind. Und Kinder lieben ihre Eltern. Egal, wie überfordert diese mit ihnen sind. Eltern und Kinder voneinander zu trennen, ist etwas vom Schlimmsten, was man beiden antun kann. Selbst wenn es manchmal unausweichlich ist. Vielleicht (und auch hier geht es um Einzelfälle, nicht um die Regel) unterschätzt die Kesb manchmal die Ohnmacht und Wut, welche ein Obhutsentzug in einem ­ sowieso schon labilen ­ Elternteil auslöst. Man fühlt sich hilflos, allein gelassen, unverstanden. Ist nicht mehr zum Dialog bereit. Und irgendwann kommt es zum Äussersten. Aus purer Verzweiflung.

Die beiden Kinder von Flaach würden vermutlich noch leben, wären die Behörden nicht eingeschritten (unter welchen Umständen auch immer). Und das Baby von Zürich würde vermutlich auch noch leben, hätten sie die Chance gehabt, einzuschreiten.

Im Dossier: Alle «Der ganz normale Wahnsinn»-Beiträge

Eine Mutter brachte ihre beiden Kinder um, weil sie nicht wollte, dass die Kleinen zurück ins Heim mussten.

R.I.P. Nicolas (5) und Alessia (2) – Flaach am 1. Januar 2015

Diese Gruppe steht dahinter – Jetzt kommt die Volksinitiative gegen die Kesb

Die Initianten wollen die Macht der Kesb beschneiden und Betroffene stärken.

Seit ihrer Gründung am 1. Januar 2013 stehen die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) in der Kritik. Die Gegner sagen, die Kesb eröffneten zu viele Fälle, entschieden über die Köpfe der Betroffenen hinweg – und verursachten immense Kosten.

Der Fall Flaach ZH befeuerte die Kritik: Eine Mutter brachte ihre beiden Kinder um, weil sie nicht wollte, dass die Kleinen zurück ins Heim mussten.

Nun organisiert sich der Widerstand. Eine Gruppe um Schriftstellerin Zoë Jenny (41), SVP-Nationalrat Pirmin Schwander (53) und Frauenrechtlerin Julia Onken (73) lanciert eine Volksinitiative. Im Juni soll sie der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Den Text hat die Bundeskanzlei bereits geprüft.

Die Kesb abschaffen will die Initiative nicht: Hauptziel ist, dass die Behörden weniger Macht haben und die Aufsicht verbessert wird.

«Die Kesb haben sich zu einer Art vierter Gewalt im Staat entwickelt, die keiner beeinflussen kann», sagt Schwander. «Es wird über die Köpfe von Kindern, Eltern und Senioren hinweg entschieden, ohne dass sie sich unmittelbar wehren könnten.»

Das wollen die Initianten ändern. Neu soll im Gesetz der Satz stehen: «Gegen den Willen der Betroffenen oder der ihnen nahestehenden Personen dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen Entscheide getroffen werden.» Solche Ausnahmefälle seien zum Beispiel sexueller Missbrauch, Vernachlässigung, psychische oder physische Misshandlung.

Initiative will Willkür stoppen

«Wir sind dafür, dass die Behörden eingreifen, wo Kinder in Gefahr sind», betont Zoë Jenny. Doch die Kesb griffen heute ohne Not in Familien ein, träfen viele Entscheide superprovisorisch. «Dagegen gibt es keine Rechtsmittel.» Diese Willkür wolle die Initiative stoppen.

Die Kesb sollten künftig Dienstleister sein, die im Sinne der Bürger arbeiten. «Es braucht mehr Transparenz – gerade in diesem sensiblen Bereich, wo es um Kinder und Familien geht.»

Am 19. Juni präsentieren Jenny, Schwander und Onken ihre Initiative in Küssnacht SZ. Nach den Sommerferien wollen sie mit der Unterschriftensammlung beginnen.

Sie sind zuversichtlich, dass die nötigen 100000 Unterschriften zusammenkommen. Jenny: «Ich habe schon heute täglich Anfragen von Leuten, die einen Unterschriftenbogen möchten.»

Pirmin Schwander stand dem neuen Kindes- und Erwachsenenschutzgesetz von Anfang an kritisch gegenüber. Als einer von nur zwei Parlamentariern stimmte er 2008 gegen die Einführung. «Leider bewahrheiteten sich meine Zweifel», sagt er.

Auch im Kanton Schwyz macht er gegen die Behörden mobil: mit einer Volksinitiative, die die Stellung der Gemeinden gegenüber den Kesb stärken soll.

Lesen Sie auch Julia Onkens Kolumne im SonntagsBlick Magazin.

Von Katia Murmann

http://www.blick.ch/news/politik/diese-gruppe-steht-dahinter-jetzt-kommt-die-volksinitiative-gegen-die-kesb-id3812414.html

Tränen und Wut an KESB – Mahnwache

Tränen an der Mahnwache gegen «Kesb-Willkür»

Die Kesb-Gegner hielten ihre Tränen nicht zurück – und mit ihrer Kritik an der Kindeschutzbehörde nicht hinterm Berg.

Die Mahnwache für die getöteten Kinder wird zur Anti-Kesb-Demonstration. (Video: Roland Schäfli/Vincent Freigang)

Zahlreich waren am Freitagnachmittag dem Aufruf zur Mahnwache für die getöteten Kinder von Flaach nur die Medien gefolgt. Ansonsten stiess die Anti-Kesb-Veranstaltung auf vergleichsweise wenig Interesse. Mit auf dem Podium in Zürich: die Grosseltern der getöteten Kinder.

Dem Grossvater, Björn Kaiser, ist es ein Anliegen, dass der Fall nicht in Vergessenheit gerät. Trugen die Grosseltern still ihr Anliegen vor, so schrie Zoë Jenny ihre Anklage gegen die Kesb und ihre Kritik an der zuständigen Bundesrätin Simonetta Sommaruga förmlich heraus.

Die Basler Bestsellerautorin hat die Website www.kindergerechte-justiz.ch ins Leben gerufen und ruft jetzt öffentlich zum Widerstand gegen Behördenwillkür auf. Als Mutter einer vierjährigen Tochter fühlt sie sich von den Kesb-Beamten schikaniert, ist mit dem Besuchsrecht des Vaters nicht einverstanden.

Die Kin­des- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) stehen nicht erst seit dem Fall Flaach in der öffentlichen Kritik. «Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht», lautet der kämpferische Slogan einer Gruppe von Initianten, bestehend aus zwei Müttern und einem Vater, die die Entmachtung der Kesb fordert.

Die Gruppe schart nun via Facebook Gleichgesinnte um sich und konnte auch prominente Kesb-Gegner wie Julia Onken und Regula Stämpfli für ihre Sache gewinnen. Musiker Chris von Rohr, der die Behörde als «lebensfremde Institution» kritisiert, hatte sich angekündigt, musste der Veranstaltung aber wegen einer Wurzelbehandlung fernbleiben.

(ros), 13. März 2015 17:02; Akt: 13.03.2015 17:14

http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Traenen-an-der-Mahnwache-gegen–Kesb-Willkuer–30670603
Tags: Jugendamt Schweiz

Jugendamt – KESB – Autorin Zoë Jenny setzt sich mit ihrer kleinen Tochter Naomi (5) ins Ausland ab

Autorin Zoë Jenny setzt sich mit ihrer kleinen Tochter Naomi (5) ins Ausland ab – Flucht vor der Kesb!

SonntagsBlick: Frau Jenny, warum haben Sie die Schweiz verlassen?
Zoë Jenny:
Ich habe die Kindes-und Erwachsenenschutzbehörden öffentlich kritisiert und auf Missstände hingewiesen. Kurz nach meinem Auftritt in der TV-«Arena» erhielt ich einen Brief von der Kesb Ausserschwyz, dass man mir einen Erziehungsbeistand zur Seite stellen wolle. Als ob ich, weil ich mich gewehrt habe, eine schlechte Mutter wäre und nicht für meine Tochter sorgen könnte! Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht und gezeigt, wie diese Behörde Kritiker konsequent einschüchtert. Ich lasse mich aber weder terrorisieren noch mundtot machen.

Sie hatten Angst, dass man Ihnen Ihre Tochter wegnimmt?
Die Obhut ist schnell entzogen. Aber ich war auch entsetzt. In ­einem Land, wo man so mit ­Familien umgeht, will ich nicht leben. Man hat mich behandelt wie eine Kriminelle und mein Bild der Schweiz zerstört. Das macht mich sehr traurig.

Wie sehen Sie Ihr Heimatland heute?
Friedrich Dürrenmatt hat die Schweiz einmal als Gefängnis beschrieben. Ich sage: Mittlerweile ist die Schweiz eine Anstalt, und die Bevölkerung ist nach Ansicht der Behörden schwer erziehbar. Der Staat hat kein Vertrauen mehr in seine Bürger. Er mischt sich ungefragt und unbegründet in das Leben von Tausenden Familien ein. So ein Staat hat keine Zukunft.

Sie kritisieren die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden massiv. Aber auch das alte System der Vormundschaftsbehörden war nicht perfekt. Und bei verschiedenen Kesb heisst es, die Zahl der Obhutsentzüge sei zurückgegangen. 
Ich habe noch keine Zahlen gesehen, die mir das gezeigt hätten. Fakt ist: Seit Einführung der Kesb werden Fälle kreiert. Die Behörden nehmen Eltern heute viel zu schnell die Kinder weg. Das ist hochgefährlich und verwerflich. Gleichzeitig spriessen Firmen aus dem Boden, die Kinder an Heime und Pflegefamilien vermitteln und die Gutachten erstellen. Heime müssen schwarze Zahlen ­schreiben. Das viel zitierte Kindeswohl wird zur Geldmacherei missbraucht. Das sind Missstände, die ich nicht hinnehmen kann.

Es gibt durchaus Fälle, wo die Kesb eingreifen muss. Wenn die Eltern ihre Kinder misshandeln, alkohol- oder drogenabhängig sind.
Das stimmt. Aber in meinem Fall hätte man gar nichts machen müssen. Man hätte teure Arbeitsstunden und sinnlosen Papierkrieg sparen können. Aber sobald sich die Kesb einmischt, geht die Hölle los. Sie spielen ­Eltern systematisch gegeneinander aus, das habe ich auch mit meinem Ex-Mann erlebt. Dann sagen sie, die Eltern könnten nicht mehr miteinander kommunizieren und man müsse ­ihnen das Kind wegnehmen. Die Kesb entfremdet Kinder von den Eltern, sie zerstört Kindheiten.

Wo steht Ihr eigener Fall heute?
Grundsätzlich ist die Kesb nicht mehr zuständig, seit ich im Ausland lebe. Meine Anwältin hat nach meinem Wegzug vergeblich versucht, das Verfahren einzustellen. Stattdessen drohte man mir mit Sanktionen. Erst als sich SVP-Nationalrat Pirmin Schwander mit einem Brief an die Behörde wandte und ein Strafverfahren ankündigte, wurde der Fall augenblicklich geschlossen. Wenn das keine Willkür ist! Seit ich in Wien lebe und die Kesb nicht mehr involviert ist, habe ich übrigens wieder ein sehr gutes Verhältnis mit meinem Ex-Mann. Wir brauchen keine Anwälte mehr und regeln die Dinge selbst.

In Wien lebt Zoë Jenny zusammen mit ihrem Partner Manfredo (53). Er kommt aus Wien, auch seine Eltern und seine beiden Töchter aus erster Ehe leben dort. Jenny will in der österreichischen Hauptstadt glücklich werden – und führt ihren Kampf gegen die Kesb von dort aus weiter. Am nächsten Freitag organisiert sie eine Mahnwache in Zürich, an der auch die Psychotherapeutin Julia Onken (72) und der Rock-Musiker Chris von Rohr (63) teilnehmen. Dort will Jenny Unterschriften für eine Volksinitiative zur Abschaffung der Kesb sammeln. Der Text wird derzeit von Staatsrechtlern geprüft.

«Gefangen in der Anstalt Schweiz»

Gleichzeitig will Jenny den Fall Flaach ZH bis an den Euro­päischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg ziehen – und in Artikeln ausländischer Medien auf die Missstände in der Schweiz hinweisen. «Ich kämpfe auch aus dem Exil weiter», sagt Jenny. «Das bin ich den über 1000 Menschen, die mir bisher ihre unglaublichen Geschichten geschrieben haben, schuldig. Denn die meisten können es sich nicht leisten, auszuwandern wie ich. Sie sind gefangen in der Anstalt Schweiz. Es tut mir von Herzen leid für dieses schöne Land.»

Zoë Jennys Kinderrechts-Projekt: www.kindergerechte-justiz.ch

Mahnwache am 13. März 2015 von 14.00 – 17.30
in der Stadthausanlage Zürich

Wir trauern um die verstorbenen Kinder im Fall Flaach und fordern die Entmachtung der KESB. 

Publiziert: 08.03.2015, Von Katia Murmann (Text) und Regina Hügli (Fotos)

http://www.blick.ch/news/schweiz/autorin-zoe-jenny-setzt-sich-mit-ihrer-kleinen-tochter-naomi-5-ins-ausland-ab-flucht-vor-der-kesb-id3547707.html

Autorin Zoë Jenny setzt sich mit ihrer kleinen Tochter Naomi (5) ins Ausland ab: Flucht vor der Kesb! | Blick

HILFERUF “diese Mutter hat am 31.12.2014 ihre Kinder getötet” von Flaach Schweiz

Drama – „diese Mutter hat am 31.12.2014 ihre Kinder getötet“ von Flaach Schweiz

Am 4.11 stürmte die Polizei+KESB unsere Wohnung und hat mein Mann und
mich in U-Haft genommen.
Die Kinder sollten nur vorübergehend in das Heim kommen, obwohl meine Eltern vor Ort wahren und die Kinder nehmen konnten.
Nach den Befragungen und Sicherstellung dass ich von den Taten meines Mannes nichts wusste, durfte ich wieder nach Hause.
Dies ist nun 5Wochen her und obwohl ich alles der KESB auf verlangen schriftlich
bestätigt habe dass ich bei meinem Wohnort bleiben kann, bekomme ich
meine Kinder nicht zurück!
Ihnen wurde versprochen dass sie diesen Freitag nach Hause dürfen, nun hiess es von der KESB sie wollen noch etwas abwarten und Däumchen drehen!!
Das geht doch nicht!
Wie kann ich mich wehren dass ich endlich die Kinder wieder bei mir habe?

Geschrieben am 17. December 2014 um 10:09

diese Mutter hat am 31.12.14 ihre Kinder getötet…….und wollte sich danach auch töten…..

Tags: Jugendamt – Kindesannahme – Obhut -Gewalt

Familie & Familienrecht

Familien-Drama in Flaach ZH
Sie wollte die Kinder nicht ins Heim bringen

FLAACH – ZH – Horror-Fund in einer Wohnung im Kanton Zürich: Beamte fanden gestern die Leichen zweier Kinder. Die Mutter wurde unter dringendem Tatverdacht festgenommen.

Familiendrama in Flaach ZH: Die beiden Kinder Alessia (2) und Nicolas K.* (5) sind gestern Abend getötet worden. Unter dringendem Tatverdacht: ihre Mutter Natalie K.* (27).

Die Mutter hat habe um 21.30 Uhr der Einsatzzentrale der Polizei gemeldet, dass ihre beiden Kinder tot seien, teilt die Zürcher Kantonspolizei heute mit.

«Die genaue Todesursache ist noch ungeklärt», sagt Kapo-Sprecher Werner Schaub zu Blick.ch. Das Institut für Rechtsmedizin werde die entsprechenden Untersuchungen durchführen.

Die ersten Polizisten vor Ort hätten unverzüglich mit Reanimationsbemühungen begonnen, sagt ein Polizeisprecher. Der beigezogene Notarzt habe die Wiederbelebungsversuche…

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