Frauenhaus – Bub wurde eine Woche gegen seinen Willen festgehalten

Frauenhaus – Missbrauch mit dem Missbrauch – März 2015

Telefon abgenommen, Gymnasiast am Schulbesuch gehindert

Bub (11): „Wurde eine Woche im Frauenhaus festgehalten“

Die Wiener Frauenhäuser sind gut und wichtig, um Frauen vor gewalttätigen Partnern zu schützen. Aber sind manche Mitarbeiter zu blauäugig, weil sie einer Seite blind vertrauen ?
Schwere Vorwürfe erhebt zumindest Eyüp Ö. (11), der eine Woche in der Einrichtung war.

Der Bub wurde von seiner Mutter („zwangshalber“) ins Frauenhaus in Mariahilf mitgenommen.
Dort sei er gegen seinen Willen festgehalten worden.
Das Handy wurde ihm abgenommen. Auch durfte der Gymnasiast nicht die Schule besuchen. „Ich habe geweint. Wollte zu meinem Vater zurück. Keiner hat mir geholfen.“
Eyüp Ö. beschwört, dass sein Vater nie gewalttätig gewesen sei. Von der Mutter sei er aber öfters, auch im Frauenhaus, geschlagen worden.

Frauenhaus-Geschäftsführerin Andrea Brem dazu:“Keiner von uns hat beobachtet, dass die Mutter den Buben geschlagen hat. Auch scheint es vertretbar, dass Kinder in Krisenzeiten einige wenige Tage nicht in die Schule gehen.“ Die Handyabnahme sei eine erzieherische Maßnahme der Mutter gewesen, die neben dem Vater die Obsorge hat. Brem:„Bei uns wird niemand gegen seinen Willen festgehalten“

Top-Anwältin Britta Schönhart glaubt, die Mutter sei nur ins Frauenhaus gegangen, um im Scheidungsverfahren bessere Karten zu haben. „Leider nutzen das manche Frauen aus. Ihnen wird of blind geglaubt, ohne je die andere Seite gehört zu haben.“

“ Das Frauenhaus hätte mehr auf die Bedürfnisse des 11-Jährigen eingehen sollen. Dieser wird noch lange unter diesem Trauma zu leiden haben.
Familienrechtsexpertin Britta Schönhart

Kronenzeitung 20.03.2015, Seite 28

Tags: Frauenhaus – Andrea Brem – Familie Familienrecht – Rechtsanwältin Britta Schönhart – Obsorge – Kindeswohl – Vater – Gewalt – Gewalttäter – Missbrauch mit dem Missbrauch –

Ohne Vater bleibt sich der Sohn fremd

Die Neigung, in einer Familie mit Kindern den Mann für überflüssig zu halten, schadet den Söhnen.
Ohne Mann im Haus haben es vor allem Jungen, aber auch Mädchen schwerer, sich gesund zu entwickeln.

Väter haben kein gutes Image mehr. Die englische Autorin Maureen Green formulierte zeitsymptomatisch: „Ein toter Vater ist Rücksicht in höchster Vollendung.“ Laut wurde die vaterlose Familie gefeiert – die Mutter-Sohn-, Mutter-Tochter-Beziehung, ohne Mann und ergo auch ohne Gewalt, Tyrannei und Missbrauch.

Dass diese Idylle nicht stimmt, wissen wir inzwischen. Alle neueren Untersuchungen dokumentieren, dass häusliche Gewalt zwischen den Geschlechtern gleich verteilt ist. Söhne werden übrigens von ihren Müttern häufiger körperlich gezüchtigt als von ihren Vätern.

Schon vor den Siebzigerjahren haben die Sozialwissenschaften den Vater entsorgt. Vor allem die Entwicklungspsychologie hat exklusiv auf die Bedeutung der Mutter für die Erziehung der Kinder abgehoben. Die historische Väterforschung – noch immer in ihren Anfängen – konstatiert, dass Einfluss und Aufgaben des Vaters „gegen null gehen“.

Dem Vater würden allenfalls noch alimentatorische Funktionen zugemessen, das heißt: finanzielle Leistungen, um den Lebensunterhalt seiner Kinder zu sichern. Seine Gegenwart ist nicht vonnöten, vielfach eben sogar nicht einmal erwünscht.

Ohne Vater bleibt sich der Sohn fremd


Walter Hollstein ist ein Schweizer Soziologe. Er lebt seit 2007 als freier Autor in Basel und hat zahlreiche Bücher über die Geschlechterrolle von Mann und Frau geschrieben

Foto: privatWalter Hollstein ist ein Schweizer Soziologe. Er lebt seit 2007 als freier Autor in Basel und hat zahlreiche Bücher über die Geschlechterrolle von Mann und Frau geschrieben

Jean-Paul Sartre ist ohne Vater aufgewachsen. Er schreibt: „Ich war ein Waisenkind ohne Vater. Da ich niemandes Sohn war, wurde ich meine eigene Ursache.“ Der Bub Sartre beschäftigt sich nachgerade zwanghaft mit dem Tod, auch mit dem eigenen Verschwinden aus dieser Welt. Solche frühkindliche Tragik findet sich in den Werken vieler Schriftsteller, Franz Kafka wäre ein anderes berühmtes Beispiel; im deutschsprachigen Raum haben etwa Peter Härtling, Manfred Bieler oder Christoph Meckel davon Zeugnis abgelegt.

Doch die Dramen müssen nicht literarisch sein; sie sind auch ganz alltäglich. Ein absenter Vater ist – so weiß die Therapeutik – eine lebenslange Quelle von Traurigkeit, Ärger, Verbitterung und Scham. Ein Sohn braucht seinen Vater, damit er sinnvoll Mann werden kann. Ohne Vater tritt er in ein Leben, für das er nur unzureichend ausgestattet ist. Die Tiefenpsychologin Marga Kreckel bringt es bündig auf den Begriff: „Bleibt der Vater für den Sohn das unbekannte Wesen, so bleibt der Sohn auch sich selbst fremd.“

Die amerikanischen Psychologen Dan Kindlon und Michael Thompson berichten, dass es in Therapien wenig gäbe, was einen erwachsenen Mann zu Tränen rühre. Männer könnten in Therapien recht gefasst über gescheiterte Ehen sprechen, über missratene Kinder, über Karriereknicks, Bankrott oder Krankheiten. Wenn sie dann aber einmal weinten, dann weinten sie ganz heftig über das, was sie mit ihren Vätern nicht oder zu wenig erleben durften.

Das Fehlen eines realistischen Männerbildes

Wir wissen empirisch sogar mehr. Wir kennen inzwischen die folgende Gesetzlichkeit: Es gibt einen klaren Zusammenhang von Vaterpräsenz und gesunder Entwicklung des Sohnes auf der einen Seite und von Vaterabsenz und der Gefahr des Scheiterns auf der anderen. Zum Spektrum dieses Scheiterns gehören innere Verwahrlosung, Sucht, Kriminalität, Gewalt, Depression und Suizid der allein gelassenen Söhne. Selbstverständlich brauchen auch die Töchter ihre Väter, etwa für den Erwerb eines realistischen Männerbildes – aber eben, belegterweise, doch weniger.

Auf dem 2. Wissenschaftlichen Männerkongress an der Heinrich-Heine-Universität zu Düsseldorf berichtete Robert Schlack vom Robert-Koch-Institut, dass Jungen aus geschiedenen Beziehungen mehr Risikoverhalten, mehr psychosomatische Probleme, mehr psychische Auffälligkeiten und weniger verfügbare Schutzfaktoren aufweisen als Kinder aus Kernfamilien mit beiden leiblichen Eltern.

Konkret heißt das: häufiger Übergewicht, häufiger Schul- und Ausbildungsversagen, doppelt so hohe Raucherquoten, dreimal so häufig Schlafstörungen, doppelt so häufig emotionale Probleme, soziale Probleme mit Gleichaltrigen und Hyperaktivitätsprobleme.

Der Vater – eine Witzfigur

Nun scheinen wir ja auf einem besseren Weg zu sein als die Generationen vor uns. Zeitgenössische Väter beteiligen sich mehr an Kindererziehung und Hausarbeit als noch ihre eigenen Väter. Das politische Angebot der Väterzeit wird immer häufiger genutzt. Auch das Sorgerecht ist in den vergangenen Jahren ein Stück weit zugunsten der Väter novelliert worden. Allerdings dräuen schon neue Probleme. Zunehmend wollen junge Männer gar nicht mehr Vater werden.

„Warum sollte ein Mann heute das Risiko einer dauerhaften Beziehung oder gar Ehe eingehen?“, fragte unlängst ein Blogger in der „Süddeutschen Zeitung“. Die Antwort gibt er sich selber:“Um bei der ersten Gelegenheit entsorgt und als Unterhaltszahlsklave zu enden, der seine eventuellen Kinder nur sehen darf, wenn sie es ihm erlaubt?

Den meisten reicht es schon, in Schule und Beruf benachteiligt und vom feministischen Mainstream in Kunst, Kultur und Medien als Witzfigur, Hassobjekt und Quelle allen Übels verteufelt zu werden.“ Das ist keine Einzelmeinung mehr.

Die Abneigung, Vater werden zu wollen

Das Statistische Bundesamt hat vor Kurzem einen Bericht über Alleinlebende veröffentlicht. Während seit 1991 die Quote der Single-Frauen um 16 Prozent gestiegen ist, erhöhte sich jene der Männer sprunghaft um 81 Prozent . Diese Entwicklung betrifft vor allem junge Männer im heiratsfähigen Alter.

27 Prozent der 18- bis 34-Jährigen leben allein. Das sind – in absoluten Zahlen – etwa sieben Millionen Männer im heiratsfähigen Alter, die sich der Beziehung mit einer Frau verweigern und die auch keine Kinder wollen.

Das verweist auf eine tiefer liegende Krise jüngerer Männer, die auch empirisch belegt ist. Nach einer Studie über die Lebensentwürfe und Rollenbilder 20-jähriger Frauen und Männer, die die Bundesregierung 2007 in Auftrag gegeben hat, wird jungen Männern „ein deutliches Leiden an der Komplexität, Unübersichtlichkeit und Dynamik der Gesellschaft“ zugeschrieben. Junge Männer „heute befürchten, dass in Wahrheit die Frauen die wichtigen Entscheidungen fällen und sie, die Männer, gar nicht mehr brauchen“. Wenn wir auch zukünftig Väter wollen, müssen wir wohl den jungen Männern politisch, ökonomisch und sozial Perspektiven anbieten, die sie zu einem gut Teil entlasten.

17_03_14

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article125896077/Ohne-Vater-bleibt-sich-der-Sohn-fremd.html

Tags: Vaterlose Gesellschaft – SPÖ – Gendermainstream – Feminismus – Femiistin  

Kontaktrecht bzw. Besuchsrecht in Österreich lt. Rechtsprechung

Mindestmaß  bis zum 14. Lebensjahr

Die weltweite Tendenz im Familienrecht für eine vernüftige Eltern-Kind-Beziehung, geht jedoch in Richtung des Doppelresidenz- Wechselmodell, im Idealfall eine Woche bei Vater und eine Woche bei der Mutter.
Es kann auch in zweiwöchigen Abständen oder länger gewechselt werden, jedoch sollte es ein Verhältnis von 70/30 Prozent nicht unterschreiten.
In vielen Ländern, wie Australien, kanada, Spanien, Frankreich ist es bereits im Gesetz verankert.
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Aus der Rechtsprechung der Gerichte kann man folgende RICHTLINIEN ableiten:

• Kleinkinder bis zu zwei Jahren:
alle 14 Tage einige Stunden oder ein ganzer Tag evt. mit Begleitung

• Kinder von drei bis sechs Jahren:
alle 14 Tage ein Tag

• Kinder über sechs Jahre:
alle 14 Tage ein Wochenende, d.h. mit Übernachtung plus 2 Wochen Urlaub

Wenn du über 14 bist, kannst du nicht mehr zum Kontakt mit dem Elternteil gezwungen werden, der nicht im gemeinsamen Haushalt lebt. Allerdings muss dich der Richter darüber aufklären, dass der Kontakt mit dem Elternteil grundsätzlich zu deinem Wohle ist. Verweigerst du trotzdem den Kontakt, müssen alle Anträge auf Besuchsrecht abgelehnt werden.

 

1_Besuchsrecht

2_Besuchsrecht

 

Auszug aus dem Buch mein Rechtsberater, 2014

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Tags: Umgangsrecht Kontaktrecht Besuchsrecht – Alter des Kindes Österreich – Familienrecht

 

EuGH – Kein Kindergeld bei Umzug ins Ausland

Straßburg/Berlin (DAV). Auch im Familienrecht kommt es immer wieder zu Fragen rund ums Kindergeld. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte einen Fall zu entscheiden, bei dem die Mutter nach Belgien gezogen war, aber weiterhin in Deutschland arbeitete. Die Frage war, von welchem Staat sie Kindergeld verlangen konnte, berichtet die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).Kindergeld am Wohnort oder Beschäftigungsort?
Die europäischen Richter entschieden am 6. November 2014 auf Vorlage des Bundesfinanzhofs: Ein Arbeitnehmer, der in dem EU-Mitgliedsstaat, in dem er wohnt, keinen Anspruch auf Kindergeld geltend macht, kann unter Umständen auch in seinem Beschäftigungsmitgliedsstaat keinen Anspruch auf Kindergeld haben (AZ: Rs. C-4/13).

Wohnen im Ausland – arbeiten in Deutschland
Die Frau arbeitet in Deutschland. Nachdem sie nach Belgien gezogen war, bezog sie für ihren Sohn weiterhin Kindergeld von der Familienkasse der deutschen Agentur für Arbeit. In Belgien hätte sie seit dem Umzug Anspruch auf Familienbeihilfe gehabt, den sie aber nicht geltend machte. Als die deutsche Familienkasse von dem Umzug erfuhr, forderte sie die seit dem Umzug gewährten Leistungen zurück. 

Wegfall des Kindergeldanspruchs
Der EuGH entschied nun, dass ein Mitgliedsstaat, in dem die Beschäftigung ausgeübt wird, festlegen kann, dass der zuständige Träger (in diesem Fall die Familienkasse) den Anspruch auf Familienleistungen ruhen lässt. Das heißt, dass dann kein Anspruch auf Kindergeld besteht. Dies gelte auch, wenn der Betreffende im Wohnmitgliedsstaat keinen Antrag auf Gewährung von Familienleistungen gestellt habe. Der Träger habe im Falle einer solchen Festlegung keinen Ermessensspielraum in der Frage, ob er den Anspruch ruhenlasse oder nicht. Damit hätte die Familienkasse die vom deutschen Staat geschuldeten Familienleistungen ruhen lassen müssen. Die Auszahlung des Kindergeldes sei also falsch gewesen, zumindest bis zur Höhe des nach belgischem Recht vorgesehenen Kindergeldbetrags.

Die DAV-Familienrechtsanwälte raten Eltern, die in grenznahen Gebieten arbeiten und in einem anderen EU-Mitgliedsstaat wohnen, sich genau zu informieren und in Zweifelsfällen einen Familienrechtsanwalt zu Rate zu ziehen. 

Informationen: www.familienanwaelte-dav.de
Unterhaltsforum: www.unterhaltsforum.de

Rechtsanwalt Swen Walentowski
Stellv. Hauptgeschäftsführer
Pressesprecher Deutscher Anwaltverein
PR-Referat
Littenstraße 11
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Fax: 030 726152-193

E-Mail: presse@familienanwaelte-dav.de
Arbeitsgemeinschaft Familienrecht im Deutschen Anwaltverein