Falschbeschuldigungen – Verurteilt trotz Freispruch

Jörg Kachelmann Prozess – Missbrauch mit dem Missbrauch

Jörg Kachelmann war einst war er Deutschlands berühmtester Wettermoderator.
Doch dann trifft ihn ein Vergewaltigungsvorwurf.
Er ist unschuldig – doch ein Makel bleibt.
Mit Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen
26-10-2017
Tags: Freispruch – Gewalt – Vergewaltigung – Familienrecht Familie – Gerichtsreporterin – sexuelle Belästigung- Mobbing – Justiz  – Strafverfahren

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Jugendämter – Kindeswohl – Wenn Profitinteressen Familien zerreißen (Teil I)

Die Jugendämter und das Kindeswohl – Wenn Profitinteressen Familien zerreißen (Teil I)

Die Jugendämter und das Kindeswohl – Wenn Profitinteressen Familien zerreißen (Teil I)
RT-Reporterin Maria Janssen im Gespräch mit der vierfachen Mutter Andrea Kuwalewsky.
Zwei Geschichten, zwei Dramen. Undurchsichtig arbeitende freie Träger und deutsche Jugendämter entfernen immer öfter Kinder aus ihrem Zuhause, manchmal aus fadenscheinigen Gründen. Allein zwischen 2014 und 2015 ist die Zahl der Inobhutnahmen um rund 30 Prozent auf 77.645 angestiegen. RT Deutsch-Reporterin Maria Janssen stellt betroffene Familien vor.

Viele Jugendämter in Deutschland sind personell unterbesetzt und beklagen Überforderung. Das ist mit ein Grund dafür, dass die Behörden oft Aufträge an freie Träger weiterreichen.

Und hier beginnt oft ein folgenschwerer Interessenkonflikt. Denn die freien Träger sind oft gemeinnützige Vereine oder private Firmen, die für die Betreuung von Kindern aus vermeintlich oder tatsächlich schlechtem Hause vom Jugendamt hoch entlohnt werden.

Ein kurzer Blick in die Tabellen des statistischen Bundesamtes genügt, um festzustellen, dass die Zahl der Inobhutnahmen in den letzten Jahren stark angestiegen ist. Vor allem religiöse Familien und Einwanderer sollen überdurchschnittlich häufig von den weitreichendsten Maßnahmen betroffen sein, die die Ämter ergreifen können.

Doch was bedeutet der Kindesentzug für die betroffenen Familien? RT Deutsch-Reporterin Maria Janssen besuchte Eltern, denen das Jugendamt die Kinder entzogen hat. Die Betroffenen berichteten, dass die freien Träger in ihren Gutachten oft mit Lügen und falschen Tatsachenbehauptungen arbeiten.

Aufgrund dieser mit Fake News oder willkürlichen, oft ideologisch unterfütterten, Hypothesen angereicherten Gefälligkeitsgutachten schreibt das Jugendamt dann Aufenthalte vorgeschrieben oder erteilt Betreuungsaufträge. Regelmäßig an den Träger, der das jeweilige Gutachten organisiert hat.

Reiner Schmitt (Name geändert) hat sich selbst an das Jugendamt gewandt in der Hoffnung, seine Tochter aus einer kindeswohlgefährdenden Umgebung bei ihrer Mutter retten zu können. Doch der freie Träger kam zum Ergebnis, das Kind soll unter Betreuung eines freien Trägers bei der Mutter bleiben. Folglich ging es dem Teenager immer schlechter.

So beschrieb die jahrelange Klassenlehrerin das Mädchen als schwer verwahrlost und auch die Noten rutschten in den Keller. Der Direktor des Psychiatrie-Klinikums in Karlsruhe stellte unter anderem „depressive Verstimmungen“ und „suizidale Gedanken“ bei dem Teenager fest. Kontakt zu seiner Tochter hat der Vater seit mehreren Jahren nicht mehr.

Video:

Nach der Trennung von ihrem gewalttätigen Mann zog Andrea Kuwalewsky die vier gemeinsamen Kinder alleine groß. Ihren Ex-Mann hat die damalige Polizeiinspektorin wegen schwerer Körperverletzungen angezeigt. Es dauerte nicht lange, bis dieser das Jugendamt einschaltete mit der Behauptung, Andrea Kuwalewsky sei psychisch krank.

Das Jugendamt in Bad Dürkheim beauftragte einen freien Träger mit der Erstellung eines Gutachtens über die Mutter. Dessen nicht approbierte Gutachterin sprach lediglich eineinhalb Stunden mit Andrea Kuwalewsky und diagnostizierte eine Borderline-Störung. Daraufhin entzog das Jugendamt der Mutter das Sorgerecht über ihre vier Kinder. Nach zehn Monaten in einem katholischen Heim kehrten die Kinder zur Mutter zurück, die ihre geistige Gesundheit mittlerweile erfolgreich belegen konnte.

Anmerkung der Redaktion: Die Aussage von Rainer Schmitt bei Minute 07:28 „Ich konnte das Gegenteil beweisen. Sie haben gelogen.“ bezieht sich auf den freien Träger „Kleiner Muck“ und nicht auf das Jugendamt Bonn.

Falschbeschuldigung – Vergewaltigung – Schadenersatz für Jörg Kachelmann – OLG

  • 2010 wurde Kachelmann von einer Ex-Geliebten wegen Vergewaltigung angeklagt – und letztendlich freigesprochen.
  • Jörg Kachelmann wirft „Bild“, „Bild am Sonntag“ und „Bild.de“ vor, auf schwerwiegende Weise gegen seine Persönlichkeitsrechte verstoßen zu haben.

Ralf Höcker

12. Juli um 11:26 ·

 Urteil des OLG Köln: Jörg Kachelmann bekommt von Springer und Bild inklusive Zinsen knapp 513.000 € Geldentschädigung und Schadensersatz! Wir freuen uns für unseren Mandanten, auch wenn diese Summe natürlich nicht ausgleichen kann, was Springer ihm angetan hat.

Um es mal auseinanderzudröseln, weil so viele verschiedene Zahlen kursieren:

395.000,00 EUR Geldentschädigung +
6.319,23 EUR Schadenersatz =
_______________________________
401.319,23 EUR „netto“ +
111.466,43 EUR Zinsen bis 12.07.2016
_______________________________
512.785,66 EUR zu zahlender Gesamtbetrag

Hinzu kommen jeden Tag weitere 60 EUR Zinsen.

Quelle:
https://www.facebook.com/ralf.hoecker/posts/10206671616138812?pnref=story.unseen-section

😉

Artikel:

Prozess gegen „Bild“: Kachelmann erhält 395.000 Euro Entschädigung

Jörg Kachelmann Zur Großansicht DPA

Jörg Kachelmann

Der Springer-Verlag muss Jörg Kachelmann eine Entschädigung in Höhe von 395.000 Euro zahlen. Laut Kachelmanns Anwalt beläuft sich die Gesamtsumme inklusive Zinsen auf 513.000 Euro.

Jörg Kachelmann erhält vom Springer Verlag eine Entschädigung in Höhe von 395.000 Euro. Das hat das Oberlandesgericht Köln am Dienstag verkündet. Laut Kachelmanns Anwalt Ralf Höcker summiert sich die Zahlung mit Schadensersatz und seit 2010 anfallenden Zinsen insgesamt auf knapp 513.000 Euro. Das Oberlandesgericht wollte sich zu den konkreten Zahlen nicht äußern, bestätigte aber, dass seit 2010 Zinsen anfallen.

Was war geschehen?

Jörg Kachelmann wirft „Bild“, „Bild am Sonntag“ und „Bild.de“ vor, auf schwerwiegende Weise gegen seine Persönlichkeitsrechte verstoßen zu haben.

2010 wurde Kachelmann von einer Ex-Geliebten wegen Vergewaltigung angeklagt – und letztendlich freigesprochen.

Die Springermedien hätten – so der Vorwurf Kachelmanns -, vor, während und nach dem Prozess eine Kampagne gegen ihn gefahren, wobei er sich der Schmähkritik ausgesetzt sah und Details aus seinem Intimleben an die Öffentlichkeit getragen wurden.

Das Landesgericht Köln hatte Kachelmann daraufhin im September 2015 eine Entschädigung in Höhe von 635.000 Euro zugesprochen. Es war die höchste Summe, die bislang in einem solchem Verfahren einem Kläger zugesprochen wurde. Kachelmann und sein Anwalt hatten ursprünglich sogar eine Summe von 2,25 Millionen Euro gefordert.

Das Gericht stellte damals fest, Kachelmann sei „durch die Preisgabe von Informationen über sein Sexualleben, durch die teilweise wörtliche Veröffentlichung seines SMS- und E-Mail-Verkehrs und durch die Veröffentlichung von Fotos, die ihn zum Beispiel beim Hofgang in der Justizvollzugsanstalt zeigten, in seiner Intimsphäre, seinem informellen Selbstbestimmungsrecht und seinem Recht am eigenen Bild verletzt worden“.

Der Axel-Springer-Konzern kündigte nach diesem Urteil an, in Berufung zu gehen, mit dem Ziel, die Höhe der Schadensersatzzahlung zu drücken. Auch Kachelmanns Anwalt ging in Berufung – um die Summe in zweiter Instanz auf 950.000 Euro zu erhöhen. Zu Beginn des Berufungsverfahrens kündigte die vorsitzende Richterin jedoch an, dass Kachelmann sich wohl auf eine geringere Summe als die ursprünglich festgelegte einstellen müsse.

Springer war nicht das einzige Haus, von dem sich Kachelmann nach dem Vergewaltigungsprozess verleumdet sah. Entschädigung forderte er auch von anderen Verlagen. Mit Burda einigte er sich 2015 außergerichtlich – über die Konditionen wurde Stillschweigen bewahrt. Mit Springer hingegen scheiterten alle Vergleichsverhandlungen.

 

gia/dpa, Dienstag, 12.07.2016 – 14:49 Uhr

http://www.spiegel.de/kultur/tv/joerg-kachelmann-gegen-die-bild-a-1102548.html
Tags: Falschbeschuldigungen – Missbrauch mit dem Missbrauch – Verleumdung – Feminismus – feministische – Feministin – Genderwahn – Gericht – Gutachten – Sachverständige – Gutachter – Justiz – Justizopfer – Wettermann –