Ex-Heimkind: „Ich wurde von Ute Bock mit der Reitgerte geschlagen!“

Margit Felix hat das Schweigen satt. Als Jugendliche (rechts), so behauptet sie, sei sie von Ute Bock misshandelt worden. Foto: Von Margit Felix für Unzensuriert bereitgestellt

Margit Felix hat das Schweigen satt. Als Jugendliche (rechts), so behauptet sie, sei sie von Ute Bock misshandelt worden.
Foto: Von Margit Felix für Unzensuriert bereitgestellt

Für viele ist Ute Bock aufgrund ihres Engagements für Flüchtlinge die Personifikation der Barmherzigkeit schlechthin. Als „Macherin der Menschlichkeit“ oder „Ein Engel für die Ärmsten“ wird sie in der österreichischen Medienlandschaft bezeichnet. Verschiedenste Auszeichnungen sollen die Besonderheit dieser Frau hervorheben, so wie zuletzt das an sie verliehene Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich. Und wenn sich Bock mit eben jener Republik unzufrieden gibt, so drucken die Tageszeitungen ihren offenen Brief über die Flüchtlingsthematik ab. Ute Bock ist zu einer moralischen Instanz avanciert.

Für Margit Felix ist die Popularität der Asyl-Aktivistin ein Schlag ins Gesicht. Als Heimkind will sie Ute Bock alles andere als mitmenschlich erlebt haben . Auf Facebook machte sie auf den verschiedensten Seiten auf ihre schreckliche Vergangenheit aufmerksam. Unzensuriert.at traf die Frau und erfuhr Einzelheiten, die wir hier wiedergeben, ohne uns die Vorwürfe selbst zu Eigen zu machen. Strafrechtlich sind sie ohne Bedeutung. Die Geschehnisse, sollten sie sich so zugetragen haben, wie Margit Felix es schildert, sind längst verjährt. Ute Bock lässt über eine Mitarbeiterin ihres Vereins ausrichten, dass sie „an den unterstellten Handlungen nicht beteiligt war“.

Ein Leben im Heim

Unzählige Ordner von Akten sammelt Frau Felix in ihrer Wohnung im 22. Wiener Gemeindebezirk. Sie dokumentieren ihre schmerzvolle Kindheit und Jugend und zeigen dabei unzählige Behördenfehler auf. Im zarten Alter von sechs Monaten kam Margit unter die Aufsicht der Stadt Wien. Von da an war ihr Leben bis zu ihrem 20. Lebensjahr von Gewalt und Lieblosigkeit geprägt. Wie auch in den Akten vermerkt, war Margits Mutter Prostituierte, der Vater ein Bauarbeiter, der unter einem Alkoholproblem litt.

„Als Mutter kann man dieses Kretin nicht bezeichnen“, sagt Margit. Ihren Vater besuchte sie hingegen gern. Er war ein lieber Mensch, laut Margits Beschreibungen, hatte eine neue Frau gefunden, doch auch sie brachte Kinder in die Beziehung. So war für Margit und ihre Schwester kein Platz in der Wohnung im 15. Bezirk.

Während der geschiedene Vater immer wieder Geschenke für die Kinder, also Margit und ihre Schwester, brachte, scherte sich die Mutter um die Kinder kaum. Dennoch holte sie die beiden Mädchen, die lediglich einen Altersunterschied von zehn Monaten haben, immer wieder aus dem Heim.
Schon in der frühen Kindheit seien sie gegen Geld an Freier vermietet worden, die sie brutal missbrauchten, erzählt Margit Felix.

Das Heim bot Margit anstatt Schutz nur zusätzliche Qualen. Wie eine Gefängnisinsassin habe sie sich gefühlt.

Schwanger mit zwölf

Die ältere Schwester konnte die Mutter überzeugen, sie nicht mehr dem Missbrauch auszusetzen, doch Margit wurde weiter hingeschickt. „Als Zweitgeborene war ich ihr erst recht nichts wert“, resümiert sie.
Sämtliche Hilferufe des Mädchens wurden von den verschiedenen Heimen, in denen Margit ihr junges Leben fristete, sowie vom Jugendamt ignoriert beziehungsweise als herbeiphantasiert abgetan.

Dennoch wurden die gesundheitlichen Folgen jährlich dokumentiert. Nervöses Händeschwitzen, Bettnässen und eine aggressive Abwehrhaltung erwachsenen Männern gegenüber sind den Erzieherinnen nicht entgangen. Dass Margit im Alter von zwölf Jahren das erste Mal zum Abtreiben ins Elisabethspital geschickt wurde, auch das wurde dokumentiert. Wie es zu der Schwangerschaft kommen konnte, fanden die Erzieherinnen den Heimakten zufolge aber nicht als dokumentationswürdig.

Mit der Reitgerte angetrieben

Am schlimmsten hatte es Margit in Biedermannsdorf, im Borromäum, das von Ordensschwestern für die Stadt Wien geleitet wurde. Der Alltag war von Schlägen und harter Arbeit auf den Gemüseplantagen des Heims geprägt. Süßigkeiten, die die Kinder von Ausgängen mitbrachten, wurden ihnen umgehend abgenommen. Der Rhabarber, den die Kinder abzubauen hatten, wurde zum Hauptnahrungsmittel der Zöglinge und zu einer Einnahmequelle der Stadt Wien. Weigerte sich ein Kind aufzuessen, so wurde ihm das Essen in den Mund gestopft, der Teller erneut aufgefüllt und das Kind gezwungen, auch diesen leer zu essen. Musste sich jemand übergeben – und dies kam oft vor – so gab es zur Strafe zwei Tage lang nichts zu Essen. Märsche an den Wochenenden nach Wiener Neudorf sollten die Kinder „disziplinieren“. Sie fanden gemeinsam mit den Buben, die unter anderem von Ute Bock betreut wurden, statt.

„Von ihr gab es gab Hiebe mit der Reitgerte, wenn ein Kind aus der Zweier-Reihe tanzte“,  sagt Margit Felix über Ute Bock, „auch ich wurde von ihr geschlagen“. Bock erklärte dazu 2011 in einer Diskussionssendung auf Plus 4: „Wir sind am Anninger gegangen. Wir sind nach Mödling gegangen, Wir sind auf der Landstraße gegangen. Die sind in einer Zweierreihe gegangen. Wenn die Zweierreihe nicht funktioniert, haben Sie jeden Tag einen Verletzten.“
Die Frage, ob sie die Kinder geschlagen habe, beantwortete sie ausweichend (siehe YouTubu-Video weiter unten ab 3:50 Minuten).

https://youtu.be/tC4cfGVVmwU?t=49s

Bock war keine Mitläuferin

Es gab auch Erzieher, die kaum Misshandlungen vornahmen, erklärt Margit. Doch die standen in der Hierarchie zumeist ganz unten und „hatten es selber kaum besser“. Ute Bock versuchte sich in einer ORF-Diskussionssendung zu den Missbrauchsfällen in den Kinderheimen einzuordnen. Glaubt man Frau Felix, so hat sie ihre Rolle dabei allerdings verharmlost. Bock soll beste Kontakte zum damaligen Direktor des Heimes unterhalten haben, sagt Margit Felix, ihr verwandtschaftliches Verhältnis zu dem Mann habe ihr den Arbeitsplatz im Bubentrakt ermöglicht.

„Immer wieder ist sie bei den Erzieherinnen der Mädchen vorbeigekommen und hat ihnen aufoktroyiert, wie die Kinder zu maßregeln sind“, erinnert sich Margit Felix. Über die von Ute Bock zugegebenen „Detschn“ seien ihre Methoden weit hinaus gegangen.

Ute Bock bestritt im Oktober 2011 auf Ouls 4 die meisten Vorwürfe der Heimkinder.

Laut Margit Felix wurden die Kinder auf Anraten Ute Bocks so lange mit dem Kopf unter Wasser getaucht, bis sie kurz vor der Bewusstlosigkeit standen. Eine weitere begehrte Foltermethode, die die heutige Menschenrechts-Aktivistin entworfen haben soll, bestand darin, dass die Kinder oft nächtelang auf Kochlöffeln knien und dabei ununterbrochen die Hände in die Luft strecken mussten. Die Erzieherinnen strickten laut der ehemaligen Heiminsassin Margit Felix, während sie die Kinder bei der Durchleidung ihrer Strafen beaufsichtigten.

Von der Vergangenheit eingeholt

Viele Jahrzehnte versuchte Margit Felix, all das Leid, das ihr unter Aufsicht der Stadt Wien zugefügt wurde, hinter sich zu lassen. Die zunehmenden Panikattacken führten jedoch dazu, dass sie immer stärker von ihrer Vergangenheit eingeholt wurde.

Jedes Mal, wenn sie Ute Bock im Fernsehen oder auf den Titelblättern der Zeitungen sieht, kommt ihr alles hoch. „Man hat mir mein Leben gestohlen“, klagt die mittlerweile 50-Jährige.

Vor wenigen Wochen wurde Margit Felix in der Tiefgarage ihres Wohnhauses von Unbekannten niedergeschlagen.Du blaue Sau“, wurde sie genannt, bevor ihr ein Schlag auf den Hinterkopf das Bewusstsein raubte. Frau Felix geriet auf der Suche nach Unterstützung für die Veröffentlichung der Wahrheit nämlich ins Fadenkreuz der Antifa, die Frau Bock ihre Treue schwört. Kurz vor dem Angriff echauffierte sich die Antifa-Facebookgruppe, „AK Deutsch für FPÖ-Anhänger“ über Margit Felix.

Stellungnahme von Ute Bock

Unzensuriert.at hat Ute Bock über die von Frau Felix gegen sie erhobenen Anschuldigungen informiert und um eine Stellungnahme gebeten. Diese erhielten wir leider nicht direkt von ihr, allerdings von einer Mitarbeiterin ihres Vereins, die uns mitteilte:

Frau Bock befindet sich derzeit auf Rehabilitation. Nach Rücksprache mit ihr ist klar, dass sie an den unterstellten Handlungen nicht beteiligt war.

Im Übrigen hat Frau Bock zu den damaligen – völlig unhaltbaren – Zuständen bereits im Standard Interview ausführlich geäußert. Hier der Link zum Artikel: http://derstandard.at/1318726310090/Missbrauchsvorwuerfe-Heimmutter-Ute-Bock-Keine-Ausbildung-und-SSler-als-Erzieher

Der Verein behält sich vor, gegen jede Art von Verleumdung rechtlich vorzugehen.

Unzensuriert.at identifiziert sich in keiner Weise mit den von Margit Felix erhobenen Vorwürfen, die rein die Person Ute Bock und in keiner Weise den von ihr geführten Verein „Flüchtlingsprojekt Ute Bock“ betreffen.

 

 25. Juli 2015 – 11:13
http://www.unzensuriert.at/content/0018214-Ex-Heimkind-Ich-wurde-von-Ute-Bock-mit-der-Reitgerte-geschlagen
Ute Bock, Margit Felix, Kinderheim, Gewalt, Flüchtlinge, Biedermannsdorf, Jugendamt, Reitgerte, Folter, Borromäum

Pflegekinder wurden oft wie Sklaven gehalten

Pflegemutter
Einsamkeit durch Gewalt und Misshandlung: Die Pflegekinder aus Wien wurden jahrzehntelang alles andere als kindgerecht behandelt (Symbolbild)

Nach den Kinderheimen geraten die Pflegeeltern ins Visier. Viele Kinder wurden ausgebeutet. Einige wollen klagen.

 

Sabine spricht von Zwangsarbeit. Als kleines Kind war sie von der Gemeinde Wien zur Pflege aufs Land geschickt worden. „Wir wurden von den Pflegeeltern ausgebeutet“, sagt sie. Ihre Anwältin bereitet bereits eine Klage vor.
Sabine war kein Einzelfall. Hunderte, wenn nicht Tausende Kinder sind in der Nachkriegszeit nicht nur in Heime, sondern auch zu Pflegefamilien verschickt worden. Da wie dort gab es aus heutiger Sicht menschenunwürdige Zustände. Die Ersatzeltern am Land waren oft in vieler Hinsicht nicht besser als die Erzieher in den Heimen.In seinem von der Stadt Wien beauftragten Historiker-Bericht über Kinderheime streift Univ. Prof. Reinhard Sieder auch die Situation der Pflegekinder der 1940er- bis 70er-Jahre. Pflegefamilien, so berichtet Sieder, gehörten meist der sozialen Unterschicht an. „Die meisten der Wiener Pflegekinder wurden in Familien auf dem Land untergebracht.“ In Jennersdorf und Radkersburg im Burgenland seien regelrechte Pflegeeltern-Kolonien entstanden. Bauernfamilien nahmen bis zu zehn Kinder aus Wien in Pflege. Die Historiker-Kommission vermutet, dass das vom Jugendamt bezahlte Pflegegeld für die „Großpflegefamilien“ eine Rolle gespielt hat. Kinder wurden zudem von der Fürsorge in unmenschlichen Zuständen vorgefunden: Verlaust, verwanzt, verkotet.

Bettnässen

Univ-Prof Dr. Reinhard Sieder ist Vorstand des Instituts für Wirfts- uts- und Sozialgeschichte di Wien und Vorsitzer der Hier Historikerkommission.
Sozialforscher R. Sieder – Foto: Julia Schrenk

Alexandra G. kam 1971 im Alter von zwei Jahren vom Wiener Zentralkinderheim zu Pflegeeltern im Südburgenland, wo sie bis zu ihrem sechsten Lebensjahr untergebracht war. „Die haben eine Art Wirtschaft gehabt.“ Stallarbeit stand an der Tagesordnung. Alexandra wurde bald Bettnässerin. „Wenn es wieder passiert ist, hab ich das Leintuch selber waschen müssen.“ War es nicht sauber, rollte die Pflegemutter den nassen Stoff zusammen und schlug damit auf den Rücken des Mädchens ein.

Später kam Alexandra ins Heim in Biedermannsdorf: Prügelstrafen, Essen von Erbrochenen, kaum Schulbildung. Die heute 43-Jährige hat zwei Selbstmordversuche hinter sich und versucht ihr Trauma als Pflege- und Heimkind mit Psychotherapie zu überwinden.

Nach dem Aufbrechen der Vergangenheit von Heimkindern könnte mit dem Historiker-Bericht eine neue Welle der Entschädigungsforderungen auf die Stadt Wien zukommen. Bisher haben sich 117 ehemalige Pflegekinder bei der Opferschutz-Organisation Weisser Ring gemeldet. Alleine im Jahr 1970 waren allerdings 540 Wiener Kinder bei Pflegeeltern in der Hauptstadt und 1341 am Land untergebracht.

Eine Mitarbeiterin der MA 11 (Wiener Jugendamt) habe den Sozialforscher Sieder „überreden“ wollen, „diese kritischen Passagen über die Pflegekinder (aus dem Historiker-Bericht, Anm.) wieder rauszunehmen“, sagt er im KURIER-Interview. Aber Josef Hiebl, Rechtsexperte der MA 11, und Stadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ) hätten auf der umfassenden Darstellung der Jugendwohlfahrtsgeschichte bestanden. „Es ist dringend notwendig, dass wir uns dieser Geschichte auch annehmen“, sagt Hiebl. Ein weiteres Forschungskonzept zum Thema „Pflegefamilien“ sei in Ausarbeitung.

Dass blanker Horror bei Pflegeeltern nicht allgegenwärtig war, zeigt das Beispiel von Maria A., 41. Sie kam 1972 mit eineinhalb Jahren zu Pflegeeltern nach Baden bei Wien. Im Gegensatz zu später, als der Lebensgefährte ihrer leiblichen Mutter ihr das Leben zur Hölle machte, wurde sie von dem kinderlosen Paar „liebevoll aufgenommen“. „Ich habe sie bis zum Tod der Pflegemutter regelmäßig besucht.“

„Rechtlos“

KurierFranz Josef Stangl,Missbrauchskinder
Harte Arbeit: Autor F. J. Stangl – Foto: Kurier

„Wir waren rechtlose Knechte“, erinnert sich hingegen Franz Josef Stangl, 59. Er wurde im Alter von fünf Jahren von der Grazer Fürsorge zu Pflegeeltern aufs Land geschickt. Mehrmals wechselte der Pflegeplatz, ehe er bei einer Bäuerin landete, die er nur mehr als „die Hexe“ beschreibt.

„Wir mussten arbeiten wie die Großen.“ Stall ausmisten, Heu einholen. Den ganzen Tag. Zuneigung? Fehlanzeige. Stattdessen gab es Prügel mit dem Ochsenziemer, Essensentzug, schlafen im Stall. Stangl hat diese Erlebnisse in einem Buch verarbeitet („Der Bastard“, Bibliothek der Provinz).

Anerkannt: Pflegeeltern werden gut ausgebildet

APA/HERBERT NEUBAUERAPA5587162-2 - 17102011 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA 317 CI - Josebl von der MA11 anl. der Pressekonferenz denz des Amts für Juged Famd Familie (MA 11) zu den "Mrauchsvorw&orwür Kindem Wiem Wilenberg" am Mon Mg, ag, 17. Oktober 2011 201
„Aufarbeitung“: J. Hiebl, MA 11  Foto: APA/HERBERT NEUBAUER

Die Situation vor 30, 40 Jahren, könne man mit heute nicht mehr vergleichen, heißt es seitens des Wiener Jugendamtes (MA 11). „Wir haben heutzutage ein international anerkanntes Pflegewesen“, sagt Josef Hiebl, Rechtsexperte der MA 11. Gemeinsam mit Fachleuten der EU sei ein Ausbildungsverfahren für Pflegeeltern ins Leben gerufen worden. Etwa die Hälfte der rund 3200 vom Wiener Jugendamt im Obhut genommenen Kinder werden in Pflegefamilien betreut. Die andere Hälfte lebt längst nicht mehr in Heimen, sondern in betreuten Wohngemeinschaften.

„Es ist ja gar nicht so einfach, ein fremdes Kind mit eineinhalb, zwei Jahren aufzunehmen“, sagt eine Sprecherin der MA 11. „Es wurde möglicherweise schlecht betreut oder war von Gewalt betroffen“, zollt sie engagierten Paaren, die Kinder in Pflege nehmen, Respekt.

Derzeit gib es in Wien rund 500 Pflegefamilien. Durch eine Werbekampagne konnten im Vorjahr 77 neue gewonnen werden.

2011 wurden 711 Kinder von der Stadt in Obsorge genommen, 140 kamen zu Pflegeeltern.

 

(KURIER/GEORG HÖNIGSBERGER, JULIA SCHRENK ) ERSTELLT AM 01.07.2012, 17:21
http://kurier.at/politik/pflegekinder-wurden-oft-wie-sklaven-gehalten/792.174