Warum Doppelresidenz? – Anton Pototschnig

Anton Pototschnig, Obmann der Plattform Doppelresidenz, spricht über die Vorzüge des Doppelresidenzmodells.

Trennungen und Scheidungen finden statt, bedeuten aber nicht automatisch das Ende der Familie.

Kinder wollen mit Mutter und Vater aufwachsen. Väter wollen, ebenso wie Mütter, ihr Kind nach einer Trennung nicht aus ihrem Leben verlieren.

Die Doppelresidenz ermöglicht es dass trotz Trennung alle gleichermaßen Kontakt zueinander haben und die Eltern sich die Verantwortung für ihr Kind teilen.

In Österreich gibt es leider eine sehr widersprüchliche Gesetzeslage, die es Eltern schwer macht sich für dieses Lebensmodell zu entscheiden.

Die Doppelresidenz gehört ins Gesetz, so wie es in vielen Ländern bereits der Fall ist.

Mehr Information finden Sie auf der Website der Plattform Doppelresidenz.

13.02.2017
http://doppelresidenz.at/
Tags: Familienrecht – Obsorge –  Trennungskinder – teampago

Doppelresidenz -Tagung in Wien

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Doppelresidenz-Tagung in Wien

Am 22.10.2016 veranstaltete Anton Pototschnig www.doppelresidenz.at) im Wiener Bundesfinanzministerium die 1. Fachtagung zum Thema Doppelresidenz in Österreich.

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140 TeilnehmerInnen (130 Personen aus den Professionen) verliehen neben dem illustren ReferentInnenzirkel, der interessanten Konzeption und den Räiumlichkeiten der Tagung den würdigen Rahmen.

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Mark Ruiz Hellin gestaltete souverän die angenehme Tagungsmoderation

 

 

 

 

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Anton Pototschnig eröffnete die Tagung

 

 

 

 

Das erste Referat hielt

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Dr. Reinhard Jackwerth

Senatsvorsitzender und Richter am LG für Zivilrechtsachen Wien

Titel des Vortrages:

Doppelresidenz: Gesetzliche Situation in Österreich nach der Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes von Oktober 2015

Spruchpraxis in Österreich; Auswirkung auf Unterhalt und Aufenthaltsbestimmungsrecht

 

Es wurde deutlich, dass die derzeitige Rechtspraxis den realten Abläufen in der Gesellschaft nicht mehr gerecht wird.

 

Es folgte die Präsentation der Ergebnisse einer Studie im Rahmen einer Masterarbeit:

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Teresa Amann MSc.

Studentin an der Universität Wien, Fakultät Psychologie.

Sie hat im Zuge Ihrer Masterarbeit junge Erwachsene nach ihren Eindrücken befragt und deren Erfahrungen mit dem Residenzmodell, dem Doppelresidenzmodell und denen aus intakten Familien gegenüber gestellt.

Titel des Vortrags: „Auswirkungen von Formen der Nachtrennungsfamilie – unter besonderer Berücksichtigung der Doppelresidenz“

 

Im Wesentlichen wurden schon aus anderen internationalen Untersuchungen bekannte Ergebnisse bestätigt.

 

Das folgende Referat wurde nicht von der Autorin selbst, sondern aus gesundheitlichen Gründen von ihrem jüngsten schon erwachsenen Sohn vorgetragen:

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Univ. Prof. Dr. med. Marguerite Dunitz-Scheer
Leiterin der Kinderpsychosomatik, Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde Graz,
Kinderbetreuungsbeauftragte der Mediz. Univ. Graz
Mutter von 6 Kindern, 2 Stieftöchtern, 3 Pflegekindern, Oma von 12 Enkeln
Buchautorin u.a. von „meine deine unsere“ Leben in der Patchworkfamilie, Falter Verlag

Titel des Vortrages:

Wie kann ich mit einem nicht von mir gefüllten Rucksack mit meinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen ehrlich und gut leben? Erfahrungen und Rezepte aus dem Kochbuch für Patchworkgerichte!

Der Vortrag war mit seiner sehr persönlichen Note ein Highlight der Veranstaltung und geriet zu einem glühenden Appell für die Doppelresidenz.

 

Die folgende Referentin berichtete aus ihrer langjährigen Erfahrung in der Arbeit mit Kindern:

161022_5346_corr_1000Mag. Veronika Richter
eingetragene Mediatorin, Besuchsbegleiterin und Elternberaterin beim Wiener Familienbund, Kindercoach bei „Collaborative Law“ – www.collaborativelaw.eu – Buchautorin von „Rückenwind für Scheidungskinder“ Verlag Kneipp

Veronika Richter war 18 Jahre lang Gruppenleiterin für „Rainbows – für Kinder in stürmischen Zeiten“ und leitete ca. 55 Kindergruppen und 8 Feriencamps.
Veronika Richter hat vier erwachsene Töchter, fünf Enkelkinder und lebt in Wien.

Titel des Vortrags:
Doppelresidenz vor dem Spiegel der Erfahrungen mit „Kindern in stürmischen Zeiten“

Das Hauptreferat der Tagung hielt mit eingeplanten vollen zwei Stunden

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Prof. Dr. jur. Hildegund Sünderhauf-Kravets

Sie ist seit 2000 Professorin für Familienrecht und Kinder- und Jugendhilferecht an der Evangelischen Hochschule Nürnberg, Autorin der einzigen umfassenden Metastudie über das Modell der Doppelresidenz: „Wechselmodell: Psychologie – Recht – Praxis“ (Springer VS, 2013).

Professorin Sünderhauf ist eine international gefragte Doppelresidenz-Expertin und berät das Bundesjustizministerium Deutschland und den Europarat.

Titel des Vortrags:

Doppelresidenz: Normalität oder Revolution?

Empirische Evidenz zum Kindeswohl, Genderaspekte und rechtspolitische Entwicklungen der elterlichen Verantwortung nach Trennung/Scheidung.

Frau Sünderhauf überzeugte durch ihre klare, wissenschaflich fundierte Darstellung. Die Vorteile der Doppelresidenz sind international so überzeugend erwiesen, dass jeder Verzögerung in der Umsetzung unlautere böswillige (bzw. egomane) Absicht unterstellt werden muss.

Nach diesem letzten wissenschaftlichen Beitrag folgte eine Podiumsrunde:

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Erfahrungsberichte von Eltern und jungen Erwachsenen mit der Doppelresidenz.

Moderation: Barbara Tóth, FALTER-Redakteurin

Elternteile und in der Doppelresidenz aufgewachsene Jugendliche aus verschiedenen Familienkontexten berichteten über ihre Erfahrungen. Auffallend war bei allen eine sehr entspannte Haltung im Rückblick auf die Jahre nach der Trennung. Allen gemeinsam war auch die positive Bewertung des Modells („Ich würde das wieder so machen!“), trotz des Hinweises auf die Herausforderungen („Es hat sich gelohnt!“).

Allerdings wurde auch deutlich, dass die Rechtspraxis auf vielen mit dem Lösungsmodell verbundenen Bereichen der Realität hoffnungslos hinterher hinkt. „Wir mussten das, was wir wollten und auch machten, trickreich dem Gericht verkaufen“. Das wurde durchgängig deutlich.
Es muss gefragt werden, wer für eine solche blamable Disposition eines Systems verantwortlich ist.

Diesem Podium aus der gelebten Praxis folgte ein Expertenpodium:

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Podiumsdiskussion
moderiert von Prof. Dr. Leibovici-Mühlberger

mit:

Mag. Doris Täubel-Weinreich, Richterin und Vorsitzende der Fachgruppe Familienrecht
Prof. Dr. jur. Hildegund Sünderhauf
Anton Pototschnig, Obmann der Plattform Doppelresidenz
Mag. Dagmar Bojdunyk-Rack, Geschäftsführerin von Rainbows Öst.
Gabriele Fischer, Vorsitzende der ÖPA (Österreichische Plattform für Alleinerziehende)

Will man das Ergebnis auf einen Satz reduzieren, müsste man erkennen, dass die Gerichte auf die Verantwortung der Politik verweisen (und damit von ihrer möglichen Gestaltungsfreiheit ablenken) und dass die Politik Gründe sucht (und geliefert bekommt), um eine Veränderung auszusitzen.

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Für eine herausragende Tagung kann den Veranstaltern, insbesondere Anton Pototschnig, eine Gratulation ausgesprochen werden!

Das gab natürlich auch Anlass, zum Abschluss im Kreis von alten und neuen Freunden entspannt ein Glas Wein zu trinken.

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am 22. October 2016
http://vater.franzjoerg.de/doppelresidenz-tagung-in-wien/

FACHTAGUNG DOPPELRESIDENZ – Wien am Sa. 22.Okt.2016

FACHTAGUNG DOPPELRESIDENZ

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Österreichs, (in Wien) mit ausgezeichneten Fachleuten, sowie Eltern und jungen Erwachsenen, die über ihre Erfahrungen mit dem Modell berichten werden.

ACHTUNG: Verlängerung der Anmeldefrist auf 14.Oktober.2016

ACHTUNG geänderter Ort:

Bundesministerium für Finanzen, 
Hintere Zollamtsstraße 2b, 
1030 Wien; Dr.
Peter Quantschnigg Saal
(nicht, wie bisher angegeben, im Seminar- und Veranstaltungszentrem CATAMARAN)

Klicken Sie hier um zu näheren Informationen zu gelangen

Jetzt anmelden über  fachtagung.doppelresidenz@gmx.at

Achtung: bei der Teilnahmegebühr gibt es verschiedene Varianten

Spenden:
Leider reichen die Teilnahmegebühren für eine kostendeckende Abwicklung der Fachtagung bisher nicht aus, weshalb wir uns über Spenden sehr freuen. Spenden an:

PLATTFORM DOPPELRESIDENZ
IBAN: AT35 1200 0100 1686 2459
BIC: BKAUATWW
Für die Plattform Doppelresidenz
Pototschnig Anton
Obmann

Veranstaltungs-Programm.pdf

Ablauf:
09:30 bis 16:30 Uhr
Vorträge dazwischen Mittagspause
Nach den Vorträgen gibt es die Möglichkeit der Diskussion
Ev.parallel dazu:
Diskussions-/Arbeitsgruppen
zu den Themen
Unterhalt und Transferleistungen bei Doppelresidenz
Voraussetzungen für die Doppelresidenz
 
16:30 bis 17:30
Erfahrungsberichte von Eltern und jungen Erwachsenen mit der

Doppelresidenz.

Moderation: Barbara Tóth FALTER-redakteurin

18:30 bis 20:00
Podiumsdiskussion
moderiert von Prof. Dr.Leibovici-Mühlberger
mit:
Uni.Prof.DDr. Salvatore Giacomuzzi,
Klinischer – und Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut und Akademischer Suchtberater
Mag. Dagmar Bojdunyk-Rack, Geschäftsführerin vonRainbows Öst.

Prof. Dr. jur. Hildegund Sünderhauf,o

Mag. Doris Täubel-Weinreich, Richterin und Vorsitzende der
Fachgruppe Familienrecht.
Prof. Dr. Med. Marguerite Dunitz-Scheer
Vertreterin der ÖPA

(Österreichische Plattform für Alleinerziehende)

Mag.Veronika Richter
eingetragene Mediatorin, Besuchsbegleiterin und Elternberaterin beim Wiener
Familienbund, Kindercoach bei „Collaborative Law“
Teresa Amann MSc. Studentin an der Universität
Wien,Fakultät Psychologie
Sie hat im Zuge Ihrer
Masterarbeit junge Erwachsene nach ihren Eindrücken befragt und deren
Erfahrungen mit dem Residenzmodell, dem Doppelresidenzmodell und denen aus
intakten Familien gegenüber gestellt.
Obmann der Plattform Doppelresidenz
Anton Pototschnig
Ev. Abschlussbuffet (Spendenabhängig)
Datum:
 2.Oktober 2016
Dauer:
09:30 bis 20:00

http://www.doppelresidenz.at/

Doppelresidenz – Ein „Meilenstein“ für gemeinsame Obsorge !

Morgenjournal 30-10-2014

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Seit knapp zwei Jahren können getrennt lebende Väter und Mütter in Österreich die gemeinsame Obsorge beantragen. Aber die Gerichte können nicht vorschreiben, dass die Kinder abwechselnd bei Vater und Mutter wohnen. Das können die Eltern nur privat vereinbaren. Die Politik hat diese „Doppelresidenz“ aus dem Gesetzesentwurf herausgenommen. Trotzdem haben ein Bezirksgericht und das Landesgericht Wien jetzt erstmals für ein Kind eine Doppelresidenz angeordnet – ein Meilenstein, finden Anhänger dieser Lösung.

Kindeswohl geht vor

Schon seit zehn Jahren lebt das Kind, um das es im Rechtsstreit geht, abwechselnd und praktisch im gleichen Ausmaß bei Mutter und Vater. So gesehen machen sie halbe/halbe, obwohl sie getrennt sind. Aber die Mutter hatte die alleinige Obsorge, weil die Eltern nie verheiratet waren. Im Vorjahr beantragte der Vater die gemeinsame Obsorge, um den Status zu legalisieren. Die Mutter war dagegen, weil es Konflikte gebe und der Vater sich nicht an Vereinbarungen halte. 

Eigentlich müssten die Gerichte – wenn sich die Eltern nicht einig sind – nach Paragraph 177 des Bürgerlichen Gesetzbuches einen hauptsächlichem Aufenthalt bei einem Elternteil festlegen – das wäre wohl bei der Mutter gewesen. Im konkreten Fall aber sind nun, vorerst für eine Probezeit, beide Wohnorte, also die sogenannte Doppelresidenz, gerichtlich bestätigt. Das Kindeswohl sei nämlich auch gesetzlich verankert, sagt die Sprecherin des Landesgerichts Wien, Beatrix Engelmann: „Die Gerichte der ersten und der zweiten Instanz sind davon ausgegangen, dass die seit Jahren gelebte Realität im Sinne des Kindes ist. Und es ist das Kindeswohl das allerwichtigste Kriterium. Es geht gar nicht so sehr darum, die gerechteste Lösung zwischen den Eltern zu finden, sondern jene, die für das Kind am besten ist.“

Befürworter sieht „Meilenstein“

Mehr noch: Das Kindeswohl könne gefährdet sein, wenn die Doppelresidenz nicht genehmigt wird, weil dann die Eltern womöglich mehr streiten, argumentiert das Gericht. Es übernimmt damit eine Argumentation von Justiz-Sektionschef Georg Kathrein in einer Juristen-Zeitschrift, wonach das Kindeswohl vorgeht. Kathrein und seine Abteilung hatten ursprünglich die Doppelresidenz überhaupt in ihrem Gesetzesentwurf vorgesehen. Aber die SPÖ und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek waren dagegen – unter Berufung auf Experten wie den Kinder-Psychiater Max Friedrich, wonach jedes Kind einen hauptsächlichen Wohnort haben sollte.

Anton Pototschnig, Obmann der Plattform Doppelresidenz, sieht das anders und sagt zu dem Urteil: „Das ist ein Meilenstein, da das Gericht darauf Bezug nimmt, dass die Doppelresidenz nach wie vor noch nicht im Gesetz verankert ist und das letztlich auch zu Streitsituationen zwischen den Eltern führen kann. Das scheint mir ein Hinweis zu sein, dass die Doppelresidenz im Gesetz verankert werden und sich Österreich in Richtung europäischer Normalität bewegen soll.“

In Schweden, Belgien und Frankreich etwa sei die Doppelresidenz fast ein Normalfall. Laut Pototschnig betreuen in Österreich vor allem getrennt lebende Akademiker ihre Kinder oft je zur Hälfte, indem sie sich privat darauf einigen – ohne gerichtliche Absicherung.

Übrigens: Juristen zufolge ist die Verankerung der Doppelresidenz im Gesetz vor allem am Thema Unterhaltszahlungen gescheitert. Denn bei abwechselnder Betreuung der Kinder fallen die Unterhaltszahlungen ganz oder weitgehend weg. Frauenvertreterinnen haben finanzielle Verschlechterungen für alleinstehende Mütter befürchtet.

Bernt Koschuh, Quelle:
http://oe1.orf.at/artikel/390456

 

 

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Neues Urteil: Trennungskind soll pendeln

Obwohl es gesetzlich nicht vorgesehen ist, teilt ein Gericht einem Kind Hauptwohnsitze bei Mama und Papa zu. Laut Politik bestehe kein Handlungsbedarf.

Foto © detailblick – Fotolia.com

In Schweden, Frankreich, Dänemark und Belgien ist es üblich, dass Scheidungskinder abwechselnd eine Woche bei der Mutter, eine Woche beim Vater leben. Gesetzlich ist dies in Österreich nicht vorgesehen und nur möglich, wenn sich Mama und Papa privat darauf einigen. Trotzdem wurde am Wiener Landesgericht erstmals entschieden, dass ein Kind gleichteilig bei beiden Elternteilen aufwachsen soll. Es soll wöchentlich zwischen Mutter und Vater pendeln. Für Anhänger dieser Lösung ist das Urteil ein Meilenstein.

Die in Österreich seit zwei Jahren existierende gemeinsame Obsorge sieht diese sogenannte „Doppelresidenz“ nämlich nicht vor. Der Passus wurde damals aus dem Gesetzesentwurf gestrichen. Weil die Eltern des Kindes, um das es im Rechtsstreit geht, nicht verheiratet sind, hat die Mutter die alleinige Obsorge. Das Kind lebt jedoch seit zehn Jahren halbe-halbe bei Vater und Mutter. Der Vater wollte deshalb seinen Status als halber Unterkunftsgeber legitimieren – was die Mutter allerdings ablehnte. Laut Gesetz wäre in diesem Streitfall der Wohnort eines Elternteils als Hauptwohnsitz zu bestimmen gewesen – das wäre in diesem Fall wohl jener der Mutter gewesen. Doch das Gericht entschied anders und brach mit Paragraf 177 des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches. Der Richter begründete sein Urteil damit, dass die Fortführung des gewohnten Lebensstils das Beste für das Kind sei. Schließlich sei auch das Kindeswohl zu berücksichtigen. Und dieses wäre gefährdet, so die Gerichtssprecherin, wenn die Eltern wegen einer nicht genehmigten Doppelresidenz mehr streiten würden.

Vätervertreter bejubeln das Urteil. In einer Aussendung der Plattform Doppelresidenz bezeichnete deren Obmann Anton Pototschnig die Entscheidung als Meilenstein: „Österreich macht damit einen Schritt in Richtung europäischer Normalität.“ Das Urteil weise darauf hin, dass die Gesetzeslage bald geändert wird.

Doch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) ist anderer Meinung. „Kinder brauchen in solchen Situationen Sicherheit und klare Verhältnisse“, heißt es aus dem Ministerium. Außerdem könne man sich privat ohnehin auf alles einigen – hier gehe es nur um strittige Scheidungen und Trennungen vor Gericht. Man sehe daher keinen Anlass, das Gesetz zu ändern.

7 Kommentare

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aufewigrot am 31.10.2014, 16:06Kommentar melden

Frau Heinisch-Hosek, verschwinden Sie endlich!

Sie sind doch im Familienreicht seit Amtsantritt nur Steigbügelhalterin für erpresserische Kindesmütter.
§177 muss und wird in der heutigen Form fallen.
Gehen Sie endlich mit samt Ihren Vorgängern und pervertierten Kampfemanzen zur Hölle, damit auch Österreich endlich ein Familienrecht bekommt, in dem tatsächlich mal von KINDESWOHL VORRANGIG die Rede ist.
Euch verdammten iPhone-Frauenrechtlerinnen sind die Kinder in Wahrheit egal. Euch geht es nur um KOHLE.
Ihr zerstört für eure dummen Egozismen nicht nur Kindheiten, sondern auch ganze Existenzen.
Und Tschüss!!!! 

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ja, das gibt es schon länger und öfter,

als man meint. 
Und NEIN, diese Kinder brauchen keinen Psychiater, weil ihre Eltern eben NICHT streiten und sie – die Kinder – bei beiden willkommen sind.
Davon können viele andere Kinder nur träumen.

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Kluger Richter,Kindeswohl

nach vorne. Und die Ministerin für Fisch und Fahrrad fordert wieder mal Stabilität wo es um weibliche Gruppeninteressen geht,nicht ums Kind.Irgendwie ist da in Fleisch und Blut übergegangen,daß die eigenen Interessen die allgemeinen seien,erinnert mich als Kärntner immer ein wenig an die FPK.Und während das Blaubestrumpfte eine recht neue Mutation ist hatten wir schon ein gutes,altes,wohlbewährtes Rechtsgut das eisern stabil war,die Patria potestas,wenn mans wieder haben will,nur zugreifen und ansonsten ein bißchen mehr reflektieren.