Wiener Psychiatrie – Hölle für hunderte Kinder

Missbrauch

Wie eine Wiener Psychiatrie zur Hölle für Hunderte Kinder wurde

Während der NS-Zeit wurden in einer Wiener Psychiatrie Hunderte Kinder ermordet.

Auch Jahrzehnte danach herrschte dort brutale Gewalt – doch Politik und Kirche sahen weg.

In solchen Netzbetten vegetierten die Kinder teils viele Jahre vor sich hin. Die Netzbetten wurden Mitte 2015 in ganz Österreich verboten.

Foto: Herbert Pfarrhofer, dpa

Friedrich ist viereinhalb, als seine Leidenszeit beginnt. Heute würde man vielleicht sagen: Der Junge hatte sich auffällig verhalten. Er ließ seine Aggressionen an der Mutter und dem achtjährigen Bruder aus. Irgendwann im Jahr 1963 wendet sich die Mama mit der Bitte um Rat an Professor Andreas Rett. Der Mann, 1924 im fränkischen Fürth geboren, früh in die NSDAP eingetreten, ab 1949 österreichischer Staatsbürger, ist Chef der Ambulanz für Kinderpsychiatrie und der Abteilung für entwicklungsgestörte Kinder im Neurologischen Krankenhaus Rosenhügel in Wien. Als Koryphäe in der Behindertenforschung lässt er hier Kinder therapieren, die ihm medizinisch interessant erscheinen – oder zahlungskräftige Eltern haben. Die übrigen kleinen Patienten schickt er in eine andere städtische Einrichtung, den Pavillon 15 des Psychiatrischen Krankenhauses „Am Steinhof“. Den berüchtigten Pavillon 15.

Auch Friedrich muss dorthin. Von da an verbringt er sein Leben in einem Netzbett. Wie der Name sagt, ist das ein Bett, das fast käfigartig von Netzen umgeben ist und Vorrichtungen zur Fixierung enthalten kann. Friedrich darf es nicht verlassen. Die Krankenakte belegt, dass er mit verschiedenen Beruhigungsmitteln in zum Teil sehr hohen Dosen behandelt wird. Zunächst holen seine Eltern ihn noch häufig nach Hause. Doch je älter er wird, desto seltener darf er heim. Die Krankenakten dokumentieren keine Fortschritte. 1977 wird er in eine Erwachsenenabteilung verlegt. Auch dort bleibt er eingesperrt und wird medikamentös ruhiggestellt. Erst in den 80er Jahren ist in seiner Akte von therapeutischer Betreuung die Rede. 1997 zieht er in eine Wohngemeinschaft. Weitere Informationen gibt es nicht.

Oder: die Geschichte von Petra. Sie wird als Vierjährige 1973 aus einem katholischen Heim nach Steinhof gebracht, weil sie „gegen ihre Umgebung Aggressionen zeigt“. In Steinhof wird sie an „Armen und Beinen beschränkt“, also angegurtet. Sie erhält Beruhigungsmittel. „Abends 2,5 mg Temesta, ev. Dosis verdoppeln“, heißt es in der Krankenakte. Ab 1974 ist von selbstbeschädigendem Verhalten die Rede. Erst 1977 verzeichnen die Krankenakten eine erste Therapie.

Krankenhaus „Am Steinhof“ wird zur Hölle für viele Kinder

So wie Friedrich und Petra durchleiden tausende Kinder die „Hölle von Steinhof“. Wo Zwangsjacken und Netzbetten, Fesseln und Schläge mit nassen Tüchern an der Tagesordnung sind. Und Wasserhähne „aus Sicherheitsgründen“ blockiert werden, sodass die Patienten aus der Toilette trinken müssen.

Vielleicht wüsste man das alles bis heute nicht, wäre nicht die frühere Pflegerin Elisabeth Pohl vor fünf Jahren damit an die Öffentlichkeit gegangen. Ein Skandal, der enorme Wellen schlug. Die Stadt Wien gab daraufhin beim Rechts- und Kriminalsoziologischen Institut der Universität eine Studie in Auftrag, die die stationäre Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in der Wiener Psychiatrie von 1945 bis 1984 untersuchen sollte. Das Forschungsteam hatte Zugang zu den Akten der Verwaltung und führte Gespräche mit mehr als hundert Zeitzeugen. Nun liegen die Ergebnisse vor, auf 632 Seiten. Sie belegen, dass die Zustände in den Kinderpavillons noch weit schlimmer waren, als Elisabeth Pohl das geschildert hat.

Und nicht nur dort. Auch in der bis dahin als renommiert geltenden Rett-Klinik am Rosenhügel herrschten skandalöse Zustände. Zwangssterilisierungen fast aller Mädchen in der Klinik wurden als Blinddarmoperationen getarnt. Schwangerschaftsabbrüche und Pharmatests lassen den Schluss zu, dass aus dem Grauen der NS-Zeit nichts gelernt wurde. Auch dass selbst nach dem Krieg noch Gehirne von 76 in Steinhof angeblich an Lungenentzündung gestorbenen Kindern an ein Institut zur Erforschung kindlicher Hirnschäden weitergegeben wurden, lässt keine anderen Schlüsse zu.

In der Tat haben ein bis zwei Drittel der Ärzte und Pflegerinnen schon im Nationalsozialismus in denselben Abteilungen gearbeitet. Diese hatten zwischen 1940 und 1945 zur Tötungsanstalt „ Am Spiegelgrund“ gehört, wo der leitende Neurologe Heinrich Gross Euthanasieprogramme durchführte. Mindestens 789 Kinder und Jugendliche wurden dort ermordet. Tatsächlich waren es wohl weit mehr.

Damals unterschieden die Ärzte und Psychologen zwischen „bildungsunfähig“ und „bildungsfähig“. Wer als „bildungsunfähig“ eingestuft wurde, dem drohte die „klinische Hinrichtung durch Schlafmittel“, heißt es in der Studie. Auf den Obduktionsanweisungen, die die Leichen toter Kinder aus dem Pavillon 15 bis in die neunziger Jahre begleiteten, stand einfach nur „ad Gross“. Offenbar fand man nichts dabei, dem Mann weiterhin „Material“ zu liefern. Gross wurde erst 1997 des Mordes angeklagt. Zu einem Prozess kam es aus Gesundheitsgründen nicht mehr. Gross starb 2005 im Alter von 90 Jahren.

Politik verschließt jahrzehntelang die Augen

Hemma Mayrhofer, die Leiterin des Forschungsprojekts, sieht im Kinderpavillon die „Endstation institutioneller Karrieren von Wiener Kindern und Jugendlichen mit Behinderung“. Hinzu kommt, dass Menschenwürde keine Bedeutung hatte. Nicht einmal die Minimalbedingungen der Pflege wurden erfüllt. Dürftig ausgestattete Schlafsäle, eine Zahnbürste für mehrere Kinder, eine Haarbürste für 70 Kinder, kaum Kleidung, wenig Nahrung und vor allem keinerlei Förderung oder Therapie hätten dazu geführt, so Mayrhofer, dass sich der Zustand der Kinder nach ihrer Einweisung massiv verschlechterte. Da sie fast ausschließlich im Bett lagen und im Schnelldurchgang gefüttert wurden, konnten sie sehr bald nicht mehr allein essen und entwickelten motorische Störungen. „Die Patienten bewegten sich in den Gitterbetten mit tagsüber nur einem Holzbrett, die Matratze kam erst abends hinein, wie Affen im Käfig, entschuldige“, beschreibt ein ehemaliger Betreuer im Interview.

Gesprächspartner berichten darüber, wie stark ihre Geschwister abbauten, wenn sie in den Pavillon 15 kamen. „Er war eigentlich ein tüchtiges Kind, muss ich sagen“, erzählt eine Angehörige. „Als ich dann gehört habe, er ist nicht förderbar, später wie ich dann älter wurde, habe ich gedacht: Wahnsinn, er hat selbstständig gegessen, er war sauber, er ist mit uns spazieren gegangen, er ist wahnsinnig gern Roller gefahren, das hat er geliebt.“

Die Studie weist darauf hin, dass allein die Interessen des überforderten Personals die Abläufe bestimmten. Erst ein Elternverein setzte Mitte der achtziger Jahre Reformen durch. Hintergrund für die Einweisung ins Heim war für viele zum Teil lernschwache Kinder, dass sich Kindergärten und Schulen weigerten, mit ihnen zu arbeiten. Auch Krankenhäuser lehnten es ab, behinderte Kinder nach einem Unfall aufzunehmen.

Und die Wiener Politik? Die schaute weg und schwieg. Obwohl sie über Jahrzehnte hinweg wusste, wie es in den Heimen zuging. Und mittendrin die regierende SPÖ. Aus Angst vor einem Wahlsieg der konservativen ÖVP nahmen die Sozialdemokraten hin, dass NS-Ärzte auch nach dem Krieg ihr Unwesen treiben durften. Und auch die Kontrollinstanz der Kliniken, die Jugendwohlfahrt, griff nicht ein. Sie vertraute den Einrichtungen und entschuldigte bekannte Missstände mit Personalmangel.

Wien: Erster Schritt gegen den Skandal war Mitte 2015

Ein erster konkreter Schritt, Konsequenzen aus diesem Skandal zu ziehen, war Mitte 2015 das bundesweite Verbot von Netzbetten. Aber das Problem liegt noch tiefer; in vielen Kinderheimen herrschten teils unwürdige Zustände. Ein Staatsakt für die Betroffenen im vergangenen November im Parlament endete beinahe mit einem Eklat. Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn war gerade dabei, sich bei den Opfern zu entschuldigen. „Wir haben in der Kirche zu lange weggeschaut“, sagte er. „Wir haben vertuscht, wir haben, wenn Missbrauch bekannt geworden ist, Leute versetzt und nicht abgesetzt. Für diese Schuld stehe ich heute vor Ihnen und sage, ich bitte um Vergebung.“ Die Angesprochenen fielen ihm daraufhin ins Wort – später auch anderen Rednern – und verlangten „mehr als Worte“.

Mit Erfolg: Kurz vor Veröffentlichung der Studie hat das österreichische Kabinett beschlossen, dass Menschen, die als Kinder in Heimen vernachlässigt wurden, zu ihrer Pension oder Rente eine gesetzliche Rente von zusätzlich 300 Euro monatlich erhalten werden. Etwa 7000 Personen sollen davon profitieren. Kirchen und Bundesländer, die ebenfalls Heime betrieben haben, sollen an den Kosten beteiligt werden. Die machen etwa neun Millionen Euro im Jahr aus. Bisher haben die Heimträger ungefähr 80 Millionen Euro an Entschädigungen und für Therapien gezahlt, allein die katholische Kirche 22 Millionen.

Lange Zeit hat die Stadt Wien Entschädigungszahlungen abgelehnt, weil die damit verbundenen Kosten unüberschaubar seien. Jetzt also doch. Ein kleiner Akt der Wiedergutmachung. Für Friedrich, Petra und all die anderen, die die Hölle von Wien durchleiden mussten.

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Norwegischer Pädophilen-Ring gesprengt

Operation «Dark Room»Norwegischer Pädophilen-Ring gesprengt

BERGEN (N) – Die Polizei in Norwegen verhaftete am Wochenende 20 Männer, darunter Lehrer und Politiker. Viele sollen gemeinsam Übergriffe auf Kinder geplant haben.

Mädchen steht an einem Vorhang (gestellte Aufnahme, Symbolbild)

20 Männer wurden bereits festgenommen, gegen 31 weitere wird ermittelt: Die norwegische Polizei geht mit der Operation «Dark Room» gegen ein norwegisches Pädophilennetzwerk vor.  KEYSTONE/LEO THAL

Die norwegische Polizei hat zwanzig Männer festgenommen, die in grossem Umfang Kinder sexuell missbraucht haben sollen. Gegen 31 weitere werde ermittelt, teilte die Polizei in Bergen heute mit.

150 Terabytes mit Daten in Form von Bildern, Filmen und Chats seien beschlagnahmt worden. Darauf seien zum Teil sehr grobe Übergriffe zu sehen, teilte die Polizei in Bergen am Montag mit. Kinder wurden demnach festgebunden oder zum Sex mit Tieren gezwungen.

Missbrauch eigener Kinder gefilmt

Viele der beschuldigten Männer hätten über eine Internetseite Übergriffe gemeinsam geplant. Einige filmten den Missbrauch ihrer eigenen Kinder.
Ein Mann soll mit einem anderen abgesprochen haben, wie er sein Kind, das demnächst geboren werde, misshandeln kann.

Unter den mutmasslichen Tätern sind nach Polizeiangaben vom Sonntag ausschliesslich Männer. Es soll sich unter anderem um Polizisten, Politiker, Lehrer und Ingenieure handeln.

Die Verhaftungen sind das Ergebnis der 2015 gestarteten Operation «Dark Room», bei der sich auch das FBI beteiligte. Den mutmasslichen Tätern droht eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. (SDA/vac)


Publiziert am 21.11.2016 | Aktualisiert um 17:14 Uhr
http://www.blick.ch/news/ausland/operation-dark-room-norwegischer-paedophilen-ring-gesprengt-id5790423.html
 Tags: Pädophilennetzwerk – Kindesmissbrauch

81 Festnahmen bei Razzia gegen Pädophile

Es sind Bilder, die über das Netz der Kinder in Ländern zirkulieren, in denen die Kontrolle über solche Aktivitäten Null oder sehr gering, vor allem in Südamerika, Südostasien (wie Thailand und Kambodscha, wo grassierenden Sextourismus) oder Russland.

Videos und Fotos mit sadistischen Praktiken und Sodomie (Sex mit Tieren), sexuelle Übergriffe auf Minderjährige und sehr kleine Kinder, sogar Babys mit 1 Jahr wurden über P2P – Netzwerke verschickt.
Schreckliche Szenen geknebelt und mit Handschellen gefesselt, als  die Kinder vergewaltigt wurden.

Die Festgenommenen waren  Menschen  aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, es gibt also kein einheitliches Profil, einige von ihnen verheiratet mit zwei Kinder, Single  . . .

Artikel >

81 Festnahmen bei Razzia gegen Pädophile

Nach einjährigen Ermittlungen wegen Kinderpornografie im Internet hat die spanische Polizei 81 Verdächtige festgenommen.

Rund 300 Beamte waren bei 80 Hausdurchsuchungen in 28 Provinzen im Einsatz, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Dabei seien Festplatten, Computer, USB-Sticks, Tablets, Telefone, Foto- und Videokameras sowie CDs und DVDs beschlagnahmt worden.

Die Verdächtigen sollen über ein Netzwerk im Internet Videos und Fotos mit pädophilen Inhalten ausgetauscht haben. Einige der sichergestellten Aufnahmen seien von „extremer Brutalität“. Die Festgenommenen seien alle männlich. Unter ihnen seien zwei Minderjährige und zwei geistig Behinderte.

Netzwerke

Die spanischen Behörden hatten ihren Kampf gegen Pädophilie in den vergangenen Jahren intensiviert. Sie nutzten dabei ein Computerprogramm, das es ermöglicht, Namen und Adressen von Internetnutzern zu ermitteln, die kinderpornografische Seiten anklicken.

Die Verdächtigen seien davon ausgegangen, dass ihre Identität in den von ihnen benutzten Netzwerken geschützt gewesen sei, hieß es in der Mitteilung der Polizei.

 

17. Oktober 2015 15:55; Akt: 17.10.2015 16:06 Print
http://www.tageblatt.lu/nachrichten/welt/story/81-Festnahmen-bei-Razzia-gegen-P–dophile-25184315

 

Darknet – Sexueller Missbrauch eines Elfjährigen – Landgericht Hannover


Haftstrafe für Missbrauch eines Elfjährigen

Der 22-Jährige ist zu knapp fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Im Prozess um den sexuellen Missbrauch eines Kindes hat das Landgericht Hannover den Angeklagten am Freitag zu vier Jahren und elf Monaten Haft verurteilt. Der 22-jährige Mann aus dem Raum Hameln hatte sich im sogenannten Darknet mit einem 45-jährigen Belgier verabredet, um Sex mit dessen zur Tatzeit elf Jahre altem Sohn zu haben. In seiner Urteilsbegründung sagte der Richter, dass es Jahre dauern werde, bis der Junge über das Erlebte hinwegkomme – sofern dies überhaupt möglich sei.
Stichwort: Darknet

Im sogenannten Darknet („dunkles Netz“) können sich Internetnutzer anonym bewegen. Der nur über Anonymisierungsdienste erreichbare Bereich des Internets wird häufig von Kriminellen genutzt, aber auch von Menschen, die viel Wert auf ihre Privatsphäre legen oder in einem repressiven politischen System leben. Zugangsvoraussetzung ist eine Anonymisierungssoftware, etwa die Freeware „Tor“. Damit werden Datenpakete zwischen Tor-Servern verschlüsselt weitergeleitet. Jeder Server kennt so nur seinen Vorgänger und seinen Nachfolger, aber nicht die gesamte Verbindung von einem zum anderen Ende. Dadurch wird die IP-Adresse des Nutzers getarnt.
Auch Verteidiger plädiert für Haftstrafe

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor fünfeinhalb Jahre Haft für den Angeklagten gefordert. Die Tat sei besonders erniedrigend gewesen, weil der Vater des Jungen sich daran beteiligt und sie außerdem gefilmt habe, so die Anklage in ihrem Plädoyer. Der Vater hatte das Video anschließend ins Netz gestellt. Auch die Verteidigung plädierte für eine Freiheitsstrafe, wollte die Länge der Haft aber im Ermessen des Gerichts lassen. Der Verteidiger wies lediglich darauf hin, dass der Angeklagte sich zur Zahlung von 20.000 Euro Schmerzensgeld bereiterklärt habe. Dies solle strafmildernd berücksichtigt werden.
Angeklagter will Wiedergutmachung leisten

Zu Prozessbeginn am Mittwoch hatte der 22-Jährige die Tat gestanden. Über seinen Anwalt ließ er erklären, dass er sich gezielt in den pädophilen Kreis des Vaters begeben habe. Er sei ins belgische Mechelen gefahren, um dort den Jungen zu missbrauchen. Gemeinsam mit dem Vater habe er das Kind am 1. März dieses Jahres vergewaltigt. Er sei sich des Unrechts bewusst gewesen, bedauere heute die Tat und wisse auch um die Folgen für das Kind. Obwohl dies angesichts des Verbrechens schwierig sei, wolle er Wiedergutmachung leisten. Am Freitag fügte er hinzu, dass er im Gefängnis eine Therapie machen wolle, damit sich eine solche Tat nicht wiederhole.
Junge wohl bereits als Säugling missbraucht

Vor Gericht wurde am Mittwoch auch das Protokoll der belgischen Polizei von der Vernehmung des Opfers verlesen. Darin schildert der Junge, wie er jahrelang von seinem Vater brutal misshandelt wurde. Aus den Ermittlungsergebnissen geht hervor, dass der Mann seinen Sohn bereits als sechsmonatigen Säugling missbraucht haben soll. „Das ist ein Martyrium durch den Vater, das man sich kaum vorstellen kann“, sagte der Richter am Freitag. Bislang gibt es laut der Staatsanwaltschaft in Mechelen keine Hinweise darauf, dass der Belgier seinen Sohn noch von weiteren Männern missbrauchen ließ. Der 45-Jährige sei derzeit inhaftiert und solle in seiner Heimat vor Gericht gestellt werden.
Australische Ermittler entdecken Missbrauchsfilm

Aufgedeckt wurde der Fall durch australische Ermittler, die im Internet nach Sexualstraftätern gefahndet hatten. Dabei entdeckten sie den Film vom Missbrauch des Jungen und verfolgten die Spur bis nach Belgien und Niedersachsen. Der Angeklagte aus dem Raum Hameln wurde über ein Kennzeichenerfassungssystem der belgischen Polizei ermittelt.

Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 02.10.2015 | 13:00 Uhr

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Haftstrafe-fuer-Missbrauch-eines-Elfjaehrigen,prozess2836.html
Tags: Australien – Pädo-Netzwerk