Scheidung im Schnellverfahren kommt wieder nicht ? – In Italien um 16,- Euro möglich.

Verband der Standesbeamten

Scheidung im Schnellverfahren vom Tisch

Deutschlands Standesbeamte wollten einvernehmliche Scheidungen erleichtern: Schneller, günstiger und ohne Gerichtsbeteiligung sollten die Trennungen vollzogen werden können. Doch daraus werde vorerst nichts, kritisiert der Verband.

Bad Salzschlirf (dpa) – Deutschlands Standesbeamte sehen ihren Vorstoß als gescheitert an, einvernehmliche Ehescheidungen im Express-Tempo zu vollziehen.

„Wir konnten uns mit der Initiative leider nicht durchsetzen. In den Bundesministerien der Justiz und des Inneren in Berlin hieß es, dass es kein politisches Interesse gibt„, teilte der Bundesverband der Deutschen Standesbeamten (BDS) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur im Rahmen einer Tagung im osthessischen Bad Salzschlirf mit. Offenbar hielten Lobby-Verbände dagegen. Rechtsanwälten zum Beispiel würden hohe Einnahmen verloren gehen, wenn Scheidungen schneller und günstiger vonstattengingen.

Unter anderem in Spanien, Italien und Griechenland werde der reine Verwaltungsakt einer Scheidung, bei der es keinen Streit gibt und keine Minderjährigen betroffen sind, schneller abgewickelt. Vor allem müssten in einvernehmlichen Fällen keine Gerichte bemüht werden, erklärte der BDS.

In Italien, wo Trennungen ohne Beteiligung von Gerichten bereits seit Dezember 2014 möglich sind, koste die Scheidung gerade einmal 16 Euro und in Spanien 50 Euro Gebühren, berichtete der BDS. In Deutschland hingegen verschlinge der Schritt durch Anwaltshonorare schnell mal 2000 Euro. „Wir hinken der Entwicklung hinterher. In Europa tut sich eindeutig ein anderer Trend auf. Wir geraten in eine Exoten-Position“, erklärte Karl Krömer, Vorsitzender des Fachausschusses im deutschen Standesbeamten-Verband. Einvernehmliche Scheidungen im Schnellverfahren realisieren zu können, sei „überfällig“.

Der BDS hatte in der Vergangenheit wiederholt vorgeschlagen: Statt eines Verfahrens vor dem Familiengericht könnten die Ehestifter den Bund fürs Leben unter bestimmten Voraussetzungen selbst auflösen, wenn die Betroffenen das wünschen. Der Verband betonte, dass die Standesbeamten die nötige Fachkenntnis besäßen.
Familiengerichte würden entlastet.

Familienrechtler erwiderten allerdings bereits: Selbst bei vielen Trennungen, die zunächst unkompliziert erschienen, ergäben sich in der Praxis immer wieder Streitpunkte. Wenn es um Feinheiten wie den Versorgungsausgleich und den Zugewinnausgleich unter Eheleuten gehe, werde es knifflig.

In Deutschland wurden zuletzt rund 148.000 Ehen geschieden, wie das Statistische Bundesamt für das Jahr 2018 mitteilte.

Bundesverband der Standesbeamten

Statistik zu Ehescheidungen 

 

Warum Frauen öfter die Scheidung wollen

Das Ende einer Partnerschaft

Warum Frauen öfter die Scheidung wollen

Wenn es in der Beziehung kriselt, dann ziehen meist die Frauen den endgültigen Schlussstrich. Das gilt jedoch nicht für andere Partnerschaften.

Es sind häufiger die Frauen, die der Ehe ein Ende setzen. Wer allerdings bei der im Juli bekannt gewordenen Trennung von Jennifer Garner und Ben Affleck (hier bei der Oskarverleihung im Februar 2013) den Ausschlag gab, darüber sprechen die Schauspieler nicht.
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Es sind häufiger die Frauen, die der Ehe ein Ende setzen. Wer allerdings bei der im Juli bekannt gewordenen Trennung von Jennifer Garner und Ben Affleck (hier bei der… – Foto: REUTERS

Ehescheidungen gehen meist von der Frau aus. Bei unverheirateten Paaren ist es anders: Da äußern Männer und Frauen mit gleicher Wahrscheinlichkeit den Wunsch, sich zu trennen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die beiden zusammenleben oder nicht. Diese Ergebnisse präsentierte Michael Rosenfeld von der Universität Stanford auf der Jahrestagung der „American Sociological Association“ in Chicago. Offenbar liegen die Gründe dafür, dass Frauen häufiger als Männer die Scheidung verlangen, nicht an der Paarbeziehung an sich. Sie sind vielmehr in Veränderungen zu suchen, die das Leben als Ehefrau mit sich bringen.

Nicht verheiratete Paare trennen sich anders als Eheleute

Rosenfeld wertete Aussagen von 2262 Menschen im Alter von 19 bis 94 Jahren aus, die zwischen 2009 und 2015 mehrfach über ihre heterosexuelle Beziehung befragt worden waren. In diesem Zeitraum trennten sich 371 Personen von ihrem Partner, 92 dieser Fälle waren Ehescheidungen. Bei 69 Prozent der Ehescheidungen ging die Initiative zur Trennung von der Frau aus. Ähnliche Werte hatten frühere Untersuchungen für verheiratete Paare aus den USA, Europa und Australien ergeben. Bisher wurde vermutet, dass Frauen empfindlicher auf Probleme in der Beziehung reagieren. Dem widerspricht ein Befund aus der neuen Studie: Bei nicht verheirateten Paaren wünschten sich beide Geschlechter die Trennung mit gleicher Wahrscheinlichkeit – unabhängig davon, ob das Paar in einer gemeinsamen Wohnung lebte.

Erst die Eheschließung benachteiligt viele Frauen derart, dass ihr Wunsch nach Trennung mit der Zeit größer wird. Die Ehe habe sich nicht schnell genug an die Erwartungen an Gleichberechtigung angepasst, sagt Rosenfeld. So sei es noch immer üblich, dass die Frau den größten Teil der Hausarbeit übernimmt und die Kinder versorgt. Ehefrauen stuften daher die Qualität ihrer Beziehung im Schnitt geringer ein als verheiratete Männer. Männer und Frauen einer nicht-ehelichen Partnerschaft dagegen fühlten sich gleichermaßen wohl oder unwohl. Unterschiede in Einkommen, Bildung und religiöser Überzeugung lieferten keine Erklärung für die Ergebnisse.

Schlechte Erfahrungen mit der Ehe

Weibliche Singles zwischen 20 und 35 Jahren äußerten häufiger als Männer den Wunsch zu heiraten, sagt Rosenfeld. Jenseits der 50 wünschten sich Frauen deutlich seltener verheiratet zu sein als alleinstehende Männer dieser Altersgruppe. Schlechte Erfahrungen könnten ihr Interesse merklich abgekühlt haben. (wsa)

24.08.2015 09:04 Uhr
http://www.tagesspiegel.de/wissen/das-ende-einer-partnerschaft-warum-frauen-oefter-die-scheidung-wollen/12223848.html

 

Väter aktiv – zu ASTAT-Studie über Ehetrennungen

pixelio.de/Didi01

„Trotz Umbau ungestörter Betrieb“
Foto: pixelio.de/Didi01

Bozen – Familien müssen nach Trennungen nicht zerbrechen. Eine Paarbeziehung kann enden, die Elternbeziehung nicht. Dies betont die Vereinigung Väter aktiv in einer Aussendung.

Familien auch in Krisensituationen bzw. beim „Umbau“ zu stärken, sei eine wichtige Maßnahme, deren Bedeutung in Zukunft ständig wachsen wird. Beim derzeitigen Angebot komme es oft zu langen Wartezeiten und es fehle an männlichen Ansprechpersonen in der Beratung bzw. Mediation. Bei Verweigerung der Kooperation durch Elternteile bzw. Kinder fehle es an professionellen Know How, um Kinder und Eltern gut gestützt durch diese Phasen zu begleiten, so Väter aktiv

Der Anteil an Trennungen und Scheidungen von derzeit 25 bzw. 20 Prozent werde sich in den nächsten Jahren den Werten anderer deutschsprachiger Regionen 35 bis 42 Prozent annähern, prophezeit der Verein. Schätzungsweise 25.000 wirtschaftlich noch nicht selbständige Kinder sind in Südtirol von Trennung bzw. Scheidung sowie Beendigung von Lebensgemeinschaften (de-facto Familien) betroffen.

Eine Trennung stelle eine große Belastung für Kinder dar, aber wie andere Krisen und Belastungen könnten sie bei guter Unterstützung ohne große „Folgeschäden“ bewältigt werden und auch ein Lern- und Entwicklungspotential darstellen. Eine tragfähige, verlässliche und auch emotionale Beziehung von Kindern zum Vater unabhängig vom Status der Elternpaarbeziehung sei für Kinder eine wichtige Basis bei der Bildung einer reifen Persönlichkeit und daher auch als Kinderrecht verankert, betont Väter aktiv.

„Doch viele Eltern haben durch Enttäuschungen und Verletzungen vor und in der Trennungszeit keinen klaren Kopf, um im Sinne der Kinder schnell konstruktive Lösungen zu finden. Daher fordern wir eine koordinierte Zusammenarbeit aller involvierten Professionen und Organisationen wie es z.B. im sogenannten Cochemer Modell oder Elternkonsens praktiziert wird.

Weiters sind Ehenachbereitungsseminare (wie z.B. „Kinder im Blick“) sinnvoll in denen die Eltern und Kinder einerseits die notwendigen Informationen, aber auch die nötige Unterstützung bekommen, um die Aufteilung der zeitlichen und finanziellen Lasten neu zu regeln und so beiden Elternteilen auch gleichwertige Lebensperspektiven zu ermöglichen“, betont der Verein.

Der Verein „väter aktiv“, welcher von betroffenen Trennungsvätern 2013 gegründet wurde, setzt sich ein, dass dieses internationale Kinderrecht in der Praxis umgesetzt wird und Väter im Trennungsprozess mit gleichen Chancen eine gleichberechtigte Elternrolle fortführen können.
„Dazu bieten wir Trennungsvätern monatliche Selbsthilfegruppen in Meran bzw. Villanders sowie persönliche Erstberatung an, weiters steht eine Besuchswohnung in Meran zur Verfügung.
In Kooperation mit verschiedenen Rechtsanwälten gibt es gratis rechtlicher Erstberatung.
Gemeinsam mit der Plattform für Alleinerziehende bieten wir auch Mediation mit Mann und Frau zur außergerichtlichen Lösungsfindung sowie begleitete Übergaben an. Wir arbeiten eng mit den Sozialsprengel, Beratungsstellen, Eltern-Kind-Zentren und  anderen Organisationen zusammen und sind auch international vernetzt. Seit 2015 bieten wir allen aktiven Väter attraktive Angebote wie unsere „Väter-Zeit“ Papa – Kind Wochenende im Haus der Familie, Segeltörns am Gardasee, Spielenachmittage und vieles mehr an“, so der Verein.

Infos unter www.vaeter-aktiv.it

Familien 2014: mehr Lebensgemeinschaften, Zahl der Ehen stagniert – STATISTIK AUSTRIA

Pressemitteilung: 10.994-054/15

Wien, 2015-03-19 – Im Jahr 2014 lebten in Österreich insgesamt 2.372.000 Familien, darunter 1.704.000 Ehepaare und 368.000Lebensgemeinschaften sowie rund 300.000 Ein-Eltern Familien. Das errechnete Statistik Austria auf Basis der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung.

Mehr Lebensgemeinschaften

Von 1984 bis 2014 nahm die Zahl der Familien in Österreich um 16% von 2.037.000 auf 2.372.000 zu. Die absolute Zahl der Ehepaare veränderte sich dabei trotz eines kurzen Anstiegs um die Jahrtausendwende kaum (1984: 1.700.000; 1999: 1.771.000; 2014: 1.704.000). Zuwächse gab es hingegen bei den nicht-ehelichen Lebensgemeinschaften: Lebten vor 30 Jahren nur rund 79.000 Paare (4,4%) ohne Trauschein in einem Haushalt zusammen, war es im Jahresdurchschnitt 2014 bereits mehr als jede sechste Paar (18%; 368.000).

Obwohl die Zahl der Ehepaare fast unverändert blieb, ist der Anteil der Ehepaare mit Kindern an allen Familien rückläufig. 1984 lebten bei 54%(1.107.000) der verheirateten Paare Kinder im Haushalt, 2014 war dies nur noch bei 39% (933.000) der Fall. Dagegen erhöhte sich die Zahl der Lebensgemeinschaften mit Kindern deutlich von 30.000 (1,5% aller Familien) im Jahr 1984 auf 156.000 (6,6%) im Jahr 2014.

Knapp drei Viertel aller Kinder haben verheiratete Eltern

2014 lebten rund 2.311.000 Personen jeden Alters als Kinder in Familien, 1.211.000 davon waren unter 15 Jahre alt. 72% (871.000) aller Kinder unter 15 Jahren lebten mit verheirateten Eltern in einem Haushalt, 16% (191.000) lebten in einer nicht-ehelichen Lebensgemeinschaft und 12% (149.000) in Ein-Eltern-Familien. In den letzten zehn Jahren stieg der Anteil der Kinder in nicht-ehelichen Lebensgemeinschaften (2004: 11%; 2014: 16%), während die Anteile der bei verheirateten Eltern (2004: 76%; 2014: 72%) sowie in Ein-Eltern-Familien lebenden Kinder (2004: 13%, 2014: 12%) leicht abnahmen.

Die überwiegende Mehrzahl der Kinder unter 15 Jahren in Ein-Eltern-Familien lebte 2014 bei ihren Müttern (93% bzw. 139.000), nur knapp 7% (10.000)bei ihrem Vater.

Methodische Informationen, Definitionen: Eine Familie im Sinne der Familienstatistik bilden Ehepaare und Lebensgemeinschaften mit oder ohne (im gemeinsamen Haushalt lebenden) Kind(ern) bzw. Ein-Eltern-Familien.
Kinder sind in der Definition der Familienstatistik alle mit ihren beiden Eltern oder einem Elternteil im selben Haushalt lebenden leiblichen, Stief- und Adoptivkinder, die ohne eigene Partner im Haushalt leben und selbst noch keine Kinder haben – ohne Rücksicht auf das Alter.
Bei den hier präsentierten Ergebnissen handelt es sich um Daten aus dem Programm der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung. Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung in Haushalten, bei der Woche für Woche ca. 1.500 Haushalte befragt werden.
Für das 4. Quartal 2014 und den Jahresdurchschnitt 2014 wurde für den Mikrozensus erstmals ein neues Hochrechnungsverfahren angewandt. Zugleich wurden die Ergebnisse der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung basierend auf dem neuen Hochrechnungsverfahren rückwirkend bis 2004 revidiert. Aufgrund dieser Änderungen kommt es gegenüber früheren Veröffentlichungen zu leichten Niveauverschiebungen der verschiedenen Indikatoren.
Weitere methodische Informationen finden sich in der Methodendokumentation (PDF, 410 KB) sowie in den FAQ zur neuen Hochrechnung 2014 im Mikrozensus (PDF, 171 KB).

Rückfragen zum Thema beantwortet in der Direktion Bevölkerung, Statistik Austria:
Dr. Regina FUCHS, Tel.: +43 (1) 71128-7501 bzw. regina.fuchs@statistik.gv.at

Tabelle 1: Familien 1984 bis 2014
1984 1989 1994 1999 2004 2009 2014
in 1.000
Familien insgesamt 2.037 2.095 2.222 2.249 2.280 2.333 2.372
   Ohne Kinder im Haushalt 642 683 776 820 873 930 983
   Mit Kindern im Haushalt 1.395 1.412 1.445 1.429 1.407 1.403 1.389
      Davon mit Kindern unter 15 Jahren 849 818 867 855 815 788 762
Ehepaare 1.700 1.749 1.753 1.771 1.686 1.705 1.704
    Ohne Kinder im Haushalt 593 633 664 701 710 744 771
    Mit Kindern im Haushalt 1.107 1.117 1.089 1.070 976 961 933
      Davon mit Kindern unter 15 Jahren 717 683 688 665 587 551 518
Lebensgemeinschaften 79 75 184 202 295 329 368
   Ohne Kinder im Haushalt 49 50 112 119 163 186 212
   Mit Kindern im Haushalt 30 25 72 83 132 142 156
      Davon mit Kindern unter 15 Jahren 23 20 57 69 100 118 134
Mütter in Ein-Eltern-Familien 226 237 246 243 254 257 252
      Davon mit Kindern unter 15 Jahren 98 106 113 111 116 110 102
Väter in Ein-Eltern-Familien 32 34 38 33 46 43 48
      Davon mit Kindern unter 15 Jahren 11 10 10 9 12 9 8

Tabelle 2: Kinder in Familien 2004 bis 2014
2004 2009 2014
in 1.000
Kinder in Familien insgesamt 2.368 2.345 2.311
   Davon unter 15 Jahren 1.306 1.245 1.211
Kinder von verheirateten Paaren 1.750 1.712 1.654
   Davon unter 15 Jahren 987 911 871
Kinder von in Lebensgemeinschaft lebenden Paaren 206 218 238
   Davon unter 15 Jahren 145 170 191
Kinder in Ein-Eltern Familien mit Mutter 352 359 357
   Davon unter 15 Jahren 157 152 139
Kinder in Ein-Eltern Familien mit Vater 60 56 61
   Davon unter 15 Jahren 16 12 10

http://www.statistik.at/web_de/dynamic/presse/081199

Die wichtigen Daten von der Statistik Austria in Kürze:

2.372.000 Familien
davon 1.704.000 sind Ehepaare
davon in einer Lebensgemeinschaft 18%; 368.000

2.311.000 Personen jeden Alters als Kinder in Familien,
1.211.000 davon waren unter 15 Jahre alt.
davon
72% (871.000) aller Kinder unter 15 Jahren lebten mit verheirateten Eltern
(wobei die Zahl der verheiraten Ehepaare laufend zurück geht)
16% (191.000) lebten in einer nicht-ehelichen Lebensgemeinschaft
12% (149.000) in Ein-Eltern-Familien also Alleinerzieher (13% waren es noch 2004)

Mehrzahl der Kinder unter 15 Jahren in Ein-Eltern-Familien lebte 2014 bei ihren Müttern (93% bzw. 139.000)
nur knapp 7% (10.000)bei ihrem Vater.

Rechnet man die Zahl der unter 15 jährigen Kinder hoch auf Kinder unter 18 Jahren kommt man ungefähr auf:
93% der unter 18 jährigen Kinder, welche bei der alleinerziehenden Mutter leben = 166 800 Kinder unter 18 Jahren
7% der unter 18 jährigen Kinder, welche bei dem alleinerziehenden Vater leben = 12.000 Kinder unter 18 Jahren

Sind in Summe 178.800 Kinder, welche bei einem alleinerziehenden Elternteil leben = 12% aller Kinder 

Statistik – Binationale Ehen und eigetragene Partnerschaften

binational
binational

Binationales Ja-Sagen

Fast ein Viertel aller Eheschließungen sind binational – Bei den Eingetragenen Partnerschaften sind es 30 Prozent

Wien – Fast ein Viertel aller Eheschließungen in Österreich ist binational, das heißt, entweder nur eine/r der PartnerInnen ist Österreicher oder das Ehepaar besteht aus StaatsbürgerInnen zweier unterschiedlicher Drittstaaten. Entsprechende Zahlen der Statistik Austria publizierte die „Medien-Servicestelle Neue Österreicher/innen“ Dienstagvormittag. Demnach wurden 2010 exakt 8.823 binationaler Ehen eingangen, was einem Anteil von 23,5 Prozent entspricht. Noch höher ist der Anteil bei „Eingetragenen Partnerschaften“ (EP): Von 705 PartnerInnenschaften waren 210 oder 29,8 Prozent binational.

Während der Anteil binationaler Ehen zwischen ausländischen StaatsbürgerInnen in den vergangenen Jahren relativ konstant bei rund fünf Prozent lag, gingen Eheschließungen zwischen ÖsterreicherInnen und MigrantInnen deutlich zurück. Lag ihr Anteil 2004 noch bei 27,8 Prozent, ist man heute bei 18,3 Prozent. Die Medien-Servicestelle interpretiert dies als Folge des Fremdenrechtspakets 2005, das den Aufenthalt von EhepartnerInnen aus Drittstaaten wesentlich erschwerte und „Aufenthaltsehen“, also so genannte Schein-Ehen, auch für ÖsterreicherInnen unter Strafe stellte.

Rolle der EU-Erweiterung

Der Verein Fibel (Fraueninitiative bikulturelle Ehen und Lebensgemeinschaften) hat für 2009 die Herkunftsländer der ausländischen EhepartnerInnen aufgeschlüsselt. Demnach sind 46,6 Prozent von ihnen EU-BürgerInnen. Dieses Verhältnis hat sich seit 2005 wesentlich geändert, als lediglich 22,3 Prozent EU-BürgerInnen waren. Hier spielen allerdings auch die EU-Erweiterungen 2007 und 2009 eine Rolle, die viele ehemalige Drittstaatsangehörige zu EU-BürgerInnen machten. Einen weiteren starken Rückgang gab es bei EhepartnerInnen aus Afrika.

Generell ist der Anteil ausländischer Ehefrauen mit 64,9 Prozent wesentlich höher als jener ausländischer Ehemänner mit 35,1 Prozent. Zahlenmäßig kommen sowohl die meisten Ehefrauen (770) als auch Ehemänner (456) aus Deutschland. Auf den Plätzen finden sich bei den Ehefrauen jene aus Serbien/Montenegro mit 262 und der Slowakei mit 236, bei den Ehemännern jene aus der Türkei mit 373 und Serbien/Montenegro mit 332. Außerhalb des europäischen Kontinents stammen die meisten Ehefrauen aus Thailand (136), die meisten Männer aus Japan (31). (APA, 17.4.2012)

 

17. April 2012, 10:58

http://diestandard.at/1334530921656/Ehe-und-EP-Binationales-Ja-Sagen

Statistik – Familien – Obsorge – Österreich – 2013

Feminismus pur !
Gleichstellung und Gleichberechtigung dürfte in Österreich ein Fremdwort sein wenn man sich diese Zahlen der Statistik anschaut:

2.352.000 Familien gibt es in Österreich im Jahr 2013
949.000 Familien sind Paare ohne Kinder (40,4%)
– Unverheiratet zusammenlebende Frauen und Männer sind häufiger kinderlos (56,8%) als Ehepaare (43,9%).

1.403.000 Familien (59,6%) leben Kinder
956.000 Ehepaare (40,6% der Familien) mit mindestens einem Kind
353.000 Paare unverheiratet im gemeinsamen Haushalt zusammen, davon 43,2% mit Kindern
152.000 Lebensgemeinschaften mit mindestens einem Kind (6,5% der Familien).

173.000 Ein-Eltern-Familien mit erhaltenen Kindern unter 27 Jahren (Mütter: 154.000; Väter: 19.000)
113.000 Alleinerziehende mit Kindern unter 15 Jahren (Mütter: 104.000; Väter: 9.000).

Familien (Statistik Austria)

Die Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung 2013 ergab 2.352.000 Familien. In 1.403.000 Familien (59,6%) leben Kinder. Insgesamt gibt es 956.000 Ehepaare (40,6% der Familien) und 152.000 Lebensgemeinschaften mit mindestens einem Kind (6,5% der Familien). Darüber hinaus ergibt die Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung 2013 knapp 294.000 Ein-Eltern-Familien mit Kindern aller Altersstufen (12,5%). Bei den Ein-Eltern-Familien ist zu bedenken, dass in dieser Zahl auch beispielsweise eine 80-jährige Mutter mit ihrem 60-jährigen Sohn, der ohne Partnerin und ohne eigenes Kind bei der Mutter lebt, enthalten ist. Aus diesem Grund sind die Zahlen über Ein-Eltern-Familien mit erhaltenen Kindern unter 27 Jahren bzw. mit Kindern unter 15 Jahren aussagekräftiger. So gab es 2013 173.000 Ein-Eltern-Familien mit erhaltenen Kindern unter 27 Jahren (Mütter: 154.000; Väter: 19.000) bzw. 113.000 Alleinerziehende mit Kindern unter 15 Jahren (Mütter: 104.000; Väter: 9.000).

949.000 Familien sind Paare ohne Kinder (40,4%). Da die Familienstatistik nur die im gleichen Haushalt zusammenlebenden Familienmitglieder erfasst, handelt es sich dabei mehrheitlich um Familien, deren Kinder bereits das Elternhaus verlassen haben. Unverheiratet zusammenlebende Frauen und Männer sind häufiger kinderlos (56,8%) als Ehepaare (43,9%).

Die Verteilung der Familien nach der Kinderzahl stellt sich folgendermaßen dar: In jeder zweiten Familie mit Kindern (49,7%) gibt es nur ein Kind, in 37,4% sind es zwei und in 12,9% sind es drei oder mehr Kinder. Insgesamt gibt es in Österreich nur 36.000 Familien mit vier oder mehr Kindern. Bei Ehepaaren sind die Anteile von Ein- und Zwei-Kind-Familien annähernd gleich hoch (42,6% und 41,9%). Anders ist es bei Lebensgemeinschaften bzw. Elternteilen: hier überwiegt die Ein-Kind-Familie (61,6% bzw. 66,7%).

Ehepaare mit Kindern stellen zwar nach wie vor die häufigste Familienform dar, nicht-traditionelle Familienformen gewinnen jedoch immer mehr an Bedeutung. So gibt es beispielsweise nur noch wenige Paare, die erst dann einen gemeinsamen Haushalt gründen, wenn sie heiraten. Die meisten Paare durchlaufen eine Phase des nichtehelichen Zusammenlebens. In Österreich lebten 2013 rund 353.000 Paare unverheiratet im gemeinsamen Haushalt zusammen, davon 43,2% mit Kindern. 1985 waren es nur 73.000, 37,6% davon mit Kindern.

Die durchschnittliche Kinderzahl pro Familie mit Kindern aller Altersstufen betrug 2013 1,67 gegenüber 1,82 im Jahr 1985. Betrachtet man beispielsweise die durchschnittliche Anzahl der Kinder unter 15 Jahren, ergeben sich für Ehepaare durchschnittlich 1,68, für Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende 1,41 (Mütter: 1,42; Väter: 1,27) Kinder pro Familie.

Bei Stieffamilien bzw. sogenannten „Patchworkfamilien“ handelt es sich um Familienverbände, in die Elternteile ihre Kinder aus früheren Ehen oder Lebensgemeinschaften in eine neue Beziehung einbringen. 2013 gab es in Österreich rund 81.000 Familien mit Stiefeltern-/Stiefkindbeziehungen. Bezogen auf alle Paare mit im Haushalt lebenden Kindern unter 27 Jahren sind das 8,1% der Familien.

Nach dem Kernfamilien-Konzept der Vereinten Nationen bilden Ehepaare und Lebensgemeinschaften mit oder ohne Kinder bzw. Elternteile mit Kindern (Ein-Eltern-Familien) eine Familie. Kinder sind alle mit ihren beiden Eltern oder einem Elternteil im selben Haushalt lebenden leiblichen, Stief- und Adoptivkinder, die ohne eigene Partner im Haushalt leben und selbst noch keine Kinder haben – ohne Rücksicht auf ihr Alter. Söhne und Töchter, die bereits aus dem Elternhaus ausgezogen sind, können hier nicht berücksichtigt werden.

Quelle:
http://www.statistik.at/web_de/statistiken/bevoelkerung/haushalte_familien_lebensformen/familien/index.html

Immer weniger Eltern sind verheiratet

© DPAVergrößernDie Zahl der Ehen geht zurück: Nur noch 70 Prozent der deutschen Eltern sind verheiratet.

Fast jede dritte Familie in Deutschland lebt nicht mehr nach dem klassischen Modell. 20 Prozent der Väter und Mütter waren im vergangenen Jahr alleinerziehend, zehn Prozent leben in nichtehelichen oder gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Zwar dominiert noch immer die Ehe das Familienleben der Deutschen, wie Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Montag belegen. Denn verheiratet sind 70 Prozent der Eltern in den insgesamt knapp 8,1 Millionen Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind. Aber 1996 waren es mit 81 Prozent noch deutlich mehr.

Diese Zahlen ergeben sich aus dem Mikrozensus 2013, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa. Als Familien gelten dabei alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, bei denen mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt lebt. Zu den Kindern zählen leibliche, aber auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder.

Kinder häufig Ehe-Grund

Kinder sind nach Ansicht des Soziologen Jürgen Dobritz vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden auch der Grund, warum die Ehe noch immer die wichtigste Familienform in Deutschland ist. „Sie sind häufig der Anlass, eine Ehe zu schließen.“ Aber: „Es gibt zugleich einen Bedeutungsverlust der Ehe“, erklärt Dobritz. In Deutschland wie auf europäischer und internationaler Ebene leben Kinder häufiger in anderen Familienmodellen als früher. Die Zahl der Alleinerziehenden ist seit 1996 um sechs Prozent gewachsen, die der Lebensgemeinschaften hat sich verdoppelt.

Ursache dafür ist dem BiB-Soziologen zufolge nicht nur, dass Frauen stärker in den Arbeitsmarkt integriert sind, sondern ein Wandel der Einstellung. Nach einer Umfrage des BiB zum Familienleitbild der Deutschen von 2012 lehnen 35 Prozent zwischen 20 und 39 Jahren die Ehe als überholte Einrichtung gänzlich ab. Jeder zehnte junge Mensch wolle kinderlos bleiben, sagte Dobritz. Das spiegeln auch Zahlen des Statistischen Bundesamts von 2011: Nur noch knapp die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt überhaupt in einer Familie mit Kindern.Besonders im Osten Deutschlands bleibt laut aktuellen Mikrozensus die Distanz zur Ehe bemerkenswert. „Auffällig ist, dass im Osten vor allem in den Flächenstaaten weniger Menschen kinderlos leben als im Westen, aber auch weniger verheiratet sind“, so Dobritz. In Sachsen-Anhalt und Sachsen ist – neben der Hauptstadt Berlin – der Anteil der Ehepaare mit je 51 Prozent am niedrigsten, dort sind auch Lebensgemeinschaften am häufigsten (je 23 Prozent).

In Rheinland-Pfalz dagegen ist diese Form der Familie am seltensten (6 Prozent). In Baden-Württemberg war der Anteil der Ehepaare an allen Familien mit minderjährigen Kindern mit 78 Prozent am höchsten. Die meisten Ein-Eltern-Familien lebten in Berlin: Dort waren knapp ein Drittel (32 Prozent) der Familien Alleinerziehende, während das in Baden-Württemberg nur auf jede sechste Familie zutraf.