Familienarbeit ist nicht nur Frauensache – Pflicht-Elternzeit für Väter

Pflicht-Elternzeit für Väter
Familienarbeit ist nicht nur Frauensache

Familienarbeit ist nicht Frauensache.

Familienarbeit ist nicht Frauensache.

Foto: imago

Seit etwa 27 Jahren lebe ich in diesem Land, doch es gibt Momente, in denen ich mich fremd fühle. Neulich zum Beispiel wurde vom renommierten Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung eine repräsentative Studie herausgegeben, bei der es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ging.

Dabei kam heraus, dass die meisten Frauen (56 Prozent) glauben, Mütter sollten nach der Geburt des Kindes mindestens drei Jahre aus dem Beruf aussteigen. Ich konnte nicht glauben, was ich da las. Ich hatte nach der Geburt meines ersten Kindes nach einem Jahr wieder Lust auf den Job, mit allem Trennungsschmerz bei der Kita-Eingewöhnung, der dazugehört. Aber drei Jahre zu Hause?

Wenn die Frauen in den Beruf zurückkehren, las ich weiter, sollen sie höchstens stundenweise arbeiten. Vollzeit arbeiten, damit sind laut Befragung auch dreißig Wochenstunden gemeint, finden die Befragten offenbar schlimm, das kommt erst in Frage, wenn das Kind sieben Jahre alt ist.

Veraltete Zahlen

Mich erschreckte, was ich da las. Was ist los mit den Frauen? Haben sie keinen Job, den sie mögen? Wovon wollen sie leben, jetzt und später, wenn sie alt sind? Haben sie alle reiche Männer, Ersparnisse, Erbschaften?

Vor allem: Wie soll denn jemals eine gleichberechtigte Gesellschaft entstehen, wenn diejenigen, die am meisten davon profitieren würden, es offenbar gar nicht wollen? Man könnte meinen, die Zahlen, auf denen die Studie basiert, sind in den fünfziger Jahren im Adenauer-Deutschland erhoben worden.

Stimmt aber nicht. Sie stammen aus dem Jahr 2011, damals gab es schon das Elterngeld, aber noch nicht den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz ab dem ersten Geburtstag. Für die Studie wurden Frauen zwischen 18 und 60 Jahren befragt, gut, darunter sind wahrscheinlich auch etliche ältere westdeutsche Frauen, für die es normal war, als Mutter und Hausfrau jahrelang zu Hause zu bleiben.

Familienbett, Tragetuch und Langzeitstillen?

Jüngere Frauen und Frauen aus dem Osten können sich vorstellen, wieder früher in den Beruf einzusteigen. Aber auch ostdeutsche Frauen, wo die berufstätige Mutter jahrzehntelang die Regel war, halten nun laut Umfrage eine Babypause von zweieinhalb Jahren angemessen.

Liegt es daran, dass der Alltag mit kleinem Kind schon ohne Job schlaucht? Oder ist das sehr populäre Konzept des Attachment-Parenting Schuld, mit Familienbett, Tragetuch und Langzeitstillen?

So sehr der bindungsorientierte Ansatz das Kind stärken mag, die Unabhängigkeit der Mutter schränkt er ein, auch die Möglichkeiten des Partners, bei der Betreuung zu helfen. Wer sein Kind jahrelang rund um die Uhr stillen will, hat wenig Energie für anderes.

Gleichberechtigten Rollenmodelle

Sicher, man sollte jedes Lebensmodell akzeptieren, allerdings wird das oft besonders lautstark von jenen eingefordert, die ihr eigenes Modell dann als Ideal darstellen. Wenn Deutschland ein moderneres Land werden will, mit gleichberechtigten Rollenmodellen, wäre ich dafür, die Männer stärker einzubinden.

Bisher steigt nur jeder dritte Vater nach der Geburt des Kindes zeitweise aus dem Job aus. Es sollte zur Pflicht werden, dass auch die Väter einige Monate Elternzeit nehmen, damit beide Seiten sehen, dass es möglich ist, arbeiten mit Kind und sich zu Hause um Erziehung und Haushalt kümmern. Dann wird von Anfang an klar, dass die Familienarbeit nicht Frauensache ist. Die Männer, das steht übrigens auch in der Studie, würden gern weniger Stunden pro Woche arbeiten.


Sabine Rennefanz ,  17.04.17, 13:08 Uhr

http://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/pflicht-elternzeit-fuer-vaeter-familienarbeit-ist-nicht-nur-frauensache-26714078
Tags: Teilzeit – Vollzeit – Karenz – Familienrecht

VoR kritisiert Familienpolitik der SPÖ beim Maiaufmarsch

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VoR kritisiert Familienpolitik der SPÖ beim Maiaufmarsch

Wahl 2015 Häupl Rot ist gegen VäterAuch dieses Jahr wird Väter ohne Rechte wieder vor knapp 100.000 Besuchern des Maiaufmarsches der SPÖ auf die Missstände in der österreichischen Familienpolitik aufmerksam machen.

VoR wird auch eine Petition zur Unterschrift bereitstellen die Kindesentfremdung (PAS) als Straftatbestand fordert. Dies ist nur eine der zahlreichen Baustellen im Familienrecht.

Entgegnete man uns im ersten Jahr der Teilnahme noch sehr barsch und attackierte uns, merken wir jedes Jahr einen größeren Zuspruch der Teilnehmenden, die sich teilweise anstellen um auch ihre Anliegen, bei denen die SPÖ versagt, durchgesetzt wissen wollen. Bei einer Scheidungsrate um rund 50 Prozent kein Wunder – von der statistisch nicht erfassten Trennungsquote ganz zu schweigen.

Video 1. Mai 2014 (damals wurden wir als Faschisten und Nazis beschimpft, bespuckt, es gab mehrmals gewalttätige Übergriffe, Väter pauschal als Täter verurteilt, eine Gemeinsame Obsorge abgelehnt,…)

Hunderttausendfach bleiben traumatisierte Kinder und entrechtete Väter zurück, deren Fälle füllen jahrelang Gerichtssäle, nicht selten ein Leben lang Therapieeinrichtungen. Nicht einmal die UN-Kinderrechtscharta wird eingehalten, während Menschenrechtsverletzungen mit erhobenem Zeigefinger in jedem weit entfernten Land eingefordert werden. Diese Doppelmoral findet in der breiten Öffentlichkeit schon lange keine Zustimmung mehr.

Es ist mehr denn je an der Zeit unsere Stimme für eine gleichberechtigte Elternschaft auch nach Trennung/Scheidung zu erheben und den Rechten unserer Kinder, die beinahe keine Lobby haben den Rücken zu stärken.

VoR ist immer wieder verwundert, wie selbst betroffene Familienmitglieder, aus welchen Interessen auch immer, Parteien wählen, die gegen die Interessen der eigenen Kinder gerichtet sind.

Wir bitten daher um zahlreiche Teilnahme!

Im Auftrag unserer Kinder

http://www.vaeter-ohne-rechte.at/vor-kritisiert-familienpolitik-der-spoe-beim-maiaufmarsch/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=vor-kritisiert-familienpolitik-der-spoe-beim-maiaufmarsch

 

Tags: Country Translation Language – english – ПЕРЕВЕСТИ на Английский – Italia – lingua italiana – France français – SPÖ – Maiaufmarsch – Nazis – Faschisten – entsorgte Väter – Gewalt weibliche Frauen – Gleichberechtigung Gleichstellung – Justizopfer – Kindeswohl – psychische Gewalt – Termine – Veranstaltungen – Demo etc. – Vaterlose Gesellschaft – Väter Artikel

Trennung – Narzisstische Persönlichkeitsstörung – Amokfahrt

Amokfahrt vor Gericht: Exfreundin schildert ihr Leben mit dem Angeklagten

Mehr Fragen als Antworten wirft der Fortgang des Prozesses gegen den Angeklagten auf, dem versuchter Mord in zwei Fällen vorgeworfen wird.

Was ging in dem 35-jährigen Angeklagten vor, als er am 18. Oktober 2016 kurz nach 14 Uhr mit seinem Auto im Mundiweg in Rheinfelden im ersten Gang durchstartete und auf seine Ex-Freundin und deren neuen Partner zufuhr? Wollte er sie töten? War er auf dieser Fahrt Herr seiner Sinne oder einem heftigen Affekt und nicht von ihm beherrschbaren Impulsdurchbruch ausgeliefert?

Mehr Fragen als Antworten wirft der Fortgang des Prozesses gegen den Angeklagten auf, dem versuchter Mord in zwei Fällen vorgeworfen wird. Der Angeklagte spricht relativ gut Deutsch. Ihm fehlen jedoch die Worte, wenn er beschreiben soll, was er in jenen Sekunden fühlte, als er im ersten Gang auf maximal 50 Stundenkilometer beschleunigte und den Wagen in einem Bogen nach links von der Straße weg auf den Zugang zu dem Personaleingang eines Pflegeheims steuerte. Der Wagen erfasste zuerst den neuen Freund seiner Exfreundin und prallte dann gegen die Hausmauer und drückte sie ein. Dank des auslösenden Airbags blieb der Angeklagte unverletzt. Der Freund wurde lebensgefährlich verletzt. Er überlebte nur dank Rettungshubschraubers und Ärzte im Spital in Basel.

Der psychiatrische Gutachter sprach in der Mittagspause noch einmal mit dem Angeklagten. Er berichtet anschließend, dass es dem Angeklagten unter vier Augen leichter falle, über seine Gefühle zu sprechen als vor Richtern und Zuhörern. Dem Gutachter vertraute der Angeklagte in dem Gespräch an, dass er am 18. Oktober 2016 verzweifelt gewesen sei, dass er geglaubt habe, dass nach der Trennung sein Leben vorbei sei. Er habe an jenem Tag mit ihr sprechen wollen, habe auf eine Fortsetzung der Beziehung gehofft. Er sei nicht davon ausgegangen, dass ein neuer Freund an ihrer Seite sein könnte. Als er dann den Mann mit ihr am Eingang gesehen habe, habe er sich wie geschüttelt gefühlt, gedacht, dass das alles nicht wahr sein könne. Er fühlte sich wie Abfall, nicht mehr wie ein Mensch. Da sei er einfach losgefahren, ohne einen Plan.

Therapie gegen Aggressionen

Der Angeklagte sagte dem Sachverständigen auch, dass er um seine Aggressionen wisse, darum dass er sich nicht immer unter Kontrolle habe. Dieses Problem wolle er mit einer Therapie angehen. Am Freitag wurde die 31-jährige ehemalige Freundin mehrere Stunden lang vernommen. Auch sie kommt aus Rumänien, eine Dolmetscherin übersetzt. Der Angeklagte schaut sie aufmerksam an. Das Wiedertreffen scheint ihn aufzuwühlen. Er schluckt mehrfach, die Knöchel seiner Hände verfärben sich weiß, so fest drückt er sie gegeneinander. Er achtet auf jedes ihrer Worte, drei Mal wirft er ein, dass die Dolmetscherin nicht genau genug übersetzt habe. Es sind keine wesentlichen Abweichungen. Manchmal schüttelt er energisch verneinend den Kopf.

Die 31-Jährige beschreibt das Kennenlernen, das Zusammenziehen in Zürich, wo er arbeitete. Sie erinnert sich an glückliche Zeiten, aber auch daran, wie er sie zu kontrollieren begann. Er sei derjenige gewesen, der alles konnte und wusste und sie sei sich immer kleiner und kleiner vorgekommen. Das sei der Grund dafür gewesen, dass sie sich seit Januar 2016 von ihm trennen wollte. Immer wenn sie das Thema ansprach, wurde er aggressiv. Deshalb ließ sie weitere Treffen zu. Im Juni machte sie die Trennung endgültig. Da wohnte sie seit zwei Monaten in Rheinfelden. Er aber habe nicht locker gelassen. Telefonierte täglich, kam angefahren. Die Zeugin berichtet von Schlägen. An Silvester 2015 schlug er sie zum ersten Mal, schloss sie in der Züricher Wohnung ein. Dann kam er mit Blumen und Entschuldigungen zurück. Fortan reagierte er aggressiv, wenn sie ihm sagte, dass sich von ihm trennen wolle. Er drohte mit Selbstmord und drohte, sie und ihre Familie zu töten: Dann sei alles erledigt.

„Es war ständiger Druck“ schildert die Zeugin ihr damaliges Leben. In Rheinfelden habe er mehrfach im Hausflur auf sie gewartet, sie in die Wohnung gedrückt, als sie nach Hause kam. Am 9. September 2016 rastet er in der Wohnung aus, schlägt sie so heftig, dass drei Rippen brechen. Am Tag darauf gibt er ihr die Wohnungsschlüssel zurück, fährt nach Zürich. Sie geht ins Internet, lernt einen Mann kennen, trifft sich mit ihm und erzählt ihre Geschichte. Er bietet ihr an, sie zur Polizei zu begleiten. Er hält Wort. Sie erstattet Anzeige. Wenige Tage später, am 13. September, begleitet sie ihre Chefin zum Familiengericht in Lörrach.

Gegen den 35-Jährigen wird ein Annäherungsverbot verhängt. Die Frau fotografiert das Dokument und schickt es ihm aufs Handy. Er reagiert nicht. Wenige Tage vor dem 18. Oktober schickt er eine SMS. Bittet um eine Unterredung. Sie antwortet nicht. Sie fürchtet sich vor ihm. Wohnt deshalb bei ihrem neuen Freund. Der rettet ihr womöglich das Leben, als er sie an jenem 18. Oktober vor dem heranrasenden Auto zur Seite stößt. Am Dienstag wird der Prozess fortgesetzt.

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Amokfahrt vor Gericht: Angeklagter hat ein Problem mit Trennungen

Die Staatsanwaltschaft geht nicht mehr von versuchtem Mord bei der Amokfahrt im Mundiweg aus. Die Ankläger fordern sieben Jahre Haft für den 35-Jährigen.

„Die Anklage ist von einer geplanten Tat ausgegangen, von versuchtem Mord. Das haben wir so nicht feststellen können.“ Dieses Fazit zog Oberstaatsanwalt Rainer Hornung aus Lörrach, am Dienstag, dem dritten Verhandlungstag im Prozess gegen den 35-jährigen Angeklagten, der seine Exfreundin und deren neuen Freund angefahren hatte.

Das Fazit von Hornung: Der Angeklagte habe sich des versuchten Totschlags in zwei Fällen schuldig gemacht, wobei er in seiner Schuldfähigkeit erheblich vermindert gewesen sei. Die schuldangemessene Strafe liege bei sieben Jahren. Darüber hinaus sei er zur Therapie in einer psychiatrischen Klinik unterzubringen. Am 18. Oktober 2016 hatte der 35-Jährige im Rheinfelder Mundiweg urplötzlich Gas gegeben und mit seinem Auto auf seine ehemalige Partnerin und ihren neuen Freund zugehalten. Der Mann wurde schwerstverletzt, die Frau blieb physisch unverletzt. Nach zwei Tagen stellte sich der 35-Jährige der Polizei. Da er die Frau zuvor schon gestalkt, bedroht und geschlagen hatte, gingen Polizei und Staatsanwaltschaft Lörrach nicht von einem tragischen Verkehrsunfall, sondern von einer geplanten Tat aus.

Nun ist die Staatsanwaltschaft aber per Gesetz dazu gezwungen, alle be- und entlastendenden Umstände einer Tat zu ermitteln. Ein Mann, der nicht akzeptieren kann, dass seine Freundin sich von ihm trennt, der nach dem Gewaltschutzgesetz ein Annäherungsverbot erhalten hat und dann mit dem Auto auf die Ex und deren Neuen zufährt, kann auf den ersten Blick nur einen Mordversuch aus niedrigen Beweggründen begangen haben. Doch die Wirklichkeit im Fall des 35-Jährigen ist wohl eine andere. Es ist der psychiatrische Gutachter, der am Dienstag dem Gericht noch einmal Rede und Antwort stand. Dieser legte sich, anders als am vergangenen Freitag zu später Stunde nach nochmaliger Würdigung aller Umstände fest. Einen entschuldigenden Affekt zur Tatzeit kann er nach wie vor nicht bejahen. Zu sehr habe der Angeklagte zuvor gegenüber der Frau Gewalt ausgeübt, ihr gedroht sie umzubringen: „Das spricht gegen eine Affekttat.“

Persönlichkeitsstörung als Diagnose

Aber da ist noch das von der ehemaligen Freundin geschilderte Benehmen des Angeklagten in den Monaten vor der Tat. Sein dominantes, sie klein haltendes Verhalten. Sein Verkennen der Realität, dass sie nicht mehr mit ihm leben wollte. Mehrfach hatte sie ihm das gesagt und ihn dabei stets wütend gemacht. Aus Angst hatte sie ihn, nachdem sie nach Rheinfelden gezogen war, immer wieder in ihre Wohnung gelassen. Er hat das als Festhalten an ihm, als Fortsetzung der mehrfach aufgekündigten Beziehung interpretiert. Laut Gutachter konnte er nicht anders. Der Experte hat bei dem 35-jährigen eine kombinierte Persönlichkeitsstörung diagnostiziert.

Sie besteht aus narzisstischen, emotional instabilen und vor allen Dingen aus dependenten Anteilen. Wobei die Dependenz, die Abhängigkeit, von der Beziehung zu der Freundin so stark sei, dass sie aus psychiatrischer Sicht eine schwere Persönlichkeitsstörung darstelle.

Sollte der Angeklagte am Mittag des 18. Oktobers 2016 zum ersten Mal seine Exfreundin mit dem neuen Mann gesehen haben, sollte er in diesem Moment realisiert haben, dass die Wiederaufnahme der Beziehung nunmehr endgültig ausgeschlossen war, dann könnte er darüber so sehr in Wut geraten sein, dass in diesem Moment seine Steuerungsfähigkeit aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung erheblich eingeschränkt gewesen war, so der Gutachter. Sollte seine Steuerungsfähigkeit erheblich eingeschränkt gewesen sein, bestehe wegen der Persönlichkeitsstörung Wiederholungsgefahr.

Bei der nächsten Trennung könnte der 35-Jährige erneut gewalttätig werden. Daher seien auch die medizinischen Voraussetzungen für eine Unterbringung in ein psychiatrisches Krankenhaus gegeben. Eine Therapie sei notwendig und könne erfolgreich sein. Zumal der Angeklagte im Lauf des Prozesses eingesehen habe, dass er ein Problem mit Trennungen und Aggressionen habe. So sagte er am Dienstag: „Das stimmt mit der Dependenz. Für mich ist es sehr schwierig zu akzeptieren, dass Schluss ist. Deshalb habe ich vor ihrer Wohnung im Auto geschlafen, habe sie angerufen, gehofft, dass es weiter geht. Die Frau war die Liebe meines Lebens. Ich hoffe, dass ich nach der Therapie in der Psychiatrie normale Beziehungen haben werde.“

Sein Verteidiger argumentierte für eine Strafe deutlich unter sieben Jahren. Er hielt auch einen schuldmindernden Affekt für nachgewiesen. Das Urteil wird heute verkündet.

12.04.2017 10:04
http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/rheinfelden/Amokfahrt-vor-Gericht-Angeklagter-hat-ein-Problem-mit-Trennungen;art372615,9214118

Fortsetzung:
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Amokfahrer muss in die Psychiatrie statt ins Gefängnis

Die Schwurgerichtskammer in Freiburg hat ein Urteil im Fall der Amokfahrt im Mundiweg in Rheinfelden gefällt. Fünf Jahre und zehn Monate Freiheitsstrafe erhält der Angeklagte für versuchten Totschlag.

„Sie werden so lange in der Psychiatrie behandelt werden, bis Sie nicht mehr gefährlich sein werden.“ Mit diesen, direkt an den 35-jährigen Angeklagten gewendeten Worten endete am Mittwoch die Urteilsbegründung der Vorsitzenden Richterin der Schwurgerichtskammer in Freiburg, Eva Kleine-Cosack. Zuvor hatte der 35-Jährige erfahren, dass er wegen versuchten Totschlags in zwei Fällen, gefährlicher Körperverletzung und eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten verurteilt worden ist.

Diese Strafe muss der Verurteilte wohl nicht im Gefängnis verbüßen. Das Gericht hat, in diesem Punkt den übereinstimmenden Anträgen von Staatsanwalt und Verteidiger folgend, die Unterbringung des 35-Jährigen in ein psychiatrisches Krankenhaus angeordnet. Ausweislich des psychiatrischen Gutachters, an dessen Ergebnis sich die Richter orientiert haben, ist der Angeklagte an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung erkrankt und während der Tat in seiner Schuldfähigkeit erheblich vermindert gewesen. Narzistische, emotional instabile und insbesondere abhängige Anteile in seiner Persönlichkeit haben seine Tat vom 18. Oktober 2016 in Rheinfelden nicht nur begünstigt, sondern es überhaupt so weit kommen lassen.

Damals war er mit seinem Auto direkt auf seine ehemalige Freundin und ihren neuen Freund zugefahren. Eine Mischung aus Verzweiflung und Wut, nicht ausschließbar begünstigt durch eine Alkoholisierung von maximal 1,78 Promille, führten dazu, dass er auf wenigen Metern im Mundiweg auf bis zu 50 Stundenkilometer beschleunigte und seinen Wagen von der Fahrbahn auf das Grundstück der Arbeitgeberin seiner ehemaligen Freundin einlenkte. Dabei fuhr er den Lebensgefährten der Exfreundin um, verletzte ihn lebensgefährlich. Dieser hatte seine Partnerin noch zur Seite stoßen können, sodass sie körperlich unverletzt geblieben ist.

Der Angeklagte hatte anfänglich behauptet, dass er seine ehemalige Partnerin nur sprechen wollte. Wut und Verzweiflung stritt er ab. „Wer so fährt, muss wütend gewesen sein“, intervenierte damals die Vorsitzende Richterin. Erst nach und nach konnte der Angeklagte zugeben, dass er wütend geworden sei, nachdem er erkannt hatte, dass der Mann, der sie abholte, ihr neuer Partner war. Einen zweifachen Mordversuch, wie ursprünglich angeklagt, sahen die Richter wegen der krankhaften Persönlichkeitsstörung des Angeklagten für nicht erwiesen. Im Moment des Zufahrens auf das Paar habe er billigend deren Tod in Kauf genommen. Er habe sich aufgrund seiner psychischen Verfassung jedoch keine Gedanken darüber gemacht, dass das Paar arg- und wehrlos war. Auch handelte er aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung nicht aus niedrigen Beweggründen. Das hatten in ihren Plädoyers der Staatsanwalt, der Anwalt des Angefahrenen und der Verteidiger nach der dreitägigen Beweisaufnahme, so gesehen.

Eine Woche beträgt die Frist für das Einlegen der Revision gegen das Urteil. Nach einer kurzen Absprache zwischen Staatsanwalt, Nebenklägeranwalt und Verteidiger teilten alle mit, dass sie das Urteil akzeptieren werden. Das hat für den Angeklagten den Vorteil, dass er mit Rechtskraft des Urteils aus der Untersuchungshaft in die forensische Abteilung des Zentrums für Psychiatrie verlegt werden wird. Dort hat er die Chance, mit Therapien seine Störungen in den Griff zu bekommen, um sich nicht mehr so leicht kränken zu lassen. Vor allen Dingen wird er lernen, mit seinen Aggressionen und Impulsdurchbrüchen umzugehen. Er wird akzeptieren müssen, dass Frauen kein Besitz sind, über die er verfügen darf.

12.04.2017 23:59
http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/rheinfelden/Amokfahrer-muss-in-die-Psychiatrie-statt-ins-Gefaengnis;art372615,9215704

Kinderbetreuungsgeld – Petition wegen Falschinformation . . .

Petition richtet sich an Ministerin für Familie und Jugend Dr. Sophie Karmasin und and 2 mehr

Übergangslösung für das neue einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld


Corinna Aichern Guttaring, Österreich

Durch unzureichende Schulungen diverser Behörden, sowie durch fehlerhafte Beratung des Ministeriums, wurden Familien in Österreich falsch über das neue einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld informiert. Es ist nun nicht mehr möglich für das 2. Kind das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld zu beantragen, wenn sich die Mutter zum Eintritt der 2. Schwangerschaft noch in gesetzlicher Karenz vom 1. Kind befindet, da nach den neuen Regelungen kein Anspruch auf Wochengeld besteht. Nach Gesetzesbeschluss im Juli 2016 wurde jedoch immer wieder (auch von Frau Dr. Sophie Karmasin) betont, dass das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld unverändert bleibt. Viele Familien haben bereits mit dem höheren Kinderbetreuungsgeld gerechnet und haben jetzt, durch die neuen Regelungen, Einbußen von mehreren tausend Euro.

Wir fordern deshalb: Eine Übergangslösung für betroffene Familien!

Mein Hintergrund: Ich befinde mich derzeit in gesetzlicher Karenz meines ersten Kindes für das ich bereits das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld bekommen habe. Im Jänner 2017 informierte ich mich bei der Krankenkasse bezüglich Kinderbetreuungsgeld für das 2. Kind, welches im Juli 2017 kommt. Hier wurde mir bestätigt, dass ich wiederum das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld wählen kann, da ich mich in vereinbarter gesetzlicher Karenz befinde und daher das Jahr 2014 zur Berechnung herangezogen wird. Nun nach Wirksamkeit des neuen Gesetzesbeschlusses wurde mir mitgeteilt, dass ich keinen Anspruch habe, da nun das Jahr vor Geburt (also in meinem Fall 2016) zur Berechnung herangezogen wird. Die Einbußen belaufen sich auf das gesamte Wochengeld und zusätzlich ca. € 500 monatlich.

Diese Petition wird versendet an:

Ministerin für Familie und Jugend
Dr. Sophie Karmasin
Ministerium für Familie und Jugend Österreich
Abgeordnete zum Nationalrat
Mag. Judith Schwentner

Unterschreiben u. teilen —>>   change.org

Tags: Kinderbetreuungsgeld – Familienrecht – ÖVP – Karenz – Familie – Geburt – Mutter – Vater – Österreich – Wochengeld

Väter-Abzocke „Papamonat in Österreich“

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Frechheit von der ÖVP Sophie Karmasin.
Kein Wunder, dass die „Vaterlose Gesellschaft“ immer größer wird in Österreich.

Admin Familie & Familienrecht, am 9.April 2017

Grüne kritisieren Regelung des „Papa-Monats“
Männer, die die ersten drei Monate nach der Geburt ihres Babys daheim bleiben, bekommen dafür 700 Euro.
Nimmt der Kindsvater später auch echte Karenz, dann werden ihm die 700 Euro vom Kinderbetreuungsgeld wieder abgezogen.

Tags: Familienrecht Familie Familienzeitbonus Familiensprecherin Judith Schwentner – Gesetze – Väterkarenz – Vaterschaft

Video: Kinder erleben in Österreich die Hölle

Ein Kind in Österreich möchte seinen Vater sehen . . .

Richterin hört nicht einmal zu . . .

 

Tags: Familienrecht – Obsorge – Kindeswohl – Zahlväter – Justizopfer – Kinderrechte – Menschenrechte EGMR Art. 8 EMRK – Menschenrechtsverletzung – PAS Eltern-Kind-Entfremdung – PA parental alienation – Eltern Entfremdung

639 Straftäter sind unter 10 Jahre! – Jugendkriminalität in Österreich

Jugendkriminalität 2016

639 Straftäter waren nicht einmal zehn Jahre alt!

Ein Anstieg von 8,4 % ist 2016 bei der Jugendkriminalität (14- bis 17-Jährige) in Österreich registriert worden. 639 Täter sind noch jünger, nicht einmal zehn.

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Anzahl aufgeklärter Straftaten 2016 nach Altersgruppen gegliedert. Quelle: Bundesministerium für Inneres
Insgesamt wurden im Vorjahr 23.499 Straftaten aufgeklärt, bei denen die Tatverdächtigen 14 bis 17 Jahre alt waren. Im Jahr davor, also 2015, waren es 21.671. Das ergibt einen Anstieg von 8,4 Prozent und geht aus der Beantwortung einer Parlamentarischen Anfrage der FPÖ durch das Innenministerium hervor.
Nach Altersklassen aufgefächert ergibt sich folgendes Bild (siehe auch Grafiken in der Diaschau): Österreichweit zählte man im Vorjahr 639 Tatverdächtige, die jünger als zehn Jahre alt waren! Die meisten davon wurden in Wien ausgeforscht, nämlich 156. Die wenigsten im Burgenland mit sieben. Auf Bezirksebene kam es im steirischen Bezirk Murtal mit 50 unter zehnjährigen Tatverdächtigen zu den meisten „Kindertätern“, auf Platz zwei folgt Wien-Floridsdorf mit 24.

Meiste Tatverdächtige in Wien
In Sachen klassischer Jugendkriminalität (14- bis 17-Jährige) führt die Bundeshauptstadt die Statistik an: Hier gab es im Vorjahr 5.994 aufgeklärte Straftaten. Auf Platz zwei folgt mit 3.879 Straftaten Niederösterreich, dahinter mit 3.683 Oberösterreich.

Ausgewertet wurden vom Ministerium auch die Anteile der fremden Tatverdächtigen in allen Altersklassen. In der Klasse der Unter-Zehnjährigen waren es mit 298 knapp die Hälfte. Im Bereich der Jugendkriminalität typischen Altersklasse (14 bis 17) waren es mit 9.073 rund 38,6 Prozent.

Prävention
Das Innenministerium gibt an, dass „bundesweit unterschiedliche Maßnahmen im präventiven Bereich ergriffen werden“. Im Vorjahr wurden österreichweit die Projekte „All Right – alles was Recht ist!“ (Rechtsaufklärung), „Click & Check“ (Cyberkriminalität) sowie das Projekt „Look@your.Life“ (Rechtsinfos auch zu illegalen Substanzen) umgesetzt. Insgesamt konnten 115.791 Jugendliche im Rahmen der Kriminalprävention erreicht werden.

 

(uha)03. April 2017 15:25; Akt: 04.04.2017 06:47 Print
http://www.heute.at/politik/news/story/639-Straftaeter-waren-nicht-einmal-zehn-Jahre-alt–53890785