Zur vierten Todsünde gehören Faulheit, Feigheit und Opportunismus

Kriminalpsychologin Lydia Benecke: 

„Ein oder zwei Psychopathen sitzen unter uns.“

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Wie gelingt es einem liebevollen Familienvater und dem netten Nachbarn, jahrelang unerkannt als Gewalttäter ein Doppelleben zu führen? Kriminalpsychologin Lydia Benecke gibt Einblicke in ihre Arbeit als Straftherapeutin.

Lydia Benecke. Bild: Olivier Favre von Dagmar Williamson Profil

Ihr Einstieg lässt aufhorchen: „Ein oder zwei Psychopathen sitzen mitten unter uns.“ Aber Lydia Benecke beruhigt auch gleich ihre Zuhörer im Musikomm: „Keine Sorge, nicht jeder Psychopath ist ein Krimineller oder verspürt Lust am Töten.“ Seit nunmehr zehn Jahren arbeitet die Diplom-Psychologin in einer Ambulanz für Sexualstraftäter. Angst vor Übergriffen habe sie nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie von ihrem Haus erschlagen werde, sei genauso hoch, lässt sie wissen.

Wurzel des Bösen

Psychopathen seien weder besonders intelligent, wie sie gern in Hollywood-Streifen dargestellt werden, noch hätten sie einen Tötungsdrang. Die Wurzel des Bösen sei eine rechnerische Mischung von genetischer Veranlagung und sozialem Umfeld, stark ausgeprägten Risikoeigenschaften und Narzissmus. Bereits in der katholischen Theologie sind die Grundlagen zur Psychopathie zu finden: „Die sieben Todsünden sind im Prinzip schon das Basismodell.

Das salomonische Urteil sei nur ein Beispiel für Neid. Zwei Mütter behaupten vor König Salomon, das lebende Kind wäre das ihrige. Für den schlauen Monarchen gibt es nur einen Weg, herauszufinden, welche der Frauen lügt: Er befiehlt, das Kind mit einem Schwert zu teilen. Während die wahre, liebende Mutter ihren Sohn freiwillig der Mitstreiterin überlassen würde, ist letztere so von Missgunst zerfressen, dass sie auch dieses Kind hätte sterben lassen. Zur vierten Todsünde gehören Faulheit, Feigheit und Opportunismus, was das Gegenteil von Integrität ist. Menschen mit dieser Charaktereigenschaft seien nur so lange nett, bis sie die Gunst der anderen zu ihrer vollsten Zufriedenheit ausnutzen können.

Beweise aus der Anstalt

Zorn, Rachsucht und Vergeltung seien bei allen Psychopathen stark ausgeprägt, was auch durch Tests des Straftäters nach Unterbringung in einer Anstalt bewiesen werden könne. So sollen Inhaftierte ein Tagebuch führen, in dem sie ihre Gefühle erläutern. Selten zu lesen sei über Traurigkeit, dafür aber meist über Wut und Schadenfreude. Psychopathen verstehen es laut Lydia Benecke, ihre Mitmenschen auf emotionaler Ebene zu täuschen. Sie seien charmant, unerschrocken und geschickt. Sie seien aber unfähig, Reue zu empfinden und übernehmen keine Verantwortung für ihr Handeln.

Im Gegenteil: Psychopathen seien Meister in Schuldzuweisungen mit einer einleuchtenden Rationalisierung ihres Verhaltens. „Nehmen wir einen Verkäufer, der Ihnen den größten Ramsch andrehen will“, sagt die Autorin von drei Büchern. Es werde ihm gelingen, wenn er selbstbewusst auftritt, Augenkontakt aufnimmt, lächelt und sympathisch ist.

„Unsere Gehirne sind fehleranfällig und das ist ausnahmslos bei allen Menschen so“, erklärt Benecke. Das liege der Evolution zugrunde. Bei Gefahren werde Angst vom Gehirn ausgesendet, damit man weglaufen kann und nicht erst eine philosophische Analyse der Gefahr im Kopf erstellen muss. Emotionale Bilder, gefühlsbetonte Informationen und Stimmungen würden aus diesem Grund schneller verarbeitet als der eigentliche sachliche Inhalt.

Lebensgefährte Sebastian Burda wissen Bescheid: „Von 100 Menschen ist einer ein Psychopath.“ Über Sadisten und die Fehlinterpretation ihrer Persönlichkeiten erzählt die Diplom-Psychologin im ausverkauften Musikomm.“

Lydia Benecke und ihr Lebensgefährte Sebastian Burda wissen Bescheid: „Von 100 Menschen ist einer ein Psychopath.“ Über Sadisten und die Fehlinterpretation ihrer Persönlichkeiten erzählt die Diplom-Psychologin im ausverkauften Musikomm.

„Entspannt und ruhig“

Da ein Psychopath immer denkt, er sei schlauer als alle anderen, habe er auch keine Angst, erwischt zu werden. Das wiederum ermögliche dem lügenden und manipulierenden Betrüger, entspannt und ruhig zu bleiben. Diese nonverbalen Signale empfange das Gehirn und sende Wohlbefinden und Vertrauen aus. „Egal, wie klug Sie sind, Sie werden dem Psychopathen erliegen, weil ihr Gehirn bereits beschlossen hat, dass Sie ihn mögen, bevor Sie den Inhalt des Gespräches begreifen.“

4.05.2019 – 10:56 Uhr
Tags: Gewalt – Polizei – Profilerin – Profiler – Justiz – Strafverfahren – Kindesmissbrauch 

Islamismus-Experte spricht über sein neues Buch: „Klartext zur Integration: Gegen falsche Toleranz und Panikmache“

1. Integration

Flüchtlinge sind keine
beschützenswerten „Kuscheltiere“

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Integration - Flüchtlinge sind keine beschützenswerten "Kuscheltiere"
© Bild: APA/DPA/Maurizio Gambarini

Klare Regeln für Zuwanderer hat Ahmad Mansour bei einer Podiumsdiskussion in Wien eingefordert. Denn diese hätten nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.

Im Gespräch mit „Presse“-Redakteur Köksal Baltaci betonte der Islamismus-Experte am Donnerstagabend: „Integration ist nicht das Zelebrieren von Unterschieden, sondern das Festlegen von Regeln.“

Staat wirkt „planlos“

In seinem jüngsten Buch „Klartext zur Integration: Gegen falsche Toleranz und Panikmache“ setzt sich der Sohn arabischer Israelis mit dieser elementaren Aufgabe unserer Gesellschaft auseinander. Kein anderes Thema beschäftige die Menschen mehr, doch wirke der Staat bisher planlos, da es an konkreten Konzepten, einer unvoreingenommenen, sachlichen Debatte und langfristigen Plänen fehle. Für Deutschland konstatierte er, dass die Politik den Alltag der Menschen nicht verstehe und die Journaille ihn oft nicht verstehen wolle. Aber wenn die eine Seite Probleme ignoriere, profitiere die andere durch Instrumentalisierung ebendieser.

Die drängendsten Themenbereiche

Die drängendsten Themenbereiche seien demnach Frauenrechte und Emanzipation, Patriarchat, Erziehung, Individualismus versus Kollektivismus und Antisemitismus. In Bezug auf Österreich ging es in dem Gespräch alsbald um das Thema Frauenmorde, da bei den jüngsten Vorfällen Männer mit Migrationshintergrund unter den mutmaßlichen Tätern überrepräsentiert waren. Der soziokulturelle Hintergrund ist für Mansour nicht irrelevant, kommen doch viele Männer aus patriarchalen Gesellschaften, in denen sich Frauen nicht aktiv trennen dürfen. Wird dieses Recht in Europa dann wahrgenommen, kann es aus verletztem Ehrgefühl heraus zu Gewalttaten kommen. In seinem Berufsalltag mit Flüchtlingen erzählte ihm ein junger Zuwanderer, dass es hierzulande keine Gleichberechtigung gebe. Komme doch zuerst die Frau, dann das Kind, der Hund und zuletzt erst der Mann.

Flüchtlinge keine beschützenswerten „Kuscheltiere“

Mansour stellte sich auch klar gegen Kulturrelativismus, seien doch Flüchtlinge keine beschützenswerten „Kuscheltiere“, sondern Menschen auf Augenhöhe, die Teil der Gesellschaft sein wollen. Es sei „Rassismus“, wenn der Staat bei Kindern von christlichen Fundamentalisten, die den Schulbesuch verweigern, alsbald reagiere, bei Muslimen derartiges Verhalten aus religiösen Gründen aber toleriere. Konkret nannte er das Fernbleiben vom Schwimmunterricht, aber auch die Verweigerung des Handschlags oder das Fasten im Ramadan, wo es vorkomme, dass Kinder dehydrieren und einen Kreislaufkollaps erleiden. Hier sollte das Kindeswohl im Vordergrund stehen, nicht das Einhalten religiöser Normen. Zudem warnte der Psychologe vor positiver oder negativer Diskriminierung.

Schule spielt entscheidende Rolle

Entscheidend für die gelingende Aufnahme von Kindern aus anderen Kulturkreisen sei die Rolle der Schule, denn dort könnten diese wertemäßig abgeholt werden. Werde jetzt ordentlich in Bildung und Ausbildung investiert, würden Delinquenz und Wertekollisionen minimiert. Da es in den Herkunftsländern vieler Migranten keine Aufklärung und keine 68er mit einhergehender sexueller Revolution und Emanzipation gegeben habe, sei es wichtig, die Menschen von den Vorzügen individueller Freiheiten zu überzeugen, umso einen Gegenentwurf zu ihrer kollektivistischen Herkunftskultur zu formulieren.

„Wir schaffen das“ keine Lösung

Der Sager „Wir schaffen das“, getätigt von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel am 31. August 2015 im Zuge der Flüchtlingsbewegung nach Europa, ist für Mansour keine Lösung. Es sollte vielmehr die Frage gestellt werden, wie wir das schaffen und wer das schafft, betonte er.

von apa/red
https://www.news.at/a/islamismus-experte-fluechtlinge-keine-beschuetzenswerten-kuscheltiere-10624768?

2.Video:

Wir haben uns mit Ahmad Mansour getroffen, um mit ihm über sein neues Buch „Klartext zur Integration: Gegen falsche Toleranz und Panikmache“ zu sprechen. Ahmad Mansour ist Psychologe und Islamismus-Experte. Mit seiner Organisation MIND prevention führt er Projekte und Initiativen gegen Radikalisierung, muslimischen Antisemitismus und für Gleichberechtigung durch.

Doppelresidenz als Gleichberechtigung für Trennungskinder u. Trennungseltern

Trennungseltern fordern das Wechselmodell als geseztliches Leitbild


Köln (ots)

Infostand: 
25.08.2018 Domplatte (Köln, Roncalliplatz) 
02.09.2018 Ehrenamtstag in Köln 
09.09.2018 Ehrenwerttag in Aachen 
23.09.2018 Weltkindertag in Köln

An den kommenden Wochenenden werden der Kreisverein Köln des Väteraufbruch für Kinder, die Projektgruppe Doppelresidenz und Papa Mama auch e.V. über die paritätische Doppelresidenz (Wechselmodell) informieren. Dabei werden auch Unterschriften für eine Petition an den Bundestag gesammelt, welche die Einführung der paritätischen Doppelresidenz als gesetzliches Leitbild nach einer Trennung mit Kind fordert, also, dass nach einer Trennung beide Eltern Aufgaben und Zeiten der Betreuung gemeinsamer Kinder annähernd hälftig übernehmen.

Dem seit Jahrzehnten gültigen gesetzlichen Leitbild des Residenzmodells liegt ein Rollenverständnis der 50er Jahre zugrunde. Dabei wird ein Elternteil alleinerziehend und den anderen „besuchen“ die Kinder jedes zweite Wochenende. Die Politik hat erkannt, dass dieses Modell den geänderten gesellschaftlichen Verhältnissen nicht mehr gerecht wird. Daher wird im Bundestag derzeit über eine Gesetzesreform debattiert. Der Bundesgerichtshof hat 2017 entschieden, dass ein paritätisches Wechselmodell auch gegen den Willen eines Elternteils gerichtlich angeordnet werden kann (01.02.2017 – XII ZB 601/15).

Im gleichen Jahr hat das Allensbach-Institut eine im Auftrag des Bundesfamilienministeriums durchgeführte Befragung von Trennungseltern veröffentlicht. Danach zählt ein Viertel aller Mütter und Väter mit minderjährigen Kindern zu den Trennungseltern. Diese Gruppe ist in den zurückliegenden Jahrzehnten erkennbar gewachsen. 77% der Befragten sind für eine gemeinsame Elternschaft nach Trennung und 15% leben bereits heute ein Wechselmodell. Das ist mehr als erwartet, aber weniger als in denjenigen Ländern, in denen das Wechselmodell bereits gesetzlich geregelt ist. In Belgien sind es etwa 50%.

Der Idealfall bleibt, dass Eltern untereinander aushandeln, wie die Kinder betreut werden sollen. Auch kann bei häuslicher Gewalt oder „Hochstrittigkeit“ ein Wechselmodell dem Kindeswohl zuwiderlaufen. Dem steht aber nicht entgegen, dass in der weit überwiegenden Mehrheit der Fälle vernünftiger Trennungen, die Idealvorstellung einer gemeinsamen Elternschaft gefördert werden sollte. Dabei ist die paritätische Doppelresidenz kein Modell zum Unterhalt sparen. Bei beiden Eltern fallen Kosten an, die sonst nur bei einem anfallen würden und ein besser verdienender Elternteil wird nicht seiner finanziellen Verpflichtung gegenüber Kind und Ex-Partner entbunden.

Weitere Informationen findet man bei www.doppelresidenz.org, www.daddy-too.com, http://ots.de/nRTyjb, im umfangreichen Standardbuch: Sünderhauf (2013): Wechselmodell: Psychologie – Recht – Praxis. Abwechselnde Kinderbetreuung durch Eltern nach Trennung und Scheidung. Wiesbaden: Springer. Gut zusammengefasst in: Sünderhauf H Vorurteile gegen das Wechselmodell. Was stimmt, was nicht? Teil I FamRB 2013 9 290-7 & Teil II FamRB 2013 10 327-7.

Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V.

Unsere Arbeit kostet Geld, weshalb Spenden sehr willkommen sind, an: VafK Köln e.V., Sparkasse KölnBonn, IBAN DE95 3705 0198 1931 8812 60, BIC COLSDE33XXX

Original-Content von: Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e.V., übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/127703/4042033

Tags: Kinder Politik Bundestag Petition Eltern Gesetze Wechselmodell Doppelresidenz Köln

2009, Urteil 4 Jahre Haft -Vater sitzt noch immer im Maßnahmenvollzug?

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Schlägt das „System“ im Fall Mag. Baumgartner erneut zurück ??

Letzte – alamiernde – Nachrichten von dem seit mehr als einem Jahrzehnt –  nicht nur – seiner Meinung nach rechtswidrig seiner Freiheit beraubten Bürgerechtsaktivisten, Computerspezialisten und Autor von Dokumentationen über Rechtsverlezungen in Österreich Mag. Herwig Baumgartner.

Dem derzeit in JV Göllersdorf rechtswidrig, wie nicht nur er allein meint, festgehaltene Autor von Dokumentationen wie „Mord an Luca Elias“ und „Anklage gegen Österreich“ wurde sein Laptop samt Peripherie vorgeblich aufgrund einer Weisung aus der Generaldirektion des BMJ von den Beamten der JV Göllersdorf weggenommen.

Damit wurde Mag. Baumgartner seines Beweismaterials verlustig, mit der er die Richtigkeit seiner Ausführungen in seinen durchwegs mehr als nur hinreichend begründeten Klagen auf Wiederaufnahme von Straf- und Zivilverfahren, Amtshaftungsklagen und Stratanzeigen nachzuweisen in der Lage wäre …

Bezeichnender- und erschreckenderweise wurde die Wegnahme des Laptop – der ihm ua. wegen seiner „etwas“ unleserlichen Handschrift, wie auch dem Umfang des Aktenmaterials (etliche Tausend Seiten) gestattet wurde -, nicht begründet, zBsp mit einem Missbrauch des Gerätes durch Mag.Baumgartner, sondern einfach Laptop, Drucker und Beweismaterial weggenommen …

Ebenso bemerkenswert: Die Maßnahme des Entzugs des Laptop/Drucker und des Beweismaterials  wurde zu einem Zeitpunkt als zweckdienlich erachtet, als immer mehr Richter die nunmehr leserlichen, weil per Computer/Drucker hergestellten Eingaben von Mag. Baumgartner betreffend Wiederaufnahme von Straf- und Zivilverfahren usw als durchaus schlüssig erachteten und ihm Verfahrenshilfe gewährten oder ihm aufforderten, Verfahrenshilfe-Anträge einzubringen …

Die Abnahme des Laptop/Drucker und des Beweismaterial bereitet nicht nur den Bürgerrechtsaktivisten Mag. Baumgartner „Probleme“ – er soll Dutzende Eingaben handschriftlich ( mit seiner „Handschrift“ …) verfassen und dabei Textstellen aus mehr als zehntausend Seiten Aktenmaterial aus der Erinnerung zitieren -, sondern auch den bereits bewilligten Verfahrenshelfern:

Die Anwälte werden nicht nur Mühe haben, die „etwas“ unleserliche Handschrift vom Baumgartner zu entziffern, sondern auch erraten müssen, auf welche der hunderten Verfahren, tausenden Eingaben, Beschlüsse, Urteile usw jeweils Bedacht zu nehmen ist, da die entsprechenden Unterlagen aufgrund des Laptop-Entzuges nunmehr nicht verfügbar ..

weiterlesen –>

nechvatal am 1 Mai 2018 – 9:25PM
http://www.wienpost.at/content/schl%C3%A4gt-das-system-im-fall-mag-baumgartner-erneut-zur%C3%BCck
Tags: Mag. Herwig Baumgartner – Justizopfer – Gesetze Österreich – Missbrauch mit dem Missbrauch – Väter – Menschenrechte EGMR Art. 14 EMRK – Vaterschaft –

Zwangsfrauenquote – Gleichstellung und das tote Pferd

Bleibt mir weg mit eurer Quote! – Birgit Kelle

Es ist wieder Wahljahr und damit nicht nur Zeit für Versprechungen, sondern auch für Forderungen. Lange hatten wir nichts mehr vom frauenpolitischen Dauerbrenner „Frauenquote“ gehört, jetzt wird das tote Pferd wieder aus dem Stall geholt und neu eingeritten.

Es hört sich natürlich zunächst gewaltig an: 16 Frauenverbände, die über 12,6 Millionen Frauen vertreten, fordern jetzt erneut die Frauenquote. Da geht doch ein Ruck durch Deutschland. Oder doch nicht? Noch ist es ruhig auf den Straßen, weit und breit kein Aufstand der Millionen, die sind ja auch alle mit anderen Sorgen beschäftigt, als der Frage, welchen Vorstand sie demnächst stürmen wollen.

Schon 2011 hatten sich einige der Damen zu einer Berliner Erklärung zusammengeschlossen, jetzt hat man die Forderungen noch ein bisschen aufgestockt. Da geht doch noch was nach oben. Warum nur 108 DAX-Unternehmen mit einer Quote quälen, wenn man es für alle Unternehmen in Deutschland fordern kann?

Über die Expertin

Birgit Kelle ist freie Journalistin, Kolumnistin verschiedener Online-Medien und Autorin der Bücher „Dann mach doch mal die Bluse zu“ (ADEO) und „GenderGaga“ (ADEO). Demnächst erscheint ihr neues Buch „Muttertier“.

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30 Prozent Frauen sollen zwangsweise auf Jobs befördert werden, nicht nur in DAX-Unternehmen wie bisher, sondern auch in Unternehmen mit allen anderen Rechtsformen. Allein bei den börsendotierten Unternehmen beträfe es ganze 3500.

30 Prozent Frauen sollen es aber nicht nur in der Führungsetage, sondern auf bis zu zwei weiteren Führungsebenen drunter werden. Das Ganze muss natürlich sanktioniert werden, wenn Unternehmen sich weigern. Geldstrafen, Ungültigkeit von Beschlüssen, man soll begründen müssen, warum man es nicht tut. Willst du nicht hören, dann musst du fühlen.

Gender-Experten schöpfen gerade neue Hoffnung

Unternehmen sind natürlich auch nicht genug. Gremien in den Medien, in der Wissenschaft, einfach überall, wo es was zu melden gibt. Zwangs-Quotenbeglückung ohne Grenzen. Hat sich schon jemand den Hashtag #QuotefürAlle gesichert? Dazu die Forderung nach Transparenz und Offenlegung von Gehältern, damit man hübsch vergleichen kann, was der Typ gegenüber am Schreibtisch verdient und zur Krönung soll das Ganze in ein Gesetz verpackt und deutschlandweit ein Monitoring-System etabliert werden, das den Fortschritt in den geschlechtergerechten Sonnenuntergang lückenlos überwacht.

Frauen und Männer stehen nebeneinander


dpa/Maurizio Gambarini
Frauen sind in der Magdeburger Kommunalpolitik deutlich in der Minderheit.

Eine ganze Zunft arbeitsloser Gender-Experten schöpft gerade neue Hoffnung. Wenn die Nummer durchkommt, sind sie auf Jahrzehnte mit Jobs versorgt, in denen sie nichts anderes tun können, als uns allen gehörig auf die Nerven zu gehen. Eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, wie sie das Land schon lange nicht mehr gesehen hat.

Natürlich alles für die Frau, die Gleichberechtigung und sicher ist das Ganze auch noch klimaneutral. Noch ist nicht geklärt, ob auch Transfrauen unter die 30 Prozent fallen dürfen, oder Männer, die sich ganz gendersensibel auf ihre weibliche Seite besinnen und dies mit femininer Kleidung unterstreichen. Kann aber auch sein, dass es noch einen Gebärmuttercheck geben wird. Wir wollen ja nicht riskieren, dass sich die Herren mit unlauteren Mitteln auf die Frauenparkplätze der Führungsetagen einschleichen.

Vorstände sind ihnen egal

Ein paar Einwände meine lieben Vertreterinnen von 12,6 Millionen Frauen, die angeblich alle ganz händeringend eine Quote wollen. Grundsätzlich und auch im Einzelnen. Wer auch nur Mitglied in einem Hasenzüchterverein ist, weiß, dass die Frage, was der Vorstand beschließt und welche politischen Äußerungen er tätigt, nicht zwingend die Meinung der Mitglieder widerspiegelt. Oder müssen wir korrekt sagen. Mitglieder-Innen?

Ich zum Beispiel bin Mitglied der Frauen Union, die offiziell für eine Quote ist, ihre Mitgliederinnen dazu aber nie befragt hat. Ich kenne unzählige Frauen in meinem Verband, die dagegen sind, dennoch verkündet unser Vorstand, wir seien politisch dafür. Ich war übrigens schon mehrfach bei den Landfrauen Deutschlands zu Gast für Vorträge. Auch einer der Verbände, der hier angeblich für eine Quote kämpft. Bei den Landfrauen sind vor allem Frauen aus der Landwirtschaft organisiert. Die wissen, was harte Arbeit bedeutet und Vorstände sind ihnen egal.

Die Damen, mit denen ich diskutiert habe, waren eher am Betreuungsgeld interessiert, als an einer Quote für Jobs, die sie nicht interessieren oder die sie nicht einmal kennen. Der Juristinnenbund, der Ärztinnenbund, sie sind auch Mitglied im Bündnis. Die deutschen Ärztinnen haben in den vergangenen Jahrzehnten die medizinische Branche nahezu überrannt. Das Gleiche passierte mit den Richterposten in Deutschland, da stellen die Damen bereits die Mehrheit.

Quote ist nichts für kluge Frauen

Wo wollt ihr noch hin? Oder soll es die Quote für die Männer sein? Und auch hier die Frage: Vertritt der unterschreibende Vorstand wirklich die Meinung seiner Mitglieder. Aller Mitglieder. Oder pumpt man nur die gigantische Zahl von 12.6 Millionen Frauen auf, um Größe zu demonstrieren?

Quote ist nichts für stolze Frauen. Quote ist nichts für kluge Frauen. Wann werdet ihr das endlich begreifen? Bis heute warte ich auf den Nachweis der sogenannten „gläsernen Decken“, an denen sich offensichtlich ständig Damen die Köpfe stoßen, dabei existiert diese ominöse gläserne Decke vor allem in den Köpfen.

Ich höre ständig etwas von struktureller Diskriminierung. Auch die Struktur ist offenbar der Frauen Feind. Nur was genau meint ihr mit dieser Struktur? Dass man sich für gute Jobs anstrengen muss, auch mal die 70 Stunden Woche erdulden muss, inklusive ständig auf Achse sein, Auslandseinsatz und null Zeit für Familie? Das ist nämlich die Struktur der Führungsetage. Eine Struktur, die Männer hinnehmen, wenn sie Erfolg haben wollen. Wer als Frau dort mitspielen will, muss ins Haifischbecken springen und kann weggebissen werden.

Ich kann das Gejammer einfach nicht mehr hören. Von angeblich weggemobbten Frauen, nur weil sie Frauen sind. Von Jobs, die Frauen nicht bekommen haben, nur weil sie Frauen sind. Haltet ihr denn alle deutschen Unternehmer für Vollpfosten? Jeder Unternehmer will immer nur die Besten, weil er damit am besten Geschäfte macht. Es gibt aber auch keine Führung light, keine Managerposten in Teilzeit und keine Macht auf Probe. Es ist dünnes Eis und es wird an Stühlen gesägt. Überall wo es Macht, Geld und Posten zu verteilen gibt.

Die heilige Kuh des selbsternannten Frauenkollektivs

Wenn Frauen das Spiel wollen, können sie es haben – aber zu den gleichen Bedingungen wie Männer. Ich hab noch nie gehört, dass ein Mann öffentlich gejammert hat, dass er einen Job nicht bekommen hat, nur weil er ja ein Mann ist. Scheitert ein Mann, fragt er sich, was er falsch gemacht hat. Was der andere besser gemacht hat. Scheitert eine Frau, wird laut Diskriminierung gerufen. Vielleicht waren sie auch dämlich oder unfähig, nicht teamfähig und dem Druck nicht gewachsen. An solchen Dingen scheitern viele Männer. Frauen auch.

Das ist auch eine Form von Gleichberechtigung. Dass in den Führungsetagen Deutschlands bis heute so wenig Frauen sitzen hängt vor allem an einem: Es wollen deutlich weniger Frauen als Männer dorthin. Das gleiche gilt übrigens für die Politik und selbst für die Besetzungsliste von Talk-Sendungen. Fragt doch einfach mal die Leute, die sich täglich damit beschäftigen und auf den unterschiedlichsten Ebenen versuchen, Frauen in die erste Reihe zu zerren und zu stoßen. Es ist die heilige Kuh des selbsternannten Frauenkollektivs, dass „die Frau“ Karriere machen will, dass „die Frau“ die Quote will. Dass „der Mann“ uns mit seiner patriarchalen Gesellschaftsstruktur daran hindert.

Versteht es doch endlich liebe Geschlechtsgenossinnen: Wir brauchen keine Planstellen-Politik für Deutschland, die gegen jeden Verstand, gegen das Leistungsprinzip und gegen die Interessen eines freien Unternehmertums eine Quote durchpeitscht, die die Mehrheit der Frauen nicht einmal interessiert. Frauen denken anders als Männer. Frauen haben andere Prioritäten als Männer. Frauen bekommen Kinder. Nicht weil sie müssen, sondern weil sie wollen.

Perfide Degradierung

Und möglicherweise sind sie damit sogar klüger als diejenigen Frauen, die sich im Hamsterrad einer durchökonomisierten Gesellschaft verbrauchen lassen, anstatt zu leben.

Eure Quote könnt ihr euch sonst wohin stecken, sie ist nicht das Mittel zu Zwangsbeglückung der Frau. Genaugenommen ist sie eine perfide Degradierung jeglicher weiblichen Leistung, zementiert sie doch in einem Gesetz: Frauen sind nicht gut genug, um es alleine zu schaffen, wir müssen ihnen gesetzlich über die Straße helfen für Dinge, die Männer natürlich alleine schaffen. Ich weiß nicht, wo euer Stolz ist. Wollt ihr so einen Vorwurf wirklich stehen lassen?

Sa.10.Juni 2017 13h – DEMO Köln „Kinderrechte“

Bundesweite DEMO: „Allen Kindern beide Eltern“
Datum: Samstag, 10. Juni 2017 – 13:0018:00
Ort: Köln Hauptbahnhof/ Dom

Weitere Informationen via Link:
https://www.vafk-koeln.de/sites/defau…

 

Demo für Kinderrechte! – Was, Wie, Wo, Wann! Stets aktuell! | KGPG

Bitte teilt uns weitere Demonstrationen an info@bobby-vander-pan.de mit.

Vielen Dank an Hartmut Wolters!
Hier geht es zur Homepage des Kölner Väteraufbruchs:
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Tags: Väter – Wechselmodell – gemeinsames Sorgerecht von Geburt an

Mutter Marinella Colombo trifft Kafka – LA TUTELA OLTRE LA FRONTIERA

Gefaelschte Dokumente, Zeitdruck und juristische Trickserei fuehren zur Entrechtung und Kriminalisierung dieser italienischen Mutter.

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