#MeToo Kritiker hat Betretungsverbot – Moderator Roman Rafreider vom ORF

Die Gewaltvorwürfe des ORF Moderator  u. #metoo Kritiker Roman Rafreider erinnern mich an die Verleumdung des Wettermoderator  Jörg Kachelmann, welcher jahrelang in den Dreck gezogen wurde, ehe er freigesprochen wurde. 

Artikel: Kritik an #Metoo

Wie reagieren Männer auf #metoo?

Wenn es um sexuelle Belästigung geht, melden sich Männer selten zu Wort.

Was ZiB-Moderator Roman Rafreider und andere Männer zu #Metoo zu sagen haben.

Wie reagieren Männer auf #metoo?

ZiB-Moderator Roman Rafreider     © Thomas Ramstorfer / First Look / picturedesk.com

Eine Bekannte sagte mir einmal: „Ich kenne keine einzige Frau, die nicht schon einmal sexuell belästigt wurde. Und ich rede hier nicht nur von Catcalling.“ Wie wahr diese Aussage ist, führt uns die Social Media Kampagne #metoo erst wirklich vor Augen. Twitter, Instagram und Facebook werden von #metoo-Geständnissen geflutet. Initiiert wurde der Aufruf von Schauspielerin Alyssa Milano nach Öffentlichwerden des Weinstein-Skandals.

Zwischen all den #metoo Postings müssten sich aber mindestens halb so viele #notme -Geständnisse befinden. Wenn so viele Frauen sich öffentlich dazu bekennen schon einmal sexuell belästigt worden zu sein: Wo bleiben die Männer, die für Frauen aufstehen und ihren Geschlechtskollegen ein Vorbild sind?

Macht sie das Verhalten anderer Männer nicht wütend? Fühlen sie sich möglicherweise verunsichert, dass sie eine Frau – vielleicht sogar unbewusst – in eine solche Lage gedrängt haben?

Wir wollten wissen, was diese Welle der Bekenntnisse mit Männern macht und haben sie daher um ihre ehrliche Antwort gebeten.

#metoo geht auch an Österreichs Promis nicht vorbei. ZiB-Moderator Roman Rafreider war einer der ersten, die auf Facebook Stellung nahmen: „Sie sagen #metoo … wir (Männer) sollten alle laut sagen #notme #neverever‬.“

WOMAN hat den ZiB-Star um ein Statement gebeten:

Roman Rafreider, 47

Es packt mich die blanke Wut, wenn ich die Geschichten dieser Frauen lese und daneben am Foto das Grinsen dieser Weinsteins sehe, die es ja leider nicht nur in Hollywood gibt. Wir sollten alle – auch Männer – aufstehen und das Selbstverständliche laut hinausschreien: #notme #neverever .

Wir wollten aber auch wissen, was andere Männer darüber denken – hier die Statements!

Stefan, 42

#metoo – Die Aktion ist gut. Sexuelle Belästigung muss thematisiert werden. Nur durch Öffentlichmachen solcher Missstände kann ihnen entgegengewirkt und auch etwas verändert werden. Auch wenn es ein langer Prozess ist und weiterhin sein wird. Wer erinnert sich denn noch an die ähnlich Aktion vor nur wenigen Jahren? #aufschrei – 2013 war das. Ich musste jetzt selbst nachlesen, weil ich mich nicht mehr genau daran erinnern konnte. Und genau deswegen jetzt #metoo und auch in Zukunft.

Michael, 26

Ich fand die Aktion eine nette Idee, habe sogar meine Freundin ermutigt mitzumachen. Schade fanden wir aber beide, dass eine Menge verschieden schwerwiegender Fälle zusammengefasst wurde. Man kann also nicht wissen, ob jemand vergewaltigt oder nur der Person zugepfiffen wurde.
Das eine wäre zutiefst erschreckend, das andere zwar falsch, aber nicht sonderlich überraschend. An sich ist der Post eher bedeutsam für die Person selber als für andere, aber es würde mich freuen wenn es ihnen hilft!

Christian, 25

Tragisch aber wahr, es scheint so als ob fast jede Frau einmal oder öfter Opfer von sexueller Belästigung geworden ist. Ich würde sogar weiter gehen und behaupten jede Frau hat in irgendeiner Weise schon mit sexuellen Übergriffen umgehen müssen.

Während ich über diesen Fakt nachdenke, überlege ich, ob ich selbst, auch wenn ich mich nie als solchen Mann verstehen würde, jemals eine Frau sexuell belästigt habe. Vielleicht auch ohne es zu merken. Meine ehrliche Antwort, wahrscheinlich schon. Ich könnte nie einem anderen Menschen aus voller Absicht wehtun oder ihn auch nur in eine unangenehme Lage versetzen.

Doch trotzdem bin ich mir sicher, dass ich die ein oder andere Frau durch meine Avancen belästigt habe. Nun stellt sich das ganze so dar, dass ich glaube ich zumindest ein halbwegs attraktiver Mann bin und deshalb diese Anmachen nicht als Belästigung wahrgenommen wurden. Ich glaube allerdings, dass dieselbe Form von Annäherungsversuch bei einem anderen Mann direkt als sexuelle Belästigung gewertet worden wäre. Um meinen Punkt kurz klar zu stellen, Belästigung bleibt Belästigung und Missbrauch, Missbrauch und doch ist dessen Wahrnehmung sehr von der ausführenden Person abhängig. Wenn ich in 25 Jahren die gleichen Versuche eine Frau anzumachen wie heute unternehme, werden diese mit höherer Wahrscheinlichkeit als sexuelle Belästigung empfunden.

An all die Frauen, die ein solches Verhalten erleben und in irgendeiner Form unter sexueller Belästigung leiden mussten: Es tut mir Leid. Ich hoffe inständig, dass diese Wunden, die von irgendeinem Arschloch zugefügt wurden, verheilen und ihr den Glauben an das Gute im männlichen Geschlecht nicht verliert.

Philipp, 28

In meinem Freundeskreis gibt es ein paar Fälle von sexueller Belästigung. Ob der Tatsache, dass das alleine schon kaum in Worte zu fassen ist, fand ich es mindestens ebenso schlimm, wie sehr sich Frauen dafür schämen es überhaupt zu erzählen. Täter erlegen dem Opfer somit eine Bürde auf, eine Erinnerung und ein Erlebnis ein Leben lang mit sich zu tragen und sich dafür auch noch schämen zu müssen. Jeder geht damit anders um, eines jedoch ist immer gleich: der ängstliche Blick und die brechende Ehrlichkeit. Es kann immer wieder passieren – Erlebtes kann man nicht so schnell vergessen beziehungsweise gar nicht.

Andreas, 40

Ich bin in einer relativ „gleichgestellungswilligen“ Mikro-Gesellschaft aufgewachsen und akzeptiere auch nur solche Menschen als Freunde. Ich war immer der Meinung, dass man alles offen ansprechen sollte, so man das möchte, und so haben wir das auch seit frühester Jugend gehandhabt. Ich sehe, dass quasi jede Frau sich schon einmal richtig belästigt gefühlt hat, viele auch tatsächlich Opfer von mehr als nur verbalen Belästigungen wurden, und auch dass es bei sexuellen Handlungen im eigentlichen Sinn erschreckend häufig vorzukommen scheint.

Oliver, 26

Ich denke, dass die meisten Typen keine Ahnung haben, wie es wirklich ist, weil sie es am eigenen Körper nie erlebt haben. Ähnlich wie beim Klimawandel: ein Oh-Effekt, leichte Betroffenheit, aber beim nächsten Fußball-Video in der Timeline wieder halb vergessen.

Persönlich setze ich mich schon mehr damit auseinander, weil ich einige Freundinnen habe, die es betrifft und ich selbst mehr als wütend werde, wenn ich so etwas mitbekomme. Ich weiß nur, dass es wie bei allen Themen für viele nicht leicht ist etwas nachzuvollziehen oder zu verstehen, das einen nie betroffen oder das selbst man nie erlebt hat.

von Márcia Neves , Themen: Feminismus, Sexismus
https://www.woman.at/a/was-sagen-maenner-zu-metoo


weitere Artikel:

Rafreider-Freundin auf Intensivstation

Hüft-Operation

Rafreider-Freundin auf Intensivstation

ZiB-Moderator Roman Rafreider (47) hat seine Liebe zu Krankenpflegerin Eva-Maria Burger nie wirklich öffentlich gemacht, dennoch ist sie immer wieder an seiner Seite zu sehen. Bei der Miss-Austria-Wahl im Casino Baden kam er jedoch ohne Begleitung. Auf ÖSTERREICH-Nachfrage, wo denn seine bessere Hälfte stecke, überraschte er mit seiner Antwort: „Meine Freundin liegt auf der Intensivstation.“

19756443_819291768233354_30.jpg

Tapfer. Sie habe schon seit Jahren starke Schmerzen an den Hüften: „Unsereins würde wohl vor Schmerzen einfach umkippen“, sagte er. Eine beidseitige Hüftoperation wurde zur Notwendigkeit. „Ich hatte Tränen in den Augen, als ich davon erfuhr“, gab sich Rafreider gefühlvoll wie nie. Burger gibt sich hingegen lässig: „Oida, das war das Ärgste, das ich je gemacht hab. Zwei neue Hüften. What a hell of a ride“, schreibt sie auf Facebook.

Behandlung. Aufgrund der Schwere des Eingriffs sei sie auf die Intensivstation gebracht worden. Sie ist derzeit im Herz-Jesu Krankenhaus beim Spezialisten Gerald Loho in Behandlung: „Sie ist in guten Händen, trotzdem konnte ich kaum schlafen. Heute ist der erste Tag, an dem es ihr halbwegs gut geht.“

(man)07. Juli 2017 17:17
https://www.oe24.at/leute/oesterreich/Rafreider-Freundin-auf-Intensivstation/290247611

weitere Artikel zu den Gewaltvorwürfen und Betretungsverbot von Roman Rafreider vom ORF:
https://www.krone.at/1784251

Tags: Genderwahn – Gleichberechtigung – Gewalt – Falschbeschuldigungen – Missbrauch mit dem Missbrauch –  Frauenpolitik – Gesetze Österreich – Mobbing – Strafverfahren violence allegations defamation 

Advertisements

3 Gedanken zu “#MeToo Kritiker hat Betretungsverbot – Moderator Roman Rafreider vom ORF

  1. zu #metoo:
    Ich kenne Männer nicht nur als ausgesprochen respektvoll und höflich, sie sind auch sexuell nicht so, wie es #metoo unterstellt, sondern im Gegenteil sehr interessiert am sexuellen Geschehen bei der Frau.
    Ich kenne keine Männer, denen es gefällt, eine Frau sexuell zu belästigen. Oder nur sehr vereinzelt; die sind aber auch sonst nicht nett, eigentlich nicht gesellschaftsfähig.
    Ich kenne nur Männer, denen es gefällt, wenn eine Frau sexuell erregt ist und zum Orgasmus kommt, manchmal sogar so sehr, dass ein Orgasmus den anderen auslöst. Und das hat nicht einmal was mit „einfühlsam“ oder „liebevoll“ zu tun, kommt auch nicht nur bei Männern in festen Beziehungen vor, sondern das haben auch Männer, die „nur“ Sex wollen. Ich hatte den besten Sex meines Lebens mit einem Mann, von dem ich nicht einmal weiß, wie er heißt, der genau acht Minuten bei mir war, inklusive an- und ausziehen. Da ging es also wirklich nicht um Liebe. Der war nicht so, weil er mich geliebt hat, sondern weil er es so und nicht anders geil gefunden hat. Männer sind so. Die wollen nicht belästigen, die wollen lustvolle Frauen. Und sie soll auch lustvoll sein, wenn sie völlig unbekannt ist. Eine unwillige Frau belästigen ist für einen Mann sexuell völlig uninteressant.
    #metoo ist ein Phantom. Es gibt das nicht wirklich. Die seltenen Fälle werden aufgebauscht und damit wird das an sich gute Verhältnis zwischen Männern und Frauen zerstört, damit wir keine Liebe mehr machen können. Dass sich gerade Alyssa Milano das ausgedacht hat, hätte ich nicht von ihr erwartet. Sie hat auf mich immer so sympathisch gewirkt.

    Und die Roman-Rafreider-Geschichte halte ich für reines Beziehungskwakwa, das nicht an die Öffentlichkeit gehört. Da das „Opfer“ freiwillig zum „Täter“ gezogen ist und auch freiwillig bei ihm geblieben ist, nachdem angeblich schon Dinge passiert sind, die eigentlich indiskutabel sind, kann man davon ausgehen, dass die Darstellungen nicht so stimmen oder sehr einseitig dargestellt sind.

    Gefällt mir

  2. Betretungsverbot nicht gerechtfertigt?
    Ich zahle weiterhin die gemeinsame Wohnung, sagt der ORF Moderator Roman Rafreider. Es ist: „Der Versuch einer Vernichtung“
    –>
    Der bekannte ORF-Anchorman nimmt erstmals zu den Vorwürfen und dem medialen Echo Stellung.

    © Bild: Kurier/Gerhard Deutsch
    Der KURIER sprach mit ORF-Moderator Roman Rafreider, der wegen einer angeblichen Gewalt-Affäre Urlaub vom TV-Schirm machen muss.

    KURIER: Herr Rafreider, unser Treffen findet in der Wiener City statt. Trauen Sie sich überhaupt noch auf die Straße?

    Roman Rafreider: Ich bin zwar kein besonders ängstlicher Mensch, aber die Situation ist extrem belastend. Auf dem Weg hierher habe ich nur auf den Boden oder das Handy gestarrt. Seit letzter Woche bin ich untergetaucht. Ich habe mich in eine Hütte zurückgezogen und auch keine Zeitungen gelesen. Zuletzt habe ich auf einem Weingut in Niederösterreich gewohnt.

    Warum passiert jetzt doch der Gang an die Öffentlichkeit?

    Ich habe mir fest vorgenommen – auch auf Anraten all meiner Berater, darunter mein Anwalt Oliver Scherbaum –, dass ich kein Statement abgebe; aus Respekt vor den unbefangenen Ermittlungen der Justiz und vor allem aus Respekt vor dem höchst persönlichen Lebensbereich meiner Ex-Freundin. Respekt vor meinem Privatleben gibt es ohnehin nicht mehr. Aber jetzt passieren Dinge, die ich nicht mehr hinnehmen kann – etwa der Wahnsinn im Boulevard. Da läuft ein bizarrer Versuch einer Vernichtung und Vorverurteilung ab. Da werden private WhatsApp-Nachrichten aus dem Zusammenhang gerissen veröffentlicht, weil sich, wie ich höre, ein bislang unbekannter Anwalt wichtig machen will. Ich muss jetzt meine Familie, meinen Sohn und mich selbst schützen.

    Apropos Sohn: Würden Sie bei seinem Leben schwören, Ihre Ex nicht geschlagen zu haben?

    Das schwöre ich. Ohne meinen Sohn hier reinziehen zu wollen. Ich bin 48 Jahre alt, und ich habe noch nie in meinem Leben eine Frau geschlagen. Übrigens auch keinen Mann.

    Warum hat die Polizei dann ein Betretungsverbot für die Wohnung Ihrer Ex-Freundin ausgesprochen? Das legt für die meisten den Verdacht nahe, dass an dem Vorwurf doch was dran ist…

    Ja, das kam auch für mich ziemlich überraschend, vor allem weil es gar nicht notwendig gewesen wäre, weil ich aus der Wohnung schon lange ausgezogen bin und ich sie meiner Ex-Freundin ja überlassen habe. Sie wohnt da auch jetzt noch drinnen und ich zahle weiterhin die Miete. Und das ist auch okay für mich.

    Wie kann es dann so weit kommen?

    Ich habe mich in eine Frau verliebt, wo ich im Laufe der Beziehung entdeckt habe – durchaus mit ihrer Hilfe– dass sie eine problematische Vergangenheit hat.

    In einer Boulevardzeitung waren Messenger-Nachrichten von Ihnen, wo Sie Ihrer Ex-Freundin drohen, dass Sie sie fertig machen könnten. So etwas sollte in einer Beziehung, auch wenn sie gescheitert ist, auch nicht auf der Tagesordnung stehen…

    Ja, das stimmt. Diese SMS ist furchtbar, herablassend, arrogant und durch nichts zu entschuldigen. Ich habe diese Nachricht, so nennt es auch die Psychologie, in einem absoluten Ausnahmezustand geschrieben. In dieser Nacht, wo ich die Nachricht geschrieben habe, erfuhr ich etwas, das mir den Boden unter den Füße weggezogen hat.

    Was war das?

    Ich habe von zwei unterschiedlichen Richtungen, von ihrem und meinem Umfeld gehört, dass sie wieder etwas tut, was sie mir versprochen hat, nie wieder zu tun. Das ist etwas, wovon sie mir leider viel zu spät in der Beziehung erzählt und bis dahin verheimlicht hat. Aus diesem Grund habe ich mich das erste Mal von ihr getrennt, aber weil ich so verliebt war, konnte ich nicht gehen. Ich suchte nach einer Lösung, und dann hat meine Ex-Freundin mich zu ihrer Psychotherapeutin mitgenommen, die mir dann mehreres erklärt hat und den Therapeuten Aaron Kampusch empfohlen hat.

    Was ist das ominöse Geheimnis Ihrer Ex-Freundin?

    Darüber möchte ich nicht reden.

    Der Anwalt Ihrer Ex-Freundin deutete in einem Boulevard-TV-Interview an, dass sie im Rotlichtmilieu tätig war. Stimmt das?

    Ich möchte dazu ehrlich nichts sagen.

    Sie sagen, Sie sind auch in Therapie gegangen, als Sie von der Vergangenheit Ihrer Ex-Freundin erfuhren. Warum braucht es da eine Therapie überhaupt?

    In der Therapie ging es um zwei Dinge: Erstens, zu verstehen, was sie aus ihrer Vergangenheit erzählt hat. Und zweitens ging es um die Frage, wie kann ich mir und ihr in dieser Ausnahmesituation helfen. Da ging es auch um die Kommunikation mit traumatisierten Menschen, um Selbstverletzungen sowie widersprüchliches Verhalten in Beziehungen. Wir haben da viel weitergebracht. Und dann erfahre ich nach drei Jahren und zahlreichen Therapiesitzungen, dass meine Ex-Freundin angeblich wieder Dinge hinter meinem Rücken tut, die diese Arbeit kaputt machen. Ich habe nie recherchiert, ob es wirklich stimmt. Aber allein die Nachricht hat mich aus der Bahn geworfen. Und deswegen passierten diese wirklich blöden SMS.

    Hat es Sie so aus der Bahn geworfen, dass Sie Ihre Kontrolle verloren haben?

    Ich kann nicht wirklich beurteilen, ob es Kontrollverlust war, aber auf jeden Fall habe ich was geschrieben, was ich normal nicht schreiben würde.

    Wenn es nur harte Nachrichten waren, warum dann die Anzeige?

    Ich weiß es nicht. Wir hatten in der Zeit zwischen der Trennung und dem Tag der Anzeige – das waren ungefähr drei bis vier Wochen – ein gutes Einvernehmen. Wir haben uns täglich nett geschrieben (Anm. der Red.: Das dokumentiert Rafreider, indem er die SMS offenlegt). Zum Beispiel die Frage von mir: „Bekommen wir das eh gut über die Bühne?“ Da antwortete sie: „Ja, das schaffen wir schon.“ Oder ich habe gefragt, ob ich mir einen Anzug aus der Wohnung holen kann? Sie antwortete: „Ja, klar komm vorbei.“

    Und selbst am Tag der Anzeige um 14.25 Uhr haben wir noch nette SMS miteinander geschrieben.

    Und wann kam die Anzeige?

    Gegen 17.10 Uhr erhielt ich einen Anruf der Polizei, dass mich meine Ex-Freundin angezeigt hat. Was in den drei Stunden passiert ist, kann ich nicht nachvollziehen.

    Der schwerste Vorwurf ist das Delikt der Körperverletzung. Kann man das einfach vor der Polizei erfinden?

    Meine Ex-Freundin bezieht sich in ihrer Aussage auf einen konkreten Vorfall, an einen konkreten Tag im Juni – und da gab es auch tatsächlich eine Verletzung. Da hatte sie wieder eine ihrer Panikattacken. Da rennt sie dann los, weil sie irgendetwas getriggert hat. Sie schreit los und schlägt manchmal gegen Hausmauern. Ein Anrainer rief die Polizei, die auch kam. Die Polizisten konnten sie beruhigen, ich stand abseits, aber es gab keine Anzeige wegen Körperverletzung. Wenn es eine gewesen wäre, hätte es diese ja geben müssen.

    Wie soll es nun weitergehen?

    Ich habe jetzt einmal Urlaub, meine Chefs Lisa Totzauer und Wolfgang Geier stehen voll hinter mir. Wir warten auf die endgültige Entscheidung der Staatsanwaltschaft und die Einstellung des Verfahrens. Mir tut das alles furchtbar leid. Ich bin mir sicher, dass auch meine Ex-Freundin nicht weiß, wie ihr geschieht. Es tut mir so leid, dass ich nicht mehr die Kraft hatte, diesen schweren Rucksack in unserer Beziehung zu tragen.

    Was war das überhaupt für eine Beziehung? Offenbar auch eine sehr emotionale?

    Es war eine sehr extreme Beziehung und zwar eine sehr leidenschaftliche. Mit ganz viel Liebe, aber auch mit tiefen Untiefen. Sie hat mir mit einem Lächeln auf den Lippen am Anfang prophezeit, dass die Beziehung vielleicht etwas anderes werden könnte mit uns. Aber das war auch eine Faszination. Sie ist ein wahnsinnig lieber Mensch und macht einen großartigen Job als diplomierte Krankenpflegerin. Sie gibt sich förmlich für Menschen auf. Das hat mich immer sehr beeindruckt. Ich bin ja eher der rationale Mensch. Dieser Freigeist meiner Ex-Freundin hat mich fasziniert.

    Wäre die Situation leichter zu bewältigen, wenn man Ihr Gesicht aus den ORF-Nachrichten nicht kennen würde?

    Auf jeden Fall, denn dann würde es nicht in der Zeitung stehen. Der einzige Super-Gau, der hier passiert ist, ist der Vernichtungsfeldzug im Boulevard, wo völlig ungeniert aus dem Zusammenhang gerissene Informationen, teilweise total falsch, hingerotzt werden.

    Werden Sie die Boulevardmedien klagen?

    Mein Anwalt Oliver Scherbaum, der mir in dieser Extremsituation sehr geholfen hat und schon einiges als Medienanwalt erlebt hat, war fassungslos. Er wird Klagen vorbereiten.

    Das ist ja schon die zweite Beziehung von Ihnen, die sehr medienöffentlich beendet wird. Ziehen Sie vielleicht einen gewissen Typ Frau an, der sich mit dem Akzeptieren von dem Beziehungs-Aus schwer tut?

    (denkt nach). Hhhm. Gute Frage. Darüber muss ich auch nachdenken. Aber ich lebe in der großen Hoffnung, dass das nur ein Zufall ist.

    ( kurier.at ) | 12.10.2018 | Autor:
    https://kurier.at/chronik/oesterreich/roman-rafreider-der-versuch-einer-vernichtung/400144463?fbclid=IwAR1ZQKoDyH-ofE2VYu32TYtfxyyxh9C2x2P3j619LQXxoggdjKjFJW4xp7A

    Gefällt mir

  3. https://imgl.krone.at/scaled/1809749/v428648/630×356
    (Bild: facebook.com, APA/GEORG HOCHMUTH, zVg, krone.at-Grafik)
    Nach Gewalt-Vorwürfen
    Rafreider: „Albtraum vorbei“, aber weiter TV-Pause

    Nachdem rund um die Gewalt-Vorwürfe seiner Ex-Freundin samt Betretungsverbot und Anzeige die Staatsanwaltschaft keine Anklage erheben will, atmet „ZiB“-Moderator Roman Rafreider auf: „Der Albtraum ist zu Ende.“ Der Moderator war bis zur Klärung der Anschuldigungen im Fernsehen nicht mehr aufgetreten und hat auch weiterhin Bildschirm-Pause.

    Wie es nun mit dem bald 49-Jährigen – er feiert kommenden Donnerstag Geburtstag – im ORF beruflich weitergeht, soll bei einem Gespräch Anfang nächster Woche geklärt werden. Ein mögliches Comeback aus der TV-Auszeit wird aber noch etwas dauern. Die Bildschirm-Pause bleibt nach Informationen der „Krone“ jedenfalls bis auf Weiteres aufrecht.

    Unterdessen will sich Opfervertreter Manfred Arbacher-Stöger mit der Einstellung des Verfahrens seitens der Justiz nicht zufrieden geben und stellt einen Fortführungsantrag.
    https://imgl.krone.at/scaled/1788390/v6b71a2/630×356
    (Bild: Starpix/Alexander Tuma, krone.at-Grafik)
    https://imgl.krone.at/scaled/1784075/va5ed8d/630×356
    Bild: Privat, krone.at-Grafik
    Ex-Freundin erhob schwere Vorwürfe
    „Krone“-Leser kennen die brisanten Vorwürfe gegen den aus Vorarlberg stammenden Fernsehmoderator seit Anfang Okotber. Er soll gegenüber seiner Ex-Freundin gewalttätig geworden sein und sie und ihren Sohn bedroht haben. Seine Ex-Partnerin zeigt ihn schließlich an. Seitdem war der Moderator nicht mehr im Fernsehen zu sehen.

    (Bild: facebook.com, APA/GEORG HOCHMUTH, zVg, krone.at-Grafik)

    Verfahren eingestellt
    Seit Donnerstag ist klar: Das Verfahren gegen Rafreider ist eingestellt worden. In der Benachrichtung der Staatsanwaltschaft heißt es zum Vorwurf der Körperverletzung und der gefährlichen Drohung: „Die Einstellung erfolgte gemäß 190 StPO, weil kein tatsächlicher Grund zur weiteren Verfolgung besteht.“
    Kronen Zeitung, 16.11.2018 13:13
    https://familiefamilienrecht.wordpress.com/2018/10/09/metoo-kritiker-hat-betretungsverbot-moderator-roman-rafreider-vom-orf/

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.