Missbrauch: Kinderheim muss womöglich schließen

Weil der ehemalige pädagogische Leiter des Kinderheims Dahlenburg (Landkreis Lüneburg) ins Gefängnis muss, könnte die Einrichtung ihre Betriebserlaubnis verlieren. Grund ist nicht etwa die Verurteilung des Mannes zu sechs Jahren Haft wegen schweren sexuellen Missbrauchs an zwei Heimjungen. Vielmehr geht es darum, dass der 47 Jahre alte Pädagoge das Heim mit seiner Lebensgefährtin als „familienanaloge Wohngruppe“ angemeldet hatte. Dieses Merkmal sei nun nicht mehr gegeben, sagte der Sprecher des Landessozialamts in Hildesheim, Michael Haase.

Heim muss neues Modell vorlegen

Der Trägerverein des Heimes habe nun bis Ende Juni Zeit, ein neues Modell zu erstellen. Das Heim hatte ursprünglich sieben Plätze, von denen im Mai noch fünf belegt waren. Derzeit sind in Dahlenburg drei Kinder untergebracht, heißt es vonseiten des Landkreises.

Darüber hinaus ist noch unklar, ob sich die Frau vor Gericht verantworten muss. Gegen sie wird laut Staatsanwaltschaft Lüneburg wegen Beihilfe durch Unterlassen zum sexuellen Missbrauch ermittelt. Es gebe Indizien, dass sie von den Taten ihres Freundes gewusst habe.

 

Stand: 19.05.2016 20:12 Uhr

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Missbrauch-Kinderheim-muss-womoeglich-schliessen,lueneburg1220.html

 

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