Menschenrechtsverletzung an Asthma-Kind

(K)ein dramatischer Einzelfall

Die Tageszeitung DIE RHEINPFALZ berichtete am 27. April über das ins Internet gestellte Video, in dem zu sehen ist, wie 2 Polizisten einen 12-jährigen Jungen aus Otterbach brutal aus seiner Familie reißen.

Der Beitrag ist ein Paradestück das uns zeigt, wie mangelhaft und einseitig unsere Systemmedien arbeiten. In der Printausgabe kostet das Blatt stolze 1,60 Euro, und jeder Cent davon ist, aus meiner Sicht, rausgeschmissenes Geld.

Die Zeitung hatte nicht mit der Familie gesprochen, sondern nur versucht Informationen vom Jugendamt zu erhalten. Das Jugendamt hat sofort gemauert. Man war nicht bereit auf den konkreten Fall, und die Vorwürfe einzugehen. Spätestens jetzt sollten doch sämtliche Alarmglocken angehen, und Rückfragen bei den betroffenen Eltern erscheinen zwingen nötig.

Um eine einseitige Sicht bemüht, vielleicht um die gute Zusammenarbeit mit der Behörde nicht zu gefährden, verzichtet man auf die Rücksprache und die Informationen der Eltern, und lässt sich peinlicherweise, mit nichtssagender Theorie abspeisen. Nur die Theorie interessiert doch wenig, wenn die Behörde sich an diese schlichtweg gar nicht hält.

Ist uns nicht klar, dass Bayern München zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach THEORETISCH gewinnt? Theoretisch ist das sicherlich so, aber wenn interessiert ein theoretischer Spielbericht mit einem Ergebnis von 2:0 für Bayern, wenn das Spiel am 30.4.2016 zwischen den beiden Mannschaften 1:1 ausgegangen ist? Der Leser will die Realität erfahren, und nicht eine Phantasietheorie. Genau damit lässt sich die Zeitung abspeisen, genau damit verarschen die ihre Leser. Phantasie ist doch was aus dem Märchenbuch.

Werfen wir mal einen Blick in das Märchenbuch.

„Das war ein dramatischer Einzelfall“, stellt Willi Gillmann zu dem Fall des Zwölfjährigen fest, der in der vergangenen Woche zusammen mit der Polizei mit Gewalt aus der elterlichen Wohnung geholt und in ein Heim gebracht wurde. Mehr sagt der Leiter des Referats Jugend und Sport nicht zu dem Einsatz und beruft sich auf seine Schweigepflicht und den Datenschutz.

Wir gut für die Behörden, dass es den Datenschutz gibt, gäbe es ihn nicht, man müsste ihn glatt erfinden. Mit dem Hinweis auf angeblichen Datenschutz reden sich die Behörden mit schöner Regelmäßigkeit raus.

Und spätestens jetzt sollte ein vernünftiger Journalist vorsichtig werden. Spätestens jetzt ist klar, dass man auf weitere Informationen seitens der Behörden verzichten kann, und man gut beraten ist, sich seine Informationen von der Gegenseite zu beschaffen.

Der Referatsleiter gibt jedoch Auskunft darüber, wie das Jugendamt im Allgemeinen in solchen oder ähnlichen Fällen vorgeht. Dabei macht er deutlich, dass das Jugendamt erst dann das Familiengericht einschaltet, wenn die Eltern bereits alle anderen Hilfen verweigert haben.

Dies mag ja theoretisch so sein, aber trifft eben für diesen konkreten Fall eben nicht zu. Es war gerade die Familie, die sich hilfesuchend an das Jugendamt gewandt hatte, und es war gerade das Jugendamt, das Hilfen mehrfach verweigert hatte. Von daher ist die vom Referatsleiter verbreitete Theorie für die Tonne, weil sich das mal eben gerade nicht an diese Theorie gehalten hat. Der Auszug aus einem Schreiben belegt zumindest das Gegenteil. DIE ELTERN WOLLTEN HILFE, und wer hat die verweigert?

Noch ungewöhnlicher sei es, wenn das Gericht verfüge, dass „unmittelbarer Zwang“ angewendet und „polizeiliche Ordnungskräfte“ hinzugezogen werden dürften. „Wenn es so weit kommt, dann haben die Eltern jegliche Zusammenarbeit − auch mit anderen Institutionen wie der Schule − komplett verweigert.“

Mumpitz. Wieder nur Theorie. Was hat denn die Zusammenarbeit mit der Schule mit dem gerichtlich verordneten Einsatz der Polizei zu tun? Hier ist doch sogar schon die Theorie falsch. Genauso falsch, wie die Praxis.

Die Eltern haben bei Tobias die Zusammenarbeit mit den Behörden und der Schule keineswegs verweigert, sondern gerade mehrfach gesucht. Die Hilfen für den Jungen wurden von der Familie Kucharz beantragt, und nachweislich von den Behörden mehrfach verweigert. Entsprechende Schriftsätze liegen der Familie vor.

Es sei bereits eine Ausnahme, wenn eine „Hilfe zur Erziehung“ gegen den Willen der Eltern eingeleitet werde, schilderte Gillmann. Normalerweise würden solche Hilfen von den Eltern beantragt. Dann prüfe das Jugendamt, was die Familie braucht, um ihr Kind gut erziehen zu können: familienergänzender oder -ersetzender Bedarf heißt das. Wenn die Eltern jedoch keinen Bedarf sehen, „dann müssen wir eine grundsätzliche Entscheidung des Familienrechts herbeiführen“.

Hier stellt sich natürlich die Frage, was genau man mit

Hilfe zur Erziehung

wirklich meint. Es ist aber eine Tatsache, dass für Tobias ausdrücklich Hilfen beantragt wurden, und diese von den Behörden verweigert wurden.

Die einzige „Hilfe“ an der die Behörde interessiert gewesen zu sein scheint, soll die Herausnahme des Kindes aus der Familie gewesen zu sein. Eine trojanische Hilfe, auf die wahrscheinlich jede Familie gerne verzichtet.

Die „Hilfe zur Erziehung“ gliedert sich in verschiedene Abschnitte. Innerhalb der Familien gibt es die Möglichkeit der sozialen Gruppenarbeit. Es kann eine Erziehungsbeistandschaft angeboten werden oder sozialpädagogische Familienhilfe. Dabei handelt es sich nach den Worten des Referatsleiters um Besuche von speziell geschulten sozialpädagogischen Fachkräften. Teilstationär kann mit dem Einverständnis der Eltern der Besuch einer Tagesgruppe angeboten werden. Dann besucht das Kind eine Regelschule und verbringt den Nachmittag in einer Tagesgruppe. Auch hier werden die Eltern einbezogen, um ihre pädagogischen Fähigkeiten zu stärken.

Und nun verrät sich das Jugendamt dann doch noch. Offenbar war das Jugendamt also gar nicht bereit dem Jungen die Hilfe zukommen zu lassen, die er gebraucht hätte. Der Junge brauchte Hilfe in bzw. für die Schule, und keine Erziehungshilfe in der Familie.

Der Junge hatte wegen einer vorhandenen Lernbehinderung massive Probleme in der Schule, und längst eine massive Schulangst entwickelt. Dann muss man natürlich auch dort ansetzen, und nicht mit Erziehungshilfe bei den Eltern.

Außerhalb der Familie besteht die Möglichkeit, das Kind in einer Pflegefamilie unterzubringen, in einem Heim oder einer Wohngruppe.

Erneut verrät sich der Referatsleiter. Darum ging es also. Und genau das hat die Familie dem Jugendamt vorgeworfen. Lt. Familie war das Jugendamt nicht an einer Förderung und Hilfe interessiert, sondern wollte unbedingt den Jungen aus der Familie holen.

Nach dieser Aussage des Referatsleiter waren die Befürchtungen also begründet.

Bei einer Unterbringung im Heim kann das Kind in aller Regel nach zwei bis drei Jahren wieder zurück in seine Familie. In dieser Zeit wird der Kontakt über Besuche gehalten, …

Betroffene Eltern wissen da aber was ganz anderes zu berichten. Und auch bei Tobias scheint das gar nicht zustimmen. Welchen Kontakt gab es denn zwischen Tobias und der Familie seit dem 21.4.2016?

Erfahrungsgemäß wird diese Zeit nicht dafür genutzt, um Familien wieder zusammenzuführen, sondern um diese endgültig zu trennen.

Innerhalb des Verfahrens macht sich das Gericht selbst ein Bild, fordert zusätzlich ein psychologisches Gutachten an und hört die Beteiligten.

In der Theorie sicherlich richtig, so sollte es sein. Die Praxis ist anders. Für die Gutachter ist das ein Geschäft. Um im Geschäft zu bleiben muss das Gutachten immer pro Jugendamt sein. Kaum ein Gutachter bekommt die Chance sich gleich zweimal im Leben gegen das Jugendamt zu stellen.

Auch bei den Gerichten gibt es die typische deutsche Obrigkeitshörigkeit, und Behördentreue. Da haben es Familien doch sehr schwer. Eine weitere Falle ist dem Kind zustehenden Verfahrensbeistand. Der sollte theoretisch für das Kind da sein, aber er verdient natürlich auf Dauer nur Geld, wenn das Kind nicht bei den Eltern ist, sondern fremduntergebracht wurde, und sich das Verfahren lange hinzieht. Alles in Allem ein System, dass noch nicht mal in der Theorie funktionieren kann, und in der Praxis völlig versagt.

Und wenn dann noch ein völlig unfähiger Redakteur berichtet, dann schließt sich der Kreislauf endgültig. Das Recht und Kindeswohl bleibt auf der Strecke.

Hier haben wir noch einen Auszug aus einem Bericht über den Jungen, der zeigt, dass die Familie sehr wohl einiges unternommen hat, um dem Kind zu helfen. Sogar eine Fremdunterbringung wurde von der Familie getestet.

Hier der Beitrag der Zeitung

https://linkverzeichnis.wordpress.com/2016/04/27/ein-dramatischer-einzelfall/

Quelle Original:
https://beamtendumm.wordpress.com/2016/05/02/k-ein-dramatischer-einzelfall/
Tags: Kinderklau – Kindesabnahme – Obhut – Kindeswohlgefährdung – Staatsgewalt – Mesnschenrechtsverletzung – Kindesmissbrauch -psychische Gewalt

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