Sehr geehrte Frau BM Karmasin !

10429845_867904676581367_8191308663752656762_n
.

Sehr geehrte Frau BM Karmasin!
Wie Sie bereits wissen, bin ich ein Trennungsvater, dessen Kinder nach längerem Gerichstgezerre seit September 2014 endlich zu 42% bei mir leben dürfen. Dieses Modell funktioniert hervorragend und sowohl die Kinder wie auch ich würden sofort auf ein 50/50 Doppelresidenzmodell umsteigen, was aber wieder äußerst belastende Monate bis Jahre vor Gericht bedeuten würden, die man niemandem antun kann. Und ich bin noch eine Ausnahme, zigtausende Väter müssen jahrelang sinnlose Gerichtsaktivitäten über sich ergehen lassen, die nicht selten zu keinem Ergebnis führen, da die Kinder in der Zwischenzeit völlig vom Vater entfremdet wurden.Da ich (und nicht nur ich) diese juristischen Gegebenheiten im Familienrecht als Menschenrechtsverletzung sehe, werde ich weiterhin in allen mir zur Verfügung stehenden Bereichen diese mittelalterliche Rechtssituation und die negativen Auswirkungen auf Kinder und Väter auf friedliche Weise publizieren und für eine Änderung aktiv sein und hoffe dabei auch sehr auf einen konstruktiven Dialog.
.
Bei all den Diskussionen um die Väterrechte habe ich daher meine eigene Homepage erstellt, um das Leid der Kinder und Väter in Form von quantitativ auswertbaren Daten in Österreich zu erfassen und diese in deskriptiven Analysen darzustellen. Auch wenn die Teilnehmerzahlen 3 Wochen nach Start noch keine statistische Signifikanz zulassen, so zeichnet sich ein eindeutiges Bild ab. Die Bewerbung lief über 2 Facebook-Seiten, die ich selbst verwalte. Ich habe dort einen 50-70%igen Frauenanteil. Somit ist das Setting der Teilnehmerrekrutierung in Bezug auf das Geschlecht völlig ausgeglichen bzw. begünstigt sogar eher das weibliche Geschlecht. Die Fragen sind ebenso absolut neutral das Geschlecht betreffend und es gibt sogar eine Sektion, die sinngemäß das Argument berücksichtigt hat „es gibt ja so viele Väter, die ihre Kinder gar nicht sehen wollen“. Zu den Zwischenergebnissen:93% der Teilnehmer, die ihre Kinder nicht sehen dürfen, sind Väter. In über 80% der Fälle ausschlaggebend dafür war bzw. ist die Mutter. Alimentationsgründe werden hier häufig als Ko-Inzidenz angegeben, was das Motiv zumindest teilweise erklärt. Die Gerichte waren initial kaum eingebunden, aber nachdem die Väter im Kontaktrecht ungehindert blockiert werden können, geht das ganze sinnlose und wenig hilfreiche Schlamassel los.
.
Es vergehen Monate und Jahre unter Einbindung der Gerichte, Jugendämter, Familiengerichtshilfe, Mediatoren, Anwälte, Psychologen, Gutachtern und anderen teuer bezahlten Stellen, die eine Klärung bringen sollen. Wofür? Damit Väter ihre leiblichen Kinder sehen dürfen? Eigentlich unglaublich – noch dazu wo jeder Tag im Leben eines Kindes unwiederbringbar verlorengeht.
.
In meiner statistischen Erhebung wissen 50% der teilnehmenden Elternteile aktuell nicht, wann sie ihre Kinder wiedersehen dürfen (100% Väter plus 1x Vater und Mutter aufgrund Pflegeeltern-Situation). Allerdings wohnen 89% der Betroffenen weniger als 1 Stunde vom Kind entfernt. Die betroffenen Väter leiden darunter äußerst schmerzhaft, gerade bei jenen, die ihre Kinder nicht mehr sehen dürfen, erreicht die Schmerzskala Spitzenwerte von 10, die bedeuten „ich weiß nicht, wie es weitergehen kann“. Aus persönlichen Korrespondenzen weiß ich, dass die Verzweiflung Suizidgedanken nicht ausschließt. Obwohl es erst der Beginn von www.schmerzbarometer.at ist, haben wir aktuell (nicht retrospektiv, es ist der aktuelle Stand) über 250 Jahre Kontaktentzug für die Kinder zu ihren Vätern. Und das bei Vätern, die alles dafür tun würden, Ihre Kinder in den Arm nehmen zu dürfen und für sie da zu sein.
.
Die aktuellen Statistik-Austria Daten von 2014 zeigen eine 93% Mutter und 7% Vater Aufteilung der Kinder unter 15 Jahren, die nur bei einem Elternteil aufwachsen. Oder in Zahlen: 139.000 Kinder leben ausschließlich bei der Mutter, 10.000 ausschließlich beim Vater. Diese 93/7 Aufteilung deckt sich exakt mit meinen Erhebungen, wo 93% der Betroffenen Väter sind, und 7% Mütter. Daher gehe ich davon aus, dass die erhobenen Daten bereits relativ nahe an der Wirklichkeit sind.
.
Ich möchte Ihnen gerne 3 Fragen stellen und es würde mich wirklich interessieren, was Sie dazu denken:
.
Warum ist aufgrund der gerichtlichen Vorgehensweise für den Staat Österreich automatisch der Vater in Bezug auf die elterliche Betreuung weniger wert als die Mutter – womit wird das begründet?
.
Warum muss man als Vater vor Gericht gehen, wenn man sein Kind 50% der Betreuungszeit bei sich leben haben möchte, Mütter können aber ohne Gerichtsweg automatisch ihre Kinder mindestens 12 von 14 Tagen bei sich leben haben?

 

Empfinden Sie es persönlich als gerechtfertigt, dass unsere Familienrechts-Situation es begünstigt, dass Kindern aufgrund der schleppenden Vorgehensweise der Gerichte Monate bzw. Jahre der Kontakt zu ihren Vätern verwehrt wird?

.

Ich setze weiterhin ganz große Hoffnung in Sie, da Sie regelmäßig ihr Verständnis für die Anliegen der Väter äußern und auch bereits einige Maßnahmen eingeleitet haben. Ich wünsche Ihnen dabei weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass Entschließungsanträge zur Doppelresidenz in Zukunft nicht mehr abgelehnt werden und wir ein Familienrechtssystem bekommen, das dem Standard der modernen Europäischen Staaten entspricht.

Es kann in meinen Augen nur eine gerechte Lösung geben: Automatisches Recht auf Doppelresidenz für alle Kinder von Trennungseltern, also 50/50. Das muss die Basis sein, von der aus die Eltern die Betreuungszeiten je nach Job- und Wohnsituation aufteilen müssen. Nicht umgekehrt, dass Väter um jeden Tag mehr als 2 Tage in 14 Tagen vor Gericht streiten müssen.

Mit den allerbesten Grüßen und hochachtungsvoll,
Christian Gusenbauer
www.schmerzbarometer.at

Kommentare: 
  • Stefan StartingNew Das Schlimme ist gefällt mir drücken geht gar nicht
  • Iris Vo In Deutschland momentan so: Kind mit wenig Bindung zum Vater, trotz regelmäßigem Umgang, kommt Pubertät Nahe und will den ET, den es weniger kennt (idR der Vater) besser kennenlernen. Residenz ET macht Fehler und lässt Kind ziehen. Hat vorher auf KarriMehr anzeigen
  • Stefan Glöckner Hammer…war letzte Woche schon mal drauf
    Wie finanzierst Du das? Eigenkapital, Verein, Werbung?
    • Gigi Gusenbauer Dankeschön für das Lob! Alles selbst finanziert und von mir selbst gestaltet und gewartet. Die Homepage, der Fragebogen, die Auswertungen und grafischen Aufarbeitungen, die Videos, alles meine Zeit und Energie für unsere Kinder in Österreich. Neben Vollzeitjob und 42% Kinderbetreuung kein Zuckerschlecken, aber es ist es mir auch für die Zukunft meiner eigenen Söhne allemal wert
    • Mike Fantasie Super !!!! Echt gut geschrieben und auch wie du dich reinhängst!!!
      Alle Ehre!!
  • Stefan Glöckner Ich falle aus der Statistik raus…Rubrik „nie“
    fehlt!
  • Stefan Glöckner Kann man diese Seite einfach nach .de kopieren!??
    • Gigi Gusenbauer  Ganz so einfach kopieren lässt sich das nicht, aber die Schweiz hat mich bereits kontaktiert, wo wir auf alle Fälle eine Kooperation anstreben und DE ist ebenfalls interessiert. Die .com Domain habe ich ebenfalls gesichert und vermutlich werden wir über diese Seite jene Werte gemeinsam darstellen, die in den 3 Staaten vergleichbar sind. Bzw. wird man dort zwischen den 3 Staaten hin- und herschalten können, um die Situationen vergleichen zu können. Alles aber noch in Vorbereitung…
  • Martina Reitermayer Lieber Christian Gigi Gusenbauer Man muss differenzieren. Wenn zu aufrechter ehe die Mutter die Hauptbetreuende war, ist es beilegend (ca bei kleinen Kindern) dass auch nach einer Scheidung die Kinder bei ihr bleiben. Denn die Lösung kann ja nicht sein: automatische Doppelresidenz 50:50. Wenn sich beide Eltern einig sind, dann natürlich schon, warum nicht. Aber wenn die Mutter zB auf ihren Job zu Gunsten der kinderbetreuung verzichtet hat, gilt eben auch die nacheheliche Unterhaltsverpflichtung. Sonst hätten es Väter ja sehr leicht die Frau zu verlassen, ganz ohne Konsequenzen und ohne finanzielle Absicherung.

     

    • 26 Antworten verbergen
    • Gigi Gusenbauer  Liebe Martina Reitermayer! …und aktuell ist es ganz einfach für die Frau, den Mann zu verlassen. Sie bekommt alles, der Vater verliert alles, die Mutter muss nicht arbeiten, der Vater zahlt Alimente, die Mutter kann dem Vater den Zugang zu den Kindern verweigern und ihm diese komplett entziehen. Wenn man hier etwas differenziert betrachten will, bitte alle Fakten anschauen. Und in die anderen Länder blicken, wo das Doppelresidenzmodell Standard ist. Frau BM Sophie Karmasin sieht sich das auch laufend an und macht sich, glaube ich, einen ganz guten Eindruck. Und bitteMartina Reitermayer, sag mir, was Du an den statistischen Daten fair findest? Sag mir, dass Du das gerecht findest?
    • Thomas Friedrichs Es geht dabei um eine Faire ausgangsposition die im moment nicht gegeben ist. Momentan ist es schlicht weg so; Mutti kann machen was sie will, Vati hat zu spuren oder ist arm dran. Doppelresidenz per Gesetzt schafft gleiche grund bedingungen und eine basis auf augenhöhe.
    • Martina Reitermayer  So pauschal kann man das nicht sagen. Unterhalt gibt’s doch nur bei einer Verschuldensscheidung. Oder hat sich da was geändert? Wenn sich zB der Vater grundlos scheiden lässt, klar dass er dann Unterhalt zu zahlen hat. Da ich keine Feministin bin unterstütze ich aber auch die feministische Politik (Väter entsorgen) nicht. Ich bin eher für ein „zusammenraufen“, alle Probleme sind lösbar. Scheidung ist für mich nur bei Gewalt spruchreif.
      Eine verpflichtende Doppelresidenz führt aber auch wieder dazu, dass ein Partner einfach gehen kann, eine neue Familie gründen kann und das ohne Verpflichtungen des Expartners Gegenüber. Das führt die Ehe per se ad absurdum.
    • Martina Reitermayer Die Statistik beinhaltet aber „alle Fälle“, oder? Also auch die, wie Gewalt im Spiel ist. Klar dass man die Kinder vom gewalttätigen Mann fern hält. Soll natürlich auch für gewalttätige Mütter gelten!
      Va.Frage ich mich wie 50:50 in der Praxis funktionieren soll. Ca bei Kleinkindern. Gehen dann beide Teilzeit arbeiten? Das wird finanziell wohl nicht ausreichen, oder?
    • Gigi Gusenbauer Also meine Ex-Frau hat mich von heute auf morgen gegen Animateure und Schilehrer ausgetauscht. Ich schenkte ihr die Eigentumswohnung und begann bei null. Wir hatten eine außergerichtliche Vereinbarung über die Alimentehöhe, denn das Gericht hätte nichts niedrigeres als die Berechnung des Pflegschaftsgerichtes akzeptiert. Ich kaufte mir völlig fremdfinanziert eine kindergerechte Eigentumswohnung, um meine Kinder wie ausgemacht betreuen zu können. Sie wollte mehr Geld, ging für mich nicht, also blockierte sie die Kinderübergaben und torpedierte das Besuchsrecht, um volle Alimentehöhe zu kassieren. Es dauerte fast ein Jahr, in dem ich nachweisen musste, was für ein Vater ich bin und nur weil ich 920,- Alimente pro Monat zahle war eine Einigung zu der 60/40 Aufteilung möglich. Mütter können machen, was sie wollen und mehr ins Detail gehe ich jetzt gar nicht mehr. Sie ist einmal pro Monat auf Urlaub und ich darf nicht Teilzeit arbeiten, weil das mein Gehalt vermindern würde, was für den nichthauptbetreuenden Elternteil verboten ist, denn der muss das theoretische Maximum verdienen, weil er sonst vom Pflegschaftsgericht entsprechend dem Anspannungsprinzip gepfändet wird – auf das, was er theoretisch verdienen könnte. Ich hab das alles im Detail durch und es ist nicht ansatzweise fair. Mehr dazu gerne mal in einem persönlichen Gespräch und nicht hier öffentlich.
    • Thomas Friedrichs Martina wie es funktionieren kann erkläre ich dir gerne, auch kannst du einfach mal in meinen Blog schauen da sind genug bespiele dafür wie es gehen kann. Aus meiner erfahrung habe ich gelernt, die Doppelresidenz scheitert meist nicht an den Kindern sonden an den Eltern.
      http://rosenkrieg2014.blogspot.de/

      ROSENKRIEG2014.BLOGSPOT.COM|VON DADDY
    • Martina Reitermayer Gigi GusenbauerDu weißt, solche „Mütter“ nehme ich nicht in Schutz! In deinem Fall hat sie die Familie verlassen und zerstört. Da sollte sie natürlich keinen Unterhalt bekommen!!
      Aber wenn der Vater die Familie grundlos verlässt, soll er sehr wohl Unterhalt bezahlen.
    • Gigi Gusenbauer und deswegen mache ich die statistische Erhebung und investiere jede freie Sekunde in diese Aktivitäten, weil ich nicht nur ein Fall bin. Aber ich kann das nicht behaupten, ohne es selbst nachzuweisen, daherwww.schmerzbarometer.at Und wie immer freue ich mich, dass man mit Menschen wie Dir Martina Reitermayergegenseitig absolut respektvoll kommunizieren kann ohne dass der eine den anderen denunziert oder lächerlich macht. Es wäre schön, wenn so eine Kommunikationskultur öfter zu finden wäre Danke Dir!

      Trennungseltern…
      SCHMERZBAROMETER.AT
    • Martina Reitermayer Thomas FriedrichsMein Lösungsvorschlag wäre: der Partner, der die Familie grundlos verlässt, ist selbstverständlich unterhaltspflichtig. Die Idee der Doppelresidenz find ich sehr gut, aber ich denke per Zwang – bei „allen Fällen – auch wieder nicht fair. Denn wie gesagt: was ist wenn der Vater die Mutter grundlos verlässt, vielleicht weil er sich ne jüngere angelacht hat? Dann wäre sie massiv benachteiligt. Gemeinsame Obsorge befürworte ich (bei [Ex]Ehepartnern; aber nicht bei Ledigen!)
    • Thomas Friedrichs „Grundlos“ wo ist für dich ein Grund? Ist es Grund genug wenn er mit einer anderen, vielleicht auch jüngeren, glücklicher ist?
    • Thomas Friedrichs Wie Gigi bereits sagte. Im moment können sich nur die Mütter ohne nachteile trennen. Das ist nicht fair, den die können sich auch grundlos trennen.
    • Martina Reitermayer Ich habe ein (vielleicht nicht mehr „modernes“ Eheverständnis): Bis dass der Tod Euch scheidet 😇 Und man kann jedes Problem gemeinsam lösen. Und nur weil sich vielleicht einer mal verknallt, ist das für mich kein Grund ein Versprechen zu brechen. Und ja – verzeihen gehört auch dazu. Jeder Mensch macht Fehler …
    • Martina Reitermayer Ich dachte Unterhalt gibt’s nur bei Verschulden. Bei einvernehmlicher Scheidung auch??
    • Gigi Gusenbauer Mir geht es um die Basis der Ausgangslage: es kann nicht sein, dass die Basis bedeutet: egal was passiert ist: der Vater darf sein Kind maximal 2 Tage in 14 Tagen sehen, alles andere muss vor Gericht erstritten werden. Die Basis muss sein – und dies entspricht der UN-Kinderrechtskonvention: jedes Kind hat Anspruch auf beide Elternteile zu gleichen Teilen. Es ist vollkommen egal, was welcher Ehepartner gemacht hat (auch was meine Ex-Frau gemacht hat), das hat absolut nichts mit den eigenen Kindern zu tun und die Kinder haben nicht dafür zu büßen, wenn ein Elternteil den anderen Elternteil nicht mehr wollte. Die Kinder haben 2 Elternteile, und wenn die Partnerschaft nicht mehr funktioniert haben sie trotzdem noch 2 Elternteile und diese natürlich zu gleichen Teilen. Oder hat ein Vater etwa weniger Daseinsberechtigung als Elternteil wie eine Mutter aufgrund seines Geschlechts?
    • Martina Reitermayer Thomas FriedrichsBsp: Mann will die Scheidung (da „neue Liebe“). Mutter hatte bisher die Kinderbetreuung zu 100% alleine übrig – was ja in der Ehe gemeinsam entschieden wird. Dann hätte sie ja massive Nachteile wenn er einfach geht – und dann auch noch die Kinder zu 50% „bekommt“.
    • Martina Reitermayer Gigi GusenbauerWenn es ihm aber während aufrechter Ehe recht war dass sie zu 100% die Kinderbetreuung erledigt hat? Warum soll das dann plötzlich nach einer Scheidung anders sein?
    • Gigi Gusenbauer Du nimmst schon ziemliche Extrembeispiele heraus, aber ok. Selbst wenn sie 100% der Kinderbetreuung übernommen hat, hat der Vater jeden Tag seine Kinder gesehen. Vermutlich hat er dann auch die ganze Familie finanziert, was ja auch nicht sinnlos ist. Wer auch immer die Ehe „zerstört“ hat – wer sagt, dass die Mutter weiterhin die Kinder hauptsächlich betreuen soll? Auf was hinaus? Weil sie es bisher gemacht hat und der Vater alles finanziert hat? Jetzt müssen andere Lösungen gefunden werden. Aber ich verstehe Dich: der Fall, den Du nennst, hat etwas sehr Ungerechtes. Nur ist das umgekehrt nicht anders und aktuell trifft es 100% der Väter und 0% der Frauen. Unsozial denkende Elternteile gibt es in beiden Geschlechtern, aber das legitimiert nicht, dass Väter automatisch die Arschkarte haben, wie es bei uns der Fall ist. Wie gesagt, bei mir war es genau umgekehrt, ich wurde betrogen, habe trotzdem alles hergegeben, um meine Kinder abzusichern, aber gerichtlich ist das vollkommen egal und ich darf am Existenzminimum dahinschrammen, während die Mutter monatlich auf Urlaub fährt. Gerechtigkeit bedeutet eine Ausgangslage von 50/50. Es wird immer unfaire Fälle geben, aber momentan geht das nur zu Lasten der Väter.
    • Thomas Friedrichs Ganu einfach Martina, den so wie es jetzt ist und das sagte ich bereits, kann Frau machen was sie lustig ist. Mann nicht. AUch Frauren trennen sich grundlos. Wieso gesht du davon aus das nur Männer sowas machen könnten? Fairness und Gleichberechtigung in ALLEN dingen. Punkt aus ende. Dagegen gibt es kein argument.
    • Martina Reitermayer Für eine Scheidung nach § 55a EheG sieht das Ehegesetz (vgl §§ 66 ff) keinen gesetzlichen Unterhaltsanspruch vor.Der Elternteil der bei den Kindern geblieben ist, hat natürlich keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Klar dass nach der Scheidung der andere weiterhin Unterhaltspflicht ist. Wer das nicht will, darf halt während aufrechter Ehe nicht traditionell leben. Nur Rosinen picken geht halt auch nicht.
    • Gigi Gusenbauer Martina Reitermayer, das gilt doch genauso für Frauen, und sie tun es nicht. Ich bin bei Dir und wollte auch alt und grau mit meiner Frau werden, ich wäre für sie gestorben. Aber nicht alle Menschen – egal welchen Geschlechts – denken so. Und deswegendarf es nicht sein, dass ein Geschlecht benachteiligt wird, es gibt dafür keine logische Rationale. Kinder brauchen beide Elternteile zu gleichen Teilen. Wie gesagt, das steht sogar in der UN-Kinderrechtskonvention. Vollkommen egal, was welcher Partner dem anderen für Unrecht angetan hat, die Kinder können nichts dafür und haben damit auch nichts zu tun.
    • Gigi Gusenbauer Du hast nicht Unrecht, Hans-Jürgen Gaugl. Aber auch das gehört dazu: die KM bekommt für 16% mehr Betreuung als ich 60% der Alimente für die Kinder. Das wäre dann kein Problem, wenn dies nicht die Betreuung der Kinder für den Vater nahezu unmöglich macht. In meinem Fall sind es 920,- die ich der Mutter am 1. jeden Monats überweisen darf. Und dies ist ein starker Motivationsgrund die 50/50 Betreuung abzulehnen. Und wenn man dann noch bedenkt, dass ich in meinem Fall alle zusätzlichen Fixkosten wie Handies, etc. decke, weil die Km nicht verpflichtet ist, dies zu zahlen und es ihr egal ist, zahlt letztendlich der Vater alles und die KM kann um das Geld monatlich Urlaub machen. Es ist nur ein Teilaspekt, aber das Gesamtpackage des aktuellen Famienrechts ist für Väter ein schlechter Scherz und für Mütter ein lukrativer Grund, sich nicht nur vom Vater zu trennen, sondern auch möglichst viel Betreuungszeit des Vaters zu verhindern.
    • Gigi Gusenbauer Falls Du meinst, es wäre befremdlich, dass NICHT aliquot der Finanzrahmen zugestanden wird, sind wir wieder mal einer Meinung. Denn ich verstehe nicht, für 16% weniger Betreuung 60% der Alimentehöhe zu zahlen. Das war bereits härtestens ausverhandelt, denn eigentlich hätten es 70% sein sollen. Und das, nachdem ich der KM die eheliche Wohnung zur Gänze geschenkt habe inkl. sämtlichen Besitzes. Das interessiert keinen Pflegschaftsrichter und in meinem Empfinden war das nicht gerecht. Noch dazu habe ich ja nicht die fremden Betten gesucht, aber in Bezug auf Kinderbetreuung tut dies nichts zur Sache…
    • Gigi Gusenbauer Das sah sogar „meine“ Familiengerichtshilfe so – zumindest einer der beiden Beauftragten…
  • Michael Pfaff Gleiches Problem wie in Deutschland !

 

2 Gedanken zu “Sehr geehrte Frau BM Karmasin !

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s